Adler-Playoffs: Mannheim schlägt München 4:1 – Noch zwei Siege bis zum Titel - Rhein-Neckar Fernsehen
DEL-Playoffs, Finale: Adler Mannheim gewinnen Spiel 3 gegen EHC Red Bull München | Adler Mannheim
Die Adler Mannheim haben Spiel drei in der Finalserie der DEL gegen den EHC München für sich entschieden. München konnte nur teilweise mit den Adlern mithalten.

Mannheim ging am Ostermontag (22.04.2019) nach dem Erfolg in eigener Halle in der Finalserie mit 2:1 in Führung. Erstmals in dieser Saison, im siebten Duell der beiden Teams gegeneinander, war es die Heimmannschaft, die den Sieg davontragen konnte. “Wir haben einen guten Job gemacht, unseren Gameplan durchgezogen, stark verteidigt. Das hat sich insgesamt dann ausgezahlt”, sagte Mannheims Doppeltorschütze Andrew Desjardins bei “Magenta Sport”.

Rekord-Start ebnet Mannheim den Weg zum Sieg gegen München

In Mannheim waren gerade einmal fünf Sekunden gespielt, da lagen die Adler bereits vorne. Der EHC München hatte zwar das erste Bully gewonnen, dann aber die Scheibe verloren und Mannheim nutzte das clever aus. David Wolf spielte zu Matthias Plachta und der donnerte das Spielgerät in den Knick. Es war die frühe Führung für die Adler Mannheim und gleichzeitig das schnellste Tor der DEL-Geschichte.

Der Vorrunden-Erste ließ Titelverteidiger EHC Red Bull München beim 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) keine Chance und feierte den zweiten von vier notwendigen Siegen zum achten deutschen Eishockey-Titel. Damit führt die Mannschaft von Trainer Pavel Gross in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 und setzte einer kuriosen Statistik ein Ende: Alle vorangegangenen sechs Duelle zwischen Mannheim und München in dieser Saison hatte das Auswärtsteam gewonnen.

Audio starten, abbrechen mit Escape Pavel Gross: "Jedes Tor ist wichtig im Finale" Sportschau. 22.04.2019. 01:29 Min.. ARD. Von ARD-Reporter Andreas Fischer.

Der Rückschlag kam früh: Die Gäste schienen noch nicht wach, als ein Zusammenspiel der Silbergewinner David Wolf und Plachta direkt vom ersten Bully weg zum 1:0 führte. Allein gelassen kam Plachta frei zum Schuss. “Wir müssen schauen, dass wir kein frühes Tor bekommen und dass wir das erste Tor schießen”, hatte Münchens Kapitän Michael Wolf gewarnt. Doch zum dritten Mal erzielte Mannheim den ersten Treffer.

Der EHC München, zuletzt gleich dreimal in Folge Meister, tat sich nicht nur in dieser Szene schwer. Die Offensive des EHC sorgte kaum einmal für Gefahr. Ganz anders die der Mannheimer: Es lief die siebte Spielminute, als Andrew Desjardins das 2:0 für Mannheim erzielte. Kurz vor Ende des ersten Drittels traf Mannheim erneut, doch diesmal zählte der Treffer nicht – es war die richtige Entscheidung: Markus Eisenschmid beförderte den Puck zwar ins Tor, hatte dabei aber seinen Schläger deutlich über der Querlatte (18. Minute).

Zu Beginn des zweiten Drittels schien es zunächst, als habe EHC-Trainer Don Jackson in der Pause die richtigen Worte an seine Spieler gerichtet. Denn die spielten nun mutiger und hatten die Chance auf den Anschlusstreffer, doch Tobias Eder scheiterte innerhalb von sechzig Sekunden gleich zweimal an Mannheims Schlussmann Dennis Endras. Anschließend zeigten dann wieder die Adler jene Tugenden, die sie dieser Tage auszeichnen: Nach einem Bully bekamen Münchens Verteidiger den Puck nicht weggeschlagen, Desjardins profitierte davon und vollendete erneut eiskalt – 3:0 (26.).

