Nach Bombendrohanruf im Movie Park, Täter gefasst
Festnahme nach Bombendrohung im Movie Park in Bottrop
Stundenlange Polizeiarbeit, 11  000 enttäuschte Besucher und Kosten im sechsstelligen Bereich. Manche Anrufe haben böse Folgen …

Bottrop – Das bekommt jetzt ein junger Mann (19) zu spüren: Mit einer telefonischen Bombendrohung soll er Ende Oktober den Movie Park in Bottrop lahmgelegt haben. Motiv: Wut und Eifersucht!

Ein anonymer Anruf geht im Freizeitpark ein. Die Stimme in der Leitung droht, eine Bombe auf dem Gelände hochgehen zu lassen. Sofort läuft die Maschinerie eines Großeinsatzes an: Der gesamte Movie Park, in dem gerade ein Halloween-Event stattfindet, muss geräumt werden. Feuerwehr und Rettungskräfte unterstützen die Polizei. 11  000 Besucher müssen enttäuscht den Heimweg antreten.

Kurz vor Mitternacht dann die Entwarnung. Eine Polizeisprecherin damals: Die Ermittlungen ergaben, dass es keine konkrete Gefährdung gab und dass die Inhalte in dem Warnanruf frei erfunden waren.

Zunächst wurden keine weiteren Besucher in den Park gelassen, parallel schloss die Parkleitung nach und nach die einzelnen Fahrgeschäfte und räumte die Themengebiete im Park. Gegen 21.15 Uhr verließen die letzten Besucher den Park. Parallel dazu stellten Feuerwehr, DRK und Technisches Hilfswerk sicherheitshalber Rettungsfahrzeuge an der Feldhausener Straße in Bereitschaft.

Auch einen Verdacht hat die Polizei schnell. Hintergrund des Anrufs könnte sein, dass aufgrund privater Streitigkeiten Besuchern des ‚Movie Parks der Abend verdorben werden sollte”, heißt es weiter in einer Erklärung.

Neben dem Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten kommen auf den jungen Mann jetzt Schadenersatzansprüche zu. Die Parkleitung hatte sich noch am Abend der Räumung ausdrücklich zivilrechtliche Schritte vorbehalten. Neben der Feuerwehr hat auch die Polizei angekündigt, für den Einsatz eine Rechnung zu schreiben.

Nach einer Bombenwarnung hat die Polizei den Movie Park Germany in Bottrop geräumt. In der Nacht gab es Entwarnung.

Jetzt bestätigte sich der Verdacht. Der Anrufer wurde ermittelt und hat ein Geständnis abgelegt. Es handelt sich um einen jungen Essener (19). Sein Smartphone und die SIM-Karte wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellt.

Allein die Feuerwehr Bottrop hat an jenem Abend wegen der Drohung 20 Fahrzeuge nach Feldhausen geschickt, sagt Feuerwehrsprecher Christoph Lang. Dazu kamen noch die Einheiten des DRK und des Technischen Hilfswerks. Wir haben noch keine Rechnung geschrieben, aber sie wird sicherlich fünfstellig ausfallen.

Er gestand, einem Mann und dessen Begleitung den gemeinsamen Abend im Freizeitpark nicht gegönnt zu haben. Offenbar kam ihm vor Eifersucht jede Vernunft abhanden und er griff zum Hörer.

Bottrop.   Ein 19-Jähriger Essener hatte die Räumung des Movie Parks ausgelöst. Der Parkbetreiber, Polizei und Feuerwehr kündigen hohe Rechnungen an.

Ein kurzer Moment des Kontrollverlustes, der ihm etliche Jahre Kosten und Ärger einhandeln dürfte. Neben einem Strafverfahren prüfen alle Beteiligten, welche Kosten ihm in Rechnung zu stellen sind. Vorsichtig geschätzt könnte es sich um einen sechsstelligen Betrag handeln.

Ein 19-Jähriger soll dafür verantwortlich sein, dass Tausende Menschen einen Freizeitpark im Ruhrgebiet verlassen mussten. In seiner Vernehmung räumte der junge Essener die Tat ein.

Zwei Wochen nach der Schließung des Bottroper Movie Parks wegen einer Bedrohung hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der 19-Jährige soll telefonisch Anspielungen auf eine mögliche Bombe gemacht haben, wie die Ermittler mitteilten.

Eigentlich sollte im Movie Park Germany ein “Halloween Horror Festival” stattfinden, doch aufgrund des Anrufs wurde der Park frühzeitig geschlossen. Der Anrufer selbst habe nicht gedroht, sondern nur einen Hinweis gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Dieser führte zu einem Großeinsatz der Polizei. 11.000 Besucher sollten den Park verlassen.

Der Verdacht gegen den jungen Mann aus Essen hatte sich der Polizei zufolge im Laufe der Ermittlungen erhärtet, Ermittler durchsuchten am Donnerstag seine Wohnung. Die Beamten stellten nach eigenen Angaben ein Smartphone und eine Sim-Karte sicher. Der Beschuldigte räumte den Drohanruf demnach ein. Er habe mit dem Anruf eine ihm nahestehende Person treffen wollen, die er zu der Zeit im Movie Park vermutete.