Leverkusen sichert sich die Königsklasse - sportschau.de
Bayer Leverkusen: Champions League! Bleibt Julian Brandt?
Bayer Leverkusen hat den letzten noch freien Champions-League-Platz erobert. Der Werksklub gewann im Bundesligafinale am Samstag (18.05.2019) sein Auswärtsspiel bei Hertha BSC mit 5:1 (2:1) und kletterte in der Tabelle noch an Konkurrent Borussia Mönchengladbach vorbei auf Rang vier.

Kai Havertz erzielte mit seinem 17. Saisontor (28.) zum neunten Mal das so wichtige 1:0 für Bayer – Ligahöchstwert. Einen Dreierpack schnürte Stürmer Lucas Alario (38., 72., 88.), zudem traf Julian Brandt (54.) für Leverkusen. Bei Hertha erzielte Valentino Lazaro im letzten Spiel von Trainer Pal Dardai den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (34.).

Drei Tore von Alario: Bayer zieht in die Champions League ein

“Das Bier heute haben wir uns verdient”, sagte Bayer-Kapitän Lars Bender nach dem Erreichen der Champions League der Sportschau. “Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, die an sich glaubt und super Typen hat, die bereit sind, alles füreinander zu geben.”

Das 4:1 in der 72. Minute entsprang ein wenig dem Zufall: Nach Weiser-Flanke landete ein Klärungsversuch von Lustenberger genau bei Volland, der den Ball bei seinem Volleyversuch aber ebenso wenig richtig traf, wie Alario, zu dem Vollands Abnahme gelangt war. Doch im Nachsetzen konnte der Argentinier aus kurzer Distanz per Kopf dennoch seinen zweiten Treffer des Tages erzielen. Den Schlusspunkt setzte Alario nach Zuspiel von Lars Bender in der 88. Minute – und machte seinen Dreierpack damit perfekt.

Video starten, abbrechen mit Escape Bosz: “Die Spieler haben das traumhaft gemacht”. Sportschau. 18.05.2019. 00:24 Min.. Das Erste.

Die Hertha erwischte den etwas besseren Start in der Partie. Ibisevic scheiterte mit einer ersten Kopfballgelegenheit an Hradecky (3.). Die Leverkusener agierten zunächst abwartend, hatten in der 10. Minute durch einen satten Distanzschuss von Wendell, den Kraft im Flug abwehrte, aber dennoch eine gute Gelegenheit. Auch im weiteren Verlauf spielte sich das Geschehen zunächst vor allem im Mittelfeld ab. Nach einer Einzelaktion verzog Havertz vom außerhalb des Strafraums knapp (22.).

Die Leverkusener brauchten eine gewisse Anlaufzeit, ehe sie dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Nach einem Warnschuss von Ibisevic waren die Gäste etwas offensivstärker, ohne jedoch zunächst zu zwingenden Torchancen zu kommen. Anfangs sorgten Fernschüsse von Wendell und Havertz für die größte Gefahr. Nach einem langen Pass von Innenverteidiger Jonathan Tah sprintete Havertz dann aber allein auf Hertha-Torhüter Thomas Kraft zu und ließ diesem mit einem satten Linksschuss vom Torraumeck keine Abwehrchance.

Nach ruhigem Beginn in der zweiten Hälfte sorgte ein gelungener Bayer-Angriff schon für die Vorentscheidung: Aranguiz fand am Strafraumrand Brandt, dessen Rechtsschuss mit Effet genau im linken oberen Eck einschlug – Traumtor (54.). Die Partie plätscherte im weiteren Verlauf weitgehend dahin. Während Bayer den Vorsprung verwaltete, auch in dem Wissen, das Dortmund nahezu gleichzeitig das 2:0 in Gladbach erzielt hatte, ging die Hertha nicht mehr mit letzter Konsequenz zu Werke.

Audio starten, abbrechen mit Escape Brandt: "Eine Wahnsinnsgeschichte" Sportschau. 18.05.2019. 01:01 Min.. ARD. Von Dennis Wiese.

Dank eines 5:1-Erfolgs bei Hertha BSC und der Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund schaffte Bayer Leverkusen am 34. Spieltag noch den Sprung auf Platz vier und sicherte sich damit die Champions-League-Teilnahme 2019/20. In einer Bundesliga-Partie auf überschaubarem Niveau war die Werkself das durchschlagskräftigere Team.

Hertha drückte sofort auf den Ausgleich und wurde schnell belohnt: Lazaro bugsierte eine scharfe Hereingabe von Ondrej Duda aus kürzester Distanz über die Linie. Doch auch die Leverkusener erholten sich schnell von diesem Schock und konterten nur vier Minuten später mit der abermaligen Führung durch Alario, der den Ball artistisch am herausstürmenden Kraft vorbeispitzelte.

Herthas Coach Pal Dardai verzichtete in seinem letzten Spiel als Hertha-Cheftrainer nach dem 4:3 in Augsburg auf Wechsel in seiner Startformation. In seinem ebenfalls letzten Spiel für die Berliner übernahm indes Ex-Kapitän Lustenberger noch einmal die Kapitänsbinde vom etatmäßigen Spielführer Ibisevic.

