FC Bayern München: News und Transfergerüchte zum FCB - Für Sammer ist ...
Matthias Sammer sieht Joshua Kimmich als möglichen nächsten Kapitän des FC Bayern
Warum tut sich der FC Bayern plötzlich mit dem Toreschießen so schwer? Joshua Kimmich glaubt nicht, “dass das alles Pech ist” – findet aber in den jüngsten Rückschlägen sogar etwas Gutes.

Das 1:1 gegen den FC Augsburg galt als unglücklich. Man hatte sich ja genug Chancen herausgespielt und die Partie dominiert, hieß von Seiten des FC Bayern. Drei Tage später in Berlin standen die Münchner vor demselben Problem. Erneut kam das Team von Trainer Niko Kovac zu elf guten Möglichkeiten. Diesmal aber blieben alle ungenutzt. Die Bayern kassierten ihre erste Saisonniederlage und schlagen erstmals ein bisschen Alarm.

“Wie immer”, sagt Joshua Kimmich, “haben wir die Tore nicht gemacht. Wir waren einfach nicht zwingend genug. Das ist kein Einstellungsproblem, wir haben einfach nicht die Lösungen gefunden.” Thomas Müller, der dieselbe Problematik anspricht, vermisst zudem vor dem gegnerischen Tor ein bisschen “das Spielglück”. Davon will Kimmich nichts wissen, wenn er betont: “Ich glaube nicht, dass das alles Pech ist. Wir müssen es uns schon wieder erarbeiten.” Mit “es” meint der 23-Jährige das Erfolgserlebnis.

„Wir müssen häufiger aufs Tor schießen und im Sechzehner nicht noch einmal den Nebenmann und noch einmal den Nebenmann suchen.“Niko Kovac

Kimmich, gerade einmal 23 Jahre alt, hat sich in kürzester Zeit zu einem der absoluten Leistungsträger der Bayern entwickelt. In den letzten Wochen und Monaten gab er nach unzufriedenstellenden Leistungen immer wieder den Mahner – sowohl im Verein als auch in der deutschen Nationalmannschaft. Gegen Berlin war der Rechtsverteidiger noch einer der Besten, bekam von der AZ die Note 3.

Mit mehr Tempo über außen, zielstrebigerem Dringen in den Strafraum – und weniger Geschnörkel, nicht so viel Klein-Klein, wie Trainer Kovac fordert: “Wir müssen noch häufiger aufs Tor schießen und im Sechzehner nicht noch einmal den Nebenmann und noch einmal den Nebenmann suchen.” Diese Verspieltheit, diese fehlende Konsequenz im letzten Drittel und die Ineffizienz seien “im Moment das Einzige, was ich zu bemängeln habe”, so der Chef-Coach, dessen Team bis vor dem Augsburg-Spiel noch als unaufhaltsam galt.

“Vor einer Woche hatte man noch den Eindruck, wir sind unbesiegbar”, unterstreicht Müller: “Jetzt hat uns die Realität ein bisschen eingeholt.” Dass sich diese Bayern-marschiert-durch-Thematik nun erledigt habe, “ist schon mal gut”, erklärt Kimmich, “auch für die Liga”. Der Rechtsverteidiger hält nämlich nichts davon, dass sich so manches Team schon vor dem Spiel geschlagen und sich “ein Alibi” gibt. “Deshalb finde ich es ganz cool, wenn es Julian Nagelsmann vor der Saison offensiv angeht. Lieber sind die Gegner etwas mutiger. Wir müssen die Spiele sowieso gewinnen, egal, mit welcher Einstellung der Gegner kommt.”

Nach der Niederlage gegen Hertha BSC gibt Joshua Kimmich (erneut) den Mahner und findet dabei klare Worte. Ein Experte sieht ihn in der Zukunft mit der Kapitänsbinde am Arm.

Ob mutige Hoffenheimer, jagende Augsburger oder disziplinierte Herthaner – es scheint fast so, als wären die Bayern froh über ein bisschen Konkurrenz, ein bisschen Druck. Zumal sie feststellen mussten, dass ihnen der FCA und die Berliner in den jeweiligen 90 Minuten etwas voraushatten. “Im Moment nutzen die Gegner die Chancen, die wir ihnen schenken, eiskalt”, bringt es Kimmich auf den Punkt. Augsburg machte aus zwei Möglichkeiten ein Tor, die Hauptstädter aus vier Chancen zwei. Und die Bayern? Sie erzielten bei 22 Chancen lediglich einen Treffer.

