Bayern-PK mit Kovac und Sanches JETZT im Live-Ticker: Wie äußert sich der ...
“Bild”: Ex-Arsenal-Coach Wenger angeblich Kandidat beim FC Bayern
Die Zeichen stehen auf Abschied, womöglich hat Niko Kovac gegen Düsseldorf bereits seinen letzten Kredit beim FC Bayern verspielt. Es scheint für den FC Bayern München mehrere Alternativen zu geben

München – Düstere Zeiten beim FC Bayern München. Nach dem blamablen 3:3 im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf steht den Verantwortlichen die Ratlosigkeit derzeit ins Gesicht geschrieben. Uli Hoeneß war nach der Partie „völlig down“ und stellte sich erstmals in der Öffentlichkeit nicht mehr bedingungslos hinter Coach Niko Kovac. Der Verein müsse jetzt „alles hinterfragen“, es gäbe „Gesprächsbedarf“. 

Bayern-Trainer Niko Kovac hat sich vor seinem möglichen “Abschiedsspiel” sehr entschlossen gezeigt. “Ich war mein ganzes Leben ein Kämpfer. Zurückstecken, aufgeben, die weiße Flagge hissen, gibt es in meinem Wortschatz nicht. Ich schaue immer nach vorne und werde immer kämpfen”, sagte der FCB-Coach vor dem Champions-League-Gruppenspiel am Dienstag (ab 21:00 Uhr im LIVETICKER) gegen Benfica Lissabon bestimmt. (Zum Bericht)

Diese Sätze klingen mehr nach Abschied als nach zweiter Chance. Von „bis aufs Blut verteidigen“ keine Spur mehr. Zwar bestätigte der Bayern-Präsident, dass Kovac im Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon am Dienstag definitiv noch auf der Trainerbank sitzen werde, dennoch sollten Spekulationen, wer Kovac ersetzen könnte, mittlerweile durchaus erlaubt sein.

Neun Tage nach ihrem schweren Unfall beim Weltfinale der Formel 3 in Macau hat die Münchner Rennfahrerin Sophia Flörsch von den Ärzten grünes Licht für die Heimreise nach Deutschland bekommen. “Heute fliege ich nach Hause”, teilte die 17-Jährige am Montag über die sozialen Medien mit: “Ich bin so glücklich, in den nächsten Tagen meine Familie und meine Freunde wiederzusehen.” (Zum Bericht)

Zinédine Zidane: Der Franzose gewann mit Real Madrid dreimal hintereinander die Champions League und wäre sicherlich die namhafteste Lösung. Der 46-Jährige ist seit seinem Abgang von den Königlichen vereinslos. Allerdings gilt Zidane als Ziehsohn von Carlo Ancelotti. Ob „Carletto“ seinem „Zizou“ den FCB nach der eher schmutzigen Trennung als Station empfehlen würde?

Zum Abschluss des 14. Spieltags geht es für den Hamburger SV um nichts geringeres, als im Fernduell mit dem 1. FC Köln die Tabellenspitze zurückzuerobern. Aber mit dem Tabellenvierten 1. FC Union Berlin kommt ein unangenehmer Gegner, der bei einem Sieg am HSV in derTabelle vorbeiziehen könnte. (2. Bundesliga 14. Spieltag: Hamburger SV – 1. FC Union Berlin, ab 20.30 Uhr im SPORT1 LIVETICKER)

Arsène Wenger: Schon vor dem Spiel in Dortmund geisterte der Name des früheren Arsenal-Coaches an der Säbener Straße umher. Das Anforderungsprofil würde passen: Wenger ist erfahren, spricht Deutsch und hat mit Arsenal schon den einen oder anderen Umbruch überstanden. Der 69-Jährige ließ erst kürzlich wissen, dass er gerne wieder arbeiten würde. Nach Bild-Informationen fiel der Name des Elsässers beim FC Bayern intern zuletzt immer häufiger. Nach eigenen Angaben fühlt sich Wenger bereit für neue Aufgaben.

