Bayern München gegen Benfica Lissabon live im TV und Live-Stream
“Bild”: Ex-Arsenal-Coach Wenger angeblich Kandidat beim FC Bayern
Die Zeichen stehen auf Abschied, womöglich hat Niko Kovac gegen Düsseldorf bereits seinen letzten Kredit beim FC Bayern verspielt. Es scheint für den FC Bayern München mehrere Alternativen zu geben

München – Düstere Zeiten beim FC Bayern München. Nach dem blamablen 3:3 im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf steht den Verantwortlichen die Ratlosigkeit derzeit ins Gesicht geschrieben. Uli Hoeneß war nach der Partie „völlig down“ und stellte sich erstmals in der Öffentlichkeit nicht mehr bedingungslos hinter Coach Niko Kovac. Der Verein müsse jetzt „alles hinterfragen“, es gäbe „Gesprächsbedarf“. 

Bayern-Trainer Niko Kovac hat sich vor seinem möglichen “Abschiedsspiel” sehr entschlossen gezeigt. “Ich war mein ganzes Leben ein Kämpfer. Zurückstecken, aufgeben, die weiße Flagge hissen, gibt es in meinem Wortschatz nicht. Ich schaue immer nach vorne und werde immer kämpfen”, sagte der FCB-Coach vor dem Champions-League-Gruppenspiel am Dienstag (ab 21:00 Uhr im LIVETICKER) gegen Benfica Lissabon bestimmt. (Zum Bericht)

Hoeneß und Co. leiden unter der Achillesferse Bayern-Abwehr

Diese Sätze klingen mehr nach Abschied als nach zweiter Chance. Von „bis aufs Blut verteidigen“ keine Spur mehr. Zwar bestätigte der Bayern-Präsident, dass Kovac im Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon am Dienstag definitiv noch auf der Trainerbank sitzen werde, dennoch sollten Spekulationen, wer Kovac ersetzen könnte, mittlerweile durchaus erlaubt sein. Auch der Kroate selbst hat offenbar sein mögliches Ende in der Kabine thematisiert. Dabei soll es mächtig gekracht haben. 

Neun Tage nach ihrem schweren Unfall beim Weltfinale der Formel 3 in Macau hat die Münchner Rennfahrerin Sophia Flörsch von den Ärzten grünes Licht für die Heimreise nach Deutschland bekommen. “Heute fliege ich nach Hause”, teilte die 17-Jährige am Montag über die sozialen Medien mit: “Ich bin so glücklich, in den nächsten Tagen meine Familie und meine Freunde wiederzusehen.” (Zum Bericht)

Auch interessant: Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen. Diese These bewahrheitet sich momentan beim FC Bayern. Ungewohnt direkt erfolgt die Häme nun vom Erzrivalen Borussia Dortmund. Hans-Joachim Watzke nimmt sogar das Wort „Brechreiz“ in den Mund.

Zinédine Zidane: Der Franzose gewann mit Real Madrid dreimal hintereinander die Champions League und wäre sicherlich die namhafteste Lösung. Der 46-Jährige ist seit seinem Abgang von den Königlichen vereinslos. Allerdings gilt Zidane als Ziehsohn von Carlo Ancelotti. Ob „Carletto“ seinem „Zizou“ den FCB nach der eher schmutzigen Trennung als Station empfehlen würde?

Video: Krisenbewältigung – FC Bayern München, vor dem Champions League-Spiel gegen SL Benfica Lissabon

Arsène Wenger: Schon vor dem Spiel in Dortmund geisterte der Name des früheren Arsenal-Coaches an der Säbener Straße umher. Das Anforderungsprofil würde passen: Wenger ist erfahren, spricht Deutsch und hat mit Arsenal schon den einen oder anderen Umbruch überstanden. Der 69-Jährige ließ erst kürzlich wissen, dass er gerne wieder arbeiten würde. Nach Bild-Informationen fiel der Name des Elsässers beim FC Bayern intern zuletzt immer häufiger. Nach eigenen Angaben fühlt sich Wenger bereit für neue Aufgaben.

