München/Hauptbahnhof: Banküberfall bei Sparda - Zeuge erkannte Täter in S-Bahn | München - tz.de
Vor der Tat beim Schwarzfahren erwischt – Banküberfall in München: Dümmer als die Polizei erlaubt
Banküberfall am Dienstagabend in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs – der Täter befand sich zunächst auf der Flucht. Am Mittwochmorgen wurde er gefasst. Nun gibt es neue Details

12.20 Uhr: Ein Banküberfall in der Nähe des Hauptbahnhofs München sorgte am Dienstagabend für einen Großeinsatz der Polizei. Nun wurden neue Details veröffentlicht. Wie die Polizei am Mittwochmittag mitteilt, betrat der Bankräuber unmaskiert die Filiale und begab sich zu einem Kassenschalter. Dort standen zwei Bankangestellte. Der Täter hielt eine mitgebrachte Sporttasche in die Höhe. Er behauptete, dass sich in der dieser eine Bombe befinden würde und forderte Geld. Das Geld wurde ausgehändigt, der Mann machte sich aus dem Staub – doch die Überwachungskameras der Bank hatten alles aufgezeichnet.

Doch damit hatte sich die Glückssträhne schon erschöpft. Als die Polizei gegen 20 Uhr ein Bild einer Überwachungskamera veröffentlichte, auf dem sowohl das Gesicht des Mannes gut zu erkennen war wie auch seine grüne Sporttasche, in der er angeblich die Bombe mit sich trug und dann die Beute verstaute, meldeten sich innerhalb von 40 Minuten Fahrkartenkontrolleure der MVG: Sie hatten den Mann am Nachmittag beim Schwarzfahren erwischt und seine Personalien aufgenommen.

Eine Öffentlichkeitsfahndung wurde mit dem Bild des Tatverdächtigen eingeleitet. Daraufhin meldeten sich Ticketkontrolleure der MVG. Sie gaben an, den Gesuchten kurze Zeit vor der Tat kontrolliert zu haben. Daher konnten sie die Personalien des Beschuldigten nennen. Doch die eingeleitete Fahndung nach dem Mann verlief zunächst ohne Erfolg.

Doch am Mittwochmorgen dann die Wendung. Ein Fahrgast meldete sich telefonisch bei der Polizei, denn er hatte den Tatverdächtigen in einer S-Bahn der Linie S8 wiedererkannt. 

Keine zwölf Stunden hat es gedauert, bis die Polizei den Mann fassen konnte, der am Dienstagnachmittag eine Filiale der Sparda-Bank an der Arnulfstraße überfallen haben soll. Der schnelle Erfolg hat mehrere Väter und Mütter: Die professionellen Fahnder, einen aufmerksamen Bürger, Fahrgastkontrolleure der MVG und nicht zuletzt die Unbedarftheit des Täters.

Der 28-Jährige, der im Landkreis Fürstenfeldbruck lebt, wurde an der Donnersberger Brücke festgenommen. Er trug laut Mitteilung der Polizei noch immer die gleiche Kleidung wie am Tag zuvor während des Überfalls. Auch die Sporttasche trug er bei sich, in der große Teile der Beute sichergestellt werden konnten. Eine Bombe befand sich nicht in der Tasche. Der Mann wird nun dem Ermittlungsrichter vorgeführt. 

Julian Hans schreibt über Sicherheit und Unsicherheit in München. Von 2013 bis 2018 war er Korrespondent in Moskau. Geboren in Freiburg, Zivildienst in Sibirien, Studium der Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder), Moskau und Posen. Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, danach Redakteur bei der Zeit. 2012 Wechsel zur Süddeutschen Zeitung.