Ralph Hasenhüttl: Eine weitere prominente deutschsprachige Lösung. Der Österreicher arbeitete zwei Jahre erfolgreich bei RB Leipzig, holte mit den „Bullen“ 2017 direkt nach dem Aufstieg in die Bundesliga die Vize-Meisterschaft. Jedoch ist Hasenhüttel ebenfalls sehr unerfahren im Umgang mit Stars. Wäre bei einer Verpflichtung eine Art Kovac 2.0. Hermann Gerland gilt als großer Fan des 51-Jährigen.

In La Liga kommt es am 13. Spieltag zu einem Duell direkter Tabellennachbarn. San Sebastian als Tabellen-15. rangiert aktuell einen Platz vor Vigo. Ein Sieg wäre für beide Teams ein kleiner Befreiungsschlag in der Tabelle, der Verlierer gerät aber noch mehr in den Abstiegskampf. (La Liga 13. Spieltag: Real Sociedad San Sebastian – Celta Vigo, ab 21.00 Uhr im SPORT1 LIVETICKER)

Mark van Bommel: Ähnliches gilt für den Ex-Bayern-Star, der von 2006 bis 2011 die Schuhe für den deutschen Rekordmeister schnürte. Der Niederländer hat Stallgeruch und ist mit PSV Eindhoven seit seinem Amtsantritt im Sommer extrem erfolgreich (13 Siege aus 13 Spielen). Trainer-Legende Huub Stevens brachte van Bommel unlängst als möglichen Bayern-Coach ins Gespräch. Die mangelnde Erfahrung an der Seitenlinie lassen ein Engagement bei seinem Ex-Klub aktuell jedoch sehr unwahrscheinlich erscheinen – noch!

Der spanische Fußball-Weltstar Andres Iniesta, Teamkollege von Lukas Podolski beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe, hat im spanischen Fernsehen von einer Depression berichtet. Der 34-Jährige hatte sich im Jahr 2009 in psychologische Behandlung begeben und Medikamente genommen, um die depressive Phase zu überstehen. (Zum Bericht)

Kolumne: Auslaufen mit Lüdecke: Der Wochenendbesuch des Uli Hoeneß

Antonio Conte: Der italienische Taktik-Experte zählt ohne Frage zu den besten Trainern der Welt. Allerdings gilt Conte in der Branche menschlich als nicht ganz einfach. Ob sich Hoeneß und Rummenigge mit dem Exzentriker auf Dauer einig würden, darf bezweifelt werden. Zuletzt wurde der 49-Jährige mit Real Madrid in Verbindung gebracht, die sich jedoch für Santiago Solari als Nachfolger des gescheiterten Julen Lopetegui entschieden.

Dafür meldet Hoeneß sich nun im „Kicker“ zu Wort und stärkt Niko Kovac wieder den Rücken. Er habe "nicht eine Sekunde daran gedacht", Kovac damit irgendwie zu beschädigen, als er mehr oder wenig dezent darauf hinwies, dass er für die Rotation den Kopf hinhalten müsse. Damit nicht genug: "Ich werde Niko Kovac verteidigen bis aufs Blut.“ Auch angesichts von vier sieglosen Pflichtspielen in Folge (davon zwei Bundesliga-Niederlagen hintereinander) und Platz Sechs in der Tabelle betont Hoeneß: „Bei uns herrscht die totale Ruhe." Was nur bedeuten kann: Niko Kovac kann sich derzeit noch sicher fühlen als Bayern-Trainer. Zuvor hatte Hoeneß in der Süddeutschen Zeitung bereits betont, dass er "wie eine Eins" zu Kovac stehe*: "Egal, was in den nächsten Wochen passieren wird."

Hermann Gerland & Peter Hermann: Ein Tandem mit Co-Trainer Hermann und FCB-Urgestein Gerland wäre eine Übergangslösung. So hätten die Münchner genügend Zeit, sich um einen neuen Trainer für die nächste Spielzeit zu bemühen.

News vom 08.10.2018 13.19 Uhr: Es dauerte ein wenig, bis Niko Kovac am Sonntag beim Oktoberfest-Besuch des FC Bayern auftaute. Als der Trainer des Rekordmeisters vor Käfer‘s Wiesnschänke eintraf und Sportdirektor Hasan Salihamidzic für die Fotografen mit einer Mass zuprostete, wirkte sein Gesichtsausdruck bierernst. Kein Lächeln kam Kovac über die Lippen. Das änderte sich erst im Festzelt.

