Der Vorwurf lautet: Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr, ein Straftatbestand, der nach den Worten von Udo Gehring, Leiter der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern, mit einer Geldstrafe von bis zu drei Jahren Haft geahndet werden kann. Der mutmaßliche Schaden belaufe sich auf Millionen.

Korrupte Mitarbeiter im Zusammenspiel mit externen Firmen – das kennt der Chemiekonzern schon. Die internen Kontrollen hätten gegriffen, meint BASF. Die Mitarbeiter seien nun freigestellt.

Auch 2009 und 2010 hatte es ähnliche Fälle gegeben – ebenfalls in Zusammenhang mit Fremdfirmen. Zeitweise beschäftigt der größte deutsche Chemiekonzern mehr als 10.000 Mitarbeiter von Fremdfirmen im Stammwerk Ludwigshafen. Schon 2012 wurden mehrere BASF-Mitarbeiter wegen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Aufträgen an externe Firmen verurteilt. Damals ging es um die doppelte Abrechnung von Leistungen. Vor acht Jahren wurde ein Betrug mit Paletten aufgedeckt: Ein BASF-Mitarbeiter soll Beschäftigten einer externen Spedition geholfen haben, Hunderttausende Paletten aus dem BASF-Werk abzuzweigen und auf eigene Rechnung zu verkaufen. Damals hatte BASF die internen Kontrollen verschärft.

Der materielle Schaden ist für BASF zwar ärgerlich, aber nicht bedrohlich: Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres erwirtschafteten die Ludwigshafener einen Überschuss von 4,5 Milliarden Euro. Doch der Ruf des Unternehmens dürfte leiden.

Die Vorfälle wurden laut BASF im Rahmen einer internen Prüfung im vergangenen Jahr aufgedeckt. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern leitete daraufhin ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen „vier BASF-Mitarbeiter einer unteren Führungsebene, sowie gegen fünf Verantwortliche der beteiligten externen Firmen ein“, wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt. Ende Januar wurden Wohnungen und Arbeitsplätze der Verdächtigen auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft durchsucht, wobei man umfangreiche Unterlagen und Daten sichergestellt habe. Einer der betroffenen BASF-Mitarbeiter sei inzwischen verstorben. 

BASF ermittelt gegen Mitarbeiter wegen Betrugsverdacht

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Am 30. Jänner waren Arbeitsplätze und Wohnungen der BASF-Mitarbeiter sowie von fünf Vertretern externer Firmen durchsucht worden. Es wurden Unterlagen und Daten sichergestellt, die nun ausgewertet werden. "Zu der Frage, ob sich die Beschuldigten bereits zu den Vorwürfen geäußert haben, mache ich derzeit keine Angaben", teilte der Leitende Oberstaatsanwalt in Kaiserslautern, Udo Gehring, auf Anfrage mit.

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Betrüger prellen BASF um mehrere Millionen Euro

Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat im Fall des mutmaßlichen Millionenbetrugs bei der BASF gegen vier Mitarbeiter des Unternehmens und fünf Verantwortliche der beteiligten externen Firmen Ermittlungen aufgenommen. Das teilte sie am Montagmorgen mit. Sie bestätigte die Meldung der RHEINPFALZ vom Sonntag, der zufolge einer der BASF-Mitarbeiter inzwischen verstorben sei, der Mann nahm sich das Leben. Beamte des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, vorwiegend des Kommissariats für Wirtschaftsstrafsachen, hätten, wie berichtet, am 30. Januar die Arbeitsplätze und Wohnungen der verdächtigen Mitarbeiter durchsucht. Vorwurf: Betrug zu Lasten der BASFDen drei BASF-Mitarbeitern und den Verantwortlichen der beteiligten externen Firmen werde der Vorwurf des Betrugs zu Lasten der BASF gemacht. Sie sollen Leistungen in Rechnung gestellt haben, die nie erbracht wurden. Zudem bestehe der Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung im geschäftlichen Verkehr. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der mutmaßliche Schaden, der der BASF entstanden sein dürfte, Millionenhöhe erreicht. Bei den Durchsuchungen seien umfangreiche Unterlagen und Daten sichergestellt, die derzeit ausgewertet würden. |jus

Es ist nicht das erste Mal, dass BASF Opfer eines großangelegten Abrechnungsbetrugs wird.  Schon zwischen 2005 und 2009 hatten Dienstleister zahlreiche Arbeitsleistungen doppelt abgerechnet, der Schaden belief sich auf 1,5 Millionen Euro. Auch damals waren sowohl interne als auch externe Mitarbeiter in die Betrugsfälle involviert.Im Jahr 2010 wurde bekannt, dass eine Spedition im Lauf mehrerer Jahre 300.000 Europaletten vom BASF-Gelände gestohlen hatte. Damals wurden täglich 400 Paletten entwendet und weiterverkauft. Der daraus entstandene Schaden wurde mit rund 2 Millionen Euro beziffert.  Über Jahre hinweg beschäftigten diese Fälle die Ermittlungsbehörden. Als Reaktion hatte der Konzern seine internen Kontrollmechanismen im Bereich Auftrags- und Rechnungsmonitoring verschärft, um Fällen dieser Art vorzubeugen. andreas.mehring[at]finance-magazin.de

Ein 31-Jähriger hat am Dienstagabend in der Mannheimer Neckarstadt seine Lebensgefährtin mit einem Messer bedroht und einen größeren Polizeieinsatz …

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hatten interne Untersuchungen des Unternehmens 2017 den Verdacht aufkommen lassen, dass externe Firmen zusammen mit vier BASF-Mitarbeitern in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am BASF-Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben. Einer der BASF-Mitarbeiter ist inzwischen gestorben, so dass noch gegen drei ermittelt wird. Es sollen Rechnungen gestellt worden sein, denen keine entsprechenden Leistungen zugrunde lagen.

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Abrechnungsbetrug bei der BASF

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Millionenschaden für Chemiekonzern BASF

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