Waldhof Mannheim klagt weiter gegen Punktabzug
Waldhof Mannheim reicht Zivilklage gegen Punktabzug nach Abbruch gegen Uerdingen ein
Regionalligist Waldhof Mannheim wehrt sich weiterhin auf juristischem Wege gegen einen Drei-Punkte-Abzug. Die Strafe hatte das DFB-Bundesgericht aufgrund der Vorkommnisse rund um das Aufstiegsrunden-Rückspiel gegen den KFC Uerdingen verhängt.

Der Klub hat am Montag eine Zivilklage gegen das Urteil des Deutschen Fußball-Bundes beim Landesgericht Frankfurt eingereicht. Das Urteil sieht einen Drei-Punkt-Abzug für den Viertligisten vor, nachdem das Rückspiel in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga im vergangenen Mai abgebrochen werden musste. Grund dafür waren von Mannheimer Anhängern gezündete Pyrotechnik, die zum Teil auch auf das Spielfeld geworfen worden waren.

Der ehemalige Bundesliga-Club hat am Frankfurter Landgericht am Montag eine Zivilklage gegen das Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingereicht, wie Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp dem Mannheimer Morgen (Dienstag) bestätigte. Es liegen Verfahrensfehler vor und wir sind der Meinung, dass der Punktabzug materiellrechtlich ein Verstoß ist, sagte Kompp. Die Klage stützt sich primär auf die aus Waldhof-Sicht begangenen Verfahrensfehler des DFB-Kontrollausschusses.Auslöser für den Streit ist das Playoff-Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga am 27. Mai gegen den KFC Uerdingen. Damals hatten Mannheimer Fans Rauchbomben und Böller auf das Spielfeld geworfen, was schließlich zum Spielabbruch führte. Der Kontrollausschuss hatte den SVW anschließend unter anderem mit einem Punktabzug von neun Punkten belegt. In einer anschließenden Berufungsverhandlung reduzierte das DFB-Bundesgericht die Strafe auf drei Punkte. Laut Kompp hatte aber schon unter dem Strafantrag des Kontrollausschusses unter anderem eine notwendige Unterschrift gefehlt. Zudem sei ein Punktabzug in den DFB-Statuten nicht genau bestimmt.Beim Punktabzug ist keine Obergrenze festgelegt. Das bedeutet, dass er unserer Auffassung nach in Deutschland nicht rechtens ist, weil er die Tür zur Willkür öffnet, sagte er. Neben dem Punktabzug waren die Mannheimer auch mit einer Geldstrafe in Höhe von 25 000 Euro und verschiedenen Auflagen belegt worden. dpa

Zunächst hatte das DFB-Sportgericht einen Abzug von neun Punkten gegen den SV Waldhof verhängt, das Bundesgericht reduzierte die Strafe später in einer Berufungsverhandlung auf einen Drei-Punkte-Abzug.

Doch auch gegen diesen setzt sich der ehemalige Bundesligist nun zur Wehr. “Es liegen Verfahrensfehler vor und wir sind der Meinung, dass der Punktabzug materiellrechtlich ein Verstoß ist”, sagte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp dem “Mannheimer Morgen”. Laut Kompp hatte schon unter dem Strafantrag des Kontrollausschusses unter anderem eine notwendige Unterschrift gefehlt.

Darüber hinaus sei ein Punktabzug in den DFB-Statuten gar nicht genau verankert. “Beim Punktabzug ist keine Obergrenze festgelegt. Das bedeutet, dass er unserer Auffassung nach in Deutschland nicht rechtens ist, weil er die Tür zur Willkür öffnet”, kritisierte Kompp. Neben dem Punktabzug waren die Mannheimer auch mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro und verschiedenen Auflagen belegt worden.

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Waldhof Mannheim lässt im Kampf gegen den Abzug von drei Punkten nicht locker. Der Verein wittert einen Verfahrensfehler und reicht eine Zivilklage ein.

Regionalligist SV Waldhof Mannheim geht weiter juristisch gegen den vom DFB-Bundesgericht verordneten Drei-Punkte-Abzug wegen des Spielabbruchs im Aufstiegsrückspiel gegen den KFC Uerdingen am 27. Mai vor.

Wie Geschäftsführer Markus Kompp dem Mannheimer Morgen (Dienstag-Ausgabe) bestätigte, hat der ehemalige Bundesligist am Montag am Frankfurter Landgericht eine Zivilklage gegen das Urteil des Verbandes eingereicht.

“Es liegen Verfahrensfehler vor, und wir sind der Meinung, dass der Punktabzug materiellrechtlich ein Verstoß ist”, sagte Kompp der Zeitung. Die Klage stützt sich primär auf angebliche Verfahrensfehler des Kontrollausschusses. Laut Kompp fehlten eine zwingend notwendige Unterschrift unter dem Strafantrag und ein Beschluss des Kontrollausschusses.

Außerdem sei ein Punktabzug in den DFB-Statuten nicht genau bestimmt. “Beim Punktabzug ist keine Obergrenze festgelegt. Das bedeutet, dass er unserer Auffassung nach in Deutschland nicht rechtens ist, weil er die Tür zur Willkür öffnet”, sagte Kompp.

Das DFB-Bundesgericht hatte die Mannheimer in einem Berufungsverfahren Ende September für den durch massiven Einsatz von Pyrotechnik “schuldhaft herbeigeführten Spielabbruch” gegen Uerdingen mit einem Punktabzug von drei Zählern in der laufenden Saison, einer Geldstrafe von 25.000 Euro und verschiedenen anderen Auflagen belegt. Der DFB-Kontrollausschuss hatte zunächst sogar einen Abzug von neun Zählern gefordert.

Tatbestand waren die Krawalle in beiden Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen den KFC Uerdingen. Das Rückspiel musste sogar abgebrochen werden, nachdem im Mannheimer Fanblock massiv Pyrotechnik gezündet worden war. Die Uerdinger sicherten sich den Aufstieg in die Drittklassigkeit nach einer 2:0-Wertung am Grünen Tisch.