Münchner Polizei blitzt Raser – als der wegen Frau und Baby protestiert, muss ...
Zu schnell gefahren, geblitzt worden – dieses Paar musste trotzdem keine Strafe zahlen
Eine Regel, die eigentlich immer für alle zählt: Wer rast, der muss zahlen. Doch die Polizei machte bei einem Fahrer in München jetzt eine besondere Ausnahme.

München – Es waren 17 Minuten. So schnell waren Sarah Holtz und ihr Mann von ihrem Zuhause in Oberföhring an der Frauenklinik in Gern. Zu schnell! Die Radarfalle am Frankfurter Ring schnappte zu – das Paar hätte zahlen müssen. Doch ihr Töchterchen sorgte dafür, dass die Polizei ausnahmsweise Gnade walten ließ. Was war passiert? 

Wer sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält und geblitzt wird, bekommt einen Bußgeldbescheid – klar, so läuft das normalerweise ab. Das passierte auch einem Mann, der auf dem Frankfurter Ring in München mit 14 Kilometern pro Stunde zu schnell unterwegs war – doch er legte Einspruch ein. Es gab nämlich einen wunderbaren Grund: Zu dem Zeitpunkt, als er geblitzt wurde, war er mit seiner hochschwangeren Frau auf dem Weg ins Krankenhaus. Dort erblickte das Baby nur wenige Minuten später das Licht der Welt. Logisch, dass der werdende Papa da ordentlich auf die Tube gedrückt hat. 

München: Mann wird geblitzt und bekommt Glückwünsche statt Bußgeld

Die 37-Jährige stand am Abend des 19. September kurz vor der Geburt. „Ich bin ganz normal ins Bett gegangen, konnte mir aber vorstellen, dass wir bald in die Klinik müssen.“ Um halb zwei wachte sie auf, hatte Wehen. „Um Viertel vor zwei kamen sie relativ heftig im Zwei-Minuten-Takt.“ Sie rief ihre Schwester an. „Sie ist Hebamme.“ Die entschied: Sarah muss sofort in die Klinik. „Eigentlich hätte mein Vater vorbeikommen sollen, um auf unseren Sohn aufzupassen.“ Doch dafür blieb keine Zeit. Kurzerhand packte ihr Mann den Dreieinhalbjährigen ins Auto, düste mit dem Sohn und der hochschwangeren Frau los. Es war 2.05 Uhr. „Das Navi hat berechnet, dass wir um 2.28 Uhr an der Klinik sind.“ Die Wehen wurden heftiger. Sarahs Mann drückte aufs Gas. Die Tachoanzeige zeigte 80 km/h an, als sie am Frankfurter Ring entlangfuhren – 60 km/h sind dort erlaubt. 2.14 Uhr. Die Radarfalle schnappt zu! „Mein Mann merkte, dass er geblitzt wurde. Er kennt den Blitzer, weil es sein Arbeitsweg ist.“ Egal. Jetzt gab es Wichtigeres. Die Fahrt geht weiter – vorbei am Oberwiesenfeld, über den Georg-Brauchle-Ring und die Dachauer Straße zur Taxisstraße. 2.22 Uhr. Ankunft an der Klinik. „Ich bin sofort hoch in den Kreißsaal.“ Keine Minute zu früh: Um 2.27 Uhr erblickte ihr Töchterchen das Licht der Welt – 13 Minuten nachdem der Gatte in die Radarfalle getappt war. Eine echte Blitz-Geburt! 

Doch geht dieser durchaus plausible Grund auch bei der Polizei durch? Tatsächlich hatte der frischgebackene Papa Glück. Denn die Familie bekam zwar einen Brief von der Polizei Straubing – aber der Bußgeldbescheid wurde fallen gelassen: “Auch die Polizei findet, dass es akut ist, wenn man um 2:14 Uhr am Frankfurter Ring geblitzt wird und das Baby um 2:27 Uhr in Gern auf die Welt kommt”, postete die Mama glücklich auf Twitter. Und das war noch nicht alles: “Wir gratulieren zur Geburt Ihrer Tochter”, stand außerdem in dem Schreiben.

