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DEL-Playoffs, Finale 4: Adler Mannheim nach Gala beim EHC München kurz vor Titel | Adler Mannheim
Dritte Niederlagen in fünf Tagen: Der EHC München muss nach dem 0:4 gegen Mannheim am kommenden Freitag unbedingt gewinnen, um das Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft am Leben zu halten.

Christian Winkler hat als Manager des EHC Red Bull München eine prominente Rolle beim Serien-Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) inne. Öffentlich tritt er aber nur selten in Erscheinung, da der österreichische Eigentümer die Devise verfolgt, beinahe ausschließlich Spieler und Trainer sprechen zu lassen. Am Mittwochabend gab Winkler eines seiner seltenen Interviews. In der ersten Drittelpause des vierten Finalspiels zwischen dem EHC und den Mannheimer Adlern plauderte er über das intensive Spiel und gab am Ende einen Tipp ab: “3:1 für uns.” 0:0 stand es da.

Drei Tore in 126 Sekunden: Adler ziehen davon

Als Winkler das improvisierte TV-Studio neben der Eisfläche verließ, kamen die Spieler bereits wieder aufs Eis zurück. Das zweite Drittel begann. Nicht einmal sechs Spielminuten später hatte eine Mannschaft tatsächlich drei Treffer erzielt – allerdings war es nicht Winklers. Die Mannheimer zogen mit einem Dreifachschlag auf 3:0 davon, wovon sich der EHC nicht mehr erholte. Zwischen den drei Treffern vergingen nur etwas mehr als zwei Minuten. Das 0:4 (0:0, 0:3, 0:1) war die dritte Münchner Niederlage binnen fünf Tage, der EHC liegt nun in der Best-of-seven-Serie mit 1:3 Spielen zurück. Am Freitag muss er in Mannheim gewinnen, um die Serie am Leben zu halten. Ansonsten ist er nach drei Meisterschaften in Serie entthront. “Es ist jetzt natürlich eine Herkulesaufgabe”, sagte Münchens Patrick Hager, “aber wir werden versuchen, am Freitag zurückschlagen.”

Die Münchner waren geschockt, eine kurze Mannheimer Drangphase hatte dem Titelverteidiger nach einem guten Beginn entnervt. Red Bull war dezimiert in das Duell gegangen, neben etlichen länger Verletzten kehrte auch Spielmacher Mark Voakes nach einer Verletzung aus Spiel zwei wieder nicht zurück. Mannheim musste auf Nationalspieler Sinan Akdag verzichten, der am Montag einen Kniecheck abbekommen hatte.

Nachdem er in den vorangegangenen Partien den Start verschlafen hatte, war der EHC diesmal zu Beginn hellwach und deutlich aktiver als in den Spielen zuvor. Beide Teams schraubten die Intensität in der ohnehin packenden Finalserie noch einmal hoch. Stellvertretend dafür stand Hager, der alleine in seinem ersten Wechsel drei Checks setzte. Top-Chancen gab es auf beiden Seiten: Eine von Münchens Tobias Eder abgefälschte Scheibe ging an den Pfosten (4.), auf der Gegenseite rettete EHC-Profi John Mitchell auf der eigenen Torlinie gegen den einschussbereiten Chad Kolarik (6.). Zwei Minuten später brachte Mauer Mannheims Torhüter Dennis Endras mit einer schicken Bewegung ins Wanken, setzte die Scheibe aber neben das Tor. Ex-Nationalspieler Rick Goldmann sagte am Mikrofon von Sport 1, er könne sich nicht erinnern, wann er ein DEL-Spiel auf so hohem Niveau erlebt habe.

“Wir waren nicht wachsam, haben die Scheibe nicht rausbekommen”, sagte Münchens Stürmer Yasin Ehliz in der zweiten Pause bei Magenta Sport zu den verhängnisvollen 126 Sekunden. Die letzten Hoffnungen auf ein Comeback zerstörte Plachta mit seinem Tor zum 4:0 unter die Schoner von aus den Birken durch. Der Olympia-Zweite hatte genug und ging frustriert vom Eis – das Spiel war da bereits entschieden.

Die Münchner mussten wie am Montag verletzungsbedingt auf ihren Playoff-Topscorer Mark Voakes verzichten. Trevor Parkes, der in Spiel drei bereits nach zweieinhalb Minuten eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt bekommen hatte, war wieder von Beginn an dabei. EHC-Trainer Don Jackson hatte all seine Angriffslinien durcheinandergewürfelt und Ryan Button in den Sturm versetzt. Bei den Adlern fehlte Nationalspieler Sinan Akdag, der am Montag von Parkes am Knie erwischt worden war. Für den Verteidiger rückte Cody Lampl ins Aufgebot. Die Münchner waren im Startdrittel die spielbestimmende Mannschaft, dennoch verdankten sie es ihrem Torhüter Danny aus den Birken, dass sie nicht mit einem Rückstand in die erste Pause gingen. Der Nationaltorhüter vereitelte nach einem Querpass eine gewaltige Chance von Tommi Huhtala (15.).