Nach dem Seitenwechsel passierte lange Zeit nur wenig. Leverkusen war um Ballsicherheit und Risikominimierung bemüht. Den Berlinern merkte man an, dass es bei ihnen um nichts mehr ging. Das spiegelte sich auch im fast körperlosen Abwehrverhalten beim Treffer von Brandt zum 1:3 wider. Alario machte dann mit einem Kopfball aus kürzester Distanz und einem Treffer aus elf Metern alles klar für die Gäste.

Leverkusens Trainer Peter Bosz tauschte nach dem 1:1 gegen den FC Schalke 04 vor einer Woche einmal: Weiser übernahm für Lars Bender (Bank), der in den Tagen vor der Partie mit muskulären Problemen zu kämpfen gehabt hatte.

“Natürlich war das Ergebnis nicht schön heute. Aber wenn du Leverkusen Luft gibst, dann hast du solche Ergebnisse”, sagte Hertha-Trainer Dardai der Sportschau. “Jetzt mache ich erstmal Pause und Urlaub.”

Durch den Erfolg schaffte Bayer am 34. Spieltag erstmals in der gesamten Saison 2018/19 den Sprung unter die ersten Vier und sicherte sich so die CL-Teilnahme. Berlin beendet die Saison auf Rang elf.

Bereits vor dem Anpfiff hatte sich Dardai, der von U23-Coach Ante Covic beerbt wird von den Berliner Fans verabschiedet. Auch nach der Partie wurde der scheidende Trainer vom Anhang gefeiert.

T. Kraft – Klünter (45.+2 Mittelstädt), Lustenberger, Rekik, Plattenhardt – Skjelbred (46. Dilrosun), Grujic – Lazaro, Duda, Kalou – Ibisevic (73. Köpke)

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Hradecky – Tah, S. Bender (59. Dragovic), Wendell – Baumgartlinger, Ch. Aranguiz (75. L. Bender) – Weiser (81. Kohr), Havertz, Brandt, K. Volland – Alario

Punktlandung für die Champions League! Bayer Leverkusen gewinnt 5:1 in Berlin, steht pünktlich zum Saisonende zum ersten Mal auf Platz vier – und hat mit dem Einzug in die Königsklasse jetzt auch im Kampf um Julian Brandt (23/35 Mio Marktwert) nach eigener Ansicht gute Karten.

Sportchef Simon Rolfes (37): Was hier heute passiert ist, ist schon ein gutes Argument. Sport-Geschäftsführer Rudi Völler (59): Ich bin sehr optimistisch, weil ich weiß, dass er sich hier wohlfühlt. Und er hat einen Trainer, der ihn neu erfunden hat. Ich denke, dass er sich in den nächsten sieben, acht Tagen entscheiden wird.

Diese Spieler sind Millionen wert – und machen Millionen klar. Bayers Havertz und Brandt treffen gegen Hertha zur Königsklasse.

Brandt spricht im ARD-Hörfunk über seine Zukunft nach der Champions-League-Qualifikation: Da fällt viel Druck ab. Das erleichtert mir vieles. Am Nationalspieler (24 Einsätze) sind neben dem BVB auch Atlético Madrid und Tottenham Hotspur dran. Gegen Hertha zeigt er beim Traumtor zum 3:1 seine Klasse (55).Leverkusen-Trainer Peter Bosz (55) holte seit seinem Amtsantritt im Winter 34 Punkte, allein 13 in den letzten fünf Spielen. Bosz: Die Jungs haben das traumhaft gemacht. Die Spielweise hat Spaß gemacht.Gilt nicht nur für Brandt, sondern auch für Dreierpacker Lucas Alario (38./72./88. – BamS-Note 1) und Super-Talent Kai Havertz (19).Sein 1:0 (28.) ist sein 17. Saisontor. So viele hat vor ihm noch kein Teenager geschafft.Nach Abpfiff gibt Torwart Lukas Hradecky (29) den Party-Befehl: Ich gehe jetzt saufen! In der Kabine fliegt Sportdirektor Rolfes ins Entmüdungsbecken, nach der Ankunft in Leverkusen feiert die Mannschaft am Stadion.Dazu ist nach BamS-Infos ab heute ein Zwei-Tages-Trip nach Barcelona geplant. 30 Millionen an Mehr-Einnahmen im Vergleich zur Europa League sind jetzt garantiert.

Vom Europapokal ist Hertha BSC weit entfernt. Pal Dardai (43) landet zum Abschied auf Platz 11, benotet seine viereinhalb Jahre als Cheftrainer bei Sky so: Wie als Spieler: starker Durchschnitt – Note 3!Bei der Verabschiedung vor dem Spiel fließen bei Dardai und auch Kapitän Fabian Lustenberger (31/Abschied nach zwölf Jahren) Tränen. Dardai: Ich bleibe Herthaner, egal was passiert. Im Sommer übernimmt U23-Trainer Ante Covic (43). Dardai macht erst mal Pause.

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