In La Liga kommt es am 13. Spieltag zu einem Duell direkter Tabellennachbarn. San Sebastian als Tabellen-15. rangiert aktuell einen Platz vor Vigo. Ein Sieg wäre für beide Teams ein kleiner Befreiungsschlag in der Tabelle, der Verlierer gerät aber noch mehr in den Abstiegskampf. (La Liga 13. Spieltag: Real Sociedad San Sebastian – Celta Vigo, ab 21.00 Uhr im SPORT1 LIVETICKER)

Ralph Hasenhüttl: Eine weitere prominente deutschsprachige Lösung. Der Österreicher arbeitete zwei Jahre erfolgreich bei RB Leipzig, holte mit den „Bullen“ 2017 direkt nach dem Aufstieg in die Bundesliga die Vize-Meisterschaft. Jedoch ist Hasenhüttel ebenfalls sehr unerfahren im Umgang mit Stars. Wäre bei einer Verpflichtung eine Art Kovac 2.0. Hermann Gerland gilt als großer Fan des 51-Jährigen.

Spekulationen um Wenger, Zidane und Hasenhüttl bei Bayern

Mark van Bommel: Ähnliches gilt für den Ex-Bayern-Star, der von 2006 bis 2011 die Schuhe für den deutschen Rekordmeister schnürte. Der Niederländer hat Stallgeruch und ist mit PSV Eindhoven seit seinem Amtsantritt im Sommer extrem erfolgreich (13 Siege aus 13 Spielen). Trainer-Legende Huub Stevens brachte van Bommel unlängst als möglichen Bayern-Coach ins Gespräch. Die mangelnde Erfahrung an der Seitenlinie lassen ein Engagement bei seinem Ex-Klub aktuell jedoch sehr unwahrscheinlich erscheinen – noch!

Eintracht Braunschweig steht nach seinem Abstieg aus der zweiten Bundesliga schon wieder am Tabellenende. Gegen Münster ist fast schon ein Sieg Pflicht, um den Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen nicht komplett zu verlieren. (3. Liga, 16. Spieltag: Preußen Münster – Eintracht Braunschweig, ab 19.00 Uhr im SPORT1 LIVETICKER)

Antonio Conte: Der italienische Taktik-Experte zählt ohne Frage zu den besten Trainern der Welt. Allerdings gilt Conte in der Branche menschlich als nicht ganz einfach. Ob sich Hoeneß und Rummenigge mit dem Exzentriker auf Dauer einig würden, darf bezweifelt werden. Zuletzt wurde der 49-Jährige mit Real Madrid in Verbindung gebracht, die sich jedoch für Santiago Solari als Nachfolger des gescheiterten Julen Lopetegui entschieden.

Morgens liefern wir Ihnen die wichtigsten News aus der Nacht, blicken auf die Highlights des Tages voraus und sagen Ihnen, was Sie bei uns im TV und Digital nicht verpassen sollten. Am Abend fassen wir das wichtigste Geschehen des bisherigen Tages für Sie zusammen. Viel Spaß damit!

Hermann Gerland & Peter Hermann: Ein Tandem mit Co-Trainer Hermann und FCB-Urgestein Gerland wäre eine Übergangslösung. So hätten die Münchner genügend Zeit, sich um einen neuen Trainer für die nächste Spielzeit zu bemühen.

News vom 08.10.2018 13.19 Uhr: Es dauerte ein wenig, bis Niko Kovac am Sonntag beim Oktoberfest-Besuch des FC Bayern auftaute. Als der Trainer des Rekordmeisters vor Käfer‘s Wiesnschänke eintraf und Sportdirektor Hasan Salihamidzic für die Fotografen mit einer Mass zuprostete, wirkte sein Gesichtsausdruck bierernst. Kein Lächeln kam Kovac über die Lippen. Das änderte sich erst im Festzelt.

Anders verhält sich die Sache mit dem 3:3 in München. Der Rekordmeister verspielt gegen den Tabellenvorletzten einen Zwei-Tore-Vorsprung – zu Hause. Zwar auch ein Spektakel. Aber hier ist die Wahrnehmung ein wenig anders. Es besteht Gesprächsbedarf. Ich bin mir sicher, dass während des Spiels im Körper des hypertonischen Uli Hoeneß allerhand gravierende chemische Prozesse vonstatten gingen, die der Zukunft von Trainer Niko Kovac insgesamt nicht zuträglich sein werden. So etwas kann nicht sein. Kovac bekam immerhin eine Jobgarantie. Bis Dienstag. Das sind, wenn ich richtig rechne, drei Tage. Drei Tage sind im schnelllebigen Fußballgeschäft allerdings auch keine sehr lange Frist. Aber sie muss ja nicht eingehalten werden. Hoeneß sagte, er bekäme am Wochenende Besuch. Wahrscheinlich will er den Sonntag nicht mit lästigen Personalentscheidungen verbringen, sondern mit den Enkelkindern.

Bericht: Wenger interessiert an Trainer-Job beim FC Bayern

Als er mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge anstieß, wirkte er gelöst. War es die eine oder andere Mass, die seine Stimmung gehoben hatte? Oder waren es aufmunternde Worte der Bayern-Bosse, die Kovac das Lächeln zurückgaben? Man weiß es nicht.

Das, was wir Zuschauer uns in einem Fußballspiel wünschen, sind Tore. Insofern ist ein 3:3-Unentschieden ein wunderbares Ergebnis, ein echtes Spektakel. Nur die Trainer meckern immer. Wegen des Abwehrverhaltens. Aber wenn Hertha nach einem 1:3-Rückstand gegen Hoffenheim noch ausgleicht, muss man sagen: Chapeau! Hatten wir uns diese Form spektakulären Fußballs nicht immer gewünscht?

Nach “Bild”-Informationen – Spekulationen um mögliche Kovac-Nachfolger: Wenger Kandidat

Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der vor wenigen Tagen hervorgehoben hatte, dass der Trainerjob beim Rekordmeister ein Schleudersitz sein kann (“Am Ende muss er auch den Kopf dafür hinhalten."), tauchte mit Frau Susi nur kurz auf der Wiesn auf. Zum Thema Niko Kovac schwieg er und entschwand nach dem obligatorischen Maßkrug-Foto für Sponsor Paulaner zum Spiel der Bayern-Basketballer.

Die drei wichtigsten Fragen lauten jetzt: Was macht eigentlich Ottmar Hitzfeld? War er vielleicht zu Besuch? Bei den Enkelkindern von Uli Hoeneß?

Dafür meldet Hoeneß sich nun im „Kicker“ zu Wort und stärkt Niko Kovac wieder den Rücken. Er habe "nicht eine Sekunde daran gedacht", Kovac damit irgendwie zu beschädigen, als er mehr oder wenig dezent darauf hinwies, dass er für die Rotation den Kopf hinhalten müsse. Damit nicht genug: "Ich werde Niko Kovac verteidigen bis aufs Blut.“ Auch angesichts von vier sieglosen Pflichtspielen in Folge (davon zwei Bundesliga-Niederlagen hintereinander) und Platz Sechs in der Tabelle betont Hoeneß: „Bei uns herrscht die totale Ruhe." Was nur bedeuten kann: Niko Kovac kann sich derzeit noch sicher fühlen als Bayern-Trainer. Zuvor hatte Hoeneß in der Süddeutschen Zeitung bereits betont, dass er "wie eine Eins" zu Kovac stehe*: "Egal, was in den nächsten Wochen passieren wird."

Hertha BSC freut sich über ein 3:3, während es beim FC Bayern gewaltig kracht. Unser Kolumnist findet: Niko Kovac trifft keine Schuld.

FC Bayern: Kabinen-Revolte? Stars sollen sich offen gegen Kovac positioniert haben – als der nicht im Raum war | FC Bayern

Keine Frage: Der Druck auf Niko Kovac wächst. Als er nach der 0:3-Pleite gegen Gladbach am Samstag gefragt worden war, ob er denn noch die volle Rückendeckung der Klubführung habe, antwortete der Trainer: "Davon gehe ich aus. Ich habe ja die Zustimmung bei den ersten sieben Spielen gehabt, jetzt nach den vier Spielen gehe ich auch davon aus." Allerdings fügte Kovac auch hinzu: "Ich bin nicht derjenige, der letzten Endes diese Frage beantworten kann."

Niko Kovac beim FC Bayern – Einsamer Kämpfer

Uli Hoeneß hat diese Frage nun unmissverständlich beantwortet. Mit einem klaren „Ja“. Auch dass Vorstandsboss Rummenigge und Sportdirektor Salihamidzic mit dem Trainer beim Oktoberfest-Besuch des FC Bayern für die Fotografen zuprosteten kann, als eine Art von Rückendeckung gewertet werden. 

… zum Ausfall von Gnabry: "Wir wollten eigentlich Serge Gnabry spielen lassen, der leider verletzungsbedingt passen musste, deshalb mussten wir die Aufstellung dort ein bisschen modifizieren. Gnabry hat schon vor zwei Tagen etwas verspürt, gestern beim Abschlusstraining sagte er, er kann einfach nicht sprinten. Wir haben gestern Abend nochmal versucht, ihn zu reaktivieren. Es hat nicht geklappt. Aber es ist nichts Schwerwiegendes, der Adduktor macht zu, da muss man zwei, drei Tage warten. Ich hoffe, dass er schon zum Champions-League-Spiel am Dienstag wieder dabei ist."

Allerdings weist Spiegel Online im Hinblick auf die jüngsten Hoeneß-Aussagen zu Kovac darauf hin, dass den Bayern-Chefs ein frühes Scheitern des Trainers um die Ohren fliegen könne. „Die aktuelle Unterstützung des Bayern-Bosses überrascht wenig: Der FC Bayern hatte Niko Kovac auch deswegen verpflichtet, weil ihm Alternativen auf der Trainerposition fehlten.“

… zu den Gründen für den Negativtrend: "Wir stecken scheinbar in einer Phase, in der dann auch alles bestraft wird. Man muss die Gründe aufarbeiten, aber ich kann nicht direkt nach dem Spiel messerscharfe Analysen abgeben. Wir haben genügend Expertenrunden in Deutschland, die werden das dann schon auf den Punkt bringen. Wir stehen selbst jetzt wieder da und wissen nicht, was los ist. Wir haben ein engagiertes Spiel gemacht, vielleicht fehlt da die hundertprozentige Schärfe in der ganzen Mannschaft. Vielleicht sind wir dann zu leichtsinnnig."

Niko Kovac (FC Bayern): Kabinen-Krach – Trainer spricht von Rauswurf und rechnet mit Spielern ab | FC Bayern

Auch interessant: Vergleich mit Klinsmann, Magath und Ancelotti: Statistik zeigt, wie schlecht Kovac wirklich ist

Bereits vor der dubiosen Ankündigung soll der Kroate seine Spieler scharf kritisiert haben. Insbesondere die gemütliche Einstellung der FCB-Stars soll ihm mächtig gegen den Strich gehen. Während er für alles hart gekämpft habe, würden sich die Kicker zurücklehnen. Außerdem habe Kovac seinem Team die Schuld für die verkorksten Leistungen zugeschoben. Schließlich seien sie es, die auf dem Platz stünden. Und auch die Besserwisserei innerhalb der Kabine soll ihm böse aufstoßen.   

Hoeneß habe zu lange auf ein Weitermachen von Jupp Heynckes gehofft. Als klar war, dass Heynckes nicht noch eine Saison bei Bayern dranhängen würde, habe Thomas Tuchel – der Wunsch-Kandidat von Rummenigge – bereits bei PSG unterschrieben. Andere Toptrainer wie Jürgen Klopp seien ebenfalls nicht verfügbar gewesen. „So landete man bei Niko Kovac. Ein vorzeitiger Rausschmiss des Kroaten würde somit Hoeneß selbst schaden.“

… zum Negativtrend der Münchner: "Nach zwölf Spieltagen nur 23 Tore – das ist ein brutal schlechter Wert für den FC Bayern. Gleichzeitig 17 Gegentore, das ist sonst gefühlt eine ganze Saisonausbeute in München. Wenn man sich die Gegentore anschaut: keine vernünftige Restverteidigung, keine vernünftige Absicherung gegen Verlegenheitsbälle von Düsseldorf hinter die Kette. Auf der anderen Seite in der Offensive, die Chancenverwertung, genau dasselbe Thema."

Heißt also: Den Bayern-Bossen bleibt momentan mangels Alternative gar nichts anderes übrig, als Niko Kovac zu „verteidigen bis aufs Blut“ und für ihn „wie eine Eins“ einzustehen. Ob Hoeneß bei seinen Aussagen vom Sonntag und Montag die Faust in der Tasche geballt hatte? Die Frage bleibt offen.

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wenn man bei Bayern einen Punkt holt, dann fühlt sich das wirklich wie ein Sieg an. Wir haben es über 90 Minuten taktisch sehr, sehr gut gemacht, immer wieder auf Konter gewartet. Deswegen hat Lukebakio heute allein in der Spitze gespielt. Über ihn wollten wir dann zum Torerfolg kommen, das ist hundertprozentig aufgegangen."