Arsène Wenger: Schon vor dem Spiel in Dortmund geisterte der Name des früheren Arsenal-Coaches an der Säbener Straße umher. Das Anforderungsprofil würde passen: Wenger ist erfahren, spricht Deutsch und hat mit Arsenal schon den einen oder anderen Umbruch überstanden. Der 69-Jährige ließ erst kürzlich wissen, dass er gerne wieder arbeiten würde. Nach Bild-Informationen fiel der Name des Elsässers beim FC Bayern intern zuletzt immer häufiger. Nach eigenen Angaben fühlt sich Wenger bereit für neue Aufgaben.

Als er mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge anstieß, wirkte er gelöst. War es die eine oder andere Mass, die seine Stimmung gehoben hatte? Oder waren es aufmunternde Worte der Bayern-Bosse, die Kovac das Lächeln zurückgaben? Man weiß es nicht.

Mark van Bommel: Ähnliches gilt für den Ex-Bayern-Star, der von 2006 bis 2011 die Schuhe für den deutschen Rekordmeister schnürte. Der Niederländer hat Stallgeruch und ist mit PSV Eindhoven seit seinem Amtsantritt im Sommer extrem erfolgreich (13 Siege aus 13 Spielen). Trainer-Legende Huub Stevens brachte van Bommel unlängst als möglichen Bayern-Coach ins Gespräch. Die mangelnde Erfahrung an der Seitenlinie lassen ein Engagement bei seinem Ex-Klub aktuell jedoch sehr unwahrscheinlich erscheinen – noch!

Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der vor wenigen Tagen hervorgehoben hatte, dass der Trainerjob beim Rekordmeister ein Schleudersitz sein kann (“Am Ende muss er auch den Kopf dafür hinhalten."), tauchte mit Frau Susi nur kurz auf der Wiesn auf. Zum Thema Niko Kovac schwieg er und entschwand nach dem obligatorischen Maßkrug-Foto für Sponsor Paulaner zum Spiel der Bayern-Basketballer.

Dafür meldet Hoeneß sich nun im „Kicker“ zu Wort und stärkt Niko Kovac wieder den Rücken. Er habe "nicht eine Sekunde daran gedacht", Kovac damit irgendwie zu beschädigen, als er mehr oder wenig dezent darauf hinwies, dass er für die Rotation den Kopf hinhalten müsse. Damit nicht genug: "Ich werde Niko Kovac verteidigen bis aufs Blut.“ Auch angesichts von vier sieglosen Pflichtspielen in Folge (davon zwei Bundesliga-Niederlagen hintereinander) und Platz Sechs in der Tabelle betont Hoeneß: „Bei uns herrscht die totale Ruhe." Was nur bedeuten kann: Niko Kovac kann sich derzeit noch sicher fühlen als Bayern-Trainer. Zuvor hatte Hoeneß in der Süddeutschen Zeitung bereits betont, dass er "wie eine Eins" zu Kovac stehe*: "Egal, was in den nächsten Wochen passieren wird."

München – Düstere Zeiten beim FC Bayern München. Nach dem blamablen 3:3 im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf steht den Verantwortlichen die Ratlosigkeit derzeit ins Gesicht geschrieben. Uli Hoeneß war nach der Partie „völlig down“ und stellte sich erstmals in der Öffentlichkeit nicht mehr bedingungslos hinter Coach Niko Kovac. Der Verein müsse jetzt „alles hinterfragen“, es gäbe „Gesprächsbedarf“. 

Keine Frage: Der Druck auf Niko Kovac wächst. Als er nach der 0:3-Pleite gegen Gladbach am Samstag gefragt worden war, ob er denn noch die volle Rückendeckung der Klubführung habe, antwortete der Trainer: "Davon gehe ich aus. Ich habe ja die Zustimmung bei den ersten sieben Spielen gehabt, jetzt nach den vier Spielen gehe ich auch davon aus." Allerdings fügte Kovac auch hinzu: "Ich bin nicht derjenige, der letzten Endes diese Frage beantworten kann."

