Nach Raserunfall in Moers: Bismarckstraße zeitweise sperren? - NRZ News
Moers: Mutmaßliches Autorennen – Frau lebensgefährlich verletzt
Das Auto der Frau wurde gegen zwei andere Autos geschleudert, die Frau selbst schwerst verletzt. Die 43-Jährige schwebt weiter in Lebensgefahr.

Moers.   Drei Tage nach einem Unfall in Moers ist eine 43-Jährige am Donnerstag ihren Verletzungen erlegen. Ursache war vermutlich ein illegales Rennen.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, schwebt die verletzte 43 Jahre alte Autofahrerin nach wie vor in Lebensgefahr. Zeugen hatten berichtet, dass sie beim Abbiegen auf der Kreuzung Bismarckstraße/Donaustraße mitten in ein illegales Autorennen geriet. Die Unfallverursacher, die mit hoch motorisierten Autos unterwegs waren, sollen mit hohem Tempo durch Meerbeck gerast sein. Ein Wagen soll dabei auf der Fahrspur des Gegenverkehrs gefahren sein. Anhand des Kennzeichens konnten die Halter ermittelt werden. Die Duisburger Mordkommission hat nun die Aufgabe zu ermitteln, wer tatsächlich hinter dem Steuer saß. Zwei Duisburger, jeweils 22 Jahre alt, wurden am Dienstag vorläufig festgenommen und verhört – dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Wie RP erfuhr, leugnen die Halter, gefahren zu sein.

Drei Tage nach dem schweren Unglück in Meerbeck ist das Unfallopfer verstorben. Dies hat Oberstaatsanwalt Günter Neifer am Donnerstagabend auf Anfrage der Redaktion bestätigt. Noch am Nachmittag hatte es vonseiten der Polizei geheißen, die Frau sei in ein anderes Krankenhausverlegt worden und sie schwebe weiter in Lebensgefahr.

Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Nach dem schweren Unfall nach einem mutmaßlichem Autorennen auf der Bismarckstraße sucht Polizei jetzt eine Erst-Helferin, die am Ostermontag, 22. April, gegen 21.50 Uhr dem lebensgefährlich Unfallopfer geholfen hat. Die Zeugin soll zuvor im Bereich der Bahngleise mit einem Kleinwagen hinter einem weißen Range Rover unterwegs gewesen sein. Die Unbekannte wird gebeten, sich beim Duisburger Kriminalkommissariat (KK) 11 unter Telefon 0203 280-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Die 43-Jährige war, wie berichtet, am Ostermontag mit ihrem Wagen beim Abbiegen von der Donau- in die Bismarckstraße in ein mutmaßliches illegales Autorennen an der Bismarckstraße geraten.

Eine Reihe von Zeugen hat sich bei der Polizei gemeldet, nicht jedoch die Zeugin, die dem Unfallopfer geholfen hatte. Die Mordkommission bittet sie nach wie vor, sich bei ihr (0203/2800) oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Unterdessen zeigt sich das für Meerbeck zuständige Ratsmitglied Anja Reutlinger empört über die offenbar weiter Unbelehrbaren in der Raserszene. Ich hoffe, die werden ordentlich verknackt, erklärte die SPD-Politikerin auf Anfrage.

Zwar habe sich die Situation auf der Lindenstraße nach dem Einbau von Hindernissen entspannt. Dennoch gebe es immer wieder Probleme mit Rasern, wobei Reutlinger an einen Autounfall Ende Februar an der Blücherstraße mit drei Verletzten erinnert. Freilich war da nur ein Pkw im Spiel, um ein illegales Rennen handelte es sich nicht.

Für Wohnquartiere fordert Reutlinger den Einbau von Schwellen in den Fahrbahnen. Dass dies an großen Sammelstraßen nicht möglich ist, weiß Anja Reutlinger auch. Für die Bismarckstraße hat sie deshalb einen radikaleren Vorschlag: Dann müssen wir sie zeitweise sperren.

Bei einem mutmaßlichen Autorennen in Moers ist eine unbeteiligte Autofahrerin gerammt und lebensgefährlich verletzt worden. Die beiden Raser sollen nach dem Unfall geflüchtet sein, ohne sich um die verletzte 43-Jährige zu kümmern, erklärte die Polizei am Dienstag. Eine Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

Nach bisherigen Ermittlungen hatten sich zwei Autofahrer am Montagabend ein illegales Rennen geliefert. Beide beschleunigten laut Zeugen stark und fuhren nebeneinander. Einer der beiden sei auf der Fahrspur für den Gegenverkehr unterwegs gewesen und habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, als die 43-Jährige mit ihrem Wagen auf die Straße einbogen sei. Die beiden Autos kollidierten.

Der Fahrer sei aus seinem beschädigten Wagen gestiegen und davongehumpelt. Der zweite mutmaßliche Raser habe rechtzeitig abbremsen können. Er sei nach dem Unfall weitergefahren. Wer am Steuer der schnellen Autos saß, war zunächst unklar. Die Polizei wollte die Halter der beiden Wagen befragen.

Am sogenannten Carfreitag startet die Tuningsaison. Die Szene trifft sich zu Zehntausenden und zeigen, was an ihren Autos besonders ist. Doch einigen reicht das so nicht und liefern sich illegale Autorennen.

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Nach bisherigen Ermittlungen hatten sich zwei Autofahrer am Montagabend ein illegales Rennen geliefert. Beide beschleunigten laut Zeugen stark und fuhren nebeneinander. Einer der beiden sei auf der Fahrspur für den Gegenverkehr unterwegs gewesen und habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, als die 43-Jährige mit ihrem Wagen auf die Straße einbogen sei. Die beiden Autos kollidierten.

Der Fahrer sei aus seinem beschädigten Wagen gestiegen und davongehumpelt. Der zweite mutmaßliche Raser habe rechtzeitig abbremsen können. Er sei nach dem Unfall weitergefahren. Wer am Steuer der schnellen Autos saß, war zunächst unklar. Die Polizei wollte die Halter der beiden Wagen befragen.