Brand der Rheingoldhalle vermutlich durch Bauarbeiten verursacht - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung
Brandursache in Rheingoldhalle wohl gefunden | SWR Aktuell Rheinland-Pfalz | SWR Aktuell
16.05.2019: Feuerwehrleute löschen von Drehleitern aus ein Feuer, das in der Mainzer Rheingoldhalle ausgebrochen war. Bild: dpa

Laut Polizei steht nun die Ursache für den Brand in der Mainzer Rheingoldhalle fest. Derweil ist die Stadt auf der Suche nach Ausweichquartieren.

Der Brand in der Mainzer Rheingoldhalle ist wahrscheinlich von Bauarbeiten verursacht worden. Fünf Tage nach dem Feuer am Donnerstagmorgen schloss die Kriminalpolizei ihre Untersuchung der Brandstelle ab und teilte am Dienstagabend mit, dass die Stelle für den Ausbruch in einer Mauerfuge lokalisiert worden sei. Die Brandursache lasse sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Bauarbeiten im Kongresssaal zurückführen, teilte das Polizeipräsidium Mainz mit.

In weiteren Ermittlungen müsse nun festgestellt werden, wer für das Geschehen verantwortlich gewesen sei und wie sich der genaue zeitliche Ablauf darstelle, erklärte die Polizei. Abzuwarten seien jetzt die schriftlichen Gutachten der beauftragten Sachverständigen.

Die 1968 eröffnete Halle nahe der Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein wird seit Ende vergangenen Jahres saniert. Der Brand konnte erst sechs Stunden nach Ausbruch unter Kontrolle gebracht werden. Beißender Brandgeruch zog am Donnerstagmorgen über die Mainzer Innenstadt. Das tut weh, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Einsatzort. Das ist ein Stück von Mainz, das brennt.

Zur Höhe des Schadens kann die Stadt bislang keine Angaben machen. Wir können heute noch nicht alle Folgen absehen, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Gutachter sollen in den kommenden Wochen die von den Flammen beschädigten Gebäudeteile untersuchen. Diese Prüfungen würden voraussichtlich noch mindestens bis Mitte Juni dauern, sagte Bürgermeister Günter Beck (Grüne).

Polizei schließt Ermittlungen ab Brandursache in Rheingoldhalle wohl gefunden teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen per Mail teilen Die Kriminalpolizei Mainz hat die Ermittlungen an der Brandstelle der Rheingoldhalle abgeschlossen. Ausgebrochen ist das Feuer wohl in den Fugen der Hallenmauern.

Am Dienstag hatten Sachverständige und Brandermittler die Ursachenforschung in der Halle fortgesetzt, wie Polizeisprecher Rinaldo Roberto in Mainz sagte. Dazu wurde in der Halle extra eine Arbeitsbühne aufgebaut und verschiedene Gebäudeteile geöffnet. Hierbei sei in einer Mauerfuge zwischen der Nord- und der Ostwand die Brandausbruchsstelle lokalisiert worden.

Die Brandursache ließe sich dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Bauarbeiten im Kongresssaal, in der Nähe dieser Fuge zurückführen. Das Feststellen von Verantwortlichkeiten sowie der zeitlichen Abläufe seien nun Bestandteil der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Mainz. Einen “elektrotechnischen Defekt” hatte die Polizei zuvor bereits ausgeschlossen.

Der wirtschaftliche Schaden des Feuers ist der Stadt noch nicht bekannt. “Wir können heute noch nicht alle Folgen absehen”, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD).

Gutachter sollen in den nächsten Wochen zur Ermittlung der Schadenssumme die von den Flammen beschädigten Gebäudeteile untersuchen. Diese Prüfungen würden voraussichtlich noch mindestens bis Mitte Juni dauern, sagte Bürgermeister Günter Beck (Grüne).

Der große Kongresssaal der Rheingoldhalle kann nach Angaben der Stadt auf absehbare Zeit nicht genutzt werden. Eigentlich sollte sein Umbau im Oktober 2019 fertig sein.

Für Veranstaltungen, Messen und Fastnachtssitzungen dort ist das Stadtmarketing nun auf der Suche nach Ausweichquartieren. Den rund 400 Helfern will die Stadt mit zwei Konzerten für ihren Einsatz danken.