Weniger Gewinn für BASF in Ludwigshafen
Amazon, BASF, Snap: Die Quartalszahlen des Tages
Im dritten Quartal sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wie BASF in Ludwigshafen mitteilte. Analysten hatten hier etwas mehr erwartet. Der Kurs der BASF-Aktie gab im frühen Handel um 1,9 Prozent nach. Händler stellten in ersten Reaktionen auf die Resultate vor allem auf das sehr schwach gelaufene Kerngeschäft des Ludwigshafener Chemieriesen ab. Ads_BA_AD(CAD2);

“Die Herausforderungen im makroökonomischen Umfeld nehmen zu”, warnte Brudermüller. “Das lässt sich auch an unseren Ergebnissen dieses dritten Quartals 2018 ablesen.” Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging von Juli bis September um 14 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro zurück. Der Gewinnrückgang schließt keine Sparte aus, die bei BASF verbleibt.

Gewinnrückgang bei BASF – Geschäft mit Basischemikalien belastet Schwächen im Geschäft mit Basischemikalien haben BASF im dritten Quartal zugesetzt. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie der Chemiekonzern am Freitag mitteilte. Der Umsatz lag bei 15,6 Milliarden Euro, ein Plus von acht Prozent. Dabei profitierte BASF vor allem von höheren Preisen. Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,2 Milliarden Euro, ein Minus von zehn Prozent. Im Geschäft mit Basischemikalien leidet BASF unter rückläufigen Renditen und höheren Kosten. Daneben kämpft der Konzern aber auch mit dem niedrigen Wasserstand des Rheins. "Über das gesamte dritte Quartal hat uns dies zu schaffen gemacht und zu Produktionseinschränkungen und höheren Transportkosten geführt", sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. Für das Gesamtjahr bekräftigte BASF die Prognosen und geht unverändert von einem leichten Umsatzwachstum aus. Der bereinigte Betriebsgewinn soll leicht unter dem Vorjahresniveau von 7,6 Milliarden Euro liegen.

Alleine bei den Basischemikalien sank das Ergebnis um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Hier machte sich unter anderem der deutlich höhere Ölpreis bemerkbar, der bei Petrochemikalien auf die Margen drückt. Im Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut rutschte BASF aufgrund der übernommenen Bayer-Geschäfte leicht in die Verlustzone.

Das Geschäft mit Basischemikalien macht BASF (BASF Aktie) im dritten Quartal zu schaffen. Bei vielen US-Unternehmen läuft es dagegen rund: Intel (Intel Aktie), Amazon und Alphabet können deutlich mehr verdienen.

Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund der zugekauften Bayer-Geschäfte um acht Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Zudem profitierte das Unternehmen von höheren Verkaufspreisen sowie gestiegenen Mengen. Gegenwind gab es erneut von der Währungsseite, der Euro zehrte einen kleinen Teil des Zuwachses auf.

Zahlreiche Firmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuelle Quartalsbilanz. Es folgt in Kurzform ein Überblick über einige Ergebnisse vom Freitag, den 26. Oktober 2018:

Seine wegen des Dea-Deals bereits Ende September angepassten Jahresziele bestätigte BASF. So soll das um Sondereinflüsse bereinigte Ebit leicht unter dem Vorjahreswert von 7,6 Milliarden Euro liegen. Die Sonderfaktoren nicht herausgerechnet, erwartet BASF einen deutlichen Ebit-Rückgang. Der Umsatz soll die 61,2 Milliarden Euro von 2017 leicht übertreffen. /mne/she/fba

Die Aktienmärkte sind zuletzt stark unter Druck geraten. Doch die DZ Bank geht davon aus, dass der Umfang der Korrektur übertrieben ist. W …

* Deutsche Bank Real-Time Indikationen basieren auf Preisen von der Deutschen Bank emittierten Produkten. Diese Produkte versuchen, den jeweiligen Index 1:1 zu tracken. Die Preisstellung erfolgt börsentäglich zwischen 09:15 und 17:15.

Das Geschäft mit Basischemikalien macht BASF im dritten Quartal zu schaffen. Bei vielen US-Unternehmen läuft es dagegen rund: Intel, Amazon und Alphabet können deutlich mehr verdienen.

