Tödlicher Verkehrsunfall in Moers: Polizei fahndet mit Foto nach 21-Jährigem - t-online.de
Fahndung in Moers: Todesraser Kushtrim Hoti mit Haftbefehl gesucht
Die Unfallstelle in Moers: Eine 43-Jährige kollidierte mit dem Wagen eines Rasers, der offenbar an einem illegalen Rennen teilnahm. Die Frau verstarb. (Quelle: dpa)

Am Ostermontag ist eine unbeteiligte Frau bei einem illegalen Autorennen ums Leben gekommen. Nun fahndet die Polizei mit einem Foto nach einem jungen Kosovaren. 

Nordrhein-Westfalen: Mutmaßliches Autorennen mit Todesfolge – zwei Verdächtige ermittelt

Nach dem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang vom Ostermontag fahndet die Polizei nun per Öffentlichkeitsfahndung nach einem Tatverdächtigen. Im Rahmen der Ermittlungen habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den 21-jährigen kosovarischen Staatsbürger Kushtrim Hoti ergeben, teilten die Behörden an diesem Montag in Duisburg mit. Bei dem illegalen Rennen in der Stadt Moers war eine unbeteiligte 43-jährige Frau getötet worden.

Illegales Autorennen in Moers: Polizei veröffentlicht Foto von flüchtigem Kosovaren

Der Vorwurf gegen Hoti lautet demnach auf Teilnahme an einem illegalen Autorennen mit Todesfolge. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am Montagnachmittag, der Verdächtige würde wegen Mordes gesucht.

Die 43-jährige Autofahrerin war nach Polizeiangaben am vergangenen Donnerstag gestorben, nachdem sie am Abend des Ostermontags mit dem Auto eines der beiden mutmaßlichen Raser zusammengeprallt war. Dabei hatte sie schwere Verletzungen davongetragen. 

 Hoti soll sich vor dem Zusammenprall ein Rennen mit dem Fahrer eines weiteren Fahrzeugs geliefert haben und dabei auf der Fahrspur für den Gegenverkehr gefahren sein. Beide Raser hatten zunächst die Flucht ergriffen.

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Bei einem mutmaßlichen Autorennen starb in Moers eine unbeteiligte Frau. Nun ermitteln die Behörden wegen Mordverdachts. Einen Tatverdächtigen hat die Polizei bereits vernommen, ein anderer wird gesucht.

Die Polizei hat nach einem mutmaßlichen Autorennen am Ostermontag in Moers, bei dem eine unbeteiligte Frau ums Leben kam, zwei Verdächtige ermittelt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kleve sagte, zwei Autofahrer stünden unter Verdacht.

Einer der beiden sei bereits vernommen worden, sagte Staatsanwalt Sebastian Noé. Er ließ offen, ob sich der Mann äußert. Nach dem zweiten werde gesucht: “Wir versuchen, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln.” Ob er sich einfach nur an einem unbekannten Ort aufhalte oder auf der Flucht sei, “das wissen wir nicht”. Noé korrigierte vorherige Angaben der Behörde, wonach beide Tatverdächtigen flüchtig seien.

Zwei Raser sollen sich in PS-starken Autos auf einer nach Angaben der Staatsanwaltschaft “schmalen Straße” in Moers ein illegales Autorennen geliefert haben. Einer der beiden soll dabei laut Zeugenaussagen versucht haben, seinen Kontrahenten zu überholen und auf die Gegenspur gefahren sein, wo er mit dem Wagen der 43-Jährigen kollidierte. Die beiden Raser flüchteten vom Unfallort. Eine Mordkommission ermittelt in dem Fall.

Zunächst waren die Halter der Fahrzeuge festgenommen worden, sie kamen aber wieder frei. “Wir wissen inzwischen, dass die Halter sehr wahrscheinlich nicht die Fahrer waren”, sagte der Sprecher.

Am Wochenende gedachten mehr als 200 Menschen der tödlich verunglückten Frau. Die trauernden Menschen legten Blumen an der Unfallstelle nieder.

Das mutmaßliche Rennen in Moers erinnert an andere Fälle – etwa an die sogenannten Kudamm-Raser in Berlin. Die beiden Männer waren im Februar 2016 mit überhöhter Geschwindigkeit über den Kurfürstendamm gefahren, ein unbeteiligter 69-Jähriger kam dabei ums Leben.

Das Berliner Landgericht verurteilte die Männer im März 2019 wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Fahrer den Tod des Rentners billigend in Kauf genommen hatten. Das erste Mordurteil gegen einen Raser war Wochen zuvor in Hamburg bestätigt worden.