Im Mittelabschnitt kamen die Münchner dann besser ins Spiel. Zunächst allerdings jubelten wieder die Gastgeber. Desjardins setzte vor dem Tor von Danny aus den Birken erfolgreich nach und stocherte den Puck über die Linie. Der Anschlusstreffer von Hager in Überzahl ließ München hoffen. Doch der EHC leistete sich zu viele Strafen – und war nach Huhtalas Überzahltreffer endgültig besiegt.

Audio starten, abbrechen mit Escape Adler Mannheim legen im Meisterschaftskampf vor Sportschau. 22.04.2019. 01:00 Min.. ARD. Von ARD – Reporter Kersten Eichhorn.

München ließ sich von diesem erneuten Nackenschlag nicht beirren: In Überzahl erarbeitete sich der EHC mehrere Powerplays und profitierte davon in der 31. Minute, als Patrick Hager auf 1:3 verkürzte.

Zu Beginn des letzten Spielabschnitts schienen die Gäste aus München weiter an Boden gutmachen zu können. Doch der zweite Treffer wollte trotz einer Überzahlsituation nicht fallen.

Mannheim fing sich Mitte des dritten Drittels wieder, und München konnte sich nach einer Riesenparade von Goalie Danny aus den Birken bedanken, nicht weiter in Rückstand zu geraten: Bei einem schnellen Vorstoß legte Luke Adam quer auf Tommi Huhtala am linken Anspielkreis. Doch bei dessen Schuss war aus den Birken zur Stelle und parierte mit einem Reflex.

Audio starten, abbrechen mit Escape Dennis Endras: "Wir sind froh, dass wir gewonnen haben" Sportschau. 22.04.2019. 00:49 Min.. ARD. Von Andreas Fischer.

Spiel vier der Final-Serie, die nach dem Modus “best of seven” ausgetragen wird, findet am Mittwoch (24.04.19, 19.30 Uhr) statt – auch wieder im Live-Ticker bei sportschau.de.

Münchens Rekordtrainer Don Jackson, der seinen neunten Meistertitel anpeilt, musste in seinem 841. DEL-Spiel nicht nur auf seinen verletzten Topscorer Mark Voakes verzichten. Nach drei Minuten war die Partie auch für Trevor Parkes beendet, der nach einem Kniecheck gegen Nationalspieler Sinan Akdag eine umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Damit fehlten den Münchnern sechs Stammspieler.

Endras – Akdag, Reul, Lehtivuori, Seider, Katic, Larkin, Mikkelson – D. Wolf, Desjardins, Plachta, L. Adam, Smith, Huhtala, Eisenschmid, G. Festerling, Kolarik, Krämmer, M. Goc, Hungerecker

Den Mannheimer Sieg am Samstag hatte der überragende Endras mit 23 Paraden festgehalten. Der Nationaltorhüter, der bereits zum dritten Mal in den Play-offs ohne Gegentor blieb, erlebt seinen dritten Frühling. Bei der Heim-WM 2010 mit dem sensationellen Halbfinaleinzug noch als “Titan” gefeiert, war er beim Olympia-Silber im vergangenen Jahr ohne eine Einsatzminute nur Tourist.

aus den Birken – Aulie, Boyle, Bodnarchuk, Joslin, Button, Y. Seidenberg, Quaas – J. Mitchell, Stajan, Parkes, Ehliz, Hager, M. Wolf, Christensen, Eder, Mauer, Daubner, Eder, Mayenschein

“Das nächste Spiel ist jetzt wichtiger”, meinte Plachta mit Blick auf die vierte Partie am Mittwoch (DEL-Finals: EHC Red Bull München – Adler Mannheim ab 19.15 Uhr im TV und Livestream) in München. Erst wenn der achte Meistertitel für Mannheim perfekt ist, will der Stürmer über seine Bestmarke nachdenken.

Die Adler Mannheim gewinnen Spiel drei und gehen in der Final-Serie gegen den EHC Red Bull München erstmals in Führung. Ein Traumstart ist der Schlüssel zum Sieg:

“Fragt mich in zwei Wochen noch mal, vielleicht freue ich mich dann darüber”, sagte der Nationalspieler, der mit seinem Treffer nach fünf Sekunden den Weg zum 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)-Erfolg der Adler Mannheim im dritten Play-off-Finale gegen Serienmeister Red Bull München geebnet hatte.