Wenig später erhielt die Familie den Bußgeldbescheid vom Polizeiverwaltungsamt Straubing. „Mein Mann hat sich daraufhin in einem Brief an die Behörde gewandt und die zeitlichen Abläufe beschrieben. Wenn wir später dran gewesen wären, wäre das Kind im Auto gekommen.“ So argumentierte auch die Klinik in einem Bestätigungsschreiben, das das Paar dem Brief beilegte. „Die Antwort der Polizei kam total schnell: Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt! Wir mussten nichts bezahlen.“ Was Sarah besonders freut, war der letzte Satz – ein persönlicher Glückwunsch, der im Anschluss an die bürokratische Mitteilung stand. „Die Polizei hat uns gratuliert! Das war nach der super Geburt das i-Tüpfelchen.“ So sehen das auch Tausende User im Netz: Mehr als 16.000 Gefällt-mir-Herzen hat Sarah auf ihre Veröffentlichung des unkonventionellen Polizei-Schreibens erhalten. Einzelne User übten wiederum Kritik, forderten, dass das Paar das Bußgeld zahlen soll. Ein Sprecher des Polizeiverwaltungsamtes betont, dass das eine „absolute Einzelfallentscheidung“ war. In einer solchen Notsituation hätte eigentlich der Rettungswagen alarmiert werden sollen.

Der Twitter-Post wird im Netzt nun viel diskutiert. Zahlreiche User gratulieren der jungen Familie, einige kritisieren aber auch die Entscheidung, keinen Krankenwagen gerufen zu haben. Die Erlassung des Bußgeldes sei eine “absolute Einzelfallentscheidung”, erklärt die Polizei. Manchmal braucht man eben einfach ein bisschen Glück!

München – Klare Vorschriften, eindeutige Sanktionen: So kennt man die deutschen Behörden. Normalerweise! Eine Geschichte zeigt nun: Auch Beamte haben ein Herz und können manchmal beide Augen zudrücken. 

Was für ein Glückspilz: Ein Mann war in München zu schnell im Auto unterwegs und wurde prompt geblitzt – doch statt das Bußgeld zahlen zu müssen, gratulierte ihm die Polizei auch noch. Was war denn da bitte los?

Was ist passiert? Die Münchner Polizei blitzte einen 40-Jährigen auf dem Frankfurter Ring. Er war 15 km/h zu schnell unterwegs. Kurze Zeit später kam per Post der Bußgeldbescheid vom Polizeiverwaltungsamt in Straubing. 

Auch die Polizei findet, dass es akut ist, wenn man um 2.14 Uhr am Frankfurter Ring geblitzt wird und das Baby um 2.27 Uhr in Gern auf die Welt kommt. pic.twitter.com/4UyoznQDF9

Nun wandte sich der Fahrer an die Behörde. Zwar sei der zu schnell unterwegs gewesen, dafür habe er aber einen guten Grund gehabt. Auf dem Rücksitzbank seines Autos habe seine hochschwangere Frau mit Wehen gesessen. Als Beweis fügte er ein Bestätigungsschreiben des Klinikums hinzu. Dort stand, dass das Kind des Paares um 2:27 Uhr das Licht der Welt erblickte – genau 13 Minuten nachdem der werdende Vater geblitzt wurde.

In einem Antwortschreiben reagierte das Amt und stellte das Ermittlungsverfahren ein. „Wir gratulieren zur Geburt ihrer Tochter“, schließt der Brief ab. Auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks betont ein Sprecher des Polizeiverwaltungsamtes, dass es eine „absolute Einzelfallentscheidung“ war. In einer solchen Notsituation hätte eigentlich der Rettungswagen alarmiert werden sollen, ermahnte der Sprecher. 

Auf Twitter postete die Mutter des Kindes einen Auszug aus dem behördlichen Schreiben. „Auch die Polizei findet, dass es akut ist, wenn man um 2.14 Uhr am Frankfurter Ring geblitzt wird und das Baby um 2.27 Uhr in Gern auf die Welt kommt", schreibt sie dazu  – und muss sich gleich mit Kritik herumschlagen. 

Auch die Polizei findet, dass es akut ist, wenn man um 2.14 Uhr am Frankfurter Ring geblitzt wird und das Baby um 2.27 Uhr in Gern auf die Welt kommt. pic.twitter.com/4UyoznQDF9

In den Kommentaren erklärt sie, dass sie ohne erhöhte Geschwindigkeit laut Navi erst um 2.28 Uhr im Krankenhaus angekommen wären. Dennoch wurde sie im Netz massiv angepflaumt. „Vorschriften gelten für jeden. Punkt, aus. Sie sind nichts Besseres, nur weil Sie gerade werfen und einen Ableger in die Welt setzen“, kommentierte beispielsweise ein Twitter-User aufgebracht. Deshalb sah sich die Mutter genötigt zu betonen, dass es nur eine minimale Geschwindigkeitsüberschreitung war. 

