Hinteregger verlängert Frankfurter Festtage - kicker online
Frankfurt – Nürnberg 1:0: Euro-Adler jubeln über Motz-Ösi Martin Hinteregger
Die Frankfurter Festtage dauern an. Drei Tage nach dem Erreichen des Europa-League-Viertelfinales feierte die Eintracht vor heimischem Publikum in einem unterhaltsamen Spiel einen verdienten 1:0-Sieg gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg, der damit seit 20 Ligaspielen auf einen Sieg wartet. Dagegen blieb die SGE zum neunten Mal ungeschlagen und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf den Tabellenvierten Gladbach.

Frankfurts Coach Adi Hütter tauschte nach dem 1:0 im Rückspiel des Europa-League-Achtelfinals bei Inter Mailand dreimal: Touré, Fernandes und Paciencia spielten für Ndicka (muskuläre Probleme), Willems und Haller (beide Bank).

Nürnbergs Interimstrainer Boris Schommers musste indes beim 1:2 in Hoffenheim auch noch zwei personelle Ausfälle verkraften. Valentini erlitt eine Sehnenverletzung im Oberschenkel und fällt für den Rest der Saison aus, Leibold sah zudem seine fünfte Gelbe Karte und fehlte folglich gesperrt: Das führte dazu, dass Talent Tillman sein Startelfdebüt beim FCN gab und Bauer erstmals in der Rückrunde beginnen durfte. Bemerkenswert: Kerk nahm die Position links hinten ein

Eintracht Frankfurt ist einfach in Fahrt. Nach dem Europa-Triumph in Mailand legten die Hessen auch in der Bundesliga nach. Und stehen plötzlich nur noch einen Punkt hinter Platz vier.

Kerk als Linksverteidiger? Ein Schachzug, der beinahe sofort aufgegangen wäre. Der 24-Jährige flankte in der dritten Minute gut in den Fünfer zu Behrens, der jedoch freistehend am Kasten vorbeiköpfte. Der Nürnberger Paukenschlag blieb demnach aus, der Club verkaufte sich dennoch teuer. Die Franken waren lauffreudig, stellten die Räume immer wieder gut zu und hielten die Frankfurter so weitgehend im Zaum.

Bundesliga, 26. Spieltag Gladbach – Freiburg 1:1 (1:1)   Wolfsburg – Düsseldorf 5:2 (1:1)   Schalke – Leipzig 0:1 (0:1)   Stuttgart – Hoffenheim 1:1 (0:1)   Augsburg – Hannover 3:1 (0:1)   Hertha – Dortmund 2:3 (2:1)   Leverkusen – Bremen 1:3 (0:2)   Frankfurt – Nürnberg 1:0 (1:0)   Bayern – Mainz 6:0 (3:0) Die aktuelle Tabelle Die Eintracht wirkte etwas unkonzentriert, es fehlte die Spritzigkeit – und immer wieder schlichen sich Unsauberkeiten ins Passspiel ein. Die SGE hatte zwar mehr vom Spiel, war auch darum bemüht, in gewohnter Manier die gesamte Breite des Feldes zu nutzen, nur fanden die Gastgeber die Lücken zunächst nicht. Nach einer Viertelstunde meldete sich die Eintracht aber endgültig an – und ergriff das Kommando: Paciencia (13.) und da Costa (14.) näherten sich dem 1:0 an, ehe Kerk einen Jovic-Kopfball kurz vor der Linie noch klärte (18.).

Mit zunehmender Spieldauer kam die Eintracht zu einem deutlichen Plus an Ballbesitz, der sich nahe an der 70-Prozent-Marke bewegte. Frankfurt war drückend überlegen, tat sich im finalen Drittel aber lange schwer, weil die aufmerksamen Franken in diesem Bereich immer wieder eigene Überzahl schafften. Nach einer knappen halben Stunde hatte Jovic jedoch die zündende Idee. Der 21-Jährige zog im Zentrum drei Mann auf sich und spielte dann sehenswert nach links raus zu Kostic. Dieser überlief Bauer und legte quer zum mitgelaufenen Hinteregger – 1:0 (31.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen nichts. Die Eintracht war besser und gab den Takt vor, während der Club auf Nadelstiche hoffte und wie schon in Hälfte eins die nennenswerte erste Möglichkeit verbuchte: Kubo verzog aus der zweiten Reihe nur knapp (53.). Danach waren aber wieder die Frankfurter dran, die abermals Alu-Pech hatten – Paciencia köpfte an die Latte (58.) – und im weiteren Verlauf so etwas wie Chancenwucher betrieben: Der eingewechselte Haller wurde von Ewerton geblockt (63.), da Costa scheiterte an Mathenia (64.), Jovic wurde nur Sekunden später geblockt, ehe Kostics Schrägschuss knapp rechts vorbeisauste (73.).

