Wirtschaftsstark und dynamisch: München im Städteranking wieder an der Spitze
Städteranking für Deutschland:München top – Ruhrgebiet bereitet Sorge
Welche Stadt hat die höchste Wirtschaftskraft, welche ist die dynamischste, welche die digitalste? Ein neues Ranking liefert Antworten – und Überraschungen.

Die deutsche Stadt der Zukunft liegt nicht etwa an der Spree, der Isar oder der Elbe – laut dem aktuellen Städte-Ranking der “WirtschaftsWoche” und dem Portal Immobilienscout24 ist Darmstadt die deutsche Stadt der Zukunft. Die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln hat Wirtschaftslage, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven 71 kreisfreier Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern anhand der Kriterien Niveau, Dynamik und Zukunft miteinander verglichen.

Bei der Dynamik verdrängte die bayerische Landeshauptstadt Ingolstadt vom ersten Platz. Berlin arbeitete sich auf den zweiten Rang vor. Vor allem die Start-up-Szene und der Immobilienmarkt entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bundeshauptstadt nach Einschätzung von Hanno Kempermann von IW Consult positiv. Steigende Mieten und Immobilienpreise werden als Zeichen der Attraktivität einer Stadt gewertet. Der Aufsteiger unter den Top Ten ist Wolfsburg: Die Autostadt machte zum Vorjahr einen Sprung von elf Plätzen auf Rang 5.

Insgesamt mehr als 100 Faktoren aus Bereichen wie Lebensqualität, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Wirtschaftsstruktur wurden für das Ranking analysiert. Es zeigt: Besonders gut aufgestellte Großstädte finden sich vor allem in der Südhälfte Deutschlands, Städte aus dem Ruhrgebiet haben es dagegen besonders schwer. “Die Dominanz des Südens drückt sich sehr deutlich aus – in allen Bereichen. Bricht man die Betrachtung auf regionale Ebene herunter, wird dies noch deutlicher”, sagt Hanno Kempermann, Leiter Branchen und Regionen, von IW Consult.

Bei der Dynamik verdrängte die bayerische Landeshauptstadt Ingolstadt vom ersten Platz. Berlin arbeitete sich auf den zweiten Rang vor. Vor allem die Start-up-Szene und der Immobilienmarkt entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bundeshauptstadt nach Einschätzung von Hanno Kempermann von IW Consult positiv. Steigende Mieten und Immobilienpreise werden als Zeichen der Attraktivität einer Stadt gewertet. Der Aufsteiger unter den Top Ten ist Wolfsburg: Die Autostadt machte zum Vorjahr einen Sprung von elf Plätzen auf Rang 5.

Bei der Wirtschaftskraft jedoch hat Wolfsburg Seriensieger München abgelöst, das zuvor fünf Jahre in Folge auf dem Siegertreppchen gelandet war. Die bayerische Landeshauptstadt belegt in diesem Jahr den dritten Platz, noch hinter Stuttgart. Berlin landet

auf Platz 35, Hamburg auf Rang 9, Köln ist 13. Die Wirtschaftskraft berücksichtigt etwa Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner, Gewerbesteuerhebesätze oder die Gründungsintensität.

Als Alarmsignal wertete Kempermann die Entwicklung im Ruhrgebiet. Städte wie Bottrop (Rang 71), Duisburg (70), Hamm (69), Herne (67) Gelsenkirchen (66) sackten der Studie zufolge bei der Zukunftsfähigkeit weiter ab. Im Ruhrgebiet muss mehr passieren im Hinblick auf die Digitalisierung, sagte Kempermann. Auch bei der Wirtschaftskraft und der Dynamik rangierten viele Großstädte der Region, die nach dem Zechensterben im Strukturwandel steckt, auf den hinteren Plätzen.

Mit Blick auf die Quadratmeterpreise überrascht der Spitzenplatz Münchens im Immobilienmarkt-Ranking. Laut Kempermann sei jedoch gerade ein gefragter Wohnungsmarkt ein Indikator für die Attraktivität einer Region. “Die Menschen, die nach München kommen, wollen sich das dann auch leisten”, so der Experte.

