Eintracht träumt nach Sieg gegen Nürnberg von Königsklasse - BNN - Badische Neueste Nachrichten
Frankfurt – Nürnberg 1:0: Euro-Adler jubeln über Motz-Ösi Martin Hinteregger
Auch das neunte Bundesliga-Spiel in Folge hat Eintracht Frankfurt nicht verloren. Gegen Nürnberg musste die SGE aber trotz drückender Überlegenheit am Ende um den Sieg zittern.

24:9 Torschüsse aus Sicht von Eintracht Frankfurt, doch der Sieg war denkbar knapp: Trotz einer miserablen Chancenverwertung gewann die SGE hochverdient 1:0 (1:0) gegen den Tabellenletzten 1. FC Nürnberg. Martin Hinteregger (31.) traf für die seit 13 Pflichtspielen ungeschlagenen Hessen, die erstmals seit 2012 wieder vier Ligasiege in Folge feierten. Der FCN bleibt in dieser Saison weiter ohne Auswärtserfolg und baute seinen Negativrekord auf 20 Partien ohne Sieg in Serie aus.

“Es war ein verdienter Arbeitssieg. Wir hätten gewisse Situationen besser zu Ende spielen können”, sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter nach dem Spiel. Sein Kollege Boris Schommers analysierte: “Wir haben leider nichts mitnehmen können. Wir hatten die Chance zur Führung, das wäre wichtig gewesen. Unterm Strich ist es völlig in Ordnung, dass Frankfurt gewonnen hat.”

Drei Tage nach dem 1:0-Sieg im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League bei Inter Mailand wirkten die Frankfurter zu Beginn der Partie müde. Die Anfangsphase gehörte mutig aufspielenden Nürnbergern. Folgerichtig wäre der “Club” fast in Führung gegangen. Erst verzog Sebastian Kerk (2.), der ungewohnt linker Verteidiger spielte, einen Schuss aus der zweiten Reihe. Dann setzte FCN-Kapitän Hanno Behrens (3.) nach Flanke von Kerk den Ball per Kopf knapp übers Frankfurter Tor.

Bundesliga, 26. Spieltag Gladbach – Freiburg 1:1 (1:1)   Wolfsburg – Düsseldorf 5:2 (1:1)   Schalke – Leipzig 0:1 (0:1)   Stuttgart – Hoffenheim 1:1 (0:1)   Augsburg – Hannover 3:1 (0:1)   Hertha – Dortmund 2:3 (2:1)   Leverkusen – Bremen 1:3 (0:2)   Frankfurt – Nürnberg 1:0 (1:0)   Bayern – Mainz 6:0 (3:0) Die aktuelle Tabelle Die Eintracht wirkte etwas unkonzentriert, es fehlte die Spritzigkeit – und immer wieder schlichen sich Unsauberkeiten ins Passspiel ein. Die SGE hatte zwar mehr vom Spiel, war auch darum bemüht, in gewohnter Manier die gesamte Breite des Feldes zu nutzen, nur fanden die Gastgeber die Lücken zunächst nicht. Nach einer Viertelstunde meldete sich die Eintracht aber endgültig an – und ergriff das Kommando: Paciencia (13.) und da Costa (14.) näherten sich dem 1:0 an, ehe Kerk einen Jovic-Kopfball kurz vor der Linie noch klärte (18.).

Audio starten, abbrechen mit Escape Torschütze Hinteregger lobt Jovic: "Brutale Klasse" Sportschau | 17.03.2019 | 02:25 Min.

Nach rund zehn Minuten war die Eintracht aber drin in der Partie. Goncalo Paciencia (13.) und Danny Da Costa (14.) hatten erste Chancen. In der 18. Minute hätte Luka Jovic nach Flanke von Filip Kostic fast per Kopf getroffen, Kerk klärte kurz vor der Torlinie. Nach schöner Kombination von Jovic und Kostic erzielte dann Hinteregger die Führung. Kostic hätte schon in der 37. Minute für eine Vorentscheidung sorgen können, traf aber nur die Unterkatte der Latte.

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel legten die Frankfurter noch einmal eine Schippe drauf und wollten den Sieg so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen. Ein zweiter Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein. In der 58. Minute traf Paciencia per Kopf nach Flanke von da Costa die Latte. Sébastien Haller traf nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung Ewerton im Gesicht statt ins Tor. Jovic (64.) und Kostic (73.) vergaben weitere Chancen.

Mit zunehmender Spieldauer kam die Eintracht zu einem deutlichen Plus an Ballbesitz, der sich nahe an der 70-Prozent-Marke bewegte. Frankfurt war drückend überlegen, tat sich im finalen Drittel aber lange schwer, weil die aufmerksamen Franken in diesem Bereich immer wieder eigene Überzahl schafften. Nach einer knappen halben Stunde hatte Jovic jedoch die zündende Idee. Der 21-Jährige zog im Zentrum drei Mann auf sich und spielte dann sehenswert nach links raus zu Kostic. Dieser überlief Bauer und legte quer zum mitgelaufenen Hinteregger – 1:0 (31.).

