München: Banküberfall bei Hauptbahnhof - Polizei fasst Täter - neue Details | München - tz.de
Mann gefasst – Überfall auf Sparda Bank in München: So kam es zur Festnahme
Banküberfall am Dienstagabend in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs – der Täter befand sich zunächst auf der Flucht. Am Mittwochmorgen wurde er gefasst. Nun gibt es neue Details

12.20 Uhr: Ein Banküberfall in der Nähe des Hauptbahnhofs München sorgte am Dienstagabend für einen Großeinsatz der Polizei. Nun wurden neue Details veröffentlicht. Wie die Polizei am Mittwochmittag mitteilt, betrat der Bankräuber unmaskiert die Filiale und begab sich zu einem Kassenschalter. Dort standen zwei Bankangestellte. Der Täter hielt eine mitgebrachte Sporttasche in die Höhe. Er behauptete, dass sich in der dieser eine Bombe befinden würde und forderte Geld. Das Geld wurde ausgehändigt, der Mann machte sich aus dem Staub – doch die Überwachungskameras der Bank hatten alles aufgezeichnet.

Die Polizei fahndete kurz nach dem Überfall mit einem gestochen scharfen Foto aus der Überwachungskamera nach dem Mann. Exakt 11 Stunden und 50 Minuten war er auf der Flucht. Das Protokoll:17.03 Uhr. Der Mann (28) aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sitzt in der Tram 17. Er will zur Haltestelle Hopfenstraße, wo die Sparda-Bank ihren Sitz hat. Am Hauptbahnhof steigen Kontrolleure ein. Der Mann hat kein Ticket. Die Kontrolleure notieren seine Personalien.17.45 Uhr. Der Räuber betritt die Sparda-Bank in der Arnulfstraße. Ohne Maske. Er hält einen Zettel mit Bombendrohung hoch. Mit 20.000 Euro in einer Tasche flüchtet er zu Fuß.20 Uhr. Die Staatsanwaltschaft entscheidet: Öffentlichkeitsfahndung. Die Polizei veröffentlicht das Foto des Täters aus der Bank.20.40 Uhr. Die Kontrolleure aus der Tram erkennen den Mann auf dem Foto. Sie melden sich bei der Polizei und geben die Personalien des Mannes an.21.30 Uhr. Beamte des Präsidiums Oberbayern fahren zur Adresse des Räubers. Er ist nicht zu Hause.5.30 Uhr. Ein Fahrgast der S8 erkennt den Räuber auf der Fahrt nach München. In Pasing steigt der Passagier aus und ruft die Polizei an.5.35 Uhr. Streifen rasen zu den Stationen Laim, Hirschgarten, Donnersberger Brücke, Hackerbrücke. Auf dem Bahnsteig der Donnersberger Brücke nehmen sie den Räuber fest. Er hat das Geld noch bei sich.

Eine Öffentlichkeitsfahndung wurde mit dem Bild des Tatverdächtigen eingeleitet. Daraufhin meldeten sich Ticketkontrolleure der MVG. Sie gaben an, den Gesuchten kurze Zeit vor der Tat kontrolliert zu haben. Daher konnten sie die Personalien des Beschuldigten nennen. Doch die eingeleitete Fahndung nach dem Mann verlief zunächst ohne Erfolg.

Am Dienstagabend überfiel ein Räuber die Sparda-Bank in der Arnulfstraße. Er erbeutete 20.000 Euro (BILD berichtete). Seit Mittwoch früh sitzt im Knast.

Doch am Mittwochmorgen dann die Wendung. Ein Fahrgast meldete sich telefonisch bei der Polizei, denn er hatte den Tatverdächtigen in einer S-Bahn der Linie S8 wiedererkannt. 

Der 28-Jährige, der im Landkreis Fürstenfeldbruck lebt, wurde an der Donnersberger Brücke festgenommen. Er trug laut Mitteilung der Polizei noch immer die gleiche Kleidung wie am Tag zuvor während des Überfalls. Auch die Sporttasche trug er bei sich, in der große Teile der Beute sichergestellt werden konnten. Eine Bombe befand sich nicht in der Tasche. Der Mann wird nun dem Ermittlungsrichter vorgeführt. 

10 Uhr: Ein Tatverdächtiger wurde gegen 5.30 Uhr in einer Richtung stadteinwärts fahrenden S-Bahn erkannt. Ein Zeuge alarmierte daraufhin die Polizei. Der Mann wurde um 5.35 Uhr am S-Bahnhof Donnersberger Brücke festgenommen. Laut Polizei handelt es sich um einen 28 Jahre alten deutschen Staatsbürger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

Update vom 15. Mai 2019, 8.17 Uhr: Wie die Polizei soeben mitteilte, wurde der Bankräuber am Mittwochmorgen in einer S-Bahn gefasst.

