Mannheim: Stadt verhängt hohe Geldbuße für Kaugummi-Sünder - t-online.de
Höhere Bußgelder für Kippen und Kaugummis | Das Erste
Das Kaugummi schmeckt nicht mehr, aber kein Mülleimer in Sicht? Einfach ausspucken ist in Mannheim künftig keine gute Idee mehr. Die Stadt hat die Bußgelder für kleine Umweltsünden drastisch erhöht. 

Bis zu 250 Euro für ein ausgespucktes Kaugummi, 75 Euro für einen weggeworfenen Zigaretten-Stummel: Die Stadt Mannheim will mit hohen Bußgeldern gegen die Verschmutzung von Straßen und Gehwegen vorgehen. Seit Anfang der Woche gehen auch kleine Umweltsünden richtig an den Geldbeutel. Wer seinen Müll nicht richtig entsorgt, muss zahlen. Die Stadt begründet ihr Vorgehen mit dem grundsätzlichen Problem der Müllverschmutzung im öffentlichen Raum.

“Müll auf den Straßen kostet nicht nur Geld, sondern wirkt sich auch negativ auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger aus”, erklärt Desiree Leisner, Pressesprecherin der Stadt, zu t-online.de Mit den neuen Bußgeldern wolle die Kommune zeigen, “dass das achtlose Wegwerfen von Müll kein Kavaliersdelikt ist.”

Die neuen Bußgelder gelten im gesamten Stadtgebiet. Besondern im Fokus der Ordnungshüter wird aber die restaurierte Fußgängerpassage in der Mannheimer Innenstadt – die sogenannten Planken – stehen. Die wurden für 30 Millionen Euro saniert – und sollen jetzt attraktiv bleiben, so Leisner. “Die Stadt hofft, dass durch die erhöhten Bußgelder weniger Müll achtlos weggeworfen wird, die Bußgelder in möglichst wenigen Fällen verhängt werden müssen und die Kosten für die Reinigungsmaßnahmen reduziert werden können.”

Das Wegwerfen von Kleinstmüll wurde in Mannheim auch zuvor schon bestraft. Allerdings waren die Bußgelder in der Vergangenheit noch deutlich niedriger. Zigarettenkippen kosteten 20 Euro, Kaugummi bis zu 100 Euro. Die neue Höhe der Sanktionen hat der aktualisierte Bußgeldkatalog des Landes Baden-Württemberg möglich gemacht. Seit Dezember 2018 ist es Kommunen erlaubt, höhere Geldbeträge für Fehlverhalten zu verlangen. 

Dabei kosten nicht nur Zigaretten- und Kaugummi-Müll ab sofort mehr. Auch wer einen Kaffeebecher oder Taschentücher achtlos auf den Gehweg wirft, muss 75 Euro zahlen. Die Stadt bestätigte t-online.de, dass die Bußgelder auch beim erstmaligen Vergehen geahndet werden. Dafür seien nicht nur uniformierte Ordnungsdienst-Mitarbeiter unterwegs, sondern auch Mitarbeiter in Zivil. 

 Vorgewarnt werden die Passanten nicht, Hinweisschilder für die Müllsünder seien nicht geplant, so Leisner. Immerhin: In der letzten Zeit hat der Ordnungsdienst Fußgänger auf die neuen Bußgeldhöhen hingewiesen. Für so manchen Müllsünder dürfte es künftig in Mannheim allerdings eine böse Überraschung geben.

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Umweltsünder in Baden-Württemberg müssen höhere Strafen zahlen. Das Wegwerfen von Zigaretten und Kaugummis ist kein Kavaliersdelikt, wie viele Menschen denken. Zu den Tatbeständen, die nun schärfer bestraft werden, zählt auch auf die Straße geworfener Kaugummi oder Zigarettenkippen. Dagegen sind in anderen Teilen Deutschlands die Strafen weitaus milder.

Es ist ein Problem, mit dem viele deutsche Städte kämpfen: Illegal entsorgter Müll. Was viele nicht wissen, dazu gehören auch arglos weggeworfene Zigarettenkippen, Kaffee-Pappbecher und Kaugummis.

Sie schaden nicht nur dem Stadtbild, sondern sind auch ein Problem für die Umwelt. Aus diesem Grund hat das Land Baden-Württemberg die Bußgelder für diese Delikte extrem erhöht.

In Zukunft muss in der Mannheimer Innenstadt, genauso wie in Stuttgart und dem Rest des Bundeslandes, mehr bezahlt werden, wenn Zigarettenstummel auf die Straße geworfen werden und das Ordnungsamt die Übeltäter dabei erwischt. Statt bisher 20 Euro müssen Bürger 75 Euro Strafe zahlen. 

Wer Obst- und Lebensmittelreste oder seinen Kaugummi auf die Straße wirft, kann mit einem Bußgeld von 50 bis 250 Euro belangt werden. Bislang waren für solche Ordnungswidrigkeiten Zahlungen in Höhe von 10 bis 25 Euro fällig, so das Umweltministerium.

Das Wegwerfen oder Liegenlassen von scharfkantigen, ätzenden und schneidenden Gegenständen, wie Glasflaschen oder rostigen Nägeln, wird zukünftig mit bis zu 800 Euro (bisher 100 Euro) geahndet. 

Die illegale Entsorgung von Müll ist kein Kavaliersdelikt. Werden Verursacher ermittelt, kommt es zur Anzeige. Unser Ziel ist es, ein Umdenken bei den Verursachern anzustoßen.

Insgesamt geht es den Umweltsündern an den Kragen. Immer mehr Länder, Städte und Gemeinden gehen immer schärfer gegen die mutwillige, scheinbar beiläufige Verschmutzung vor. Besonders Großstädte sind von dem Problem betroffen. Die Städte kommen den Bürgern dabei entgegen. Mehr Mülleimer werden aufgestellt, damit man nicht mehr sagen kann, die wären voll gewesen.

Wie hoch die Strafen für das Müllwegwerfen in ausgewählten deutschen Großstädten und im Ausland sind, haben wir für sie zusammengestellt.

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