Brisante Neuigkeiten zum Wiesn-Toten: Auslöser des Streits jetzt bekannt ...
Wiesngewalt! Erster Toter seit 1995 – Erschlagen hinterm Bierzelt
War womöglich eine Frau Auslöser für den tödlichen Streit vor dem Augustinerzelt? Nach dem Wiesn-Drama kommen nun immer mehr Details ans Licht. 

München – Schreckliches Ende eines Wiesnbesuchs: Thomas M. (58) ist nach einem Streit vor dem Augustinerzelt am Freitagabend gestorben. Er war mit einem Gerüstbauer (42) aneinandergeraten, der ihn niedergeschlagen hatte. Grund für die Auseinandersetzung war offenbar eine Frau. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den vorbestraften 42-Jährigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Am Sonntag erging Haftbefehl. 

Die Auseinandersetzung entwickelte sich kurz nach 22 Uhr im Raucherbereich vor dem Ausgang N1/N2. Der Medienberater Thomas M. aus Fürstenfeldbruck war offenbar alleine auf der Wiesn. Opfer und Angreifer kannten sich wohl nicht. Der Fürstenfeldbrucker soll die Begleiterin des Gerüstbauers angesprochen haben. Das störte den Münchner wohl, so kam es zum Streit. 

„Dann plötzlich bekam der Geschädigte einen wuchtigen Schlag gegen den Kopf“, sagte Robert Bastian (45), Erster Kriminalhauptkommissar von der Mordkommission. Nach dem Schlag ging Thomas M. zu Boden. „Er rappelte sich noch mal auf, brach dann aber wieder zusammen und verlor mehr und mehr das Bewusstsein“, berichtet Bastian. 

Zwei Ärzte, die privat auf der Wiesn waren, halfen ihm sofort. Ein Notarzt begann, das Opfer zu reanimieren. Doch jede Hilfe kam zu spät. Thomas M. starb eine Stunde nach dem Streit im Krankenhaus. Die Obduktion am Samstag ergab: Todesursache war eine Hirnblutung – mit großer Wahrscheinlichkeit eine Folge des Schlags am Augustinerzelt. 

Der etwa 1,90 Meter große Gerüstbauer ist wegen Körperverletzung bereits vorbestraft, er war nach dem Streit sofort in der Menschenmenge verschwunden –  ebenso wie eine Zeugin, die alles beobachtet hatte. Nach einem öffentlichen Aufruf der Polizei meldete sich die Frau sowie weitere Zeugen am Samstagmittag im Präsidium. 

Für die Beamten verdichteten sich die Hinweise darauf, um wen es sich bei dem Schläger handelte. „Er kam uns aber zuvor“, sagt Bastian. „Während wir uns darauf vorbereiteten, ihn festzunehmen, erschien er mit seinem Anwalt im Präsidium.“ Und habe dort eingeräumt, an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein. Auf Anraten seines Anwalts machte der mutmaßliche Täter aber keine weiteren Angaben. 

Die Ermittler gehen nun davon aus, dass es sich nicht um ein vorsätzliches Tötungsdelikt handelt. Als der 42-Jährige flüchtete, sei laut Bastian für ihn nicht erkennbar gewesen, dass sein Opfer schwer verletzt war. Wegen Körperverletzung mit Todesfolge drohen ihm drei bis 15 Jahre Haft. 

Tiefe Betroffenheit herrschte bei Thomas M.s Freunden. „Ich bin geschockt“, sagte Autor Josef Müller aus Fürstenfeldbruck, der das Opfer seit 30 Jahren kannte. „Vor vier Tagen hat der Thomas mir noch eine Nachricht auf den Anrufbeantworter gesprochen. Wir wollten uns heute treffen.“ Doch dazu kam es nicht mehr. „Der Thomas war so nett und charmant“, im Job sei er als Anzeigen-Verkäufer daher sehr erfolgreich gewesen. „Selbst in Stadelheim sagten sie: So einer gehört nicht hierher.“ 

Von 2009 bis Anfang 2018 hatte Thomas M. im Gefängnis gesessen, weil er seine frühere Lebensgefährtin gewürgt hatte. „Nach seiner Entlassung begann er ein neues Leben“, sagt Müller. 

„Er war ein Typ wie Jürgen Drews, nur mit blonden Haaren.“ Seine Mutter habe ihm viel Halt gegeben, sie wohnt gegenüber, nahe des Bahnhofs. Eine Frau oder Freundin hatte M. nicht. „Sein Verlust schmerzt unendlich.“ 

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Mein Freund Thomas M. wurde bei einer Auseinandersetzung vor dem Augustiner-Zelt auf der Wiesn so schwer verletzt, dass er verstarb. R.I.P. Thomas! Mir fehlen die Worte.

München – Diese bewegenden Worte schrieb der bekannte Autor, Ex-Society-Liebling und verurteilte Millionen-Betrüger Konsul Josef Müller (63) online über seinen Kumpel aus Fürstenfeldbruck. Gestern hatte Müller die furchtbare Todes-Nachricht erreicht.

▶︎Anzeigen-Verkäufer Thomas M. (†58) wurde Freitagabend auf der Wiesn im Raucherbereich des Augustiner-Zeltes (Eingang N2) nach einem Streit attackiert – starb kurz darauf.

Der erste Tote auf der Wiesn seit 1995! Damals hatte ein Standlbesitzer einen Besucher geschubst. Der verletzte sich beim Sturz tödlich am Kopf.

Müller ist schockiert: Tragisch, der Thomas war so ein sympathischer Kerl. Ein Sonnyboy. Er hatte schweren Zeiten hinter sich, war wieder auf dem richtigen Weg. Jetzt ist alles zu spät!

Vor dem Augustiner gab es Streit zwischen Thomas M. und einem Münchner Gerüstbauer (42). Möglicherweise drehte es sich um die weibliche Begleitung des Gerüstbauers, so Mordermittler Robert Bastian (45). Der Gerüstbauer schlug M. mit der Faust an den Kopf. Das Opfer ging zu Boden, rappelte sich wieder auf, so Bastian. Der Täter flüchtete.

Kurz darauf sackte der Fürstenfeldbrucker zusammen. Anwesende Ärzte reanimierten ihn. Doch er starb in der Klinik. Der Schlag hatte eine Hirnblutung verursacht.

Am Samstag stellte sich der einschlägig vorbestrafte Täter, gab eine Beteiligung zu, mehr aber nicht.

Der Mann, der einem Wiesn-Gast tödliche Schläge verpasst hat, sitzt in Untersuchungshaft. Er ist vorbestraft ‐ wegen Körperverletzung!

Auch Opfer Thomas M. war nicht ganz unbescholten. Sein Freund Josef Müller: Er war im Gefängnis. Aber er hat die Sache sehr bereut, war geläutert. Thomas M. war 2009 wegen eines Gewaltdeliktes zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden. Aggressiv aufgetreten aber sei er Freitag nicht, so ein Polizist zu BILD.