Für die jährliche Untersuchung vergleicht die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft die aktuelle Wirtschaftskraft, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven aller kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Verschiedenste Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Lebensqualität wurden analysiert.

Auch bei der Stadtdynamik der vergangenen fünf Jahre liegt München vorne, dahinter Berlin und Ingolstadt. Während Berlin sich im vergangenen Jahr deutlich nach vorne schieben konnte, machte die Hauptstadt in diesem Jahr lediglich einen Platz gut und landet auf dem zweiten Rang. Einen großen Sprung nach vorne machte Wolfsburg, das sich um elf Plätze nach vorne auf Rang fünf verbessern konnte. Kempermann nennt als Grund für den Quantensprung den zwischenzeitlichen Einbruch der Gewerbesteuer durch den Abgasskandal bei Volkswagen. Die drei letzten Plätze belegen Herne, Gelsenkirchen und Salzgitter.

Für die jährliche Untersuchung vergleicht die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft die aktuelle Wirtschaftskraft, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven aller kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Verschiedenste Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Lebensqualität wurden analysiert.

Das Dynamikranking betrachtet Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre, etwa bei Bauaktivitäten. So soll deutlich werden, welche Stadt sich – unabhängig von der ökonomischen Ausgangslage – nach oben (oder unten) bewegt hat.

Kriminalstatistik So gefährlich sind Deutschlands Städte Anzeige Deutlich aufgeholt haben in den vergangenen fünf Jahren einige größere Städte abseits der Metropolen. Die Metropolen sind nicht unbedingt am dynamischsten, sagte Kempermann. So schoben sich Lübeck (17), Jena (18), Koblenz (20), Freiburg (27) und Wuppertal (33) im Dynamik-Ranking um jeweils mehr als zehn Plätze nach vorn.

Bei dem seit 2015 zusätzlich erhobenen Zukunftsindex überzeugt wiederholt eine Stadt, die nur wenige auf dem Zettel haben dürften: Darmstadt. “Darmstadt vereint eine unheimliche Innovationskraft der lokalen Akteure vor Ort”, sagt Kempermann. Die südhessische Wissenschaftsstadt überzeugte rund um Themen wie Innovation, Kreativität und Digitalisierung. Unter den 13 Indikatoren, die das Ranking heranzog, befanden sich etwa Breitbandversorgung, die Häufigkeit der Patentanmeldungen und Forschungsinstitute, die Abiturquote, der Anteil der Hochqualifizierten oder die Zahl der Arbeitnehmer in Zukunftsindustrien. Hinter Darmstadt überzeugten auch Erlangen und Stuttgart. Berlin landete – wie im Vorjahr – auf Rang 14, auch Hamburg und Köln gelangten nicht unter die Top Ten. München kam auf Rang 4. Mit Hamm, Duisburg und Bottrop belegten ausschließlich Städte aus dem Ruhrgebiet die hinteren Plätze.

0 Anzeige Viele Großstädte südlich des Mains sind einer Studie zufolge besonders wirtschaftsstark, dynamisch und gut für die digitale Zukunft gerüstet. Städte im Ruhrgebiet rutschen dagegen weiter ab, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Städtevergleich der Wirtschaftswoche und des Internet-Portals Immobilienscout24 hervorgeht.

Welche Stadt punktet mit Wirtschaftskraft, Dynamik und Zukunftsfähigkeit? Im Vergleich der 71 kreisfreien größeren Städte in Deutschland führt München wie in den Vorjahren die Liste an. Städte im Ruhrgebiet fallen dagegen weiter zurück.

Viele Großstädte südlich des Mains sind einer Studie zufolge besonders wirtschaftsstark, dynamisch und gut für die digitale Zukunft gerüstet. Städte im Ruhrgebiet rutschen dagegen weiter ab, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Städtevergleich der Wirtschaftswoche und des Internet-Portals Immobilienscout24 hervorgeht.

