Tödliches Rennen in Moers: Fahrer war mit Freunden unterwegs - Westdeutsche Zeitung
Illegales Autorennen in Moers: Neue Details
Moers (NRW) – Noch immer schweigen die beiden Männer, die sich am 22. April in Moers ein tödliches Autorennen geliefert haben sollen. Jetzt aber wurde bekannt: In einem der beiden Wagen saßen noch drei Beifahrer. Sie haben Aussagen gemacht.

▶︎ Bei dem mutmaßlichen Rennen war an Ostermontag der Citroen einer unbeteiligten Frau (43) gerammt worden. Sie starb. Der Unfallfahrer, vermutlich Kushtrim H. (21), soll nach dem Crash davongehumpelt sein. Nach einer öffentlichen Fahndung stellte sich Kushtrim H..

Auch in dem anderen Wagen saß ein junger Mann (21). Aber nicht alleine, sondern mit drei Freunden, wie jetzt bekannt wurde. Die Drei hätten letztlich ausgesagt, wer an jenem Abend den Range Rover lenkte.

Jetzt sitzt der Raser von Moers in Untersuchungshaft. Ein Richter am Amtsgericht erließ am Mittwoch Haftbefehl wegen Mordes.

Sema S. (43) starb, weil sich zwei Männer am Ostermontag mutmaßlich ein Autorennen geliefert haben.

Über das mutmaßliche Rennen selbst heißt es in einem Bericht der NRW-Landesregierung für den Innenausschuss: Es bestünden Zweifel, dass der Range Rover so stark beschleunigt wurde wie der Mercedes, der bei einem Überholmanöver in den Citroen der zweifachen Mutter Sema S. krachte. Kushtrim H., der keinen Führerschein hat, sitzt in Untersuchungshaft. Mordverdacht!

Der Range Rover-Fahrer sei nach dem Unfall erst weitergefahren und habe sich dann zunächst in einem Garten versteckt. Sein Bruder, der das Auto normalerweise nutze, habe das Fahrzeug am Abend bei der Polizei als gestohlen gemeldet. Gegen ihn werde wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt, gegen den Fahrer selbst wegen Verdachts der Teilnahme an einem illegalen Autorennen.

Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Das teilte die Staatsanwaltschaft Kleve auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die drei hätten letztlich ausgesagt, wer bei dem mutmaßlichen Rennen am Ostermontag in einem Wohngebiet in Moers am Steuer saß.

In einem Bericht der NRW-Landesregierung für den Innenausschuss hieß es am Mittwoch, bislang stütze sich der Tatverdacht gegen den Mann lediglich auf Zeugenaussagen. Die Staatsanwaltschaft gab auf Nachfrage an, dass es sich bei den Zeugen um Freunde eines Fahrers handele. Gegen den 21-Jährigen werde wegen Verdachts der Teilnahme an einem illegalen Autorennen ermittelt.

Es bestünden Zweifel, dass er so stark beschleunigt habe, wie der Unfallfahrer, durch den eine 43-jährige Frau ums Leben gekommen sein soll. Der genaue Ablauf des Tatgeschehens sei Gegenstand der andauernden Ermittlungen. Dagegen steht der Unfallfahrer unter Mordverdacht, er sitzt in Untersuchungshaft. Die gleichaltrigen Beschuldigten haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft bisher geschwiegen.

Bei einem Überholmanöver soll der mutmaßliche Unfallfahrer, der keinen Führerschein hat, mit dem Kleinwagen der 43-Jährigen zusammengestoßen sein als sie an einer Kreuzung in die Straße einbog. Der Beschuldigte sei erst weitergefahren und habe sich dann zunächst in einem Garten versteckt. Sein Bruder, der das Auto normalerweise nutze, habe das Fahrzeug am Abend bei der Polizei als gestohlen gemeldet. Gegen ihn werde wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt.