Blutiger Streit in Moers: 18-Jähriger mit Messer verletzt - RP Online
17-Jähriger stirbt nach Streit um Handy an Stichverletzungen
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In der Herzog-Wilhelm-Straße, in der Münchner Altstadt, kam es am Karfreitag zu der tödlichen Auseinandersetzung.

Am Karfreitag war es zwischen zwei Gruppen junger Leute zum Streit gekommen. Dabei beschuldigte eine Vierergruppe, darunter auch der spätere Täter, den 17-Jährigen, Handyaufnahmen von ihnen gemacht zu haben. Der 20-jährige Afghane aus dieser Gruppe schüttete seine Getränkedose über dem 17-Jährigen aus. Die jungen Männer fingen an zu rangeln, dabei ging das Handy des späteren Opfers zu Bruch. Er wollte seinen Kontrahenten zur Rede stellen, woraufhin der 21-jährige Afghane ihn und seinen 18-jährigen Begleiter mit einem spitzen Gegenstand Stiche und Schnitte zufügte. Der 17-Jährige kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, wo er am Freitag starb.

Martin Bernstein, Jahrgang 1964, beobachtet die Sicherheitslage in München. Dazu gehören die klassischen Aufgaben eines Polizeireporters, aber auch und ganz besonders die “politisch motivierte Kriminalität”, wie das im Polizeijargon heißt. Wenn zwischendurch Zeit ist, unternimmt er – wofür hat man schließlich studiert? – gerne mal Ausflüge in die Historie oder die Kunstgeschichte. Und in der Freizeit dorthin, wohin sonst nur der Blick vom SZ-Hochhaus aus schweift: in die bayerischen Berge. Mehrere Bücher in der SZ-Edition sind aus diesen Exkursen in den vergangenen Jahren entstanden. Der gebürtige Oberpfälzer ist seit 1991 Redaktionsmitglied. Nach Stationen in Dachau und Fürstenfeldbruck kam er nach München, um von dort aus zunächst als Ressortleiter die Landkreise der Region, später dann in verschiedenen Funktionen die Stadt im Auge zu behalten, in der er lebt.

München (dpa/lby) – Ein 17-Jähriger ist in München seinen schweren Stichverletzungen erlegen, die er an Ostern nach einem Streit um ein Handy erlitten hatte. Der Jugendliche war damals in der Münchner Altstadt von einem 21-Jährigen niedergestochen worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war einen Tag zuvor der mutmaßliche Täter mithilfe eines Europäischen Haftbefehls im Großraum Paris verhaftet worden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Totschlags gegen den 21-jährigen Afghanen. Auch dessen 20-jähriger Begleiter, ebenfalls ein Afghane, konnte bei Paris festgenommen werden. Gegen ihn war Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen worden.

Bayern:Nach Streit um Handy erliegt 17-Jähriger Stichverletzungen

Der Schüler, der am Karfreitag nach einem Streit in der Innenstadt niedergestochen worden war, ist am Freitag seinen schweren Verletzungen erlegen. Einen Tag zuvor hat die Polizei nach einer internationalen Fahndung den mutmaßlichen Täter gefasst – in Frankreich. Es handelt sich um einen 21-Jährigen. Sein Opfer wurde nur 17 Jahre alt. Der Streit mit schrecklichen Folgen hatte begonnen, als zwei Gruppen junger Leute zufällig aufeinander trafen und einer von ihnen glaubte, von dem 17-Jährigen mit dem Handy gefilmt worden zu sein.

Die Auseinandersetzung ereignete sich in der Herzog-Wilhelm-Straße in der Münchner Altstadt. Fünf junge Leute, unter ihnen der 17-jährige Schüler, wollten dort an einer Tankstelle Leergut abgeben. Unterwegs trafen sie auf zwei junge Männer und deren zwei Begleiterinnen. Wegen der angeblichen Handyaufnahmen warf ein 20-Jähriger eine geöffnete Getränkedose nach dem Schüler. Daraufhin kam es zu einem Gerangel, bei dem das Handy des 17-jährigen Bosniers zu Boden fiel. Weil der Bildschirm des Mobiltelefons dabei kaputtging, wollte der Schüler seinen Kontrahenten zur Rede stellen.

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Ein Freund, 18, kam mit. Wieder kam es zu einem Handgemenge, bei dem der Schüler und sein Freund durch Schläge verletzt wurden. Plötzlich stach dann der 21-Jährige mit einem spitzen Gegenstand zu. Ob es sich bei der Tatwaffe um ein Messer handelte, konnte die Polizei am Sonntag noch nicht sagen. Beide Opfer gingen blutend zu Boden, der 17-Jährige verlor sofort das Bewusstsein. Offenbar hatte der Stich seine Halsschlagader verletzt. Verzweifelt versuchten seine Freunde, die Blutungen zu stillen. Unter laufender Reanimation kam der Jugendliche in eine Klinik. Zwei Wochen lang galt sein Zustand als äußerst kritisch. Am Freitag starb der Schüler.

Der mutmaßliche Haupttäter, sein Begleiter sowie die zwei Mädchen flohen nach der Auseinandersetzung. Schon bald hatte die Polizei aber eine Spur. Wie sie auf den jetzt festgenommenen 21-Jährigen kam, einen Afghanen, der 2016 nach Deutschland geflohen und in einer Unterkunft im Landkreis Starnberg gemeldet war, wollte die Polizei nicht verraten. Üblicherweise spielen dabei aber Aufnahmen von Videokameras und Recherchen in sozialen Netzwerken eine Rolle. Außerdem waren die Gesuchten für die Polizei keine Unbekannten.

Seit die beiden jungen Männer in Deutschland sind, sind sie mit mehreren Körperverletzungen, Diebstählen und Drogendelikten auffällig geworden. Die entscheidenden Hinweise kamen jedenfalls nicht von ihren Begleiterinnen. Trotz der Schwere der Tat, und obwohl sie als Zeuginnen öffentlich gesucht wurden, meldeten sich die zwei 17-jährigen Münchnerinnen nicht bei der Polizei.

Schnell war den Ermittlern klar: Der Tatverdächtige und sein 20 Jahre alter Freund aus dem Landkreis München, auch er ein afghanischer Flüchtling, könnten versuchen, das Land zu verlassen. Offenbar verfügten sie über Kontakte ins Ausland. Die Staatsanwaltschaft erließ daraufhin einen europäischen Haftbefehl. Am Donnerstag wurde der 21-Jährige von französischen Polizisten im Großraum Paris festgenommen, einen Tag später auch sein Freund. Der Fahndungserfolg ist laut Polizei “einer hervorragenden Zusammenarbeit” mit der Polizei des Nachbarlandes zu verdanken. Die beiden Männer warten nun auf ihre Auslieferung.

In der Regel berichtet die SZ nicht über ethnische, religiöse oder nationale Zugehörigkeiten mutmaßlicher Straftäter. Wir weichen nur bei begründetem öffentlichen Interesse von dieser im Pressekodex vereinbarten Linie ab. Das kann bei außergewöhnlichen Straftaten wie Terroranschlägen oder Kapitalverbrechen der Fall sein oder bei Straftaten, die aus einer größeren Gruppe heraus begangen werden (wie Silvester 2015 in Köln). Ein öffentliches Interesse besteht auch bei Fahndungsaufrufen oder wenn die Biografie einer verdächtigen Person für die Straftat von Bedeutung ist. Wir entscheiden das im Einzelfall und sind grundsätzlich zurückhaltend, um keine Vorurteile gegenüber Minderheiten zu schüren.