FC Bayern München: Kovac äußert sich zu Hoeneß-Kritik – und beendet Pressekonferenz mit klarem Nein! auf pikante Frage | FC Bayern

Aber gäbe es wirklich keine Alternative zu Niko Kovac? Am Montag taucht in der Bild-Zeitung auf einmal ein ganz großer Name als möglicher Bayern-Trainer auf: Zinedine Zidane*, der im Sommer bei Real Madrid aufgehört hatte – nachdem er mit den Königlichen dreimal in Folge die Champions League gewonnen hatte. Freilich: Verfügbar wäre Zidane. Aber ob der Franzose auch am FC Bayern interessiert wäre? Würden die Bayern-Bosse wirklich hinter dem Rücken von Niko Kovac mit Zidane verhandeln? 

Thomas Müller: "Natürlich sah es heute lange Zeit nicht nach einem Unentschieden aus. Aber wenn man drei Tore gegen Fortuna Düsseldorf zu Hause kassiert, müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Ich bin selbst gerade noch ein bisschen perplex: schon wieder kurz vor Schluss ein Gegentor bekommen. Da wird es natürlich mit einer Aufholjagd schwierig."

So etwas gab es schon mal. Zur Erinnerung: Ähnlich schlecht wie unter Niko Kovac standen die Bayern zuletzt in der Saison 2010/2011 unter Louis van Gaal da. Schon Monate vor Saisonende kündigte der Verein im März 2011, an, dass van Gaals Vertrag als Trainer zum Saisonende vorzeitig und einvernehmlich aufgelöst werde. Aus dem Hut zauberten die Bosse Jupp Heynckes. Zwei Jahre später folgte das Triple. 

Michael Rensing (Torhüter Fortuna Düsseldorf): "Für uns ist es gefühlt wie ein Sieg, nachdem man 1:3 zurückliegt, noch einen Punkt zu holen. Generell als Fortuna Düsseldorf in München einen Punkt zu holen, fühlt sich schon echt gut an. So kurz vor Schluss mit den 7000 mitgereisten Fans zu feiern, da gibt es nichts Schöneres."

Dennoch gibt es Unterschiede zur damaligen Situation. Schon Monate vor dem Ende von Louis van Gaal beim FC Bayern München machte Uli Hoeneß klar, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Präsident zerrüttet war ("Ich habe mit ihm nicht mehr viel zu besprechen.“). Da klingt es doch – noch – ganz anders, was Hoeneß über Niko Kovac sagt. Außerdem: In van Gaals letzter Saison wurde wegen der Krise der Wiesn-Besuch der Bayern abgesagt. So schlimm ist die Lage also nicht, dass der Rekordmeister nicht mehr aufs Oktoberfest darf. 

Navigation International Deutschland Wirtschaft Web Sport Wissen & Gesellschaft Kultur Lifestyle User Meinung Werkzeuge Übersicht Werkzeuge Übersicht 1. Bundesliga Spekulationen um Wenger, Zidane und Hasenhüttl bei Bayern In München dürfte sich das Trainerkarussell in Bewegung setzen

FC Bayern gegen Benfica Lissabon – Niko Kovac plagen vor dem Gnadenspiel Personalsorgen

Nun ist ohnehin Länderspielpause. Niko Kovac hat erst am 20. Oktober beim VfL Wolfsburg die Chance, das Vertrauen von Uli Hoeneß zu rechtfertigen. Und überhaupt: Auch in der ersten Saison von Louis van Gaal lief es im Herbst alles andere als rund. Am Ende waren noch immer die Meisterschaft und das Champions-League-Finale drin. Vielleicht gelingt Niko Kovac auch noch so ein Umschwung.  

Foto: EIBNER/Joachim Hahne München – Trotz der Jobgarantie von Präsident Uli Hoeneß für Niko Kovac mehren sich bei Bayern München die Spekulationen über eine baldige Ablöse des Trainers. Als Nachfolger werden Arsene Wenger (69) und Zinedine Zidane (46) genannt.

Bei einer Veranstaltung in Dresden tätigte Bayern-Präsident Medienberichten zufolge ein paar brisante Aussagen. Demnach deutete Hoeneß seinen Abschied als Präsident des FC Bayern an und nannte auch einen 

"Die ersten sechs Wochen hatte ich das Gefühl, dass wir alles richtig gemacht haben. Die letzten sechs Wochen ist es ins Gegenteil umgekehrt", meinte der 66-Jährige moderat selbstkritisch: "Man muss jetzt die goldene Mitte finden: Was war am Anfang gut und was ist jetzt so schlecht? Eines ist klar: Solche Leistungen in Reihe müssen analysiert werden. Wir müssen beim FC Bayern jetzt alles hinterfragen."

