Der SV Waldhof Mannheim macht zum Auftakt der Rückrunde in der Regionalliga Südwest dort weiter, wo das Team von Trainer Bernhard Trares in der Hinserie aufgehört hat. Am 18. Spieltag behielt der Ligaprimus im Spitzenspiel bei Verfolger SSV Ulm 1846 Fußball 1:0 (1:0) die Oberhand und stellte seinen Vier-Punkte-Vorsprung vor dem zweitplatzierten TSV Steinbach Haiger (2:1 am Freitag bei der U 23 der TSG Hoffenheim) wieder her.

Valmir Sulejmani (40.) brachte die Gäste im Duell der beiden ehemaligen Bundesligisten vor 2842 Zuschauern im Donaustadion in der Schlussphase der ersten Halbzeit in Führung. Den Endstand stellte der Ulmer Lukas Hoffmann (90.+3) mit einem Eigentor her.

Aus den vergangenen sechs Ligaspielen holte Waldhof Mannheim 16 von 18 möglichen Punkten. Der SSV Ulm hat dagegen den Anschluss an die Spitze zumindest vorerst verpasst und rutschte auf Rang vier ab. Der Rückstand wuchs auf elf Punkte an.

Den Mannheimern auf den Fersen bleibt der aktuelle Südwest-Meister 1. FC Saarbrücken . Die von Ex-Profi Dirk Lottner trainierten Saarländer gewannen beim FSV Frankfurt 2:1 (1:0). Kurz vor und kurz nach der Pause schnürte FCS-Angreifer Sebastian Jacob (40./48.) einen Doppelpack. Der Anschlusstreffer durch Marco Koch (66.) reichte den Gastgebern nicht mehr, um zumindest einen Punkt in Frankfurt zu behalten.

Mit 34 Punkten auf dem Konto fehlen dem neuen Tabellendritten 1. FC Saarbrücken, der seit sieben Spieltagen ungeschlagen ist, sieben Punkte zum Spitzenreiter aus Mannheim und drei Zähler zum TSV Steinbach Haiger. Der FSV Frankfurt hat nach der achten Saisonniederlage zwei Zähler Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsrang.

Mit einem späten Treffer sicherte sich die U 23 des SC Freiburg ein 1:1 (0:0) gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart. In der Schlussphase markierte der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Konrad Faber (89.) den Endstand. Zuvor hatte Oliver Wähling (65.) die Gäste aus Stuttgart durch einen verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht. Für die Freiburger war es das dritte Unentschieden in Folge. Der VfB wartet seit zehn Begegnungen auf einen Sieg (fünf Remis, fünf Niederlagen).

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Schade, dass es in der Fußball-Regionalliga keine Statistiken über Ballbesitzquoten, Laufwege, gewonnene Zweikämpfe oder Passquoten gibt. Deshalb ist das Gefühl, dass der SSV Ulm 1846 Fußball im Spitzenspiel dem Tabellenführer in all diesen Bereichen überlegen war, nicht mit Zahlen zu belegen. So bleibt nur die mitgeschriebene Eckball-Statistik. Und die lautete 19:3 für die Spatzen.

Doch letztlich entscheidet nur eines über die Punkte – die Zahl der erzielten Tore, das nackte Resultat. Und das sprach gegen die Ulmer. Trotz zahlreicher Chancen traf das Team von Trainer Holger Bachthaler nicht ins Mannheimer Tor. Der SV Waldhof hingegen war zweimal erfolgreich. So stand am Ende eines kühlen Nachmittags ein 2:0-Erfolg der Mannheimer auf der Anzeigentafel. Die Spatzen fielen in der Tabelle hinter dem 1. FC Saarbrücken auf Platz vier zurück und haben nun acht Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.

Wir haben die Mannheimer 90 Minuten lang im Griff gehabt, sagte Ulms Kapitän Florian Krebs, doch die haben ihre wenige Chancen genutzt. Das war gestern vor 2842 Zuschauern im Donaustadion der kleine, aber feine Unterschied zwischen den beiden Kontrahenten.

Insbesondere in der ersten halben Stunde waren die taktisch umgestellten Ulmer – Bachthaler hatte eine Dreierkette mit den drei Innenverteidigern Lukas Hoffmann, Florian Krebs und Michael Schindele sowie ein personell dicht besetztes Mittelfeld aufgeboten – drückend überlegen.

Chancen hatten die Spatzen im ersten Durchgang zur Genüge, angefangen von dem wegen einer Nasenverletzung mit Maske spielenden Adrian Beck, der in der dritten Minute an den Fäusten des schnell reagierenden Waldhof-Torhüters Markus Scholz scheiterte. Bis hin zu Adrian Morina, der sich auf dem Weg zum gegnerischen Tor im letzten Moment noch den Ball von einem Mannheimer stibitzen ließ (45.).

Zu diesem Moment stand es allerdings bereits 0:1. Der ehemalige Bundesliga-Profi Valmir Sulejmani, der zehn Bundesliga-Einsätze für Hannover 96 aufzuweisen hat, scheiterte zwar im ersten Anlauf, als er Ulms Torhüter Christian Ortag bereits ausgespielt hatte. Im Nachsetzen aus ungünstiger Position war er doch noch erfolgreich, als er aus spitzem Winkel den Ball unter die Latte hämmerte (40.).

Die zweite Halbzeit verlief nicht mehr ganz so spektakulär. Im Endspurt warfen die Ulmer noch einmal alles nach vorne – inklusive Torhüter Ortag. Der wurde nach einem Mannheimer Entlastungsangriff von einer scharfen Rückgabe von Lukas Hoffmann überrascht. Aus der Drehung traf der Keeper den Ball nicht richtig, so dass die Mannheimer bezeichnender Weise durch ein Eigentor zu ihrem zweiten Treffer an diesem Tag kamen.

Wir waren der glückliche Sieger. Im Hinspiel waren wir die bessere Mannschaft und haben 0:1 verloren. Jetzt war Ulm besser. Und wir haben gewonnen, sagte Waldhofs Trainer Bernd Trares.

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