Viele Großstädte südlich des Mains sind einer Studie zufolge besonders wirtschaftsstark, dynamisch und gut für die digitale Zukunft gerüstet. Städte im Ruhrgebiet rutschen dagegen weiter ab, wie aus dem aktuellen Städtevergleich der "Wirtschaftswoche" und des Internet-Portals Immobilienscout24 hervorgeht. "Das Städteranking untersucht die Kriterien, die eine Stadt attraktiv machen", erläuterte Beat Balzli, Chefredakteur der "Wirtschaftswoche".

München landete das sechste Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft, gefolgt wie schon 2017 von Ingolstadt und Stuttgart. Unter den Top zehn der 71 kreisfreien größeren Städte sind auch Erlangen, Wolfsburg, Frankfurt, Regensburg, Ulm, Darmstadt und Würzburg.

Bei der Dynamik verdrängte die bayerische Landeshauptstadt Ingolstadt vom ersten Platz. Berlin arbeitete sich auf den zweiten Rang vor. Vor allem die Start-up-Szene und der Immobilienmarkt entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bundeshauptstadt nach Einschätzung von Hanno Kempermann von IW Consult positiv. Steigende Mieten und Immobilienpreise werden als Zeichen der Attraktivität einer Stadt gewertet.

München landete das sechste Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft, gefolgt wie schon 2017 von Ingolstadt und Stuttgart. Unter den Top Ten der 71 kreisfreien größeren Städte sind auch Erlangen, Wolfsburg, Frankfurt, Regensburg, Ulm, Darmstadt und Würzburg.

Der Aufsteiger unter den Top zehn ist Wolfsburg: Die Autostadt machte zum Vorjahr einen Sprung von 11 Plätzen auf Rang 5. Darmstadt ist als High-Tech-Zentrum der Metropolregion Rhein-Main-Neckar der Studie zufolge weiterhin am besten gerüstet für das digitale Zeitalter, gefolgt von Erlangen, Stuttgart, München und Wolfsburg.

Besonderen Schwung bescheinigte Kempermann Uni-Städten und forschungsstarken Kommunen mit innovativen Branchen wie zum Beispiel Jena mit dem Schwerpunkt Optik. Die Stadt in Thüringen verbesserte sich den Angaben zufolge gleich um 33 Plätze.

Als "Alarmsignal" wertete Kempermann die Entwicklung im Ruhrgebiet. Städte wie Bottrop (Rang 71), Duisburg (70), Hamm (69), Herne (67) Gelsenkirchen (66) sackten der Studie zufolge bei der Zukunftsfähigkeit weiter ab. "Im Ruhrgebiet muss mehr passieren im Hinblick auf die Digitalisierung", sagte Kempermann. Auch bei der Wirtschaftskraft und der Dynamik rangierten viele Großstädte der Region, die nach dem Zechensterben im Strukturwandel steckt, auf den hinteren Plätzen.

Deutlich aufgeholt haben in den vergangenen fünf Jahren einige größere Städte abseits der Metropolen. "Die Metropolen sind nicht unbedingt am dynamischsten", sagte Kempermann. So schoben sich Lübeck (17), Jena (18), Koblenz (20), Freiburg (27) und Wuppertal (33) im Dynamik-Ranking um jeweils mehr als 10 Plätze nach vorn. Damit ist Jena die bestplatzierte Stadt in Ostdeutschland gefolgt von Potsdam. Besonderen Schwung bescheinigte Kempermann Uni-Städten und forschungsstarken Kommunen mit innovativen Branchen, wie zum Beispiel Jena mit dem Schwerpunkt Optik. Die Stadt in Thüringen verbesserte sich den Angaben zufolge gleich um 33 Plätze.

Für die jährliche Untersuchung vergleicht die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft die aktuelle Wirtschaftskraft, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven aller kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Verschiedenste Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Lebensqualität wurden analysiert.