Innerhalb von 2:06 Minuten sorgten die Gäste von Coach Pavel Gross im zweiten Drittel für die Vorentscheidung. Zunächst erzwangen sie einen Scheibenverlust im Münchner Drittel, den Lampl nutzte. Kurz danach setzte Smith nach einer Einzelaktion den Puck an Torwart aus den Birken vorbei in den Winkel. Und dann stocherte Hungerecker die Hartgummischeibe zum 3:0 über die Linie.

Im Mitteldrittel kam Mannheim besser aus der Kabine und setzte seinen Dreifach-Stich. Erst traf der arg freistehende Lampl (24.), dann beförderte Benjamin Smith die Scheibe aus spitzem Winkel über aus den Birkens rechte Schulter (25.), zum Abschluss bugsierte Phil Hungerecker sie aus kurzer Distanz über die Linie (26.). Damit schien der Münchner Widerstand gebrochen zu sein, das Spiel des Meisters war nun zerfahren und beruhte oft auf Einzelaktionen. “Wir waren nicht wachsam”, sagte Yasin Ehliz später zu den verhängnisvollen zwei Minuten und sechs Sekunden. Für die endgültige Entscheidung sorgte Matthias Plachta mit dem 4:0 nach 92 Sekunden des Schlussdrittels, Kevin Reich ersetzte aus den Birken daraufhin.

Im Kampf um die deutsche Eishockey-Meisterschaft haben die Adler Mannheim Titelverteidiger Red Bull München erneut entnervt und sind nur noch einen Erfolg vom Silberpokal entfernt. Das Team von Trainer Pavel Gross feierte am Mittwoch auswärts ein 4:0 (0:0, 3:0, 1:0) und damit den dritten von vier nötigen Siegen in der Finalserie, in der es nun 3:1 steht.

Münchens größtes Problem bleibt die Offensiv-Ausbeute. Nur drei Tore gelangen dem Meister der vergangenen drei Jahre in den ersten vier Finalspielen. Bereits im Halbfinale gegen Augsburg hatte der EHC einige Probleme mit dem Toreschießen. Da lag es hauptsächlich daran, dass er seine Chancen selten nutzte. Gegen die körperlich beeindruckenden Adler tut er sich mit Ausnahme des Auftaktdrittels am Mittwoch nun schwer, überhaupt zu guten Chancen zu kommen. “Wir wissen, dass wir zur Zeit nicht so viele Tore schießen”, hatte Münchens Kapitän Michael Wolf vor Spiel vier gesagt. “Dann müssen wir einfach hinten gut stehen.” Das misslang in der Anfangsphase des Mitteldrittels gewaltig. Manager Winkler hatte auch darauf verwiesen, dass man in einer Best-of-seven-Serie “erst einmal vier Spiele gewinnen” müsse. Mannheim ist davon nur noch einen Schritt entfernt.

Am Freitagabend (19.30 Uhr) können die Adler in eigener Halle ihren achten Meistertitel perfekt machen. Die verletzungsbedingt dezimierten Münchner brauchen dagegen ein kleines Wunder, um doch als erste Mannschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) viermal nacheinander Champion zu werden.

Das war meisterlich! Nach einem furiosen Mittelabschnitt holen die Adler Mannheim gegen den EHC Red Bull München den ersten Matchpuck der Final-Serie.

Cody Lampl (24. Minute), Ben Smith (25.) und Phil Hungerecker (26.) mit einem Dreierpack innerhalb von zwei Minuten sowie Nationalspieler Matthias Plachta (42.) sorgten für die Tore der Gäste. Die Hausherren von Erfolgscoach Don Jackson blieben offensiv einmal mehr zu harmlos.

Der Traum vom achten Meistertitel könnte schon in zwei Tagen in Erfüllung gehen! Am Mittwoch (24. April) gewinnen die Adler Mannheim das vierte Final-Spiel beim EHC Red Bull München deutlich mit 4:0 und sichern sich den ersten Matchpuck der Serie. Somit müssen die Blau-Weiß-Roten nur noch eine Partie für sich entscheiden, um den amtierenden Titel-Träger München vom DEL-Thron zu stoßen. 

Spiel fünf findet am Freitag (26. April/19:30 Uhr) in der Mannheimer SAP Arena statt. Dort haben am Mittwoch beim Public Viewing fast 5.000 Adler-Fans mitgefiebert.

