Emotionen zum Ausstand: Magdeburg verabschiedet zwölf Spieler - kicker
2. Liga: Fan-Ärger in Magdeburg! Spiel gegen 1. FC Köln unterbrochen
Gegen Zweitliga-Meister 1. FC Köln durften sich die Fans des 1. FC Magdeburg zum Ausstand nochmals über einen Punkt freuen, auch ansonsten war der Rahmen vor dem Gang in die Drittklassigkeit recht emotional.

Wenn es denn großen Frust gegeben hatte, war der in Sachsen-Anhalt bereits vor dem 34. Spieltag verwunden. Schon vor dem Anpfiff bewegten sich die Magdeburger Spieler in Richtung der Fankurve, die ihrer Mannschaft lautstarken Beifall spendete. Im Spiel selbst glich Felix Lohkemper den frühen Rückstand durch Zweitliga-Torschützenkönig Simon Terodde aus, ansonsten ließ der spiellaunige FCM diverse Chancen liegen. Gerade dieses Manko kostete den Klub wohl den Ligaverbleib – wie auch Trainer Michael Oenning seine Zukunft beim Europapokalsieger von 1974.

Neben Oenning müssen oder dürfen sich in der kommenden Spielzeit gleich zwölf Spieler aus dem Magdeburger Kader neu orientieren, am letzten Spieltag vor heimischer Kulisse in der MDCC-Arena wurden sie emotional verabschiedet. Speziell Nils Butzen und Christopher Handke, seit zehn bzw. seit sechs Jahren im Verein, wurden regelrecht gefeiert.

FCM – 1. FC Köln: Spielunterbrechung nach Fan-Auseinandersetzungen

Giorgi Loria, Jan Kirchhoff, Felix Lohkemper, Mario Seidel, Dennis Erdmann, Richard Weil, Aleksandar Ignjovski, Steven Lewerenz, Romain Brégerie, Michel Niemeyer erhielten als Erinnerungsstück ebenfalls eine Collage – zudem werden die Leihspieler Joel Abu Hanna (Fortuna Köln) und Leon Heynke (Germania Halberstadt) nicht nach Magdeburg zurückkehren.

Während es für Butzen, der zu Hansa Rostock wechselt, “mega emotional und ein guter Abschluss” war, äußerte Erdmann seine Unzufriedenheit: “Der Abschied geht nicht alleine von mir aus. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich unbedingt gehalten werden sollte. Ich weiß jetzt noch gar nicht, wie es weitergeht. Ich fahre am Donnerstag erst einmal drei Wochen in den Urlaub in die USA.”

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Rauch in Magdeburg: Die Partie gegen Köln musste zwischenzeitlich unterbrochen werden. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Das Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Köln am 34. Spieltag wurde zum Start der zweiten Hälfte unterbrochen. Fans auf der Tribüne gingen aufeinander los. 

Die Zweitliga-Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Köln ist von Randale auf der Tribüne überschattet worden. Fans beider Vereine gingen auf der Tribüne des Stadions in Magdeburg aufeinander los. 

Durch den Umbau der Fantribüne stehen die beiden Fanlager relativ dicht beieinander und werden nur durch eine kleine Pufferzone getrennt. In diese Zone drangen die Kölner Anhänger ein. 

Die Polizei versucht die beiden Fan-Lager zu trennen: Wegen eines Umbaus des Magdeburger Stadion standen sie näher als gewöhnlich beeinander. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Schiedsrichter Sven Waschitzki blieb nichts anderes übrig, als die Partie zu unterbrechen. Ordnungskräfte bekamen das Problem relativ schnell wieder in den Griff. Die Partie konnte fortgesetzt werden. Sie endete schließlich mit 1:1. Torschützenkönig Simon Terodde hatte die Kölner in Führung gebracht (3.), Felix Lohkemper glich für Magdeburg aus (53.).

Aus sportlicher Sicht war die Partie bedeutungslos: Köln ist bereits sicher in die Bundesliga aufgestiegen. Magdeburg ist abgestiegen. 

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