1. FCN: Nürnberg noch nicht abgestiegen - doch am Club liegt das nicht - inFranken.de
VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg 2:0: Wolfsburg siegt nach Club-Klops
Krallen sich die Wölfe sogar noch die Champions League?Nach dem 2:0 gegen Nürnberg sind es plötzlich nur noch zwei Punkte auf Platz vier. Verliert der Vierte Frankfurt (Sonntag, 18 Uhr) in Leverkusen, darf Wolfsburg sogar von der Königsklasse träumen.

Nach zuvor zwei Jahren Relegation gehts unter Bruno Labbadia (53) um Europa. Durch den siebten Heimsieg sind die Norddeutschen dick im Geschäft um die Euro-Millionen. Und das ohne echte Abwehr.

„Es ist die größte Angst als Fan, dass man solche Spieler wie Roussillon verliert. Aber nach zwei Jahren Abstiegskampf und nun einmal Mittelmaß ist das Reden von Europa ein wenig vermessen. Was Glasner betrifft: Ich beschäftige mich wenig mit dem Österreichischen Fußball, wohl ein Taktiker. Man kann es einfach nicht einschätzen und Vergleiche zu Frankfurts Hütter sind weit hergeholt.“

Labbadia hat mit Knoche und Tisserand gerade noch zwei gelernte Verteidiger. Der Rest seiner Abwehr ist mit William (Gelbsperre), Brooks, Jung (beide verletzt), Verhaegh (wurde vom Hof gejagt) und Uduokhai (nach Verletzung auf der Bank) draußen.

Ist Wolfsburg verdammt das internationale Geschäft zu erreichen damit die Mannschaft nicht auseinanderfällt bzw. die guten Spieler den Verein verlassen? Sowohl der VfL als auch Neutrainer Oliver Glasner wollen nächste Saison Europa angreifen. Ist das die Krux, die Mannschaft ist noch nicht bereit für die EL sollte sie aber erreichen?

38. Minute: Nach schlampigem Kerk-Rückpass verliert Torhüter Mathenia das Duell mit Mehmedi. Der Ball springt zu Felix Klaus, der mit rechts ins leere Tor vollendet – 1:0.

„Ohne etwas Schlechtes über vorherige Spieler zu sagen: Ja, der wartet nicht auf den perfekten Pass, er arbeitet einfach für sein Team. Ein sehr wichtiger Spieler, auch weil Ginczek so lange wieder ausfiel. Auch die Zahlen sprechen für sich, aber er ist vor allem auch ein Sympathieträger.“

78. Minute: Tisserand sorgt per Kopf für die Entscheidung. Beide Torschützen trafen in der Bundesliga zum ersten Mal.

„Was will man da „Nein“ sagen? Aber leicht wird es nicht. Die einen sind im Aufwind, die anderen kämpfen ums Überleben. Europa ist das Ziel des Vereins, als Fan will man erstmal nur weg vom Abstiegskampf.“

Nürnberg bleibt ohne Auswärtssieg, hat weiter eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt. Wie so oft unter Übergangs-Trainer Schommers wird eine ansprechende Leistung (Chancen von Kerk/7. und Ishak/65.) nicht belohnt.

Wir fassen das Interview kurz zusammen, in voller Länge zu hören auf meinsportpodcast.de oder im Player am Ende des Artikels. Ebenso die offiziellen Pressekonferenzen aus Nürnberg und Wolfsburg.

Kapitän Hanno Behrens (29): “Wir brauchen zwei Siege. Noch ist es möglich.” Sein Versprechen: “Wir werden uns reinhauen!” Schwacher Trost: Wenigstens konnte der Abstieg am 119. Club-Geburtstag verhindert werden. Vorerst…

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Wolfsburg – Ein Slapstick-Tor bringt Nürnberg in Wolfsburg auf die Verliererstraße und weiter in Abstiegsnot. Nur Stuttgarts Pleite lässt den Club noch hoffen.

Nächste Chance verpasst, aber immer noch nicht abgestiegen: Der 1. FC Nürnberg darf sich weiter klitzekleine Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Bundesliga machen – die Chancen aber schwinden immer weiter.

Das Interview führte Felix Amrhein mit Max für Total beGlubbt in Zusammenarbeit mit Clubfans United am 02.05.2019. Redaktionell zusammengefasst von Alexander Endl.

Die Mannschaft von Trainer Boris Schommers verlor zwar am 32. Spieltag auch wegen eigener Schusseligkeit bei Europapokal-Anwärter VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:1), kann den VfB Stuttgart aber theoretisch weiterhin vom Relegationsrang verdrängen.

„Konstanz nein, Zufriedenheit ja. Ein wenig Unruhe im Verein spielt da eine Rolle und Verletzungspech. Da kann man sich aktuell als Gegner fast freuen.“

Die Schwaben verloren parallel bei Hertha BSC. Allerdings hat Nürnberg als Tabellen-17. weiter fünf Punkte Rückstand auf Stuttgart. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Die Wölfe fuhren hingegen dank des Slapstick-Tores von Felix Klaus (38.) und des Treffers von Marcel Tisserand (78.) im Kampf um die Rückkehr auf die große Bühne Europa einen Pflichtsieg ein.

Wolfsburg holt zusammen mit Borussia Dortmund die meisten Punkte nach Rückständen. 16 an der Zahl. Hat der VfL ein Team, dass eine echte Mannschaft ist?

“Erstmals wollen wir nicht nur punkten, wir müssen es”, hatte Schommers vor der Partie gesagt – und so versteckte sich der Club eine Woche nach der guten Vorstellung beim Unentschieden gegen Bayern München keineswegs. (Service: Spielplan der Bundesliga)

„Endlich haben wir wieder eine Mannschaft. Nach Jahren von großen Namen, die meinten in Wolfsburg schiebe man hochbezahlt eine ruhige Kugel.“

Gegen die von Verletzungen geplagten Wölfe sorgten Matheus Pereira und Eduard Löwen anfangs für einigen Wirbel, klare Chancen blieben vor 22.512 Zuschauern aber zunächst aus und die Hausherren kamen mit der Zeit dann auch etwas besser ins Spiel. (Das Spiel im LIVETICKER zum Nachlesen)

Der Gegentreffer von Klaus fiel dennoch völlig unnötig für Nürnberg – weil Sebastian Kerk einen katastrophalen Rückpass auf Christian Mathenia spielte. Der Torwart kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball, rasselte mit Admir Mehmedi zusammen und Klaus musste den Ball nur noch ins leere Tor einschieben.

Foto: Hendrik Schuur „VfL-Maskottchen Wölfi auf der Bühne des DFB Pokal Fanfests in Köln am 01.05.2019“ / Alle Rechte vorbehalten.

In der Folge machte sich der Schock bei den Gästen durchaus bemerkbar, auf einmal kamen selbst Pässe über wenige Meter nicht mehr an. Doch aufgeben kam für Nürnberg nicht infrage, tapfer versuchten sie wieder Druck auf Wolfsburg aufzubauen – Mikael Ishak (65.) hatte auch eine gute Möglichkeit aus der Distanz.

„Ein kurzer Artikel mit vielen Namen und ein paar Füllwörtern. Aber ja: Das Puzzle stellt auch diesmal eine Überraschung dar.“

Doch die Niedersachsen verteidigten immer wieder geschickt und sorgten aus einer geordneten Defensive heraus selbst für Gefahr.

Nach einem präzisen Freistoß von Admir Mehmedi war dann Tisserand per Kopf zur Stelle und sorgte in einer keineswegs hochklassigen Partie für die Entscheidung.