“Die fünf Minuten im zweiten Spieldrittel waren natürlich spielentscheidend. Da haben die Jungs gut Gas gegeben und die Chancen reingemacht. Wir haben am Freitag ein wichtiges Spiel vor der Brust und brauchen wieder so ein Spiel wie heute. Dann sehen wir ob wir es rumreißen können oder nicht. Es ist immer eine Riesen-Schlacht”, sagte Adler-Goalie Dennis Endras nach dem Spiel im Interview mit SPORT1.

Bei den Adlern gibt es im Lineup eine Veränderung: Für Sinan Akdag beginnt Cody Lampl, der erstmals in den Playoffs zum Einsatz kommt. Beide Teams sind sofort auf Betriebstemperatur und sorgen für eine unterhaltsame Anfangsphase. Hohes Tempo, kaum Unterbrechungen, viele Chancen – das erste Drittel ist ein Leckerbissen für jeden Eishockey-Fan.

John Mitchell (6.) verhindert auf der Linie die Gäste-Führung, im Gegenzug rettet Dennis Endras nach einem Schuss von Frank Mauer (8.). Auch EHC-Goalie Danny aus den Birken kann sich bei einer Großchance von Tommi Huhtala (15.) auszeichnen. Die Hausherren zeigen ihre bisher beste Final-Leistung. Nichtsdestotrotz geht es torlos in die Kabinen.

Im Mittelabschnitt fallen dann die Tore – und wie! Innerhalb von 126 Sekunden erspielen sich die Adler eine 3:0-Führung. Cody Lampl (24.), Ben Smith (25.) und Phil Hungerecker (26.) sorgen für Ekstase im Adler-Block. Der Meister ist angeknockt und kann in der Folge kaum Akzente setzen. Zu stabil steht die Defensive der Gäste.

Zu Beginn des letzten Drittels die Entscheidung. Matthias Plachta (42.) tunnelt aus den Birken, der nach dem vierten Gegentor aus dem Tor genommen wird, und erhöht auf 4:0 für Mannheim. Da der EHC in der Schlussphase mehrmals in Überzahl ist, muss Endras noch das ein oder andere Mal eingreifen, doch der Adler-Goalie ist in dieser Saison einfach in absoluter Topform und hält seinen Kasten sauber.

Cody Lampl brachte die Adler nach einem ausgeglichenen ersten Drittel vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle in der 24. Minute in Führung. Kurz darauf erhöhten Benjamin Smith (25.) und Phil Hungerecker (26.) sogar auf 3:0 – und das alles in spektakulären 126 Sekunden. Matthias Plachta (42.) machte schließlich alles klar.

Schluss! Die Adler Mannheim gewinnen deutlich mit 4:0 und sichern sich den ersten Matchpuck der Final-Serie.

45. Minute: Kurz bevor Larkin zurückkommt, muss Münchens Stajan (Beinstellen) auf die Strafbank.

Nachdem Plachta in Spiel drei bereits nach fünf Sekunden für die Mannheimer Führung gesorgt und das schnellste Tor der DEL-Geschichte erzielt hatte, ließen sich die Kontrahenten diesmal Zeit – obwohl es in einem offenen, schnellen und wilden Spiel im ersten Drittel Chancen zuhauf gab. 

43. Minute: EHC-Coach Don Jackson reagiert und nimmt aus den Birken vom Eis, Kevin Reich hütet jetzt das Tor der Hausherren.

Die Gäste-Fans durften dann aber schnell über Tore jubeln, als die entschlossenen Adler mit einem furiosen Start ins zweite Drittel kurzen Prozess machten und davon zogen. Der EHC hatte den Mannheimern, die zuletzt 2015 Meister wurden, in dieser Phase kaum etwas entgegen zu setzen. 

42. Minute: Mit was starten wir am besten in ein Drittel? Mit einem TOOOOR FÜR DIE ADLER! Eisenschmid bedient Plachta, der aus den Birken tunneln kann – 0:4!

Zweite Pause in München – was für ein Drittel! Innerhalb von 126 Sekunden erspielen sich die Adler Mannheim eine 3:0-Führung. Lampl, Smith und Hungerecker können sich in die Torschützenliste eintragen. Gleich geht es weiter mit dem letzten Drittel.

Doch entweder waren die Nationaltorhüter Danny aus den Birken (München) und Dennis Endras (Mannheim) zur Stelle oder es fehlte bei insgesamt 30 Versuchen die Genauigkeit. Pech hatte allerdings Red-Bull-Verteidiger Keith Aulie, der nur den Pfosten traf (5.).