10 Uhr: Ein Tatverdächtiger wurde gegen 5.30 Uhr in einer Richtung stadteinwärts fahrenden S-Bahn erkannt. Ein Zeuge alarmierte daraufhin die Polizei. Der Mann wurde um 5.35 Uhr am S-Bahnhof Donnersberger Brücke festgenommen. Laut Polizei handelt es sich um einen 28 Jahre alten deutschen Staatsbürger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

Aber am frühen Mittwochmorgen stieg der Tatverdächtige wieder in die S-Bahn. Ein Passagier der Linie 8, der Richtung Stadtmitte unterwegs war, erkannte ihn; er trug noch immer die gleiche Lederjacke und hatte dieselbe schlammgrüne Tasche dabei, die auf dem Fahndungsbild zu sehen waren. Der Zeuge stieg in Pasing aus und alarmierte gegen 5.30 Uhr die Polizei.

Update vom 15. Mai 2019, 8.17 Uhr: Wie die Polizei soeben mitteilte, wurde der Bankräuber am Mittwochmorgen in einer S-Bahn gefasst.

Der hatte am Dienstag gegen 17.45 Uhr die Sparda-Bank an der Arnulfstraße 15 unmaskiert betreten. Er zeigte einen Zettel vor, auf dem sinngemäß stand: Geld her, ich habe eine Bombe! Angestellte händigten ihm mehr als 10 000 Euro aus. Eine umgehend eingeleitete Großfahndung mit etwa einhundert Beamten und einem Hubschrauber verlief ergebnislos.

München – Ein Banküberfall ist am helllichten Tag auf eine Filiale der Sparda-Bank in der Arnulfstraße, unweit des Münchner Hauptbahnhofs, verübt worden. Wie die Polizei mitteilt, hat am Dienstagabend gegen 17.45 Uhr ein bislang unbekannter Täter mehr als 10.000 Euro erbeuten und anschließend fliehen können. Rund um den Hauptbahnhof waren Einsatzfahrzeuge der Polizei und kreisende Hubschrauber zu sehen.

Den Angaben zufolge hatte der Mann die Herausgabe des Geldes wortlos mithilfe eines Zettels gefordert – auf diesem drohte er angeblich mit einer mitgeführten Bombe. Nach Aushändigung der Beute verschwand der Mann zu Fuß. Bewaffnet war der Täter nach aktuellem Erkenntnisstand der Ermittler nicht.

Demnach handelte es sich bei dem Mann, der im Zeugenaufruf als zwischen 25- und 30-jährige Person mit “arabischem Äußeren” beschrieben worden war, um einen in Deutschland geborenen 28-Jährigen mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck. An seiner Meldeadresse konnten ihn die Fahnder nicht antreffen.

Trotz einer großangelegten Suche – 45 Streifenwagenbesatzungen und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz – konnte der Mann zunächst nicht gefunden werden. Die „gezielte Fahndung“ sei gegen 19.20 Uhr erfolglos beendet worden, teilte das Polizeipräsidium München mit. 

Umgehend wurden Einsatzkräfte an alle folgenden Haltestellen geschickt. Als der Tatverdächtige sechs Minuten später an der Donnersbergerbrücke ausstieg, lief er den Beamten direkt in die Arme. In seiner Sporttasche fanden die Polizisten keine Bombe, aber große Teile der Beute.

Beschrieben wird der Täter von den Ermittlern als circa 25 bis 30 Jahre alt, ferner habe der mutmaßliche Täter schwarze Haare, einen dunklen Bart und „arabisches Aussehen“. Bekleidet gewesen sei er mit einem Baseball-Cap, schwarzer Lederjacke, dunkler Hose und weißen Turnschuhen und habe eine hellgrüne bis beige Tasche mit sich geführt.

Zwölf Stunden nach der Tat ist der mutmaßliche Täter gefasst – ein Fahndungserfolg für die Münchner Polizei.

Die Polizei hofft nun auch auf Hinweise eine Bevölkerung. Zeugen, denen eine verdächtige Person in der Arnulfstraße oder der näheren Umgebung aufgefallen ist, können sich unter der Telefonnummer 089/2910-0 an die Polizei München oder jede andere Polizeidienststelle wenden.

