Borussia Dortmund – Bayern München Bundesliga Tipp: Deutscher Clásico mal ...
Borussia Dortmund: Einlull-Taktik des FC Bayern verfängt beim BVB nicht
Fußball-Deutschland erwartet mit Spannung den Klassiker am Samstagabend zwischen Borussia Dortmund und dem kriselnden FC Bayern. Doch BVB-Star Axel Witsel warnt.

Der Belgier Axel Witsel blickt voller Vorfreude auf das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München.

“Jedes Mal, wenn wir zuhause spielen, herrscht eine Wahnsinns-Atmosphäre. Ich denke, gegen die Bayern wird es noch ein bisschen mehr werden”, sagte der BVB-Stratege vor der Begegnung mit dem Rekordmeister am Samstag (Bundesliga: Borussia Dortmund – Bayern München ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) vor Journalisten. 

Er erwarte “ein aggressives Spiel, im positiven Sinne”. Ungeachtet der aktuellen Tabellenführung des BVB sei das Ziel der Mannschaft, sich “für die Champions League im nächsten Jahr zu qualifizieren”. Niemand rede in der Kabine über den Gewinn der Meisterschaft, betonte Witsel.

Denn obwohl München als Tabellendritter vier Punkte hinter dem Spitzenreiter aus dem Ruhrgebiet liegt und “sie in den letzten Wochen nicht gut waren”, sollte Dortmund “vorsichtig” sein. “Sie können in so einem Spiel aufwachen”, warnt Witsel.

In dem jungen Team von BVB-Trainer Lucien Favre sieht sich Witsel an der Seite von Kapitän Marco Reus als Führungsspieler. “Ja, ich bin ein Leader. Mein Alter erlaubt es mir, unsere Spieler zwischen 18 und 25 Jahren zu leiten”, sagte der 29-Jährige.

“Ich rede viel vor den Spielen. Ich motiviere die jungen Leute. Ich bin aber nicht der Einzige, Marco Reus tut das auch”, so Witsel.

Erstmals seit langem geht der FC Bayern nicht als Favorit ins Duell mit Borussia Dortmund. Der Spitzenreiter genießt die Situation – und verrät einen Grund, warum es derzeit beim BVB so gut läuft.

Seitdem ist viel passiert: Das Imperium schlug zurück. Die Bayern plünderten die Dortmunder nachhaltig, holten Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels vom BVB. Die Dortmunder trennten sich 2015 von ihrem früheren Erfolgstrainer Jürgen Klopp und verloren das, was sie in den sieben Jahren unter der Ägide des heutigen Trainers des FC Liverpool ausgezeichnet hatte: ihre Stringenz, ihre Corporate Identity.

Die Bayern haben in Sachen Erfahrung und damit, mit Druck umzugehen, uns gegenüber einen Vorteil: Dortmunds Axel Witsel. Bild: EPA

Erst in der laufenden Saison haben sich die Vorzeichen wieder gedreht. Wenn am Samstag (18.30 Uhr, im WELT-Liveticker) der FC Bayern zum Spitzenspiel nach Dortmund kommen wird, sind sie Außenseiter. Sollten die Borussen gewinnen, hätten sie sieben Punkte Vorsprung auf die Münchner. Da ist es schwer, sich gegen die Favoritenrolle zu wehren.

Wir genießen unsere Situation. Wir spielen seit langer Zeit zum ersten Mal wieder als Tabellenführer gegen Bayern, aber dafür kannst du nichts kaufen, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc: Wir haben guten Grund, selbstbewusst ins Spiel zu gehen, wissen aber auch, dass wir anders auftreten müssen als Dienstag.

Am Dienstag hatten die Borussen mit 0:2 bei Atlético Madrid verloren. Es war die erste Niederlage in der gesamten Saison – im erst 16. Pflichtspiel. Das sind die Fakten, die vor dem Deutschen Clasico für den BVB sprechen.

Die Dortmunder scheinen gut gerüstet. Sie können – abgesehen von Außenverteidiger Marcel Schmelzer und möglicherweise Innenverteidiger Abdou Diallo, dessen Einsatz fraglich ist – aus dem Vollen schöpfen. Und sie haben wieder eine Mannschaft entwickelt, der zugetraut werden kann, die Bayern nicht nur am Samstag zu schlagen, sondern den Münchnern auch über den gesamten Saisonverlauf Paroli zu bieten.