Und so kam es, wie es in solchen Fällen oft kommt. Frankfurt musste bangen. Die Nürnberger witterten noch einmal ihre Chance und gingen in der Schlussphase mehr ins Risiko. Der eingewechselte Törles Knöll (80.) zwang SGE-Torhüter Kevin Trapp zu einer Riesenparade, stand aber abseits. Drei Minuten später stand Trapp wieder im Mittelpunkt, als er einen Schuss von Behrens großartig zur Ecke lenkte. Frankfurts eingewechseltem Ante Rebic (90.) verweigerte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus das 2:0, weil er bei seinem Treffer abseits stand.

Nürnbergs Interimstrainer Boris Schommers musste indes beim 1:2 in Hoffenheim auch noch zwei personelle Ausfälle verkraften. Valentini erlitt eine Sehnenverletzung im Oberschenkel und fällt für den Rest der Saison aus, Leibold sah zudem seine fünfte Gelbe Karte und fehlte folglich gesperrt: Das führte dazu, dass Talent Tillman sein Startelfdebüt beim FCN gab und Bauer erstmals in der Rückrunde beginnen durfte. Bemerkenswert: Kerk nahm die Position links hinten ein

Frankfurt spielt nun nach der Länderspielpause am Sonntag (31.03.2019) um 18 Uhr gegen den VfB Stuttgart. Nürnberg muss schon tags zuvor um 15.30 Uhr daheim gegen den FC Augsburg ran.

Die Frankfurter Festtage dauern an. Drei Tage nach dem Erreichen des Europa-League-Viertelfinales feierte die Eintracht vor heimischem Publikum in einem unterhaltsamen Spiel einen verdienten 1:0-Sieg gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg, der damit seit 20 Ligaspielen auf einen Sieg wartet. Dagegen blieb die SGE zum neunten Mal ungeschlagen und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf den Tabellenvierten Gladbach.

Trapp – Touré, Hasebe, Hinteregger – da Costa, Kostic (86. Willems) – Rode, G. Fernandes – Gacinovic – Jovic (76. Rebic), Paciencia (63. Haller)

Kerk als Linksverteidiger? Ein Schachzug, der beinahe sofort aufgegangen wäre. Der 24-Jährige flankte in der dritten Minute gut in den Fünfer zu Behrens, der jedoch freistehend am Kasten vorbeiköpfte. Der Nürnberger Paukenschlag blieb demnach aus, der Club verkaufte sich dennoch teuer. Die Franken waren lauffreudig, stellten die Räume immer wieder gut zu und hielten die Frankfurter so weitgehend im Zaum.

Mathenia – Ro. Bauer, Mühl, Ewerton, Tillman (59. Salli) – Erras – Kubo (83. Margreitter), Behrens, Löwen, Kerk – Ishak (68. Knöll)

Ihre Müdigkeit mussten die Euro-Adler kurz rausschütteln. Und fliegen jetzt Richtung Champions League.Eintracht schlägt den Letzten Nürnberg 1:0. Dritter Sieg in einer Woche. Vor drei Tagen die 1:0-Sensation in Mailand und der Einzug ins Viertelfinale der Europa League. Nächste Saison könnte es sogar die Königsklasse sein.

Frankfurt ist 2019 (13 Spiele) immer noch ungeschlagen, erstmals seit über 25 Jahren wieder in neun Bundesliga-Spiele hintereinander ohne Niederlage. Und jubelt über Martin Hinteregger (26). Der Verteidiger geht nach einer halben Stunden den langen Weg, trifft nach Pass von Kostic zum 1:0 (31. Minute). Erstes Bundesliga-Tor in Frankfurt für den Ösi, der sich in der Winterpause aus Augsburg weggemotzt hatte.

Vorn das Tor – hinten resolut! Mit 71 Prozent gewonnenen Duellen ist er auch bester Zweikämpfer auf dem Platz.

Nürnberg ist hart im Nehmen! Ewerton bleibt trotz Wirkungstreffer aus wenigen Metern vom eingewechselten Haller stehen. Respekt! Punkte gibt es dafür keine! Der Club wartet nun schon seit 20 Liga-Spielen (!) auf einen Dreier. Bleibt Letzter. Und muss sich realistisch auf die Zweitliga-Rückkehr vorbereiten. Weil auch Eintracht-Torwart Trapp hellwach ist. Mit zwei Glanzparaden verhindert er gegen Knöll (79.) und Behrens (83.) den möglichen Ausgleich …

★ 3. Minute: Kerk flankt auf Behrens. Der Nürnberger steht sechs Meter vom Tor völlig frei, schießt drüber.★ 13. Minute: Riesenchance für die Eintracht! Paciencia aber haut frei vorm Kasten einfach über den Ball.★ 17. Minute: Einen Jovic-Kopfball klärt Kerk gerade noch vor der Linie.★ 31. Minute: 1:0 Hinteregger! Der Innenverteidiger läuft durch, steht beim Pass von Kostic goldrichtig, trifft zur Führung. Sein erstes Eintracht-Tor in der Liga.★ 36. Minute: Kostic knallt an die Latte. Den Nachschuss versenkt Paciencia – steht allerdings abseits.

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