Nach dem 0:1 auf Schalke Trainer Schwarz gewaltig genervt
Schröder: Diese Niederlage ist super ärgerlich
Der Mainz-Trainer nach dem 0:1 auf Schalke sauer, wie selten zuletzt nach Niederlagen. Weil so viel mehr drin war!

Es nervt halt gewaltig! Immer wieder tippt Schwarz bei seinen Erklärungen energisch mit dem Zeigefinger vor sich auf den Tisch, ist merklich sauer: Wir haben auf Schalke so viel richtig gemacht… – aber nur bis 16, 18 Meter vor dem Tor!

Diese Szene werden wir in vielen Jahres-Rückblicken wiedersehen. Stuttgarts Torwart Ron-Robert Zieler (29) wird dann wohl wegschauen.

Eine überlegen geführte zweite Halbzeit. Zwölf Mainzer Torschüsse. Aber kein Treffer. In Leverkusen (0:1) einen Punkt verschenkt, auf Schalke vielleicht sogar drei. Schwarz: Wenn wir den Ausgleich machen, reden wir am Ende über einen Sieg.

Seine junge Mannschaft denke im Sechzehner oft noch zu viel, statt auch einfach mal drauf zu jazzen, sagt Schwarz. Und er erklärt: Vor dem Tor noch mehr Ruhe zu haben, konsequenter zu sein, das gehört einfach zur Entwicklung dazu, und das wissen wir natürlich – und dennoch ist das einfach extrem ärgerlich. Da ist der Frust groß!

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Was man dagegen machen kann? Schwarz: Man muss das Verhalten in der Box immer wieder trainieren – und dennoch ist es in der Stress-Situation eines Spiels dann doch noch mal was Anderes.

Schwarz: Ich will nichts von Selbstbeweihräucherung hören, dass wir ja eigentlich ganz gut gespielt haben. Nein, wir wollen uns dafür auch belohnen! Die Punkte sind die Quote, an der wir uns messen müssen. Die Spieler sollen sich ärgern – und dieses Gefühl auch nicht vergessen!

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Ein 0:1 auf Schalke ist gemessen an den letztjährigen Auftritten des 1. FSV Mainz 05 in der Arena kein Beinbruch. Für Verdruss sorgt allerdings, dass diesmal sogar mindestens ein Punkt im Bereich des Möglichen gewesen wäre und die Rheinhessen die englische Woche mit insgesamt nur einem Zähler beendet haben.

Lediglich zwei Gegentore kassierte Mainz 05 in den vergangenen sieben Tagen gegen Schalke (0:1), Wolfsburg (0:0) und Leverkusen (0:1). Getrübt wird diese positive Statistik durch die Tatsache, dass den Rheinhessen selbst kein Treffer gelang. Das wäre am Samstag auf Schalke durchaus möglich gewesen. “Die Quote stimmt nicht”, bemängelte Trainer Sandro Schwarz nach dem Abpfiff. Mit 15 Torschüssen lag sein Team gleichauf mit den Gastgebern. “Der Frust ist groß, weil wir eine gewisse Qualität gezeigt haben, es hat nicht viel gefehlt”, sagte Schwarz, der wie auch Sportvorstand Rouven Schröder von “fehlender Konsequenz” sprach.

Wobei das für Mainz 05 fast ein Luxusproblem ist, nachdem man in der vergangenen Saison häufiger das Gefühl hatte, dass nicht alle Rädchen ineinandergreifen. Mittlerweile funktionieren Dinge wie die Organisation der Defensive oder die Balleroberung deutlich besser. Nur in Strafraumnähe will es nicht so recht klappen. “Bis 18, 20 Meter vor dem Tor sah es gerade nach der Umstellung auf zwei Stürmer mit einer Raute dahinter in der zweiten Spielhälfte sehr strukturiert aus, aber die letzten Meter sind auch das Schwierigste. Ich begreife es als ein Teil einer Entwicklung”, betonte der Trainer.

“Die Niederlage ist super ärgerlich. Wir sind selten in ein Auswärtsspiel so gut reingekommen. Die zweiten 45 Minuten waren ähnlich wie in Leverkusen, die letzte Gier und Überzeugung hat uns gefehlt. Wir hätten gerne etwas Zählbares mitgenommen und jetzt neun oder elf Punkte”, erklärte Schröder.

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