"Ich bin nicht ein bisschen sauer. Ich bin richtig, richtig sauer. Ich bin total enttäuscht und verärgert über das, was wir in 90 Minuten gemacht haben. Wir haben den Sieg eigentlich schon in der Hand und dann machen wir Konzentrationsfehler beziehungsweise individuelle Fehler, die in der Bundesliga bestraft werden“, tobte der Bayern-Coach nach dem Spiel. Doch damit nicht genug. Vor allem die Verteidiger kriegen ihr Fett weg: "Ich bin alles andere als glücklich. Wir haben in der Abwehr zu viele Fehler gemacht. So darf man in der Bundesliga nicht verteidigen. Wir haben vor dem Spiel besprochen, dass der Gegner auf Konter spielen wird, sie haben einen sehr schnellen Stürmer vorne. Da dürfen wir nicht auf Abseits spielen. Da müssen wir mitgehen und die Pässe verhindern. Wenn du das nicht tust, hast du die Probleme."

Uli Hoeneß hat diese Frage nun unmissverständlich beantwortet. Mit einem klaren „Ja“. Auch dass Vorstandsboss Rummenigge und Sportdirektor Salihamidzic mit dem Trainer beim Oktoberfest-Besuch des FC Bayern für die Fotografen zuprosteten kann, als eine Art von Rückendeckung gewertet werden. 

Fakt ist, Herr Kovac, die Mannschaft ist weit weit davon entfernt, was sie die letzten 6 BL-Saisons ausgezeichnet hat und es sind quasi die selben Spieler, wenn nicht gar 2 weitere neue dazu gekommen. Wenn die Mannschaft so desolat auftritt, Punkte herschenkt, von einer Spitzenmannschaft zum Durchschnitt mutiert, dann ist das einzig und allein IHR PRODUKT. So hart das klingt, aber an dem Fakt geht nichts vorbei, es ist Ihre Kreation. Genau so wie Ancelotti seine Kreation hatte, Pep und Jupp die ihrigen, ist die Mittelmäßigkeit einzig und allein nur Ihnen anzulasten. Da nützt auch kein “Sauersein” auf irgendeinen der Spieler, denn die Präsentation der Spieler ist der Spiegel Ihrer Arbeit!

Allerdings weist Spiegel Online im Hinblick auf die jüngsten Hoeneß-Aussagen zu Kovac darauf hin, dass den Bayern-Chefs ein frühes Scheitern des Trainers um die Ohren fliegen könne. „Die aktuelle Unterstützung des Bayern-Bosses überrascht wenig: Der FC Bayern hatte Niko Kovac auch deswegen verpflichtet, weil ihm Alternativen auf der Trainerposition fehlten.“

Hoeneß habe zu lange auf ein Weitermachen von Jupp Heynckes gehofft. Als klar war, dass Heynckes nicht noch eine Saison bei Bayern dranhängen würde, habe Thomas Tuchel – der Wunsch-Kandidat von Rummenigge – bereits bei PSG unterschrieben. Andere Toptrainer wie Jürgen Klopp seien ebenfalls nicht verfügbar gewesen. „So landete man bei Niko Kovac. Ein vorzeitiger Rausschmiss des Kroaten würde somit Hoeneß selbst schaden.“

… zu den Gründen für den Negativtrend: "Wir stecken scheinbar in einer Phase, in der dann auch alles bestraft wird. Man muss die Gründe aufarbeiten, aber ich kann nicht direkt nach dem Spiel messerscharfe Analysen abgeben. Wir haben genügend Expertenrunden in Deutschland, die werden das dann schon auf den Punkt bringen. Wir stehen selbst jetzt wieder da und wissen nicht, was los ist. Wir haben ein engagiertes Spiel gemacht, vielleicht fehlt da die hundertprozentige Schärfe in der ganzen Mannschaft. Vielleicht sind wir dann zu leichtsinnnig."

Heißt also: Den Bayern-Bossen bleibt momentan mangels Alternative gar nichts anderes übrig, als Niko Kovac zu „verteidigen bis aufs Blut“ und für ihn „wie eine Eins“ einzustehen. Ob Hoeneß bei seinen Aussagen vom Sonntag und Montag die Faust in der Tasche geballt hatte? Die Frage bleibt offen.

