Tatverdächtiger nach mutmaßlichem Autorennen von Moers in Haft - Westdeutsche Zeitung
Moers: Tote nach illegalem Autorennen – 21-Jähriger stellt sich nach Fahndung
Video starten, abbrechen mit Escape Raser von Moers stellt sich. WDR aktuell. 30.04.2019. 01:27 Min.. WDR.

Im Fall des tödlichen mutmaßlichen Autorennens von Moers sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ein Richter hat am Mittwoch (01.05.2019) einen Haftbefehl wegen Mordes verkündet, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Laut Staatsanwaltschaft ist der Mann bereits zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten. Außerdem soll er keinen Führerschein besitzen. Er ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis, sagte Staatsanwalt Sebastian Noé zur Rheinische Post. Der Unfallwagen ist zugelassen auf seinen Vater. Wir ermitteln deshalb auch gegen den Vater wegen Zulassens des vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Moers: Raser stellt sich nach mutmaßlichem Autorennen

Der 21-Jährige war am Dienstagnachmittag in Begleitung seines Rechtsanwaltes bei der Polizei erschienen. Zuvor war öffentlich mit einem Fahndungsfoto nach ihm gesucht worden. Die Staatsanwaltschaft sagte, dass er zuvor bereits “strafrechtlich in Erscheinung getreten” sei.

Am Ostermontag sollen sich an der Bismarckstraße in Moers abends zwei Fahrer von PS-starken Autos ein illegales Rennen geliefert haben. Der aufgemotzte Mercedes von Kushtrim H. hatte den kleinen Citroën von Sema S. von der Straße geschossen. Im Krankenhaus erlag die Familienmutter ihren schweren Verletzungen.

Der Mann steht laut Polizei im Verdacht, an Ostermontag an einem illegalen Autorennen in Moers beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll er in den Gegenverkehr gefahren und mit dem Wagen einer 43-Jährigen zusammengestoßen sein. Anschließend soll er zu Fuß geflüchtet sein. Die Frau kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, wo sie drei Tage später starb.

Der zuständige Staatsanwalt sagte der “Rheinischen Post”, der 21-Jährige besitze keinen Führerschein. Der Wagen sei auf den Vater zugelassen gewesen, gegen den nun auch ermittelt werde.

Den mutmaßlichen Fahrer des anderen beteiligten Fahrzeugs konnte die Polizei ebenfalls ermitteln. Er äußere sich zur Zeit nicht bei der Polizei und lasse sich von einem Anwalt vertreten, heißt es. Gegen ihn werde wegen des Verdachtes eines illegalen Autorennens ermittelt.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Montag den Namen und Fotos des 21-jährigen Kosovaren veröffentlicht und damit den Fahndungsdruck erhöht. Die Ermittler hatten nicht ausgeschlossen, dass der mutmaßliche Täter Deutschland bereits verlassen hatte.

Illegales Autorennen? Gedenkveranstaltung für Todesopfer | mehr Wie NRW Raser zur Rechenschaft zieht | mehr Neuer Abschnitt Stand: 01.05.2019, 12:01

Wohnort und Nationalität dieses Tatverdächtigen wurden zunächst nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft hat laut Noé derzeit keine Erkenntnisse, dass sich die beiden Fahrer vor dem Rennen kannten.

Der 21-jährige Autofahrer, der in Moers für den Tod einer Frau verantwortlich sein soll, hat sich gestellt. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl wegen Mordes vor. (Quelle: dpa)

Moers: Der 21-jährige Autofahrer, der für den Tod einer Frau verantwortlich sein soll, hat sich gestellt. (Quelle: dpa)

Eine Frau ist bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Nach einer Öffentlichkeitsfahnung stellte sich ein 21-Jähriger, der den Unfall bei einem illegalen Rennen verursacht haben soll. 

Es handelte sich vermutlich um ein illegales Autorennen: Am Ostermontag kollidierte eine 43-Jährige mit einem Wagen, der mutmaßlich an einem Rennen beteiligt war. Die unbeteiligte Frau erlag ihren schweren Verletzungen. Am Dienstag hat sich ein 21-jähriger Verdächtiger gestellt. Die Polizei hatte seit Montag öffentlich mit einem Foto nach dem Kosovaren gefahndet. Er soll am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden, teilten die Ermittler am Dienstag in Nordrhein-Westfalen mit.

H. hatte seinen Wagen zurückgelassen und war zu Fuß davon gehumpelt. Der Mann im zweiten Auto war einfach weitergefahren.

Im Rahmen der Ermittlungen habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den Kushtrim H. ergeben, teilten die Behörden am Montag in Duisburg mit. Der Vorwurf gegen H. lautet demnach auf Teilnahme an einem illegalen Autorennen mit Todesfolge. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am Montagnachmittag, der Verdächtige würde wegen Mordes gesucht. 

 H. soll sich vor dem Zusammenprall ein Rennen mit dem Fahrer eines weiteren Fahrzeugs geliefert haben und dabei auf der Fahrspur für den Gegenverkehr gefahren sein. Beide Raser hatten zunächst die Flucht ergriffen.

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.