Zahlreiche Firmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuelle Quartalsbilanz. Es folgt in Kurzform ein Überblick über einige Ergebnisse vom Freitag, den 26. Oktober 2018:

Gewinnrückgang bei BASF – Geschäft mit Basischemikalien belastet Schwächen im Geschäft mit Basischemikalien haben BASF im dritten Quartal zugesetzt. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie der Chemiekonzern am Freitag mitteilte. Der Umsatz lag bei 15,6 Milliarden Euro, ein Plus von acht Prozent. Dabei profitierte BASF vor allem von höheren Preisen. Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,2 Milliarden Euro, ein Minus von zehn Prozent. Im Geschäft mit Basischemikalien leidet BASF unter rückläufigen Renditen und höheren Kosten. Daneben kämpft der Konzern aber auch mit dem niedrigen Wasserstand des Rheins. Über das gesamte dritte Quartal hat uns dies zu schaffen gemacht und zu Produktionseinschränkungen und höheren Transportkosten geführt, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. Für das Gesamtjahr bekräftigte BASF die Prognosen und geht unverändert von einem leichten Umsatzwachstum aus. Der bereinigte Betriebsgewinn soll leicht unter dem Vorjahresniveau von 7,6 Milliarden Euro liegen.

Zementriese LafargeHolcim senkt Ergebnisausblick Angesichts steigender Kosten senkt der Zementriesen LafargeHolcim den Ergebnisausblick für das laufende Jahr. Nun peilt das Schweizer Unternehmen einen Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns um drei bis fünf Prozent an, wie LafargeHolcim am Freitag mitteilte. Bisher hatte das Unternehmen ein Plus von mindestens fünf Prozent in Aussicht gestellt. Dagegen schätzte LafargeHolcim die Umsatzentwicklung positiver ein und erwartet jetzt einen Anstieg um vier bis sechs Prozent statt wie bisher von drei bis fünf Prozent. Im dritten Quartal steigerte der Konzern den Erlös um 5,8 Prozent auf 7,36 Milliarden Franken und lag damit am oberen Rand der Analysten-Schätzungen.

British-Airways-Mutter IAG verdient mehr als erwartetDie British-Airways-Mutter verdient trotz der steigenden Kerosinpreise und ungünstiger Wechselkurse etwas mehr als erwartet. Der Gewinn stieg im abgelaufenen Quartal leicht auf 1,46 Milliarden Euro, Experten hatten einen Rückgang auf 1,43 Milliarden Euro erwartet.

Steigender Ölpreis füllt die Kassen von TotalDer französische Ölkonzern will angesichts der höheren Preise mehr Öl fördern als bislang geplant. Im dritten Quartal verdiente das Unternehmen mit vier Milliarden Dollar 48 Prozent mehr als im Vorjahr und so viel in einem Quartal wie seit 2012 nicht.

Britische Bank RBS steigert Gewinn – Brexit verunsichertDie britische Bank hat ihren Gewinn im dritten Quartal gesteigert. Unter dem Strich stieg das Ergebnis auf 448 Millionen Pfund (505,20 Millionen Euro) nach 392 Millionen Pfund im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit 507 Millionen Pfund gerechnet.

Geschäfte mit Rechenzentren bringen Intel voran Gute Geschäfte mit Rechenzentren haben dem US-Chiphersteller Intel einen höheren Gewinn beschert. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im dritten Quartal mit 6,4 Milliarden Dollar rund 42 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettoumsatz stieg um 19 Prozent auf 19,2 Milliarden Dollar, wie der AMD-Rivale am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Zuletzt hatten pessimistische Prognosen anderer großer Chipproduzenten den Märkten zugesetzt. Am Donnerstag legten Intel-Papiere nachbörslich 3,5 Prozent zu.

Amazon Quartalszahlen Rekordgewinne reichen nicht mehr Amazon scheffelt Rekordprofit, nicht nur wegen seiner Goldgrube mit dem Vermieten von Datenzentren. Warum Analysten trotzdem enttäuscht sind und die Aktie unter Druck gerät. von Matthias Hohensee Amazon wächst weiter kräftig – Umsatz jedoch unter Erwartungen Der weltgrößte Onlinehändler Amazon macht dank des boomenden Internethandels und starker Nachfrage nach seinen IT-Diensten weiter gute Geschäfte. Im dritten Quartal schoss der Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreswert von 256 Millionen auf 2,9 Milliarden Dollar (2,6 Mrd Euro) in die Höhe, wie der Konzern von Tech-Milliardär Jeff Bezos am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse kletterten um 29 Prozent auf 56,6 Milliarden Dollar. Trotz des starken Wachstums reagierten Anleger enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich in einer ersten Reaktion um über fünf Prozent sinken. Experten hatten mit einem höheren Umsatz gerechnet.