#Fahndung: Heute gegen 17.45 Uhr #Banküberfall auf Geldinstitut in der Arnulfstr. 15; Täter flüchtig; Beschr. 25-30 Jahre, männl., ca. 180 cm groß, arabisch aussehend, schwarze Haare, Käppi, dunkle Lederjacke und grüne Tasche. Hinweise bitte unter der #110

Nach dem Überfall auf die Sparda Bank in der Arnulfstraße hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Inzwischen gab die Polizei weitere Details zur Festnahme des Mannes bekannt. Dieser wurde auf dem Weg zum Überfall beim Schwarzfahren erwischt.

Maxvorstadt – Einen Tag nach dem spektakulären Banküberfall in München wurde ein Tatverdächtiger gefasst. Dies berichtet die Polizei.

Der 28-Jährige fuhr mit der U-Bahn zum Bankraub und das dummerweise ohne Ticket. Prompt wurde er bei einer Kontrolle erwischt. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als seine echten Personalien anzugeben, andernfalls hätte der Kontrolleur die Polizei verständigt. Das war am Nachmittag zwischen 15 und 16 Uhr.

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Nachdem die Polizei am Dienstag öffentlich nach dem Mann gefahndet und in dem Zusammenhang auch ein Foto des Verdächtigen veröffentlicht hatte, meldete sich bei der MVG der Kontrollschaffner, der angab, dass er diese Person kontrolliert hätte – kurze Zeit, bevor sich der Bankunfall ereignete. Die Polizei kannte damit den Namen des Gesuchten und eine Adresse. Ein Streifenwagen fuhr zu der Wohnung. Doch der Räuber war nicht da.

Dieser Mann wird so schnell wohl keine Bank mehr überfallen. Der Bankräuber von Neuried ist gefasst. Er wurde festgenommen.

"Die eingeleitete Fahndung nach dem Beschuldigten verlief anfänglich erfolglos", teilte die Polizei am Tag danach mit. Doch am Mittwoch gegen 5.30 Uhr habe sich ein Fahrgast telefonisch bei den Beamten gemeldet, der den Beschuldigten in der S-Bahn – konkret in der S8 – wiedererkannt hatte.

Der Beschuldigte – ein 28-Jähriger deutscher Staatsbürger mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck – sei kurz danach beim Aussteigen an der Haltestelle Donnersbergerbrücke von Polizisten festgenommen worden, heißt es weiter in der Mitteilung der Polizei vom Mittwoch. Er habe noch dieselbe Kleidung wie in der Bank getragen – und auch die Sporttasche dabei gehabt, "in der große Teil der Tatbeute sichergestellt worden", so die Münchner Polizei. Eine Bombe habe sich nicht in der Tasche befunden.

Am Mittwoch schilderten die Beamten den Vorfall in der Bank vom Dienstag noch einmal ausführlich. Demnach hatte der Mann am Dienstag gegen 17.45 Uhr unmaskiert die Filiale der Bank betreten und sich an den Kassenschalter begeben, wo sich zum Zeitpunkt zwei Bankangestellte aufhielten. Er habe eine Sporttasche in die Höhe gehalten und behauptet, dass sich darin eine Bombe befindet und Geld gefordert, schildert die Münchner Polizei den Sachverhalt. Mehr als zehntausend Euro seien dem Täter ausgehändigt worden. Das Geld habe er in seiner Sporttasche verstaut und die Bank verlassen. Dank einer Überwachungskamera wurde die Szene per Video aufgezeichnet.

Die Beamten waren am Dienstag mit den Streifenwagenbesatzungen zum Tatort ausgerückt, über dem Bahnhofsviertel kreiste außerdem ein Hubschrauber. Die gezielte Fahndung wurde am Dienstag gegen 19.20 Uhr beendet.

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