Keine Begegnung wie jede andere
DEL: Grizzlys Wolfsburg verlieren 3:6 bei Adler Mannheim
Das hatten die Grizzlys Wolfsburg nicht verdient. Beim hohen Favoriten Adler Mannheim und dem ersten Wiedersehen mit Ex-Coach Pavel Gross unterlag der Eishockey-Erstligist mit 3:6 (2:2, 1:1, 0:3). Schlimm: Stürmer Marius Möchel musste mit böser Schnittwunde im Bein raus, wurde ins Krankenhaus gebracht.

Christoph Höhenleitner (2) und Marcel Ohmann trafen für die Gäste. Wichtigste Erkenntnis, ganz unabhängig vom Ergebnis vor 9150 Zuschauern: Die Grizzlys scheinen in der Saison angekommen zu sein. Bei einem Mitfavoriten bot das Team von Trainer Pekka Tirkkonen nach schwachem Beginn seine beste Saisonleistung. So, wie sich die Mannschaft ab dem Anschlusstreffer zum 1:2 präsentierte, müssten bald Punkte kommen. Insbesondere, wenn die eigentlichen Torjäger Sebastian Furchner, Gerrit Fauser, Brent Aubin und Alexander Weiß auch endlich treffen. In leicht veränderten Formationen waren auch sie gestern weitaus präsenter und gefährlicher als zuletzt, sind aber weiter ohne Tor. Einen guten Einstand drei Tage nach Ankunft hatte Ex-Adler Daniel Sparre bei den Grizzlys.

Adler Mannheim: Keine Begegnung wie jede andere – Adler

Erster Abschnitt: Wolfsburg ähnlich mau wie zuvor gegen Schwenningen und in Köln. Höhenleitners übertriebener Einsatz (Beinstellen) vor des Gegners Tor führt zu einer Unterzahl-Situation, Mannheim präsentiert sich im Powerplay als durchsetzungsfähig, hat etwas Scheibenglück – 1:0. Die Grizzlys kommen kaum über die Mittellinie, Adler-Verteidiger (!) Cody Lampl kann dicht vor Wolfsburgs Tor Chad Kolarik bedienen – 2:0. Zuvor hat Markus Eisenschmid noch einen mächtigen Kracher an die Latte gesetzt. “Wir tun uns schwer, im eigenen Drittel die Stürmer zu finden”, tadelt Manager Charly Fliegauf zur Pause die Defensivarbeit der Wolfsburger Offensivspieler. Aber die Gäste waren da schon wach. Toller Pass von Jeff Likens, Höhenleitner im Stile eines Torjägers beim Alleingang eiskalt – 1:2 aus Wolfsburger Sicht. Und kurz vor der ersten Pause kommt es noch besser: Ex-Adler Daniel Sparre beim Grizzlys-Debüt zu Nick Latta, der weiter zu Ohmann, der fackelt nicht – 2:2.

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Hat zehn Jahre seines Profi-Lebens in Wolfsburg verbracht und freut sich nun auf das Wiedersehen: Adler-Coach Pavel Gross. Foto: vaf

Mannheim. Schon am fünften Spieltag der Eishockey-Saison gibt es für Pavel Gross eine Begegnung der besonderen Art. Der Trainer des Tabellenzweiten trifft mit den Adler Mannheim heute (19.30 Uhr, SAP Arena) auf die Wolfsburg Grizzlys – jenen Klub, bei dem der 50-jährige zehn Jahre seines Profi-Lebens verbrachte. Von 2008 an zwei Jahre als Co-Trainer, dann acht Jahre als Chefcoach. Mit bemerkenswerten Erfolgen: drei Vizemeisterschaften und vier Halbfinalteilnahmen.

“Ich würde lügen, wenn ich sage, es wird eine Begegnung wie jede andere”, sagt Gross. “Zuvor denkt man natürlich drüber nach, aber wenn der Schiedsrichter den Puck einwirft, ist alles vorbei, wir spielen Eishockey und es geht um Punkte”, so der Chefcoach. In der VW-Stadt trauern sie Gross auch acht Monate nach dem Entschluss, sich einer größeren Herausforderung zu stellen, noch nach.

Zumal sein Nachfolger, der Finne Pekka Tirkonnen, bei seiner zweiten Europastation keinen gelungenen Start hatte. Der große Umbruch im Kader, dazu die langfristigen Ausfälle von Torhüter Felix Brückmann und den für die ersten Reihen verpflichteten Centern Albert und Elkins – Pavel Gross wird beim Warm-up in viele unbekannte Gesichter blicken.

Aus diesem Grund wurde in dieser Woche bereits mit dem in Mannheim im Frühjahr aus seinem Vertrag freigestellten Daniel Sparre nachjustiert. Auch wenn die Saison noch jung ist, an seiner neuen Wirkungsstätte zeigt sich Gross für den Anfang zufrieden.

“Ich muss der gesamten Mannschaft ein Lob für ihre Arbeit aussprechen”, sagte der Trainer, wobei er Einsatzbereitschaft und Fortschritte bei der Umsetzung seines Systems am Powerplay festmachte. 33 Prozent beträgt die Erfolgsquote und in Unterzahl wäre die Weste noch ganz weiß, hätte Straubing nicht letzten Sonntag in der Schlussminute ohne Torwart bei sechs gegen vier Feldspielern getroffen.

Die fünf Gegentreffer haben dem Trainergespann mit Mike Pellegrims als Erstverantwortlichem für die Verteidiger nicht gefallen, weil der Spielaufbau nach einer Zwei-Tore-Führung nicht mehr gehalten wurde. Aber öffentlich schon jetzt ein Fass aufmachen, das möchte Gross nicht. “Wenn wir im Spiel einen Trend erkennen, der uns nicht gefällt, sprechen wir das direkt auf der Bank an.”

Angesichts der bevorstehenden “Englischen Woche” (2. Oktober gegen Iserlohn) werden die Adler ihre Trainingsbelastung anpassen. Das Personal für eine mögliche Rotation ist zurück. Zwar sind Möser und Goc noch verletzt, aber mit Seider (als Verteidiger aufgrund der U23-Regelung gesetzt), Reul und Raedeke stehen Alternativen zur Verfügung.

Info: DEL, Freitag, 19.30 Uhr: Adler – Wolfsburg Grizzlys; Sonntag, 14 Uhr: Fischtown Pinguins Bremerhaven – Adler.

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