5:1 - Freiburg feiert furiosen Saisonabschluss - kicker
SC Freiburg – Nürnberg: Mathenia flattert in die 2. Liga
Nach acht sieglosen Partien in Folge hat der SC Freiburg zum Saisonausklang noch einmal einen Dreier eingefahren und den 1. FC Nürnberg mit 5:1 besiegt. Während der Club bei seiner Abschiedsvorstellung aus Liga eins enttäuschte, zeigten sich die Breisgauer über die gesamte Partie spielfreudig und gewannen auch in der Höhe hochverdient.

Freiburgs Coach Christian Streich wechselte im Vergleich zum 0:3 in Hannover auf drei Positionen: Ersatzkeeper Flekken, Terrazzino und Waldschmidt durften von Beginn an ran, dafür mussten Torhüter Schwolow, Niederlechner (beide Bank) sowie Schlotterbeck weichen.

Nach Wochen der Endspiele ist das Ende der Liga kein Endspiel mehr und es wird auch keine Verlängerung geben. Stuttgart und Nürnberg hatten offenbar unisono entschieden, dass bereits am 33. Spieltag alles ein Ende hat. Stuttgart gewann, Nürnberg verlor – allein eine der Bedingungen hätte ausgereicht, um den Nürnberger Abstieg zu besiegeln, aber doppelt hält besser und macht es auch noch mal klarer: Sogar beim Vergleich ‚best of the rest‘ fehlte dem Club es an Mitteln, so dass die von vielen wohlwollend bewertete Leistung über mehrere Runden wenigstens die Deckung oben halten zu können – um hier im Box-Jargon zu verbleiben -, nicht kaschieren konnte, dass man nicht einmal für einen Lucky Punch genug Schlagkraft hatte. Und so wurde man nach 33 Runden sang- und klanglos durch technischen K.O. vom Ringrichter ausgezählt.

Nürnbergs Trainer Boris Schommers brachte nach dem 0:4 gegen Gladbach, das in der Vorwoche das Schicksal der Franken besiegelte, einen neuen Akteur: Geburtstagskind Rhein verdrängte Misidjan auf die Bank.

Von Beginn an waren die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft auf dem Feld. Freiburg drängte und zwang den Club zu vielen Fehlern. Die Überlegenheit der Breisgauer sollte sich auch schnell im Ergebnis widerspiegeln: Fehlte Heintz nach einem Günter-Freistoß noch die letzte Präzision (2.), machte es Terrazzino in der siebten Minute besser und vollstreckte aus 16 Metern. Vom FCN kam auch nach dem Rückstand nicht viel. Im Spiel nach vorne zeigten sich die Franken – wie schon in der gesamten Saison – zu harmlos. Einzig nach einem Standard versprühte der Absteiger Gefahr, doch Erras köpfte nach einem Freistoß von Bauer knapp vorbei (21.).

1:9 aus den letzten beiden Spielen. Wer das mit „Die Luft war halt raus“ abtut, verkennt womöglich, wie sich Fans fühlen, die dafür am Ende sogar noch ein Ticket gekauft und sich auf den Weg gemacht haben. Wenn die Aussicht auf das Verlassen des letzten Platzes und das Vermeiden einer geschichtsträchtigen schlechtesten Saison aller Zeiten nicht ausreicht, sollte sich wirklich die Charakterfrage stellen.

Im Gegensatz dazu bot Freiburg zum Saisonabschluss noch einmal eine starke Leistung: Vor allem über die linke Seite um Günter und Grifo machte Freiburg viel Dampf, doch auch das zweite Tor des Tages hatte seinen Ursprung auf dem rechten Flügel: Petersen war nach rechts ausgewichen und setzte mit einer Flanke Waldschmidt in Szene. Der bezwang den unglücklich aussehenden Mathenia mit einem von Margreitter noch abgefälschten Vollspannschuss – 2:0 für den SCF (34.).

Nach dem Seitenwechsel legte Freiburg weiterhin Spielfreude an den Tag – und Tore nach. Nürnberg brachte einen Eckball nicht endgültig aus der Gefahrenzone, sodass sich Petersen über Umwege als Nutznießer erwies und das Spielgerät aus 16 Metern in die Maschen bugsierte (54.). Beim Club hingen nun endgültig die Köpfe – die Gegenwehr war erloschen. Nur zwei Minuten später ließ Petersen mit einem sehenswerten Seitfallzieher das 4:0 folgen (56.), Grifo besorgte in der 61. Minute Treffer Nummer fünf.

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Nach einigen Minuten Leerlauf auf beiden Seiten war es dann einmal die Nürnberger Offensivabteilung, die für ein Ausrufezeichen sorgte. Löwen führte den Ball in Strafraumnähe und hielt aus 22 Metern einfach drauf und erzielte den Ehrentreffer – 1:5 (69.). Nur eine Zeigerumdrehung später hätte Freiburg um ein Haar das halbe Dutzend vollgemacht, doch sowohl Terrazzino als auch Waldschmidt scheiterten am stark reagierenden Mathenia (70.).

In der Schlussphase schaltete Freiburg einige Gänge zurück und ließ es locker ausklingen. Fast hätte Stenzel in der 89. Minute noch den Schlusspunkt besorgt, der Querbalken verhinderte jedoch den sechsten Freiburger Treffer.

Kurz darauf war die Partie vorbei. Der SCF gewann hochverdient mit 5:1, schloss die Saison als Tabellen-13. ab und feierte den Klassenerhalt. Nürnberg muss als Schlusslicht den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

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Der 1. FC Nürnberg verliert am 34. Spieltag beim SC Freiburg mit 5:1.. In einem Spiel, bei dem es im Grunde nur noch um die Ehre ging, spielte nur eine Mannschaft ehrenhaft.

Nürnberg stolpert beim 1:5 in Freiburg endgültig aus der Bundesliga.Die Club-Abwehr steht bei den Gegentoren durch Terrazzino (7./erstes Saisontor), Waldschmidt (35./9. Saisontor), Petersen (54./56.) und Grifo (61.) Spalier.

Torhüter Mathenia flattert sich den Waldschmidt-Schuss geradezu selbst rein. Es war bereits sein 21. Weitschuss-Gegentor in seinem 93. Bundesliga-Spiel. Mathenia (Der Abstieg mit Nürnberg ist brutal emotional) stieg bereits letzte Saison mit dem HSV ab.

Foto: Alexander Endl Sommerkick – Like Ice in the Sunshine / 14.7.2010 / Raphael Schäfer / Alle Rechte vorbehalten.

Löwen (69.) gelingt wenigstens das Ehrentor. Der Club schafft drei Saisonsiege, nur Wuppertal (1975) und Tasmania (1966/beide zwei Saisonsiege) waren in der ewigen Bundesliga-Historie erfolgloser.

Mathenia – Bauer, Margreitter, Mühl, Leibold – Erras – Behrens, Löwen – Misidjan, Kerk – Ishak

Freiburg feiert zum Ende der Stolper-Rückrunde (nur 15 Punkte) den ersten Dreier nach zuvor acht Sieglos-Spielen. Trainer Christian Streich schenkt Ersatztorwart Mark Flekken (25) dessen erstes Saisonspiel.

Streich liegt mit allen Änderungen richtig. Auch Terrazzino und Waldschmidt durften wieder von Beginn an ran.