Bayern München gegen Ajax Amsterdam live im TV, Live-Stream und Live-Ticker
Von der “Realität eingeholt”: Bayern gegen Ajax gefordert | FC Bayern
Wie das ganze Team erwischte auch Jérôme Boateng (30) einen schwarzen Tag beim 0:2 am Freitag in Berlin: Elfer verschuldet, beim zweiten Gegentor schwach verteidigt. BILD-Note 6. Ein Ausrutscher des Bayern-Stars, der in den anderen Saison-Spielen bisher stark verteidigte. Logisch, dass Niko Kovac (46) ihn jetzt nicht hängen lässt.

Nach BILD-Informationen wird der Weltmeister von 2014 am Dienstag (21 Uhr/live bei Sky und DAZN) in der Champions League gegen Ajax Amsterdam spielen. Dieses Mal trifft die Kovac-Rotation in der Innenverteidigung Niklas Süle (23). Er muss für Mats Hummels (29) weichen.

“Vor einer Woche hatte man noch den Eindruck, wir sind unbesiegbar”, unterstreicht Müller: “Jetzt hat uns die Realität ein bisschen eingeholt.” Dass sich diese Bayern-marschiert-durch-Thematik nun erledigt habe, “ist schon mal gut”, erklärt Kimmich, “auch für die Liga”. Der Rechtsverteidiger hält nämlich nichts davon, dass sich so manches Team schon vor dem Spiel geschlagen und sich “ein Alibi” gibt. “Deshalb finde ich es ganz cool, wenn es Julian Nagelsmann vor der Saison offensiv angeht. Lieber sind die Gegner etwas mutiger. Wir müssen die Spiele sowieso gewinnen, egal, mit welcher Einstellung der Gegner kommt.”

Auffällig in dieser Saison: Kovac mischt seine Startaufstellung regelmäßig durch. Gegen Hertha nahm er sechs Änderungen im Vergleich zum 1:1 gegen Augsburg vor. Ging schief!

Ob mutige Hoffenheimer, jagende Augsburger oder disziplinierte Herthaner – es scheint fast so, als wären die Bayern froh über ein bisschen Konkurrenz, ein bisschen Druck. Zumal sie feststellen mussten, dass ihnen der FCA und die Berliner in den jeweiligen 90 Minuten etwas voraushatten. “Im Moment nutzen die Gegner die Chancen, die wir ihnen schenken, eiskalt”, bringt es Kimmich auf den Punkt. Augsburg machte aus zwei Möglichkeiten ein Tor, die Hauptstädter aus vier Chancen zwei. Und die Bayern? Sie erzielten bei 22 Chancen lediglich einen Treffer.

Bayern-Legende Stefan Effenberg (50) fordert im Sport1-Doppelpass: Genau jetzt musst du die Rotation abstellen. Die Situation der Bayern gibt es im Moment einfach nicht her.

Mit mehr Tempo über außen, zielstrebigerem Dringen in den Strafraum – und weniger Geschnörkel, nicht so viel Klein-Klein, wie Trainer Kovac fordert: “Wir müssen noch häufiger aufs Tor schießen und im Sechzehner nicht noch einmal den Nebenmann und noch einmal den Nebenmann suchen.” Diese Verspieltheit, diese fehlende Konsequenz im letzten Drittel und die Ineffizienz seien “im Moment das Einzige, was ich zu bemängeln habe”, so der Chef-Coach, dessen Team bis vor dem Augsburg-Spiel noch als unaufhaltsam galt.

Kovac hadert derzeit vor allem mit der Zielstrebigkeit seiner Spieler. Der Trainer: Wir müssen öfters aufs Tor schießen, nicht dann im Sechzehner nochmal und nochmal versuchen, den Gegner auszufummeln. Daran werden wir arbeiten. Wir haben die Chancen. Was uns fehlt, sind die Tore. Aber das wird besser werden. Das kann ich garantieren.