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Auf der Münchner Theresienwiese bot sich am Freitagabend ein längst vergessenes Schauspiel. Links eine halbleere Maß Bier, rechts ein Stück angeknabberte Breze. In der Mitte ein eingefleischter Bayern-Fan. Alleine am Biertisch, die Hände stützen das schwere Kinn, ein enttäuschter Blick in die Leere. “Wir müssen einen Wiesn-Besucher im Bayern-Trikot moralisch aufbauen und ihm Trost zusprechen”, twitterte die Münchner Polizei wenige Minuten nach dem Abpfiff im Berliner Olympiastadion. Seit 28 Spielen hatten die Bayern während des Oktoberfests nicht mehr verloren. Acht Jahre lang waren der Mia-san-Mia-Mentalität zur Wiesn-Zeit keine Grenzen gesetzt.

Matthias Sammer hat auch nach der ersten Niederlage des FC Bayern München in der Bundesliga bei Hertha BSC am Freitag lobende Worte für Rechtsverteidiger Joshua Kimmich gefunden. Der TV-Experte von Eurosport sieht in dem 23-Jährigen den kommenden Kapitän des Rekordmeisters.

Philipp Max hat sich zu seiner Zeit in der Jugend des FC Bayern geäußert und seine damalige Situation als “schwierig” bezeichnet. Außerdem sprach der Linksverteidiger des FC Augsburg über seine Chancen auf eine Nominierung für die Nationalmannschaft. “Ich habe einfach nicht mehr so den Spaß am Fußball gefunden, weil es mir abgesehen vom Fußball auch privat einfach nicht so gut ging”, sagte Max beim Instagram-Talk “Split It” auf Sport1 über seine Zeit in München. Dazu hätten auch die ständigen Vergleiche mit seinem Vater Martin (Stürmer bei 1860 München, Anm. d. Red.) beigetragen.

Zwar konnte auch Kimmich das 0:2 in Berlin nicht verhindern, Sammer lobte ihn aber dennoch für seinen unermüdlichen Einsatz: “Joshua Kimmich ist ein Mentalitätsspieler. Er wird früher oder später Kapitän, ein Führungsspieler bei den Bayern und auch bei der Nationalmannschaft”, ist der 51-Jährige überzeugt.

Bayern München ist angeblich an am französischen Nationalspieler Florian Thauvin von Olympique Marseille interessiert. Einem Bericht der Ouest France zufolge ist der 25-Jährige an der Isar ein Kandidat dafür, langfristig die Nachfolge der Flügelflitzer Franck Ribery oder Arjen Robben anzutreten. Demnach könnte schon bald ein Angebot für Thauvin in Marseille eingehen. Billig wäre eine Verpflichtung für die Münchner allerdings nicht, rief Olympique-Präsident Jacques-Henri Eyraud doch kürzlich einen Preis von 80 Millionen Euro für seinen Offensivstar aus.

Welche Attribute Sammer darüber hinaus an dem “intelligenten, spielstarken Spieler” schätze? “Die charakterlichen Fähigkeiten bringt er ohnehin mit. Du musst diesen Ehrgeiz in dir haben. Du musst immer nach dem Höchsten streben”.

Hertha BSC hat dank einer bärenstarken und cleveren Leistung einen Überraschungs-Coup gelandet und Titelverteidiger Bayern München unter Trainer Niko Kovac die erste Bundesliga-Niederlage beigebracht. Die Berliner feierten einen etwas glücklichen, aber verdienten 2:0 (2:0)-Sieg und schlossen in der Tabelle zu Spitzenreiter München auf. Werder Bremen, Borussia Dortmund und theoretisch auch Borussia Mönchengladbach können am Wochenende noch vorbeiziehen.

Joshua Kimmich will Verantwortung übernehmenKimmich reagierte im Anschluss an die Partie zurückhaltend: “Es ist jetzt nicht so, dass ich mir gesagt habe, ich will jetzt Führungsspieler sein. Aber ich weiß, dass man alleine keine Spiele gewinnen kann, also versuche ich die anderen durch meine eigene Leistung mitzureißen”, machte der 23-Jährige sein Selbstverständnis deutlich.

Vertreter des FC Bayern sollen Stürmer Krzysztof Piatek vom italienischen Erstligisten FC Genua gescoutet haben. Dies berichtet transfermarkt.de . Demnach hätten Beobachter des FCB den 23 Jahre alten Stürmer beim 2:0 in der Serie A gegen Chievo unter die Lupe genommen. Piatek ist in Italien der Shootingstar der Saison und hat bereits zehn Pflichtreffer in sechs Partien erzielt. Der Vertrag des Polen bei Genoa läuft noch bis 2022.

Dass gestandene Spieler über mehr Erfahrung verfügen, hindere Kimmich daher auch nicht daran, ihnen seine Meinung zu sagen: “Ich glaube auf dem Platz sollte man mit jedem auf Augenhöhe sein. Man sollte keine Angst haben, einem Thomas Müller oder Jerome Boateng etwas zu sagen. Das ist wichtig für unser Spiel.”