In den bisherigen Saison-Duellen hat immer das Auswärtsteam gewonnen, am Montag (22. April) können die Adler Mannheim diese Serie beenden. Vor 13.600 Zuschauern setzt sich der Hauptrunden-Sieger in der ausverkauften SAP Arena mit 4:1 gegen den EHC Red Bull München durch und krallt sich somit die 2:1-Führung im Finale der DEL-Playoffs.

Mit einem Sieg am Mittwoch (24. April) kann sich das Team von Trainer Pavel Gross sogar den ersten Matchpuck sichern.

Von der ersten Sekunde an reißen die Adler Mannheim das Geschehen an sich. Nach dem Bully-Gewinn bedient David Wolf Matthias Plachta, der nach fünf Sekunden das schnellste Final-Tor der DEL-Geschichte erzielt. Damit hat Plachta den Rekord von Andre Faust eingestellt, der 1998 in der Hauptrunde ebenfalls nach fünf Sekunden getroffen hat.

Der Hauptrundensieger ging im Duell der Giganten mit 2:1 in Führung. Doch um die Münchner vom Thron zu stoßen, sind in der Best-of-seven-Serie noch zwei weitere Siege notwendig.

München ist völlig von der Rolle: Für Trevor Parkes (3.) ist die Partie nach einem Knie-Check gegen Sinan Akdag früh beendet. In Überzahl erhöht Andrew Desjardins (7.) auf 2:0 – die SAP Arena steht Kopf! Auch nach 20 Minuten ist die Führung völlig verdient. Ein Lattentreffer von John Mitchell (13.) ist die gefährlichste Situation der Gäste.

Im Mittelabschnitt zeigt der Meister ein anderes Gesicht. Immer wieder muss Dennis Endras eingreifen. Dennoch sind es die Mannheimer, die das dritte Tor erzielen. Desjardins (26.) macht seinen Doppelpack perfekt! Fünf Minuten später ist Endras allerdings geschlagen. Patrick Hager stellt in Überzahl den alten Abstand wieder her.

“Es gibt Sachen, die wir nicht kontrollieren können”, meinte der Amerikaner vielsagend: “Die, die wir kontrollieren, müssen wir besser machen.”

Der Meister kann den Schwung aber nicht mit ins letzte Drittel nehmen und kassiert einige unnötige Strafzeiten. Tommi Huhtala macht vier Minuten vor der Schlusssirene alles klar und trifft zum 4:1-Endstand.

Update Die Adler Mannheim gewinnen dank eines Rekords auch das dritte Finalspiel gegen den EHC Red Bull München. Damit führen sie die Serie an.

56. Minute: Das wird es dann gewesen sein für den EHC: Button (Cross-Check) holt sich eine unnötige Strafe ab.

“Es war ein Superstart für uns”, meinte Torhüter Dennis Endras, “das hat uns Selbstvertrauen für den Rest des Spiels gegeben.”

53. Minute: Gute Konterchance für die Adler: Adam läuft Richtung Tor und spiel zu Huhtala, der an aus den Birken scheitert.

Tore: 1:0 Plachta (0:05), 2:0 Desjardins (6:54), 3:0 Desjardins (25:24), 3:1 Hager (30:22), 4:1 Huhtala (55:32)

50. Minute: Die letzten zehn Minuten laufen, München kommt momentan nicht zur Entfaltung. Die Adler kontrollieren die Partie.

Zweite Pause! Der EHC Red Bull München ist im zweiten Drittel das bessere Team. Nichtsdestotrotz hat Andrew Desjardins in der 26. Minute sein zweites Tor erzielt. In Überzahl kann München fünf Minuten später verkürzen. Wir melden uns gleich mit dem letzten Drittel wieder.

37. Minute: München ist am Drücker, die Adler können ihr Spiel momentan nicht aufziehen.

34. Minute: Der EHC ist wieder komplett, die Adler können aus dieser Überzahl kein Kapital schlagen.

31. Minute: Tor für München! Mehrere Schüsse kommen auf das Tor von Endras, Hager kann den Adler-Goalie letztlich bezwingen.

