Krisengipfel geht an Nürnberg - Heimpleite für DEG
DEL: Adler Mannheim mit Overtime Sieg – Kölner Haie – München
Am Sonntag ging der 21. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga über die Bühne. Nürnberg entschied den Krisengipfel gegen die Grizzlys aus Wolfsburg für sich, Spitzenreiter Mannheim bestand in Bremerhaven. Meister München verspielte in Köln ein 3:0 und gewann dennoch. Düsseldorf unterlag Straubing.

Dank eines Doppelpacks von Olympia-Silbergewinner Matthias Plachta hat der souveräne Tabellenführer Adler Mannheim eine unerwartete Niederlage noch abgewendet. Mit seinen beiden Treffern im Schlussdrittel glich der Eishockey-Nationalstürmer am Sonntag bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven ein 2:4 aus und ebnete den Weg zum 5:4 (1:2, 1:0, 2:2, 1:0) nach Verlängerung. Andrew Desjardins erzielte nach 2:20 Minuten in der Overtime den Siegtreffer.

Die Mannheimer waren nach einem 1:2 durch Neu-Nationalspieler Phil Hungerecker zurückgekommen, dann im Schlussabschnitt aber sogar mit zwei Toren in Rückstand geraten. Bremerhaven verpasste am Ende knapp den zweiten Coup an diesem Wochenende, am Freitag hatte der Außenseiter beim Titelverteidiger EHC Red Bull München gewonnen.

Trotz einer schnellen 3:0-Führung bezwang München die Kölner Haie auswärts erst mit 4:3 (3:0, 0:2, 0:1) nach Penaltyschießen und konnte den Rückstand auf die Adler nicht verringern. Weiterhin liegt das Team von Trainer Don Jackson acht Zähler zurück.

In den ersten 190 Sekunden legte der EHC mit drei Toren vor, Köln zeigte Moral und sicherte sich auch dank eines starken Torhüters Hannibal Weitzmann ein Remis nach regulärer Spielzeit. Münchens Maximilian Kastner verwandelte am Ende als Einziger seinen Penalty.

Die Augsburger Panther kletterten durch ein 6:3 (1:2, 2:1, 3:0) beim Schlusslicht Schwenninger Wild Wings, das die erste Niederlage nach zuvor drei Siegen in Folge kassierte, auf Rang drei. Augsburg verdrängte damit die Düsseldorfer EG, die 1:3 (0:2, 0:0, 1:1) gegen die Straubing Tigers verlor, auf Platz vier.

Die Eisbären Berlin feierten beim ERC Ingolstadt ein 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) und kamen als Sechster bis auf einen Punkt an die Oberbayern heran. Im Duell zweier Krisenteams setzten sich die Nürnberg Ice Tigers mit 5:1 (4:1, 1:0, 0:0) gegen die Grizzlys Wolfsburg durch.

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In der DEL eilen die Adler Mannheim weiter von Sieg zu Sieg. Doch gegen die Fischtown Pinguins klappt es erst in der Verlängerung. Wolfsburg verliert weiter.

Der siebenmalige Meister setzte sich mit 5:4 (1:2, 1:0, 2:2, 1:0) nach Verlängerung bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven durch und feierte den elften Erfolg in den vergangenen zwölf Spielen.

Der Vorsprung vor Titelverteidiger Red Bull München wuchs vorerst auf zehn Punkte an, die Münchner haben aber im Duell mit den Kölner Haien (JETZT LIVE im TV auf SPORT1) die Chance, den Rückstand  wieder zu verkürzen.

Die Grizzlys Wolfsburg, vor anderthalb Jahren noch Vizemeister, stürzen dagegen immer tiefer. Die 1:5 (1:4, 0:1, 0:0)-Pleite bei den Nürnberg Ice Tigers war die dritte Niederlage in Serie und die sechste in den letzten sieben Spielen für den Vorletzten.

Nach der Führung durch Brendan Mikkelson (12.) geriet Mannheim durch Treffer von Alexander Friesen (14.) und Chad Nehring (20.) mit 1:2 in Rückstand. Neu-Nationalspieler Phil Hungerecker glich aus (29.). Nach den Bremerhavener Toren von Carson McMillan (43.) und Mark Zengerle (49.) erzwang Matthias Plachta mit einem Doppelschlag (50. und 52.) die Verlängerung, die Andrew Desjardins beendete (63.).

In Nürnberg war das Spiel schon nach einem Drittel entschieden. Die Gastgeber führten nach Toren von Dane Fox (1.). Maximilian Kislinger (3.), William Acton (13.) und Chad Bassen (20.) mit 4:1. Chris Brown (25.) legte nach.