Playoff-Halbfinale: EHC schafft Serienausgleich - muenchen.de - Das offizielle Stadtportal für München
DEL Playoffs Halbfinale: EHC Red Bull München siegt gegen Augsburger Panther
(10.4.2019) Die Red Bulls sind wieder auf Augenhöhe: Der EHC hat in der Halbfinalserie gegen die Augsburger Panther zum 2:2 ausgeglichen und sich den Heimvorteil zurückgeholt.Vor 6.139 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion erzielte Derek Joslin beide Treffer beim 2:1-Sieg (1:0|0:0|1:1) der Red Bulls.

München erwischte den perfekten Start: Die dritte Minute war gerade angebrochen, als Derek Joslin die Gäste im Powerplay mit einem Schuss von der blauen Linie in Führung brachte. Danach lieferten sich beide Teams ein intensives und hart umkämpftes Duell. In der Schlussphase des ersten Drittels hatten die Panther während einer fünfminütigen Überzahl zwei große Chancen auf den Ausgleich: David Stieler scheiterte mit einem Direktschuss von der Seite (19.) und Andrew LeBlanc verfehlte freistehend das Tor der Red Bulls.

Augsburg startete in Überzahl in den Mittelabschnitt und hatte durch Andrew LeBlanc eine weitere gute Chance, Münchens Torhüter Danny aus den Birken war aber auf dem Posten (22.). In der Folge war die Partie ausgeglichen, beide Teams hatten gute Möglichkeiten. In der 25. Minute prüfte John Mitchell mit einem abgefälschten Pass Panther-Torhüter Olivier Roy, auf der Gegenseite traf Matthew White mit einem Schuss aufs kurze Eck den Pfosten des Münchner Tores (32.).

München startete druckvoll in das Schlussdrittel und baute in der 45. Minute die Führung aus: Derek Joslin stand richtig als Panther-Torhüter Olivier Roy einen Schuss von John Mitchell zur Seite abwehrte und staubte zum 2:0 ab. Augsburg kam eine Minute später zurück, da ein Schuss von David Stieler am kurzen Pfosten durchrutschte (46.). In der Folge konzentrierte sich München darauf, den Panthern keine Abschlüsse zu geben. Das gelang, weil alle Spieler zurückarbeiteten – unter anderem fing Stürmer Trevor Parkes in der vorletzten Minute einen Querpass auf einen Augsburger ab.

EHC-Verteidiger Derek Joslin sagte nach dem Spiel: Es war ein wichtiges Spiel und ein wichtiger Sieg für uns. Augsburg verteidigt gut und macht wenige Fehler, wir haben aber viel Betrieb vor ihrem Tor gemacht und zwei Tore geschossen. Spiel 5 der Best of Seven-Serie steigt am Freitagabend in München (12. April,  19:30 Uhr).

Schon in der 50. Minute jubelten dann wieder die Münchner, nachdem Michael Wolf das vermeintliche 3:1 markiert hatte: Doch Roy war bei dem Treffer entscheidend dadurch behindert worden, dass der Münchner Mads Christensen AEV-Verteidiger Patrick McNeill in seinen Keeper hineingeschubst hatte. Das Referee-Gespann Daniel Piechaczek und Aleksi Rantala verwehrte dem Tor nach längerem Video-Studium daher die Anerkennung.

Die Serie der Augsburger Panther und des EHC Red Bull München ist an Spannung kaum zu überbieten. In einem hart umkämpften Spiel vier gleicht München die Serie aus.

Nach nur 26 Sekunden erhielt Augsburgs Brady Lamb eine umstrittene Strafzeit wegen Hakens, der prompt Folgen hatte: Denn Derek Joslin traf in der 3. Minute noch innerhalb der zwei Minuten Powerplay von der blauen Linie zum 1:0 für die Oberbayern. Der AEV antwortete mit viel Druck und erspielte sich auch Chancen, zeigte sich dabei im Abschluss jedoch ein wenig zu überhastet.

Mit Coach Don Jackson (150. Playoffs-Spiel als Coach) und Frank Mauer (600. DEL-Spiel) trat der EHC Red Bull München gleich mit zwei Jubilaren in Augsburg an und sorgte mit einem hart umkämpften 2:1-Erfolg für eine freudige Jubiläumsfeier. (SERVICE: DEL-Playoffs im SPORT1-Datencenter)

Mit Scott Valentine und Kapitän Steffen Tölzer mussten die Schwaben auf zwei wichtige Defensivkräfte verzichten, auch im Angriff fehlte mit den drei Stürmern Thomas Holzmann, Christoph Ullmann und T.J. Trevelyan ein kompletter Block. Bei den Münchnern fehlten dagegen lediglich die beiden Langzeitverletzten Konrad Abeltshauser und Jason Jaffray.

