Beziehungsdrama in Neuss: Mann schießt auf Frau und überlebt Suizidversuch - RP Online
Neuss – Frau im Blumenladen niedergeschossen – Täter versucht Suizid
Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Von Simon Janßen Jagdszenen auf der Gladbacher Straße, Schüsse, eine getötete Frau, ein Suizidversuch des mutmaßlichen Täters auf Bahngleisen nur wenige Meter entfernt: Der Schock stand den Menschen aus der Nachbarschaft ob der Geschehnisse am Freitagvormittag ins Gesicht geschrieben. Was war passiert?

Um 10.20 Uhr erreichten die ersten Notrufe die Polizei. Nachbarn gaben vor Ort gegenüber unserer Redaktion an, drei Schüsse gehört zu haben. Zuvor soll ein junger Mann eine Frau verfolgt haben. In ihrer Panik sei sie in einen Blumenladen gelaufen. Auch dorthin soll der Täter ihr gefolgt sein – und die Schüsse abgegeben haben, ehe er in Richtung der Bahngleise floh.

Die Polizei traf in dem Blumenladen auf eine verletzte, 27 Jahre alte Frau aus Neuss. Wenige Stunden später sollte sie im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erliegen. Während Polizeibeamte und Rettungskräfte sich am Tatort um sie kümmerten, fahndeten weitere Streifenwagen nach dem flüchtigen Täter. Bereits kurze Zeit später wurden Polizisten durch Zeugenhinweise auf eine schwer verletzte Person an den Bahngleisen aufmerksam. Offenbar hatte sich der Tatverdächtige, ein 31-Jähriger aus Meerbusch, auf die Gleise gelegt und war von einem Zug überrollt, allerdings nicht getötet worden.

Nachbarn eines Blumenladens in Neuss (NRW) hörten am Freitagvormittag drei Schüsse. Ein blutiges Beziehungsdrama war zu diesem Zeitpunkt bereits in vollem Gange. Es endete mit einer Toten und einem Schwerverletzten.

Verfolgt von einem bewaffneten Mann (31) war eine Frau (27) am Vormittag panisch in den Blumenladen an der Gladbacher Straße geflüchtet, um Hilfe zu suchen. In dem Geschäft soll der Mann sie dann niedergeschossen haben.

Ein Physiotherapeut aus einem Nebengebäude kümmerte sich um die Verletzte, leistete Erste Hilfe, während Krankenwagen und Polizei auf dem Weg waren. Sie konnten die Frau nicht mehr retten, sie starb noch am selben Tag.

Der Täter flüchtete. Wenig später wurde er nur 150 Meter entfernt vom Tatort, auf Gleisen liegend, gefunden. Bahnmitarbeiter alarmierten die Polizei. Der Mann: schwerverletzt, mit abgetrennten Beinen!

Offenbar hatte sich der Tatverdächtige auf die Gleise gelegt und war von einem Zug überrollt, jedoch nicht getötet worden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Klinik. Wenig später fanden Beamte in einem Gebüsch eine Schusswaffe, die der Täter auf seiner Flucht möglicherweise weggeworfen hatte.

Nach BILD-Informationen waren die Frau und der Mann früher ein Paar, sollen sich vor einigen Monaten aber getrennt haben. Die genauen Hintergründe der Wahnsinnstat sind noch unklar. Eine Mordkommission ermittelt.

Die Polizei steht vor einem Rätsel. Warum erschoss Gökmen Tanis (37) in einer Straßenbahn drei Menschen? Wollte er seine Tante töten?

Depressiv? Hier bekommen Sie umgehend HilfeBILD berichtet in der Regel nicht über Selbsttötungen, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de).Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.