Kommentar zu Bayerns Dilemma: Kovac-Rauswurf – und dann?

Die Zeichen stehen auf Abschied, womöglich hat Niko Kovac gegen Düsseldorf bereits seinen letzten Kredit beim FC Bayern verspielt. Es scheint für den FC Bayern München mehrere Alternativen zu geben

München – Düstere Zeiten beim FC Bayern München. Nach dem blamablen 3:3 im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf steht den Verantwortlichen die Ratlosigkeit derzeit ins Gesicht geschrieben. Uli Hoeneß war nach der Partie „völlig down“ und stellte sich erstmals in der Öffentlichkeit nicht mehr bedingungslos hinter Coach Niko Kovac. Der Verein müsse jetzt „alles hinterfragen“, es gäbe „Gesprächsbedarf“. 

"Er als einziges Problem? Das sehe ich komplett anders. Sie haben im Kader fast gar nichts gemacht", meinte Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, im "CHECK24 Doppelpass" bei Sport1 mit Blick auf Trainer Niko Kovac, den Hoeneß nach der neuerlichen Enttäuschung öffentlich angezählt hatte.

Diese Sätze klingen mehr nach Abschied als nach zweiter Chance. Von „bis aufs Blut verteidigen“ keine Spur mehr. Zwar bestätigte der Bayern-Präsident, dass Kovac im Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon am Dienstag definitiv noch auf der Trainerbank sitzen werde, dennoch sollten Spekulationen, wer Kovac ersetzen könnte, mittlerweile durchaus erlaubt sein. Auch der Kroate selbst hat offenbar sein mögliches Ende in der Kabine thematisiert. Dabei soll es mächtig gekracht haben. 

Auch interessant: Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen. Diese These bewahrheitet sich momentan beim FC Bayern. Ungewohnt direkt erfolgt die Häme nun vom Erzrivalen Borussia Dortmund. Hans-Joachim Watzke nimmt sogar das Wort „Brechreiz“ in den Mund.

Konkret: Nicht mehr in den Kader investiert zu haben, nicht nachjustiert und in die Breite desselben finanziert zu haben. Direkt gesprochen: Nicht mehr neue Spieler nach München vom Prädikat Superstar nach München geholt zu haben.

Zinédine Zidane: Der Franzose gewann mit Real Madrid dreimal hintereinander die Champions League und wäre sicherlich die namhafteste Lösung. Der 46-Jährige ist seit seinem Abgang von den Königlichen vereinslos. Allerdings gilt Zidane als Ziehsohn von Carlo Ancelotti. Ob „Carletto“ seinem „Zizou“ den FCB nach der eher schmutzigen Trennung als Station empfehlen würde?

"Warum hat der FC Bayern nichts für seinen Kader getan?", fragte auch Ex-Bayern-Trainer Felix Magath irritiert: "Warum hat der FC Bayern nicht in seinen Kader investiert?"

Arsène Wenger: Schon vor dem Spiel in Dortmund geisterte der Name des früheren Arsenal-Coaches an der Säbener Straße umher. Das Anforderungsprofil würde passen: Wenger ist erfahren, spricht Deutsch und hat mit Arsenal schon den einen oder anderen Umbruch überstanden. Der 69-Jährige ließ erst kürzlich wissen, dass er gerne wieder arbeiten würde. Nach Bild-Informationen fiel der Name des Elsässers beim FC Bayern intern zuletzt immer häufiger. Nach eigenen Angaben fühlt sich Wenger bereit für neue Aufgaben.

Ralph Hasenhüttl: Eine weitere prominente deutschsprachige Lösung. Der Österreicher arbeitete zwei Jahre erfolgreich bei RB Leipzig, holte mit den „Bullen“ 2017 direkt nach dem Aufstieg in die Bundesliga die Vize-Meisterschaft. Jedoch ist Hasenhüttel ebenfalls sehr unerfahren im Umgang mit Stars. Wäre bei einer Verpflichtung eine Art Kovac 2.0. Hermann Gerland gilt als großer Fan des 51-Jährigen.

Uli Hoeneß teilt gegen die Spieler aus und zählt Niko Kovac an. Doch damit nicht genug: Erstmals in dieser Saison hadert der Bayern-Boss auch mit eigenen Entscheidungen. 