Aber vor dem Feiern lag ein hartes Stück Arbeit vor dem Serienmeister aus München. Wie in den bisherigen Spielen der Serie zeigten sich die Augsburger Panther auch in Spiel vier als zäher Gegner.

Die Chance auf zwei Matchbälle zum Finaleinzug verpassten die Schwaben auf eigenem Eis. Erst geriet Augsburg durch Joslin früh in Rückstand. Später ließen die Panther eine fünfminütige Überzahl ungenutzt. Münchens Nationalstürmer Patrick Hager war durch eine recht harte Entscheidung der Schiedsrichter hinaus gestellt worden. Der Olympia-Silbergewinner hatte seinen Gegenspieler Simon Sezemsky zwar hart, aber nicht unfair in die Bande gescheckt und bekam dennoch eine Fünf-Minuten- plus Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Vor allem im ersten Drittel lag es hauptsächlich an Münchens Goalie Danny Aus den Birken, der die Panther-Stürmer ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte, dass Augsburg torlos blieb. Dazu schockte Derek Joslin die Hausherren mit dem frühen Treffer in der dritten Spielminute. Mit dieser knappen und etwas glücklichen Führung ging es auch in die erste Drittelpause.

Stieler schoss Nationalkeeper Danny aus den Birken seitlich an und der Puck prallte von Münchens Goalie ins Netz. Augsburg machte noch einmal Druck, nahm zum Schluss Keeper Olivier Roy zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, schaffte aber auch in Überzahl den Ausgleich nicht mehr. Bereits am Dienstag war Vorrundensieger Adler Mannheim durch den vierten Sieg im vierten Spiel gegen die Kölner Haie vorzeitig ins Finale eingezogen. Die Endspielserie beginnt in der kommenden Woche am Gründonnerstag in Mannheim.

Im Mittelabschnitt erhöhten die Augsburger den Druck nochmal und hielten das Tor von aus den Birken teilweise unter Belagerungszustand. Aber weder eine 5-Minuten-Überzahl noch in Gleichzahl änderte sich etwas am Spielstand. Aus den Birken erwies sich als unüberwindbar.

Im Schlussdrittel erhöhte Joslin dann mit seinem zweiten Treffer. Zum ersten Mal in dieser Serie konnte ein Team mit zwei Toren in Führung gehen. Aber die Panther gaben sich noch nicht auf und David Stieler sorgte postwendend für den Anschlusstreffer (46.). Hinter der Torlinie brachte er den Puck Richtung Tor und schoß den Münchner Goalie an. Von seinem Schoner trudelte der Puck in Zeitlupe ins Tor. Zwar sah der Nationaltorhüter in dieser Szene unglücklich aus, wirklich verhindern konnte er das Tor aber nicht.

Damit steht es in der Serie nach Siegen 2:2. Für den Finaleinzug sind vier Siege notwendig. Das nächste bayerische Derby steht am Freitag wieder in München (19.30 Uhr/Sport1 und Magentasport) an. Der Vorrundendritte Augsburg hatte zuletzt 2010 im DEL-Finale gestanden, damals aber gegen die Hannover Scorpions verloren.

Nun schienen die Panther das Glück des Tüchtigen zu haben. Ein Treffer von Michael Wolf (49.) wurde per Videobeweis aberkannt. Vor dem Treffer hatte Münchens Mads Christensen Augsburgs Verteidiger Patrick McNeill in den Torwart geschoben, der deswegen nicht mehr reagieren konnte.

Wie bislang in allen Spielen entwickelte sich erneut ein hart umkämpftes und ausgeglichenes Match. Erneut Joslin gelang per Abpraller im Schlussdrittel zum ersten Mal in der Serie eine Zwei-Tore-Führung für sein Team, die Stieler mit einem kuriosen Tor anderthalb Minuten später schon wieder verkürzte.

Danach warfen die Augsburger nochmal alles nach vorne, eine gute Minute vor Schluss wurde auch der Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen, aber es gab kein Happy End mehr aus Sicht der Hausherren.

Während die Adler Mannheim bereits im DEL-Finale stehen und auf ihren Gegner warten, bleibt die bayerische Derby-Serie im zweiten Halbfinale hochspannend. Nach der jüngsten Heimpleite schlägt Serienmeister München gegen Augsburg auf fremden Eis zurück.

Spiel fünf findet am Freitag, 12. April, wieder in München statt (ab 19.25 Uhr auf SPORT1 im Free-TV und Livestream)