Doch Kampfansagen wird es trotzdem nicht geben. Warum auch? Ich vertrete ohnehin die Meinung, dass es vollkommen unerheblich ist, was vor so einem Spiel gesagt wird, so Zorc. Dies gelte auch für die offenkundigen Versuche der Bayern, sich selbst vor dem Duell kleinzureden.

Doch hat Uli Hoeneß nicht recht, wenn er sagt, dass die Bayern Außenseiter sind? Man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, ich will einen Dreier einfahren. Dortmund hat bisher eine sehr, sehr gute Saison gespielt, hatte der Bayern-Präsident erklärt. Dem ist nur schwer zu widersprechen. Zorc versuchte es trotzdem. Es ist nicht ratsam, von unserer Seite aus Vergleiche anzustellen, erklärte er. Aber auch jetzt haben die Bayern zehn Punkte in der Champions League, kein Team in Europa hat mehr. Sie sind deutscher Rekordmeister. Das sind die Fakten.

Doch auch Zorc kann nicht leugnen, dass der neue BVB viel Potenzial hat. Schließlich stehen die Westfalen mit ihrer Mischung aus erfahrenen Topspielern wie Axel Witsel und Marco Reus sowie den vielen jungen Talenten wie Jadon Sancho, Christian Pulisic, Achraf Hakimi und Jacob Bruun Larsen für Spielwitz und vor allem Perspektive. Sollte diese Mannschaft so zusammenbleiben, könnte nicht nur in der laufenden Saison, sondern auf Sicht wieder Spannung in den Meisterschaftskampf in der Bundesliga kommen.

Unsere Mannschaft ist jung, aber wir haben ganz bewusst den einen oder anderen erfahrenen Spieler dazugeholt, sagte Zorc und verweist darauf, dass die Borussia gerade von den erfahrenen Zukäufen wie Witsel und Thomas Delaney in wichtigen, engen Spielen profitiert. Der personelle Umbruch im vergangenen Sommer sei gelungen. Das haben die Dortmunder den Bayern in jedem Fall voraus.

Dennoch sei der BVB noch nicht am Ende der Entwicklung. Wir haben in den vergangenen Monaten Fortschritte gemacht, aber haben noch viel zu tun, sagte Lucien Favre, der als neuer Trainer der entscheidende Faktor für den Aufschwung ist. Es werde noch Zeit brauchen, bis die Mannschaft Stabilität entwickelt habe.

In jedem Fall ist das Team aber bereits so weit, dass es Fußball-Deutschland wieder ein Spitzenspiel beschert hat, das diese Bezeichnung auch rechtfertigt. Nicht nur unsere Fans oder die Bayern-Fans freuen sich auf dieses Spiel, sagte Zorc. Und wir werden alles tun, um es zu gewinnen.

Spitzentreffen in der Bundesliga: Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern München und diesmal ist alles anders. Die Borussia ist in Topform, die Bayern sind eher müde und Uli Hoeneß denkt jetzt auch noch übers Aufhören nach.

0 Anzeige Es ist lange her, dass Borussia Dortmund als Favorit in ein Spiel gegen Bayern München gegangen ist. Im Mai 2012 war es; als die Dortmunder gerade zuvor zum zweiten Mal hintereinander Deutscher Meister geworden waren, schlugen sie den deutschen Rekordmeister im DFB-Pokalfinale mit 5:2.

Seitdem ist viel passiert: Das Imperium schlug zurück. Die Bayern plünderten die Dortmunder nachhaltig, holten Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels vom BVB. Die Dortmunder trennten sich 2015 von ihrem früheren Erfolgstrainer Jürgen Klopp und verloren das, was sie in den sieben Jahren unter der Ägide des heutigen Trainers des FC Liverpool ausgezeichnet hatte: ihre Stringenz, ihre Corporate Identity.

Erst in der laufenden Saison haben sich die Vorzeichen wieder gedreht. Wenn am Samstag (18.30 Uhr, im WELT-Liveticker) der FC Bayern zum Spitzenspiel nach Dortmund kommen wird, sind sie Außenseiter. Sollten die Borussen gewinnen, hätten sie sieben Punkte Vorsprung auf die Münchner. Da ist es schwer, sich gegen die Favoritenrolle zu wehren.