Aber gäbe es wirklich keine Alternative zu Niko Kovac? Am Montag taucht in der Bild-Zeitung auf einmal ein ganz großer Name als möglicher Bayern-Trainer auf: Zinedine Zidane*, der im Sommer bei Real Madrid aufgehört hatte – nachdem er mit den Königlichen dreimal in Folge die Champions League gewonnen hatte. Freilich: Verfügbar wäre Zidane. Aber ob der Franzose auch am FC Bayern interessiert wäre? Würden die Bayern-Bosse wirklich hinter dem Rücken von Niko Kovac mit Zidane verhandeln? 

Dortmunder haben Glück

So etwas gab es schon mal. Zur Erinnerung: Ähnlich schlecht wie unter Niko Kovac standen die Bayern zuletzt in der Saison 2010/2011 unter Louis van Gaal da. Schon Monate vor Saisonende kündigte der Verein im März 2011, an, dass van Gaals Vertrag als Trainer zum Saisonende vorzeitig und einvernehmlich aufgelöst werde. Aus dem Hut zauberten die Bosse Jupp Heynckes. Zwei Jahre später folgte das Triple. 

Dennoch gibt es Unterschiede zur damaligen Situation. Schon Monate vor dem Ende von Louis van Gaal beim FC Bayern München machte Uli Hoeneß klar, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Präsident zerrüttet war ("Ich habe mit ihm nicht mehr viel zu besprechen.“). Da klingt es doch – noch – ganz anders, was Hoeneß über Niko Kovac sagt. Außerdem: In van Gaals letzter Saison wurde wegen der Krise der Wiesn-Besuch der Bayern abgesagt. So schlimm ist die Lage also nicht, dass der Rekordmeister nicht mehr aufs Oktoberfest darf. 

Anders verhält sich die Sache mit dem 3:3 in München. Der Rekordmeister verspielt gegen den Tabellenvorletzten einen Zwei-Tore-Vorsprung – zu Hause. Zwar auch ein Spektakel. Aber hier ist die Wahrnehmung ein wenig anders. Es besteht Gesprächsbedarf. Ich bin mir sicher, dass während des Spiels im Körper des hypertonischen Uli Hoeneß allerhand gravierende chemische Prozesse vonstatten gingen, die der Zukunft von Trainer Niko Kovac insgesamt nicht zuträglich sein werden. So etwas kann nicht sein. Kovac bekam immerhin eine Jobgarantie. Bis Dienstag. Das sind, wenn ich richtig rechne, drei Tage. Drei Tage sind im schnelllebigen Fußballgeschäft allerdings auch keine sehr lange Frist. Aber sie muss ja nicht eingehalten werden. Hoeneß sagte, er bekäme am Wochenende Besuch. Wahrscheinlich will er den Sonntag nicht mit lästigen Personalentscheidungen verbringen, sondern mit den Enkelkindern.

Nun ist ohnehin Länderspielpause. Niko Kovac hat erst am 20. Oktober beim VfL Wolfsburg die Chance, das Vertrauen von Uli Hoeneß zu rechtfertigen. Und überhaupt: Auch in der ersten Saison von Louis van Gaal lief es im Herbst alles andere als rund. Am Ende waren noch immer die Meisterschaft und das Champions-League-Finale drin. Vielleicht gelingt Niko Kovac auch noch so ein Umschwung.  

Das, was wir Zuschauer uns in einem Fußballspiel wünschen, sind Tore. Insofern ist ein 3:3-Unentschieden ein wunderbares Ergebnis, ein echtes Spektakel. Nur die Trainer meckern immer. Wegen des Abwehrverhaltens. Aber wenn Hertha nach einem 1:3-Rückstand gegen Hoffenheim noch ausgleicht, muss man sagen: Chapeau! Hatten wir uns diese Form spektakulären Fußballs nicht immer gewünscht?

Bei einer Veranstaltung in Dresden tätigte Bayern-Präsident Medienberichten zufolge ein paar brisante Aussagen. Demnach deutete Hoeneß seinen Abschied als Präsident des FC Bayern an und nannte auch einen 

► Gestern, 8.22 Uhr: Der Bayern-Trainer verlässt im dichten Nebel seine Münchner Wohnung, die graue Mütze tief ins Gesicht gezogen. Kovac ist angeschlagen, erkältet und hat Herpes-Bläschen an der Unterlippe. Vom Krisen-Stress?