Snapchat erwartet weiteren Nutzerschwund – Aktie stürzt ab Die Foto-App Snapchat hat im Sommerquartal weiter Nutzer verloren und rechnet nicht mit einer raschen Trendwende. In den drei Monaten bis Ende September sank die Zahl der täglich aktiven User um ein Prozent auf 188 Millionen, wie die Snapchat-Mutter Snap am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. In einer Schalte mit Analysten sagte Finanzchef Tim Stone, dass der Nutzerschwund vorerst anhalten dürfte. Anleger ließen die Aktie daraufhin nachbörslich um zehn Prozent abstürzen. Dabei konnte Snap die Erwartungen der Wall Street bei den Finanzergebnissen im jüngsten Quartal übertreffen. Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 298 Millionen Dollar. Der Verlust nahm von 443 Millionen auf 325 Millionen Dollar ab. Snapchat leidet schon länger unter scharfer Konkurrenz durch Facebooks Tochter Instagram, zudem kamen die jüngsten Umgestaltungen der einst besonders bei jüngeren Leuten sehr populären App bei vielen Nutzern nicht gut an.

Gewinn bei Volvo Cars halbiert – Handelsstreit belastet Der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Kosten für den Start neuer Produkte haben dem schwedischen Autohersteller im dritten Quartal zugesetzt. Das operative Ergebnis von Volvo Cars – Teil des chinesischen Geely-Konzerns – rutschte auf 1,84 Milliarden Schwedische Kronen (177,37 Millionen Euro) nach 3,67 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg dagegen um 18 Prozent auf 56,78 Milliarden Kronen.

Waschanlagenbauer Washtec kassiert PrognoseDer Waschanlagenbauer hat seine Prognose gesenkt. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet das SDax-Unternehmen nun ein Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent bei einem stabilen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit). Zuvor hatte es sich ein Erlösplus von rund drei Prozent und einen deutlichen Anstieg des Ebit vorgenommen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 9,7 Prozent auf 112,6 Millionen Euro, das Ebit verbesserte sich um 17,3 Prozent auf 14,9 Millionen Euro.

Starke Quartalszahlen Berichte über sexuelle Belästigungen überschatten Google-Bilanz Der Suchmaschinen-Riese Google hat seinem Mutterhaus Alphabet einmal mehr starke Quartalszahlen beschert. Für Aufsehen sorgten aber weniger die guten Geschäfte, sondern vielmehr ein brisanter Zeitungsbericht. Google-Mutter Alphabet verdient deutlich mehr Googles Mutterkonzern Alphabet hat den Gewinn im Sommerquartal dank hoher Werbeeinnahmen und niedrigerer Steuern kräftig erhöht. In den drei Monaten bis Ende September kletterte der Überschuss im Jahresvergleich von 6,7 Milliarden auf 9,2 Milliarden Dollar (8,1 Mrd Euro), wie der Internetgigant am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse stiegen um 21 Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar. An der Wall Street war jedoch mit mehr gerechnet worden – die Aktie fiel nachbörslich zunächst um über drei Prozent. Alphabets Quartalsbilanz profitierte erneut vom boomenden Geschäft mit Internetanzeigen, das ein rund 20-prozentiges Erlösplus erzielte und mit knapp 29 Milliarden Dollar den Großteil der Einnahmen beisteuerte. In den restlichen Sparten nahm der Umsatz um 43 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar zu. Unser Geschäft bleibt weltweit stark in Form, kommentierte Finanzchefin Ruth Porat die Zahlen. Zudem spielte dem Konzern die Steuersenkung der US-Regierung in die Karten. Die effektive Steuerquote ging von 16 auf lediglich 9 Prozent zurück.

Strafzölle machen AEG-Mutter Electrolux zu schaffen Die Strafzölle und höhere Rohstoffpreise machen der AEG-Mutter zu schaffen. Der schwedische Haushaltsgeräte-Hersteller rechnet für das laufende Jahr mit einem geringeren Wachstum. Im abgelaufenen Quartal verdiente das Unternehmen 1,76 Milliarden schwedische Kronen (umgerechnet knapp 170 Millionen Euro) nach 1,98 Milliarden Kronen vor Jahresfrist.

Colgate wird nach Umsatzrückgang skeptischerstellt sich nach einem Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal auch für den Jahresschluss auf weniger Erlöse ein. Der Konsumgüterhersteller sagte für das vierte Quartal einen Rückgang der Einnahmen um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz voraus. Im dritten Quartal sank der Umsatz um drei Prozent auf 3,845 Milliarden Dollar.