“Wie immer”, sagt Joshua Kimmich, “haben wir die Tore nicht gemacht. Wir waren einfach nicht zwingend genug. Das ist kein Einstellungsproblem, wir haben einfach nicht die Lösungen gefunden.” Thomas Müller, der dieselbe Problematik anspricht, vermisst zudem vor dem gegnerischen Tor ein bisschen “das Spielglück”. Davon will Kimmich nichts wissen, wenn er betont: “Ich glaube nicht, dass das alles Pech ist. Wir müssen es uns schon wieder erarbeiten.” Mit “es” meint der 23-Jährige das Erfolgserlebnis.

Ein guter Zeitpunkt, um sich für das wichtige Liga-Spiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Gladbach warmzuschießen: Das Champions-League-Heimspiel am Dienstag gegen Ajax Amsterdam.

Das 1:1 gegen den FC Augsburg galt als unglücklich. Man hatte sich ja genug Chancen herausgespielt und die Partie dominiert, hieß von Seiten des FC Bayern. Drei Tage später in Berlin standen die Münchner vor demselben Problem. Erneut kam das Team von Trainer Niko Kovac zu elf guten Möglichkeiten. Diesmal aber blieben alle ungenutzt. Die Bayern kassierten ihre erste Saisonniederlage und schlagen erstmals ein bisschen Alarm.

Das Prädikat unschlagbar ist dahin: Die Niederlage in Berlin will sich der FC Bayern "nicht gefallen lassen". Die nächsten beiden Klassiker gegen Ajax und Gladbach bestimmen nun das erste Zwischenfazit für die Amtszeit von Niko Kovac.

Warum tut sich der FC Bayern plötzlich mit dem Toreschießen so schwer? Joshua Kimmich glaubt nicht, “dass das alles Pech ist” – findet aber in den jüngsten Rückschlägen sogar etwas Gutes.

Berlin/München (dpa) – Die Schlagbar-Bayern sind gereizt. Die erste kleine Leistungsdelle unter dem neuen Coach Niko Kovac soll sich für die Münchner keinesfalls zum größeren herbstlichen Tief steigern.

„Wir müssen häufiger aufs Tor schießen und im Sechzehner nicht noch einmal den Nebenmann und noch einmal den Nebenmann suchen.“Niko Kovac

"Vor einer Woche hatte man noch den Eindruck, wir sind unbesiegbar. Jetzt hat uns ein bisschen die Realität eingeholt", konstatierte Thomas Müller nach der verdienten 0:2-Niederlage bei Hertha BSC und forderte eine Reaktion für das Champions-League-Duell mit Ajax Amsterdam. "Wer uns kennt, der weiß, dass uns das richtig ärgert und wir deswegen Richtung Dienstag Gas geben."

Erstmals seit mehr als einem Jahr auswärts kein eigenes Tor geschossen, wie zur gleichen Zeit der Vorsaison zwei Pflichtspiele in Serie ohne Sieg, die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga vorerst an Borussia Dortmund verloren. Die Gesamtsituation stellt sich zwar längst nicht so dramatisch wie zur Endphase des gescheiterten Carlo Ancelotti Ende September 2017 dar, dennoch muss der Rekordmeister gewarnt sein.

Wie schon nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt an gleicher Stelle sprach vor allem Joshua Kimmich Klartext. Der Rechtsverteidiger trat in der Rolle als Mahner auf. «Ich glaube nicht, dass das alles Pech ist, wir müssen es uns auch wieder erarbeiten, weil wir die Vielzahl an Chancen nicht machen und hinten die Fehler machen», betonte der 23-Jährige kurz vor der Abfahrt aus dem Olympiastadion. «Das hatten wir in der letzten Saison auch schon. Das ist dann einfach auch eine Sache von Qualität.»

Der FC Augsburg beim 1:1 mit seiner laufintensiven Mann-gegen-Mann-Taktik und die Berliner durch ihre spielerischen Nadelstiche über die Außen haben binnen drei Tagen gleich zwei Blaupausen geliefert, wie die zuletzt übermächtig erscheinenden Bayern doch zu knacken sind.

