München: FC Bayern feiert Double auf dem Rathausbalkon - München - Süddeutsche.de
FC Bayern München feiert Double und Arjen Robben und Franck Ribéry
Der FC Bayern feierte am Sonntagnachmittag mit rund 15 000 Fans am Münchner Marienplatz die Meisterschaft und den Pokal-Gewinn.

Was für eine verrückte Geschichte! Die Mama von Bayerns Kingsley Coman schaut das Finale in einer Fan-Kneipe – weil der TV kaputt war.

Berlin – Was für eine illustre Runde! Traditionell lädt die ARD nach dem DFB-Pokal-Finale Spieler des Siegerteams zum „Sportschau-Club“ ein. Und wer da dann aus dem Bus-Shuttle stieg und im Studio Platz nahm, war vom Feinsten: Stimmungskanone Thomas Müller sowie die beiden scheidenden FC-Bayern-Altstars Arjen Robben und Franck Ribéry kamen – und letzterer brachte ungewöhnlicherweise auch noch seinen Sohn mit auf die große TV-Bühne. Wo neben Moderator Alexander Bommes auch schon die weiteren Stargäste Felix Neureuther und Bruno Labbadia warteten.

Robben: Man muss es jetzt ehrlich sehen

Double-Sieger FC Bayern. Zum 12. Mal gewinnt der Rekordmeister in einer Saison die Meisterschaft und den Pokal. Die wichtigsten Fragen.

2013 gab es laut goal.com auch Verwirrung wegen angeblichen Ribéry-Ärgers über eine Bierdusche durch seinen Kollegen Jerome Boateng. Die Daily Mail publizierte sogar ein angebliches Zitat („Ich werde mit Boateng nicht mehr sprechen. Er weiß, dass ich ein Muslim bin“) von Ribéry, das danach aber offline genommen wurde. Boateng stellte die Sache dann via Twitter klar. „Zwischen mir und meinem Bruder Ribery ist alles in Ordnung.“ Boateng weiter: „Es war alkoholfreies Bier. Also ist alles gut.“

Ribéry auf dem Balkon: Es war eine tolle Zeit. Wir haben alles zusammen gewonnen. Danke schön für alles. I love you. Merci.

Zwei Bayern-Legenden: Ribéry wurde neunmal Deutscher Meister (Rekord), Robben achtmal. Der Höhepunkt für beide: der Champions-League-Triumph 2013 im Finale gegen Borussia Dortmund im Londoner Wembley-Stadion. Kurz vor Schluss (89.) legte Ribéry für Robben auf, der zum 2:1 traf. Und das ein Jahr nach der dramatischen Endspiel-Pleite im Finale dahaom.

So hohe Wellen wird der Bier-Fauxpas am Samstagabend sicherlich nicht schlagen. Jedem ein Bier anzubieten, war schlicht gut gemeint von Alexander Bommes. Wenn auch etwas gedankenlos. So sehen‘s auch Twitter-Nutzer, denen das auffiel. „Ribéry ein Bier anzubieten ist schon ein bisschen schlecht recherchiert oder!? “, schrieb einer. Ein anderer meinte ironisch: „Ribéry ein Bier anbieten? Kann man mal machen…“

Allerdings: Den Bayern war die kurze Nacht nach dem Triumph in Berlin anzumerken. Viele Spieler trugen eine Sonnenbrille.

Hintergrund: Franck Ribéry ist bereits vor Jahren zum Islam konvertiert. Dazu läuft momentan der Ramadan (mehr Informationen bei Merkur.de*). Dass Franck Ribéry keinen Alkohol trinkt, dürfte insofern bekannt sein. Mehr noch: Laut tz.de* bekommt er auch beim traditionellen Lederhosenshooting von Sponsor Paulaner eine respektvolle Sonderbehandlung, weil er als bekennender Muslim natürlich nicht für Bier werben kann. 

Trainer Niko Kovac (47): Ich möchte mich bei unseren Jungs bedanken. Was sie geleistet haben, ist einzigartig. Großes Dankeschön und großes Lob an euch.

Das ARD-Team hatte an alles gedacht. Es stand Bier in zwei verschiedenen Sorten bereit – eines beklebt mit FC-Bayern-Logo, eines mit dem RB-Leipzig-Wappen. Man musste ja vorsorgen, je nach dem, welches Team am Ende gewinnen würde. Und am Ende Durst und Interesse an Feier-Alkohol haben könnte. Da der FC Bayern deutlich und verdient siegte, kam am Ende der Kasten zum Einsatz, in dem die Flaschen mit dem FCB-Logo lagerten.

Kapitän Manuel Neuer (33): Es war eine sehr spannende Saison. Wir haben an uns geglaubt. Wir sind verdient Double-Sieger geworden.

