Boateng von gegnerischem Coach abgewatscht - Da kann kein Trainer der Welt ...
FC Bayern München: Jerome Boateng von Sky-Experte abgewatscht – Da kann kein Trainer der Welt etwas für | FC Bayern
Fortuna Düsseldorf holt mit einer starken Leistung einen Punkt beim FC Bayern München. Fortuna-Coach Friedhelm Funkel lobt anschließend die Einstellung seines gesamten Kaders.

Unentschieden bei Bayern: Trainer Friedhelm Funkel erklärt die Überraschung, die seiner Fortuna gelungen ist. (Quelle: Omnisport)

Der 21-Jährige traf gegen die Bayern dreifach, stürzte den Rekordmeister noch tiefer in die Krise und schenkte seinem Team zeitgleich einen unerwarteten Punkt im Abstiegskampf.

“Zu bequem”: Friedhelm Funkel zerpflückt Jerome Boateng

Das spektakuläre Spiel in der Allianz Arena sorgt weiter für Gesprächsstoff. Nach dem überraschenden Punktgewinn der Fortuna kritisiert Friedhelm Funkel nun die Abwehr des Rekordmeisters. Besonders ein Bayern-Star steht im Fokus.

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Deutliche Worte von Friedhelm Funkel. Der Trainer von Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat nach dem spektakulären 3:3 der Rheinländer beim FC Bayern über die Abwehr des Rekordmeisters gesprochen. “Da kann kein Trainer der Welt etwas für, wenn Boateng auf Abseits spielt, nur weil er zu bequem ist, hinterherzurennen,” sagte Funkel in der Sky-Sport-Sendung “Hellmann – der Fußball-Talk”. Und: “Da geht er zwei Schritte nach vorne und will dem Laufduell mit Lukebakio aus dem Weg gehen. Einem solchen Weltklasse-Spieler darf so etwas nicht passieren.”

Boateng hatte durch einen Stellungsfehler das späte 3:3 durch den Düsseldorfer Stürmer mit möglich gemacht und auch schon beim 1:2 der Gäste gepatzt. Selbst Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagte nach der Partie über Boatengs Verhalten beim ersten Gegentreffer, es sei “Slapstick” gewesen.

Funkel lieferte mit seiner Kritik auch Unterstützung für Bayern-Trainer Niko Kovac, dessen Position immer mehr infrage gestellt wird. Die Münchener seien in der Abwehr “sehr anfällig.” Die Nationalspieler Niklas Süle, Boateng und Mats Hummels hätten “Grundschnelligkeit verloren.”

Die Bayern haben 2018/19 nach zwölf Bundesliga-Spieltagen bereits 17 Gegentreffer kassiert – so viele wie 2015/16 in der kompletten Saison.

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Das Münchner Krisen-Motto nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf? Im Trüben fischen! Die gestrige Trainingseinheit an der Säbener Straße war symbolisch dafür.

München – Im dichten Nebel drehte die Start­elf vom Samstag ihre Auslauf-Runden, am Nebenplatz (blickdicht abgehängt) erhielten die Ersatzspieler nach wie vor Kommandos von Trainer Niko Kovac.

Auffällig: Thomas Müller suchte vor allem mit Jerome Boateng das Gespräch. Der Verteidiger erwischte gegen Düsseldorf einen schwachen Tag, war an mehreren Gegentoren mitschuldig. Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel watschte den Abwehrspieler am Sonntag dann auch noch mal bei Sky ab: „Da kann kein Trainer der Welt etwas für, wenn Boateng auf Abseits spielt, nur weil er zu bequem ist, hinterherzurennen. Da geht er zwei Schritte nach vorne und will dem Laufduell mit Lukebakio aus dem Weg gehen. Einem solchen Weltklasse-Spieler darf so etwas nicht passieren.“

Überhaupt sieht Funkel die Schwächen der Münchner vor allem in der Defensive: „Dort sind sie sehr, sehr anfällig. Süle, Boateng oder auch Hummels haben an Grundschnelligkeit verloren.“ Sieht Kovac übrigens ähnlich: „Die Art und Weise, wie wir bei allen drei Gegentreffern verteidigt haben – so kann man in der Bundesliga nicht verteidigen, so darf man nicht verteidigen. Aber wenn man so verteidigt, dann ist es egal, ob ein Aufsteiger auf der anderen Seite ist oder ein Champions-League-Teilnehmer: Diese Fehler werden bestraft. Das ist heute das Fazit des Spiels.“

Die Stars selbst gingen mit sich hart ins Gericht. Kapitän Manuel Neuer nannte den Auftritt seiner Mannschaft unverzeihlich: „Wir haben aus unseren Fehlern nichts gelernt.“ Vize-Kapitän und Doppeltorschütze Müller spekuliert: „Vielleicht fehlt die hundertprozentige Schärfe bei der ganzen Mannschaft.“ Leon Goretzka kam sich vor „wie in einem schlechten Film. Das ist surreal.“

Einer, der früher als Egoist auf dem Platz verschrien war, beschwört in Krisenzeiten den Zusammenhalt: Arjen Robben. Der Holländer warnt vor Schuldzuweisungen, die seien fatal: „Wenn du unten am Boden bist, musst du aufstehen und Stärke zeigen – als Mannschaft. Das ist die einzige Botschaft jetzt für uns: zusammenreißen.“ 

Gut für die Spieler: Schon am Dienstag haben sie in der Königsklasse gegen Lissabon (21 Uhr, Sky) die Möglichkeit, ein anderes Gesicht zu zeigen. Oder um es mit den Worten von Arjen Robben zu formulieren: „Am Dienstag zählt nur eines, da müssen wir gewinnen.“ Doch das fällt momentan schwer.

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