Hertha BSC freut sich über ein 3:3, während es beim FC Bayern gewaltig kracht. Unser Kolumnist findet: Niko Kovac trifft keine Schuld.

FC Bayern – Kovac hat immer weniger Follower

Es gibt internen Gesprächsbedarf. Wir müssen uns zusammensetzen. Wir spielen am Dienstag gegen Benfica. Da wird unser Trainer sicherlich Niko Kovac sein…

Samstagnachmittag, 17.22 Uhr: Auf der Tribüne der Allianz Arena kippt die Stimmung der Bayern-Bosse endgültig. Finanz-Vorstand Jan-Christian Dreesen (51) , Präsident Uli Hoeneß (66) und Vorstand Karl-Heinz Rummenigge (63) sind bedient!

Uli Hoeneß verteidigte auf Wut-PK Kovac – warum er jetzt vom FC-Bayern-Trainer abrückt | FC Bayern

Wie im September 2017. Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge (63) nach dem 0:3 von Paris in seiner Bankett-Rede: Es war eine Niederlage, über die es zu sprechen gilt, die es zu analysieren gilt, aus der wir auch in Klartextform Konsequenzen ziehen müssen. Einen Tag später war Carlo Ancelotti (59) entlassen.

Vize-Präsident Dieter Mayer (63) ruft Hoeneß und Rummenigge die freudige Botschaft zu. Alle jubeln – zwei Punkte aufgeholt, der Rückstand ist auf fünf Punkte geschmolzen!

James ist wieder in München! BILD erwischte den Superstar am Sonntag, als er zur Knie-Reha an der Säbener Straße eintraf.

Mit dem 3:3 der Düsseldorfer in der 3. Minute der Nachspielzeit ist der Rückstand des FC Bayern auf Tabellenführer Borussia Dortmund auf neun Punkte angewachsen.

Ihr FC Bayern ist in Not. Es ist bemerkenswert, dass niemand in Deutschland mit Euch leidet. Ich habe neun Gründe, warum.

Rummenigge schaut nun ständig auf sein Smartphone – und das übermittelt ihm nur sechs Minuten später den Rückschlag.

Ancelotti stolperte über nur fünf Stars, die gegen ihn waren. Nach BILD-Informationen sprachen sich Samstag viele Spieler in der Kabine gegen Kovac aus – als der gerade nicht im Raum war.

▶︎ 17.01 Uhr: Der Mainzer Quaison gleicht gegen den BVB zum 1:1 aus. Zu diesem Zeitpunkt führen die Bayern 3:1.

Hoeneß: Wir werden sicherlich nicht die Kabine benutzen, um die Mannschaft nach dem Trainer zu fragen. Er sagt aber auch: Selbstverständlich wird man immer auch die Meinung von Spielern anhören.

▶︎ Dortmunds Piszczek gelingt der Siegtreffer zum 2:1 – nun sinds wieder sieben Zähler Differenz.

FC Bayern München: Schock des späten Sekundentods

Hoeneß: Dass wir sehr schlechten und uninspirierten Fußball spielen, ohne Selbstvertrauen, ist das, was uns im Moment sehr umtreibt. Man hat das Gefühl, dass die Mannschaft total verunsichert ist.

Auch aus diesem Grund erwischte es im April 2011 Louis van Gaal (67). Hoeneß nach dessen Rauswurf: Ich erwarte, dass die Zwangsjacken, in denen die Spieler seit Monaten steckten, abgestreift werden.

Weitere Parallele: Hoeneß schüttelte sich beim 3:3 gegen Düsseldorf heftig auf der Tribüne. Wie 2011 kurz vor van Gaals Rauswurf beim Spiel in Nürnberg, als er vor Wut an einem Zaun rüttelte.

FC Bayern München: Zinedine Zidane oder Arsene Wenger: Wer beerbt Niko Kovac?

Hoeneß: Wir müssen uns erst übers Wochenende alle miteinander Gedanken machen, wie wir aus dieser Saison das Beste machen.

Mit einem neuen Trainer? Bayerns vorletztes Gruppenspiel morgen in der Champions League kann schon Kovacs persönliches Finale sein.