München – Ein Banküberfall ist am helllichten Tag auf eine Filiale der Sparda-Bank in der Arnulfstraße, unweit des Münchner Hauptbahnhofs, verübt worden. Wie die Polizei mitteilt, hat am Dienstagabend gegen 17.45 Uhr ein bislang unbekannter Täter mehr als 10.000 Euro erbeuten und anschließend fliehen können. Rund um den Hauptbahnhof waren Einsatzfahrzeuge der Polizei und kreisende Hubschrauber zu sehen.

Den Angaben zufolge hatte der Mann die Herausgabe des Geldes wortlos mithilfe eines Zettels gefordert – auf diesem drohte er angeblich mit einer mitgeführten Bombe. Nach Aushändigung der Beute verschwand der Mann zu Fuß. Bewaffnet war der Täter nach aktuellem Erkenntnisstand der Ermittler nicht.

Trotz einer großangelegten Suche – 45 Streifenwagenbesatzungen und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz – konnte der Mann zunächst nicht gefunden werden. Die „gezielte Fahndung“ sei gegen 19.20 Uhr erfolglos beendet worden, teilte das Polizeipräsidium München mit. 

Beschrieben wird der Täter von den Ermittlern als circa 25 bis 30 Jahre alt, ferner habe der mutmaßliche Täter schwarze Haare, einen dunklen Bart und „arabisches Aussehen“. Bekleidet gewesen sei er mit einem Baseball-Cap, schwarzer Lederjacke, dunkler Hose und weißen Turnschuhen und habe eine hellgrüne bis beige Tasche mit sich geführt.

Die Polizei hofft nun auch auf Hinweise eine Bevölkerung. Zeugen, denen eine verdächtige Person in der Arnulfstraße oder der näheren Umgebung aufgefallen ist, können sich unter der Telefonnummer 089/2910-0 an die Polizei München oder jede andere Polizeidienststelle wenden.

#Fahndung: Heute gegen 17.45 Uhr #Banküberfall auf Geldinstitut in der Arnulfstr. 15; Täter flüchtig; Beschr. 25-30 Jahre, männl., ca. 180 cm groß, arabisch aussehend, schwarze Haare, Käppi, dunkle Lederjacke und grüne Tasche. Hinweise bitte unter der #110

Nach dem Überfall auf die Sparda Bank in der Arnulfstraße hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Inzwischen gab die Polizei weitere Details zur Festnahme des Mannes bekannt.

Maxvorstadt – Einen Tag nach dem spektakulären Banküberfall in München hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst.

So kam es laut der Münchner Polizei zu der Festnahme: Nachdem die Polizei am Dienstag öffentlich nach dem Mann gefahndet und in dem Zusammenhang auch ein Foto des Verdächtigen veröffentlicht hatte, meldeten sich bei der MVG Kontrollschaffner, die angaben, dass sie diese Person kontrolliert hätten – kurze Zeit, bevor sich der Bankunfall ereignete. Deshalb hätten sie die Personalien des Beschuldigten nennen können, berichtete die Polizei am Mittwoch.

Am Dienstag hatte die gezielte Fahndung noch ergebnislos geendet: "Die eingeleitete Fahndung nach dem Beschuldigten verlief anfänglich erfolglos", teilte die Polizei am Tag danach mit. Doch am Mittwoch gegen 5.30 Uhr habe sich ein Fahrgast telefonisch bei der Polizei gemeldet, der den Beschuldigten in der S-Bahn – konkret in der S8 – wiedererkannt hatte.

Der Beschuldigte – ein 28-Jähriger deutscher Staatsbürger mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck – sei kurz danach beim Aussteigen an der Haltestelle Donnersbergerbrücke von Polizisten festgenommen worden, heißt es weiter in der Mitteilung der Polizei vom Mittwoch. Er habe noch dieselbe Kleidung wie in der Bank getragen – und auch die Sporttasche dabei gehabt, "in der große Teil der Tatbeute sichergestellt worden", so die Münchner Polizei. Eine Bombe habe sich nicht in der Tasche befunden.

Am Mittwoch schilderten die Beamten den Vorfall in der Bank vom Dienstag noch einmal ausführlich. Demnach hatte der Mann am Dienstag gegen 17.45 Uhr unmaskiert die Filiale der Bank betreten und sich an den Kassenschalter begeben, wo sich zum Zeitpunkt zwei Bankangestellte aufhielten. Er habe eine Sporttasche in die Höhe gehalten und behauptet, dass sich darin eine Bombe befindet und Geld gefordert, schildert die Münchner Polizei den Sachverhalt. Mehr als zehntausend Euro seien dem Täter ausgehändigt worden. Das Geld habe er in seiner Sporttasche verstaut und die Bank verlassen. Dank einer Überwachungskamera wurde die Szene per Video aufgezeichnet.

Die Beamten waren am Dienstag mit den Streifenwagenbesatzungen zum Tatort ausgerückt, über dem Bahnhofsviertel kreiste außerdem ein Hubschrauber. Die gezielte Fahndung wurde am Dienstag gegen 19.20 Uhr beendet.

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