Mark van Bommel: Ähnliches gilt für den Ex-Bayern-Star, der von 2006 bis 2011 die Schuhe für den deutschen Rekordmeister schnürte. Der Niederländer hat Stallgeruch und ist mit PSV Eindhoven seit seinem Amtsantritt im Sommer extrem erfolgreich (13 Siege aus 13 Spielen). Trainer-Legende Huub Stevens brachte van Bommel unlängst als möglichen Bayern-Coach ins Gespräch. Die mangelnde Erfahrung an der Seitenlinie lassen ein Engagement bei seinem Ex-Klub aktuell jedoch sehr unwahrscheinlich erscheinen – noch!

Antonio Conte: Der italienische Taktik-Experte zählt ohne Frage zu den besten Trainern der Welt. Allerdings gilt Conte in der Branche menschlich als nicht ganz einfach. Ob sich Hoeneß und Rummenigge mit dem Exzentriker auf Dauer einig würden, darf bezweifelt werden. Zuletzt wurde der 49-Jährige mit Real Madrid in Verbindung gebracht, die sich jedoch für Santiago Solari als Nachfolger des gescheiterten Julen Lopetegui entschieden.

Hermann Gerland & Peter Hermann: Ein Tandem mit Co-Trainer Hermann und FCB-Urgestein Gerland wäre eine Übergangslösung. So hätten die Münchner genügend Zeit, sich um einen neuen Trainer für die nächste Spielzeit zu bemühen.

News vom 08.10.2018 13.19 Uhr: Es dauerte ein wenig, bis Niko Kovac am Sonntag beim Oktoberfest-Besuch des FC Bayern auftaute. Als der Trainer des Rekordmeisters vor Käfer‘s Wiesnschänke eintraf und Sportdirektor Hasan Salihamidzic für die Fotografen mit einer Mass zuprostete, wirkte sein Gesichtsausdruck bierernst. Kein Lächeln kam Kovac über die Lippen. Das änderte sich erst im Festzelt.

Als er mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge anstieß, wirkte er gelöst. War es die eine oder andere Mass, die seine Stimmung gehoben hatte? Oder waren es aufmunternde Worte der Bayern-Bosse, die Kovac das Lächeln zurückgaben? Man weiß es nicht.

Trainer des FC Bayern – Kovac vor dem Aus: Sie sind die möglichen Nachfolger

Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der vor wenigen Tagen hervorgehoben hatte, dass der Trainerjob beim Rekordmeister ein Schleudersitz sein kann (“Am Ende muss er auch den Kopf dafür hinhalten."), tauchte mit Frau Susi nur kurz auf der Wiesn auf. Zum Thema Niko Kovac schwieg er und entschwand nach dem obligatorischen Maßkrug-Foto für Sponsor Paulaner zum Spiel der Bayern-Basketballer.

Stefan Effenberg: Niko Kovac ist beim FC Bayern noch der richtige Mann

Dafür meldet Hoeneß sich nun im „Kicker“ zu Wort und stärkt Niko Kovac wieder den Rücken. Er habe "nicht eine Sekunde daran gedacht", Kovac damit irgendwie zu beschädigen, als er mehr oder wenig dezent darauf hinwies, dass er für die Rotation den Kopf hinhalten müsse. Damit nicht genug: "Ich werde Niko Kovac verteidigen bis aufs Blut.“ Auch angesichts von vier sieglosen Pflichtspielen in Folge (davon zwei Bundesliga-Niederlagen hintereinander) und Platz Sechs in der Tabelle betont Hoeneß: „Bei uns herrscht die totale Ruhe." Was nur bedeuten kann: Niko Kovac kann sich derzeit noch sicher fühlen als Bayern-Trainer. Zuvor hatte Hoeneß in der Süddeutschen Zeitung bereits betont, dass er "wie eine Eins" zu Kovac stehe*: "Egal, was in den nächsten Wochen passieren wird."

Keine Frage: Der Druck auf Niko Kovac wächst. Als er nach der 0:3-Pleite gegen Gladbach am Samstag gefragt worden war, ob er denn noch die volle Rückendeckung der Klubführung habe, antwortete der Trainer: "Davon gehe ich aus. Ich habe ja die Zustimmung bei den ersten sieben Spielen gehabt, jetzt nach den vier Spielen gehe ich auch davon aus." Allerdings fügte Kovac auch hinzu: "Ich bin nicht derjenige, der letzten Endes diese Frage beantworten kann."