Die Verfasserin des Tweets hat wohl zum einen noch nie die Erfahrung gemacht, wie Wehen von alle 4 Minuten zu minütlich innerhalb von 5 Minuten werden. Und die Verfasserin lebt wohl auch nicht in München, wo 77km/h auf dem Frankfurter Ring eher Standard ist. pic.twitter.com/S1YmswbMCf

Mit ist wirklich rätselhaft wie der Baby-Polizei-Tweet so aus dem Ruder laufen konnte. Aber manche Antworten sind wahre Highlights. Als wäre Mitbewohner 1 mit 120km/h durch München gerast (ich bin mir ziemlich sicher, dass der Einspruch dann anders behandelt worden wäre).

Eine 80-Jährige gab in ihrem VW-Golf mächtig Gummi. Als sie schließlich von der Polizei gestoppt wird, staunt diese nicht schlecht über ihre Begründung.

Da staunten die Polizisten nicht schlecht, als sie Temposünder jagten. Dabei ging ihnen ein ganz dicker Fisch ins Netz, dem nun eine saftige Strafe droht.

Bis der Rettungswagen bei ihm gewesen wäre und die Frau verladen hätte, wäre der werdende Vater bereits mindestens die halbe, wenn nicht sogar ganze Strecke gefahren. Und dann wäre es zu einer Geburt im Rettungswagen gekommen, wo weder das Fahrzeug dafür ausgelegt ist, noch das Personal routiniert ist (ich hab in 15 Jahren Rettungsdiensttätigkeit eine Geburt gehabt). Von daher: alles richtig gemacht!

Herzlichen Glückwunsch zu dem süßen Baby 👶 Mein Best Buddy aus Neusäss bei Augsburg heizt auch immer mit seinem Kanggoo die A8 mit 89 km/h entlang.

Man kann natürlich geteilter Meinung über die Geschichte sein.Worüber man allerdings nicht geteilter Meinung sein kann ist die Art, wie manche meinen in der Anonymität des Internets ihren Standpunkt darstellen zu müssen.Solche Aussagen wie …Sie sind nichts Besseres nur weil Sie gerade werfen und einen Ableger in die Welt setzen…zeugen doch nur von einer gewissen Primitivität und beweisen dass es völlig sinnlos ist mit dem Verfasser überhaupt zu diskutieren, da ein vernünftiges Gespräch nicht möglich sein wird.Die Fähigkeit richtig zu argumentieren, ohne dabei in eine Sprache zu verfallen die man eher bei einem Viertklässler vermuten würde, ist bei immer mehr Leuten abhanden gekommen oder gar nicht entwickelt.

Hallo, wir reden hier über 15 km/h. Schon die Bezeichnung Raser ist eine Frechheit.Bei illegalen Autorennen kann die Polizei nicht viel ausrichten, aber hier wird sich aufgegeilt. Für meine Begriffe hat der junge Mann alles richtig gemacht. Und jeden, der heute so einen Scheiß schreibt, möchte ich sehen, wenn es ihm nicht gut geht. Dann kann es sicher nicht schnell genug gehen.

Wie einige Leute sich in einen selbstzerfressenden Hass steigern, der völlig unverhohlen aus Ihnen heraus bricht, aber dann wohl wie die meisten Münchner mit ca 75-80 km/h über den Ring fahren. Während es für die Eltern augenscheinlich eine Ausnahme darstellen wird, sonst würde man wohl kaum einen Beitrag dazu verfassen. Wir reden hier am Ende von einer OWi und nicht einer Straftat. Meine Glückwünsche an die Eltern mein Mitleid an die von Hass gegeisselten Menschen. Es lebt sich einfacher mit Gelassenheit und Verständnis für seine Mitmenschen auch wenn man mal ein wenig Nachsicht üben muss.

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Mitten in der Nacht rast ein Auto durch München und wird mit 14 km/h zu viel geblitzt. Doch nachdem der Fahrer die Situation erklärt, zeigt sich die Polizei nicht nur verständnisvoll – sie schickt sogar ein Glückwunschschreiben.