Bloss nicht den FC Bayern provozieren! Diese Vorgabe ihres Chefs Hans-Joachim Watzke beherzigten bei Borussia Dortmund auch nach dem Sprung an die Tabellenspitze alle. «Nichts Besonderes» sei die Tabellenführung, sagte Trainer Lucien Favre nach dem mitreissenden 4:2 (0:2) bei Bayer Leverkusen. Und Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspieler-Abteilung, erklärte: «Wir nehmen das gerne mit. Aber für Kampfansagen ist es zu früh.»

"Die, die den FC Bayern kennen, wissen, dass wir uns das nicht gefallen lassen und wir alles tun werden, damit wir wieder erfolgreich sind", betonte Kovac. Ansonsten ging er mit seinen Verlierern in seiner Geburtsstadt allerdings überraschend sanft um und schob seine erste Niederlage als Münchner Coach lediglich auf den erneut mangelhaften Umgang mit Chancen.

Erstmals seit mehr als einem Jahr auswärts kein eigenes Tor geschossen, wie zur gleichen Zeit der Vorsaison zwei Pflichtspiele in Serie ohne Sieg geblieben und die Tabellenführung in der Fussball-Bundesliga vorerst an Borussia Dortmund verloren: Die Gesamtsituation erinnert an die Endphase unter dem gescheiterten Carlo Ancelotti Ende September 2017, als die Bayern allerdings schon mit fünf Zählern hinter dem BVB lagen.  

Ein Sieg gegen Amsterdam und gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag würde vor der Länderspielpause das erste Zwischenfazit seiner Amtszeit dennoch positiv ausfallen lassen – andernfalls dürfte sich der Ton wohl verschärfen.

So unternahm Kovac vor dem zweiten Königsklassen-Auftritt dieser Saison nach dem 2:0 bei Benfica Lissabon auch keine außergewöhnlichen Maßnahmen. Nach dem freien Tag am Sonntag beginnt wie geplant die kurze Vorbereitung auf das zweite Vorrundenspiel gegen Ajax, das zum Auftakt AEK Athen ebenfalls souverän mit 3:0 bezwungen hatte.

"Jetzt hat's uns in zwei Spielen erwischt, wir werden aber auch wieder unsere Tore machen", kündigte Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer an. Wie schon nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt an gleicher Stelle sprach vor allem Joshua Kimmich Klartext. Der Rechtsverteidiger trat in der Rolle als Mahner auf.

Trotzdem ist der BVB aktuell der grosse Hoffnungsträger der Liga, nun da er die Gunst der Stunde nach Münchens 0:2 bei Hertha BSC nutzte. Denn als ernsthafter Dauer-Gegner kommen wohl nur die Dortmunder in Frage, obwohl sich nach dem Sieg im Direktduell aktuell auch Hertha Berlin punktemässig auf Augenhöhe mit den Münchnern befindet.

"Ich glaube nicht, dass das alles Pech ist, wir müssen es uns auch schon wieder erarbeiten, weil wir die Vielzahl an Chancen nicht machen und hinten die Fehler machen", betonte der 23-Jährige kurz vor der Abfahrt aus dem Olympiastadion. "Das hatten wir in der letzten Saison auch schon. Das ist dann einfach auch eine Sache von Qualität."

Am siebten Spieltag der vorigen Spielzeit lagen die Bayern sogar schon mit fünf Zählern hinter Dortmund, das nun mit einem Punkt Vorsprung wieder die Spitze übernommen hat. Und so wertete Kimmich mit einem Augenzwinkern zumindest positiv, dass nun die öffentliche Debatte um die vermeintlich unschlagbaren Bayern ein Ende gefunden hat. "Ja, das ist doch schon mal gut", sagte der Nationalspieler. "Für die Liga ist es schon mal gut."