Die schwache Chancenverwertung hätte sich aus Frankfurter Sicht beinahe gerächt, denn in der Schlussphase erhöhte der Club das Risiko und kam durch den eingewechselten Knöll (79.) sowie Behrens (83.) zu zwei Riesenchancen, die jedoch Trapp mit zwei bärenstarken Paraden vereitelte. Letztlich brachten die Adler, denen auch noch ein Treffer des eingewechselten Rebic nach Sichtung der Fernsehbilder aufgrund einer Abseitsstellung wieder aberkannt wurde (90.), den knappen Erfolg über die Zeit und haben die Champions League vor Augen. Pech hatte jedoch Kostic, der kurz vor dem Schlusspfiff mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste.

Nach der Länderspielpause hat die Frankfurter Eintracht wieder ein Heimspiel gegen ein Team aus dem Keller: Am Sonntag, den 31. März (18 Uhr), geht es gegen den VfB Stuttgart. Nürnberg spielt tags zuvor gegen Augsburg (15.30 Uhr).

Kontakt | Jobs | Impressum | Links | Nutzungsbedingungen | Datenschutzhinweis | Nutzungsbasierte Online-Werbung | zur mobilen Ansicht wechseln

Video: Pressekonferenz nach SGE – Nürnberg

Ihre Müdigkeit mussten die Euro-Adler kurz rausschütteln. Und fliegen jetzt Richtung Champions League.Eintracht schlägt den Letzten Nürnberg 1:0. Dritter Sieg in einer Woche. Vor drei Tagen die 1:0-Sensation in Mailand und der Einzug ins Viertelfinale der Europa League. Nächste Saison könnte es sogar die Königsklasse sein.

Frankfurt ist 2019 (13 Spiele) immer noch ungeschlagen, erstmals seit über 25 Jahren wieder in neun Bundesliga-Spiele hintereinander ohne Niederlage. Und jubelt über Martin Hinteregger (26). Der Verteidiger geht nach einer halben Stunden den langen Weg, trifft nach Pass von Kostic zum 1:0 (31. Minute). Erstes Bundesliga-Tor in Frankfurt für den Ösi, der sich in der Winterpause aus Augsburg weggemotzt hatte.

Vorn das Tor – hinten resolut! Mit 71 Prozent gewonnenen Duellen ist er auch bester Zweikämpfer auf dem Platz.

Nürnberg ist hart im Nehmen! Ewerton bleibt trotz Wirkungstreffer aus wenigen Metern vom eingewechselten Haller stehen. Respekt! Punkte gibt es dafür keine! Der Club wartet nun schon seit 20 Liga-Spielen (!) auf einen Dreier. Bleibt Letzter. Und muss sich realistisch auf die Zweitliga-Rückkehr vorbereiten. Weil auch Eintracht-Torwart Trapp hellwach ist. Mit zwei Glanzparaden verhindert er gegen Knöll (79.) und Behrens (83.) den möglichen Ausgleich …

★ 3. Minute: Kerk flankt auf Behrens. Der Nürnberger steht sechs Meter vom Tor völlig frei, schießt drüber.★ 13. Minute: Riesenchance für die Eintracht! Paciencia aber haut frei vorm Kasten einfach über den Ball.★ 17. Minute: Einen Jovic-Kopfball klärt Kerk gerade noch vor der Linie.★ 31. Minute: 1:0 Hinteregger! Der Innenverteidiger läuft durch, steht beim Pass von Kostic goldrichtig, trifft zur Führung. Sein erstes Eintracht-Tor in der Liga.★ 36. Minute: Kostic knallt an die Latte. Den Nachschuss versenkt Paciencia – steht allerdings abseits.