Moderator Alexander Bommes hat es mit seiner Gastfreundschaft allerdings etwas ZU gut gemeint. Nachdem die beiden Ribérys sowie Robben und Müller Platz genommen hatten, griff er zum Bier – und reichte den Bayern-Profis je eine Flasche. Müller und Robben nahmen die Getränke freundlich an, ohne einen Schluck zu nehmen.

Arjen Robben braucht ein paar Tage, Franck Ribery schwärmt und Thomas Müller fällt nicht mehr viel ein: Bayern- und Leipzig-Stimmen zum DFB-Pokal-Finale.

Ribéry nahm die Sache ohnehin sichtlich gelassen. Inmitten der vielen Weißbier-Festivitäten in zwölf Jahren beim FC Bayern ist er‘s wohl gewohnt, Alkohol abzulehnen.

Robert Lewandowski in der ARD: ” Ich bin sehr, sehr zufrieden, dass wir richtig gut gespielt haben. Für uns gab es nur ein Ziel: Pokalsieger. Wir haben das alles zusammen geschafft, haben sehr schwer gearbeitet. Am Ende können wir sagen, dass es eine sehr, sehr gute Saison für uns war.”

Arjen Robben in der ARD: “Das ist sehr viel wert, nochmal ein Abschied mit dem Double. Es ist pure Freude, dass es geklappt hat. Heute Abend feiern wir mit der Mannschaft, danach… Ich glaube, man muss es jetzt ehrlich sehen, dass es zu Ende ist, dass alles vorbei ist. Und das braucht vielleicht ein paar Tage.”

#Ribéry ein Bier anzubieten ist schon ein bisschen schlecht recherchiert oder!? #pommes #sportschauchlub #Ramadan

Karl-Heinz Rummenigge in der ARD: “Es war eine kuriose Saison. Wir hatten einen guten Start, zwei Monate lief es nicht optimal. Aber in der Rückrunde hat die Mannschaft erfolgreichen, großartigen Fußball gespielt. Letzte Woche waren wir Meister, heute der Pokalsieg, besser kann es nicht laufen. Die Mannschaft hat das heute großartig gemacht, wir haben Weltklasse-Tore gemacht, mit Manuel Neuer hatten wir heute einen Giganten im Tor stehen. Besser (als Neuer, d.Red.) kann man nicht spielen.”

Franck Ribery bei Sky: “Wir haben es gut gemacht. Das Finale ist immer schön, die Stimmung ist immer speziell. Letzte Woche war es schon sehr emotional. Es waren emotionale Tage, heute auch. Das ist das Leben und der Fußball. Was wir gemacht haben, werde ich in meinem Leben nicht mehr vergessen. Ich bin stolz auf meine Karriere bei Bayern. Bei Bayern gab es viele große Spieler, Ribery und Bayern, das bleibt ein Leben lang. Es war eine tolle Zeit in den letzten zwölf Jahren.”

„Wenn sogar mir nicht mehr viel einfällt, dann merkt man, wie viel der Sieg bedeutet hat.“Thomas Müller

Thomas Müller bei Sky: “Das war nicht irgendein Sieg, da waren viele Emotionen dabei. Wir haben zwar schon einiges gewonnen, aber dieses Mal war es etwas Spezielles, nicht nur wegen der drei Spieler (Robben, Ribery, Rafinha, d. Red.). Auch wegen der schwierigen Saison, die wir hatten. Das heute war eine Willensleistung. Wir haben heute alles rausgehauen, auch wenn es manchmal ein wildes Spiel war. Manu hat zweimal überragend gehalten. Wenn sogar mir nicht mehr viel einfällt, dann merkt man, wie viel der Sieg bedeutet hat.”

Yussuf Poulsen in der ARD: “Es ist ein bitterer Tag. Wir haben es phasenweise richtig gut gemacht, aber haben unsere Chancen nicht genutzt und das Matchglück war auch nicht auf unserer Seite. Wenn man die wenigen Chancen gegen Bayern nicht nutzt, geht man als Verlierer vom Platz. Sie haben es verdient, wir haben zu viel zugelassen.”

Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig) in der ARD: “Wir sind alle Sportler, da gibt es jetzt auch eine sachliche Analyse. Es war eine tolle Saison, wir haben das Pokalfinale erreicht, sind in die Champions League eingezogen, aber jetzt überwiegt die Enttäuschung. Wenn wir ein, zwei Nächte darüber geschlafen haben, machen wir einen Haken hinter diese fantastische Saison.”

Peter Gulacsi bei Sky: “Am Ende haben die Bayern verdient gewonnen. Wir hatten trotzdem unsere kleinen Chancen. Wir sind momentan noch enttäuscht, das ist schwer zu verkraften. Es war ein großer Tag für unseren Verein RB Leipzig, am Ende hat es leider nicht geklappt.”

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