Eintracht Frankfurt mit Arbeitssieg gegen Nürnberg | Fußball - tz.de
Frankfurt – Nürnberg 1:0: Euro-Adler jubeln über Motz-Ösi Martin Hinteregger
In der Europa League im Viertelfinale und auch in der Liga auf Kurs: Eintracht Frankfurt feiert gegen Nürnberg den vierten Bundesliga-Sieg in Serie und darf von der Champions League träumen. Die Franken dagegen bauen eine erschreckende Negativ-Serie noch weiter aus.

Frankfurt/Main (dpa) – Die Europa-League-Höhenflieger von Eintracht Frankfurt haben ihre Champions-League-Ambitionen untermauert und die Abstiegssorgen des Tabellenletzten 1. FC Nürnberg verstärkt.

Der DFB-Pokalsieger gewann sein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga vor 51.000 Zuschauern durch ein Tor von Martin Hinteregger (31. Minute) mit 1:0 (1:0) und rückte mit 46 Punkten bis auf einen Zähler an den Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach heran.

Eintracht Frankfurt ist einfach in Fahrt. Nach dem Europa-Triumph in Mailand legten die Hessen auch in der Bundesliga nach. Und stehen plötzlich nur noch einen Punkt hinter Platz vier.

"Es war ein verdienter Sieg, aber wir haben uns schwer getan gegen tief stehende Nürnberger", sagte der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic. "Nürnberg hat nicht aufgegeben, die haben alles rausgehauen." Die seit 20 Spielen sieglosen Franken gehen mit einem Rückstand von sieben Punkten auf den Relegationsplatz in die Länderspielpause.

Nach dem erfolgreichen Europa-League-Kraftakt in Mailand gönnte Eintracht-Trainer Adi Hütter Stürmer Sebastien Haller zunächst eine Verschnaufpause. Für ihn rückte Gonçalo Paciencia in der Startformation an die Seite von Top-Torjäger Luka Jovic. Zudem musste Linksverteidiger Evan Ndicka wegen muskulärer Probleme passen. Er wurde durch Almamy Touré ersetzt.

Die Hausherren dominierten wie erwartet das Geschehen, auch wenn die erste Chance des Spiels dem "Club" gehörte. Hanno Behrens kam in der 3. Minute frei zum Kopfball, verfehlte aber das Tor. Es sollte für lange Zeit die letzte gefährliche Aktion des weitgehend harmlosen Schlusslichts bleiben.

Frankfurt drückte danach auf die Führung, die trotz bester Gelegenheiten jedoch auf sich warten ließ. Paciencia (13.) traf aus Nahdistanz den Ball nicht richtig, bei einem Kopfball von Jovic (18.) rettete Nürnbergs Mittelfeldspieler Sebastian Kerk kurz vor der Linie.

Nach einer guten halben Stunde belohnten sich die Hessen dann für ihren unermüdlichen Aufwand. Jovic spielte Filip Kostic mit einem Zauberpass frei, dessen flache Hereingabe brauchte Hinteregger nur noch einzuschieben. Vorlagengeber Kostic hatte gut fünf Minuten später das zweite Tor auf dem Fuß, traf aber nur die Latte. Kurz zuvor hatten die Gäste bei einem ihrer seltenen Konter eine 3:2-Überzahl nicht ausnutzen können.

Wie zu Beginn der Partie verbuchten die Franken auch nach dem Wechsel die erste Möglichkeit. Yuya Kubo zielte in der 53. Minute aus 16 Metern aber etwas zu hoch, so dass Frankfurts Nationaltorhüter Kevin Trapp nicht eingreifen musste.

Die Eintracht blieb aber weiter spielbestimmend und hatte durch Haller, der nach gut einer Stunde für Paciencia kam, die nächste Chance. Ewerton blockte den Schuss des Franzosen in letzter Sekunde. In der Schlussphase bewahrte Trapp die Hessen mit einer Glanztat gegen Behrens vor dem Ausgleich.

Ihre Müdigkeit mussten die Euro-Adler kurz rausschütteln. Und fliegen jetzt Richtung Champions League.Eintracht schlägt den Letzten Nürnberg 1:0. Dritter Sieg in einer Woche. Vor drei Tagen die 1:0-Sensation in Mailand und der Einzug ins Viertelfinale der Europa League. Nächste Saison könnte es sogar die Königsklasse sein.

Frankfurt ist 2019 (13 Spiele) immer noch ungeschlagen, erstmals seit über 25 Jahren wieder in neun Bundesliga-Spiele hintereinander ohne Niederlage. Und jubelt über Martin Hinteregger (26). Der Verteidiger geht nach einer halben Stunden den langen Weg, trifft nach Pass von Kostic zum 1:0 (31. Minute). Erstes Bundesliga-Tor in Frankfurt für den Ösi, der sich in der Winterpause aus Augsburg weggemotzt hatte.

Vorn das Tor – hinten resolut! Mit 71 Prozent gewonnenen Duellen ist er auch bester Zweikämpfer auf dem Platz.

Nürnberg ist hart im Nehmen! Ewerton bleibt trotz Wirkungstreffer aus wenigen Metern vom eingewechselten Haller stehen. Respekt! Punkte gibt es dafür keine! Der Club wartet nun schon seit 20 Liga-Spielen (!) auf einen Dreier. Bleibt Letzter. Und muss sich realistisch auf die Zweitliga-Rückkehr vorbereiten. Weil auch Eintracht-Torwart Trapp hellwach ist. Mit zwei Glanzparaden verhindert er gegen Knöll (79.) und Behrens (83.) den möglichen Ausgleich …

★ 3. Minute: Kerk flankt auf Behrens. Der Nürnberger steht sechs Meter vom Tor völlig frei, schießt drüber.★ 13. Minute: Riesenchance für die Eintracht! Paciencia aber haut frei vorm Kasten einfach über den Ball.★ 17. Minute: Einen Jovic-Kopfball klärt Kerk gerade noch vor der Linie.★ 31. Minute: 1:0 Hinteregger! Der Innenverteidiger läuft durch, steht beim Pass von Kostic goldrichtig, trifft zur Führung. Sein erstes Eintracht-Tor in der Liga.★ 36. Minute: Kostic knallt an die Latte. Den Nachschuss versenkt Paciencia – steht allerdings abseits.

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