30. Minute: Nur Sekunden nachdem er wieder auf dem Eis ist, muss Akdag wegen Hakens zurück in die Kühlbox. 

26. Minute: Das Tor machen aber die Adler! Plachta zieht ab, aus den Birken kann nur abwehren, über Umwege drückt Desjardins die Scheibe über die Linie – 3:0!

21. Minute: München gleich in der Vorwärtsbewegung: Stajan mit der ersten Prüfung für Endras, der abwehren kann.

Erste Pause in der SAP Arena: Was für ein Auftritt der Adler Mannheim! Plachta erzielt das schnellste Tor der Final-Geschichte, in der siebten Minute erhöht Desjardins auf 2:0. Verdiente Führung, so kann es im zweiten Drittel weitergehen.

18. Minute: Eisenschmid trifft zum vermeintlichen 3:0, doch die Referees bemühen den Videobeweis.

16. Minute: Plachta hat im Powerplay die beste Chance für die Adler, aus den Birken kann aber abwehren. München wieder vollzählig.

13. Minute: Mannheim lässt in Unterzahl kaum etwas zu und ist wieder komplett. Kurz vor dem Ende des Münchner Powerplays senkt sich ein Schuss von Mitchell auf die Latte, doch ansonsten wird es für das Tor der Hausherren nicht wirklich gefährlich.

9. Minute: Mitchell mal mit einem Abschluss für die Gäste, dankbare Aufgabe für Endras.

7. Minute: TOOOR FÜR DIE ADLER!!! Die Adler legen sich die Scheibe zurecht, Desjardins zimmert das Ding dann in die Maschen – 2:0.

6. Minute: Nächste Strafe gegen München: Boyle (Halten) muss in die Kühlbox. Die Adler haben nun zwei Minuten doppelte Überzahl.

3. Minute: Die Gäste holen sich die erste Strafe ab: Parkes muss nach einem Knie-Check gegen Akdag raus. Der Münchner erhält eine 5+Spieldauer-Strafe, für ihn ist die Partie gelaufen. 

1. Minute: TOOOOR FÜR DIE ADLER! Nach fünf (!) Sekunden gehen die Adler in Führung: Nach dem Bullygewinn spielt Wolf quer auf Plachta, der aus den Birken keine Chance lässt. Wahnsinn!

Nachdem Pavel Gross bereits nach dem ersten Spiel eine Geldstrafe bekommen hat, sind nach dem zweiten Final-Spiel beide Trainer mit einer Geldstrafe belangt worden. „Die Ligagesellschaft hat beide Trainer der Finalserie mit einer Geldstrafe belegt. Pavel Gross und Don Jackson hatten es zugelassen, dass sich nach Ende des ersten Drittels im zweiten Finalspiel Spieler von der Bank kommend an Auseinandersetzungen auf dem Eis beteiligten“, schreibt die DEL auf Twitter.

Zum Auftakt der Final-Serie haben die Adler Mannheim eine bittere Heimniederlage hinnehmen müssen: Nachdem Ben Smith die Blau-Weiß-Roten zunächst in Führung gebracht hat, kann Matt Stajan für München ausgleichen. In der Overtime ist es dann ausgerechnet der ehemalige Adler-Spieler Frank Mauer, der die Auftaktpleite der Mannheimer besiegelt.

Nur zwei Tage später kann der DEL-Hauptrundensieger aber zurückschlagen: Chad Kolarik, Markus Eisenschmid und Ben Smith lassen am Samstag die zahlreich mitgereisten Adler-Fans in München jubeln und sorgen für den Ausgleich in der Final-Serie. 

Spiel drei der Final-Serie kannst Du ausschließlich beim kostenpflichtigen Anbieter Magenta Sport verfolgen. Sport1 wird um 19 Uhr im Free-TV lediglich eine Zusammenfassung zeigen.

Hallo und herzlich willkommen zu unserem Live-Ticker! Hier erfährst Du alles zum dritten Final-Spiel in den DEL-Playoffs zwischen den Adler Mannheim und dem EHC Red Bull München (Montag, 22. April/14 Uhr)