Spekulationen um Wenger und Zidane

Uli Hoeneß hat diese Frage nun unmissverständlich beantwortet. Mit einem klaren „Ja“. Auch dass Vorstandsboss Rummenigge und Sportdirektor Salihamidzic mit dem Trainer beim Oktoberfest-Besuch des FC Bayern für die Fotografen zuprosteten kann, als eine Art von Rückendeckung gewertet werden. 

Allerdings weist Spiegel Online im Hinblick auf die jüngsten Hoeneß-Aussagen zu Kovac darauf hin, dass den Bayern-Chefs ein frühes Scheitern des Trainers um die Ohren fliegen könne. „Die aktuelle Unterstützung des Bayern-Bosses überrascht wenig: Der FC Bayern hatte Niko Kovac auch deswegen verpflichtet, weil ihm Alternativen auf der Trainerposition fehlten.“

Auch interessant: Vergleich mit Klinsmann, Magath und Ancelotti: Statistik zeigt, wie schlecht Kovac wirklich ist

Hoeneß habe zu lange auf ein Weitermachen von Jupp Heynckes gehofft. Als klar war, dass Heynckes nicht noch eine Saison bei Bayern dranhängen würde, habe Thomas Tuchel – der Wunsch-Kandidat von Rummenigge – bereits bei PSG unterschrieben. Andere Toptrainer wie Jürgen Klopp seien ebenfalls nicht verfügbar gewesen. „So landete man bei Niko Kovac. Ein vorzeitiger Rausschmiss des Kroaten würde somit Hoeneß selbst schaden.“

Heißt also: Den Bayern-Bossen bleibt momentan mangels Alternative gar nichts anderes übrig, als Niko Kovac zu „verteidigen bis aufs Blut“ und für ihn „wie eine Eins“ einzustehen. Ob Hoeneß bei seinen Aussagen vom Sonntag und Montag die Faust in der Tasche geballt hatte? Die Frage bleibt offen.

Aber gäbe es wirklich keine Alternative zu Niko Kovac? Am Montag taucht in der Bild-Zeitung auf einmal ein ganz großer Name als möglicher Bayern-Trainer auf: Zinedine Zidane*, der im Sommer bei Real Madrid aufgehört hatte – nachdem er mit den Königlichen dreimal in Folge die Champions League gewonnen hatte. Freilich: Verfügbar wäre Zidane. Aber ob der Franzose auch am FC Bayern interessiert wäre? Würden die Bayern-Bosse wirklich hinter dem Rücken von Niko Kovac mit Zidane verhandeln? 

So etwas gab es schon mal. Zur Erinnerung: Ähnlich schlecht wie unter Niko Kovac standen die Bayern zuletzt in der Saison 2010/2011 unter Louis van Gaal da. Schon Monate vor Saisonende kündigte der Verein im März 2011, an, dass van Gaals Vertrag als Trainer zum Saisonende vorzeitig und einvernehmlich aufgelöst werde. Aus dem Hut zauberten die Bosse Jupp Heynckes. Zwei Jahre später folgte das Triple. 

FC Bayern: Niko Kovac stimmt Uli Hoeneß nach Kritik zu

Dennoch gibt es Unterschiede zur damaligen Situation. Schon Monate vor dem Ende von Louis van Gaal beim FC Bayern München machte Uli Hoeneß klar, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Präsident zerrüttet war ("Ich habe mit ihm nicht mehr viel zu besprechen.“). Da klingt es doch – noch – ganz anders, was Hoeneß über Niko Kovac sagt. Außerdem: In van Gaals letzter Saison wurde wegen der Krise der Wiesn-Besuch der Bayern abgesagt. So schlimm ist die Lage also nicht, dass der Rekordmeister nicht mehr aufs Oktoberfest darf. 

Nun ist ohnehin Länderspielpause. Niko Kovac hat erst am 20. Oktober beim VfL Wolfsburg die Chance, das Vertrauen von Uli Hoeneß zu rechtfertigen. Und überhaupt: Auch in der ersten Saison von Louis van Gaal lief es im Herbst alles andere als rund. Am Ende waren noch immer die Meisterschaft und das Champions-League-Finale drin. Vielleicht gelingt Niko Kovac auch noch so ein Umschwung.  

Bei einer Veranstaltung in Dresden tätigte Bayern-Präsident Medienberichten zufolge ein paar brisante Aussagen. Demnach deutete Hoeneß seinen Abschied als Präsident des FC Bayern an und nannte auch einen