36. Minute: München kann nach vorne nicht mehr so viele Akzente setzen wie im ersten Drittel. Die Adler-Defensive steht sehr stabil.

30. Minute: Nach einer Rudelbildung werden Strafen verteilt: Hungerecker, Lehtivuori, Andy Eder (2+2) und Button werden wegen übertriebener Härte belangt. 

27. Minute: Diese Treffer haben gesessen, München ist völlig von der Rolle. Dabei hat der EHC hier im ersten Drittel seine bisher beste Final-Leistung gezeigt.

26. Minute: TOOOR FÜR DIE ADLER! Was ist denn hier los? Krämmer bringt die Scheibe aufs Tor, im Fallen drückt Hungerecker den Puck über die Linie. 

26. Minute: Der EHC wird hier zu Beginn des zweiten Drittels richtig kalt erwischt, Mannheim spielt sich in einen Rausch!

25. Minute: Nächste Ticker-Meldung, nächstes TOOOOOR FÜR DIE ADLER!!! Nur 44 Sekunden nach dem Tor von Lampl narrt Smith die EHC-Abwehr und macht das 2:0. Starke Einzelaktion.

24. Minute: TOOOOR FÜR DIE ADLER!! Ausgerechnet Lampl, der erstmals in den Playoffs zum Einsatz kommt, bringt die Gäste in Führung. Über die Stationen Desjardins und Wolf kommt der Puck zum Verteidiger, der aus zentraler Position in die Maschen trifft.

Pause in München: Das ist bisher ein richtig unterhaltsames Final-Spiel! Gute Chancen gibt es auf beiden Seiten, auf das erste Tor müssen wir aber noch warten. Wir melden uns gleich mit dem zweiten Drittel wieder.

18. Minute: Aus den Birken wehrt einen Fernschuss von Katic nach vorne ab, den Abpraller kann aber kein Adler-Spieler nutzen.

15. Minute: Konterchance für die Adler: Adam macht einen EHC-Verteidiger nass und spielt quer zu Huhtala, der am glänzend aufgelegten aus den Birken scheitert.

11. Minute: Hohes Tempo, kaum Unterbrechungen, viele Chancen. Das vierte Final-Spiel hält bisher, was es versprochen hat.

8. Minute: Auf der anderen Seite pariert Endras einen Mauer-Schuss. Guter Beginn von beiden Teams. 

6. Minute: Riesenchance für die Adler! Mitchell rettet nach einem Schuss von Eisenschmid auf der Linie – Kolarik kommt einen Schritt zu spät.

2. Minute: Erste Strafe der Partie: Mannheims Kolarik (Behinderung) muss in die Kühlbox – Powerplay München.

Im Lineup der Adler Mannheim gibt es heute eine Veränderung: Sinan Akdag ist nicht dabei, dafür rückt Cody Lampl ins Aufgebot.

Nach der Auftakt-Niederlage in der heimischen SAP Arena haben die Adler Mannheim die richtige Reaktion gezeigt. Die Blau-Weiß-Roten haben sowohl Spiel zwei als auch Spiel drei verdient gewonnen und haben die Führung in der Serie übernommen. „Wir sind von Minute eins an viel gelaufen, haben viel investiert. Jeder hat es München heute über 60 Minuten schwer gemacht“, sagt Andrew Dejsardins, nachdem er am Montag in Spiel drei doppelt getroffen hat. Beim 4:1-Heimerfolg ist Matthias Plachta das schnellste Playoff-Tor der DEL-Geschichte gelungen. Bereits nach fünf Sekunden hat der Stürmer die Adler-Fans in der jubeln lassen. Wenn die Mannheimer am Mittwoch in München gefordert sein, werden auch wieder zahlreiche Anhänger beim Public Viewing in der SAP Arena mitfiebern.

Die Fans haben in den vergangenen Tagen mit einer besonderen Aktion für Aufsehen gesorgt. Nachdem Coach Pavel Gross nach den ersten beiden Final-Spielen mit Geldstrafen von der DEL belangt worden ist, hat die Anhängerschaft eine ‚Spendenaktion‘ für den Adler-Coach gestartet. Bislang sind über 2.000 Euro gesammelt worden. Alle Infos zu den DEL-Playoffs 2019 findest Du HIER.

Spiel vier der Final-Serie ist sowohl beim kostenpflichtigen Anbieter Magenta Sport als auch auf Sport1 im Free-TV zu sehen. Zudem bietet Sport1 online einen kostenlosen Live-Stream an. Kommentiert wird die Partie von Basti Schwele.

Hallo und herzlich willkommen zu unserem Live-Ticker! Hier gibt es alle Infos zum vierten DEL-Finalspiel zwischen Mannheim und München.