Wir genießen unsere Situation. Wir spielen seit langer Zeit zum ersten Mal wieder als Tabellenführer gegen Bayern, aber dafür kannst du nichts kaufen, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc: Wir haben guten Grund, selbstbewusst ins Spiel zu gehen, wissen aber auch, dass wir anders auftreten müssen als Dienstag.

Am Dienstag hatten die Borussen mit 0:2 bei Atlético Madrid verloren. Es war die erste Niederlage in der gesamten Saison – im erst 16. Pflichtspiel. Das sind die Fakten, die vor dem Deutschen Clasico für den BVB sprechen.

Die Dortmunder scheinen gut gerüstet. Sie können – abgesehen von Außenverteidiger Marcel Schmelzer und möglicherweise Innenverteidiger Abdou Diallo, dessen Einsatz fraglich ist – aus dem Vollen schöpfen. Und sie haben wieder eine Mannschaft entwickelt, der zugetraut werden kann, die Bayern nicht nur am Samstag zu schlagen, sondern den Münchnern auch über den gesamten Saisonverlauf Paroli zu bieten.

Doch Kampfansagen wird es trotzdem nicht geben. Warum auch? Ich vertrete ohnehin die Meinung, dass es vollkommen unerheblich ist, was vor so einem Spiel gesagt wird, so Zorc. Dies gelte auch für die offenkundigen Versuche der Bayern, sich selbst vor dem Duell kleinzureden.

Uli Hoeneß und der FC Bayern München schieben die Rolle des Favoriten vor dem Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund dem Gegner zu. BVB-Sportdirektor Michael Zorc lässt das kalt.

Doch hat Uli Hoeneß nicht recht, wenn er sagt, dass die Bayern Außenseiter sind? Man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, ich will einen Dreier einfahren. Dortmund hat bisher eine sehr, sehr gute Saison gespielt, hatte der Bayern-Präsident erklärt. Dem ist nur schwer zu widersprechen. Zorc versuchte es trotzdem. Es ist nicht ratsam, von unserer Seite aus Vergleiche anzustellen, erklärte er. Aber auch jetzt haben die Bayern zehn Punkte in der Champions League, kein Team in Europa hat mehr. Sie sind deutscher Rekordmeister. Das sind die Fakten.

Doch auch Zorc kann nicht leugnen, dass der neue BVB viel Potenzial hat. Schließlich stehen die Westfalen mit ihrer Mischung aus erfahrenen Topspielern wie Axel Witsel und Marco Reus sowie den vielen jungen Talenten wie Jadon Sancho, Christian Pulisic, Achraf Hakimi und Jacob Bruun Larsen für Spielwitz und vor allem Perspektive. Sollte diese Mannschaft so zusammenbleiben, könnte nicht nur in der laufenden Saison, sondern auf Sicht wieder Spannung in den Meisterschaftskampf in der Bundesliga kommen.

Jadon Sancho Der Straßenfußballer rockt die große Bühne Unsere Mannschaft ist jung, aber wir haben ganz bewusst den einen oder anderen erfahrenen Spieler dazugeholt, sagte Zorc und verweist darauf, dass die Borussia gerade von den erfahrenen Zukäufen wie Witsel und Thomas Delaney in wichtigen, engen Spielen profitiert. Der personelle Umbruch im vergangenen Sommer sei gelungen. Das haben die Dortmunder den Bayern in jedem Fall voraus.

Dennoch sei der BVB noch nicht am Ende der Entwicklung. Wir haben in den vergangenen Monaten Fortschritte gemacht, aber haben noch viel zu tun, sagte Lucien Favre, der als neuer Trainer der entscheidende Faktor für den Aufschwung ist. Es werde noch Zeit brauchen, bis die Mannschaft Stabilität entwickelt habe.

In jedem Fall ist das Team aber bereits so weit, dass es Fußball-Deutschland wieder ein Spitzenspiel beschert hat, das diese Bezeichnung auch rechtfertigt. Nicht nur unsere Fans oder die Bayern-Fans freuen sich auf dieses Spiel, sagte Zorc. Und wir werden alles tun, um es zu gewinnen.

Borussia Dortmund empfängt zum Spitzenspiel der Bundesliga den Rekordmeister FC Bayern München. Trainer Lucien Favre verrät hier, wie man die Bayern schlagen möchte.

Axel Witsel steht mit Borussia Dortmund vor seinem ersten Duell gegen den kriselnden FC Bayern München. Der belgische Star-Einkauf ist voller Vorfreude, warnt zugleich aber auch.