Mutmaßliches Autorennen in Moers: 21-Jähriger muss wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft - RP Online
Moers: Tote nach illegalem Autorennen – 21-Jähriger stellt sich nach Fahndung
Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Um 11.08 Uhr am 1. Mai führen Justizbeamte den Tatverdächtigen aus einem Hinterausgang am Amtsgericht Moers zum Gefangenentransporter, der ihn in eine Justizvollzugsanstalt bringen wird. Der 21-Jährige trägt Fußfesseln und hat eine Weste über dem Kopf, damit er nicht erkannt wird. Kurz zuvor hat ihm ein Haftrichter den Haftbefehl wegen Mordes verkündet und die Untersuchungshaft angeordnet. Der Mann hatte sich nach einer großangelegten Fahndung am Dienstag selbst gestellt. Ob er sich zu den Vorwürfen äußert, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage nicht.

Der 21-Jährige steht im Verdacht, sich als Fahrer eines Mercedes am Ostermontagabend mit dem Fahrer eines Range Rover ein Autorennen auf der Bismarckstraße in Moers-Meerbeck geliefert zu haben. Dabei soll er laut Polizei auf der Fahrspur für den Gegenverkehr gefahren sein. Sein Wagen kollidierte demnach mit dem Auto einer 43-Jährigen. Beide Autofahrer hatten nach dem Unfall zunächst die Flucht ergriffen. Die unbeteiligte Autofahrerin starb am vergangenen Donnerstag an ihren schweren Verletzungen. 

Laut Staatsanwaltschaft ist der Mann bereits zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten. Außerdem soll er keinen Führerschein besitzen. Er ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis, sagte Staatsanwalt Sebastian Noé zur Rheinische Post. Der Unfallwagen ist zugelassen auf seinen Vater. Wir ermitteln deshalb auch gegen den Vater wegen Zulassens des vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Am Dienstag hatte sich der 21-Jährige der Polizei gestellt. Nach Angaben der Duisburger Polizei war er um 15.15 Uhr in Begleitung seines Rechtsanwalts ins Polizeipräsidium gekommen. Nach Informationen unserer Redaktion besitzt er keinen Führerschein. Die Ermittler kamen dem 21-Jährigen durch zahlreiche detaillierte Zeugenaussagen auf die Spur. Allerdings konnten ihn die Polizisten weder telefonisch erreichen, noch an bekannten Adressen antreffen. Daher hatte die Staatsanwaltschaft Kleve einen Gerichtsbeschluss für die Öffentlichkeitsfahndung nach dem Verdächtigen erwirkt.

Der 21-jährige Autofahrer, der in Moers für den Tod einer Frau verantwortlich sein soll, hat sich gestellt. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl wegen Mordes vor. (Quelle: dpa)

Kushtrim H. (21) wurde mit Haftbefehl wegen Mordes gesucht. Der Mercedesfahrer stellte sich um 15.15 Uhr in Begleitung seines Rechtsanwaltes bei der Polizei Duisburg. Er wird derzeit vernommen, teilte die Polizei nach BILD-Anfrage mit. Am Mittwoch soll er dem Haftrichter vorgeführt werden.

Moers: Der 21-jährige Autofahrer, der für den Tod einer Frau verantwortlich sein soll, hat sich gestellt. (Quelle: dpa)

Eine Frau ist bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Nach einer Öffentlichkeitsfahnung stellte sich ein 21-Jähriger, der den Unfall bei einem illegalen Rennen verursacht haben soll. 

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Montag den Namen und Fotos des 21-jährigen Kosovaren veröffentlicht und damit den Fahndungsdruck erhöht. Die Ermittler hatten nicht ausgeschlossen, dass der mutmaßliche Täter Deutschland bereits verlassen hatte.

Es handelte sich vermutlich um ein illegales Autorennen: Am Ostermontag kollidierte eine 43-Jährige mit einem Wagen, der mutmaßlich an einem Rennen beteiligt war. Die unbeteiligte Frau erlag ihren schweren Verletzungen. Am Dienstag hat sich ein 21-jähriger Verdächtiger gestellt. Die Polizei hatte seit Montag öffentlich mit einem Foto nach dem Kosovaren gefahndet. Er soll am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden, teilten die Ermittler am Dienstag in Nordrhein-Westfalen mit.

Im Rahmen der Ermittlungen habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den Kushtrim H. ergeben, teilten die Behörden am Montag in Duisburg mit. Der Vorwurf gegen H. lautet demnach auf Teilnahme an einem illegalen Autorennen mit Todesfolge. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am Montagnachmittag, der Verdächtige würde wegen Mordes gesucht. 

Moers (NRW) – Sema S. (43) starb, weil sich zwei Männer am Ostermontag mutmaßlich ein Autorennen geliefert haben. Jetzt stellte sich einer der Raser der Polizei.

 H. soll sich vor dem Zusammenprall ein Rennen mit dem Fahrer eines weiteren Fahrzeugs geliefert haben und dabei auf der Fahrspur für den Gegenverkehr gefahren sein. Beide Raser hatten zunächst die Flucht ergriffen.

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Nach einem Autorennen in Moers, bei dem eine Unbeteiligte (43) ums Leben kam, hat die Polizei zwei Verdächtige ermittelt.

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