Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen | Spielbericht - Bundesliga - Die offizielle Seite
Leverkusen sichert sich die Königsklasse
Dank eines 5:1-Erfolgs bei Hertha BSC und der Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund schaffte Bayer Leverkusen am 34. Spieltag noch den Sprung auf Platz vier und sicherte sich damit die Champions-League-Teilnahme 2019/20. In einer Bundesliga-Partie auf überschaubarem Niveau war die Werkself das durchschlagskräftigere Team.

Herthas Coach Pal Dardai verzichtete in seinem letzten Spiel als Hertha-Cheftrainer nach dem 4:3 in Augsburg auf Wechsel in seiner Startformation. In seinem ebenfalls letzten Spiel für die Berliner übernahm indes Ex-Kapitän Lustenberger noch einmal die Kapitänsbinde vom etatmäßigen Spielführer Ibisevic.

Nach der Traum-Direktabnahme von Brandt zum 3:1 ist alles klar (55.). Dazu trifft Alario (BILD-Note 1) dreifach (38./72./88.). Für den 24-maligen DFB-Spieler Brandt ist die Königsklasse auch ein Super-Argument, um auch nächste Saison bei Bayer bleiben. Er wird unter anderem vom BVB gejagt.

Leverkusens Trainer Peter Bosz tauschte nach dem 1:1 gegen den FC Schalke 04 vor einer Woche einmal: Weiser übernahm für Lars Bender (Bank), der in den Tagen vor der Partie mit muskulären Problemen zu kämpfen gehabt hatte.

Super-Teenager Kai Havertz (19/65 Mio Marktwert) und Julian Brandt (23/45 Mio) schießen Leverkusen in die Champions League! Beim 5:1-Sieg bei Hertha BSC treffen beide Nationalspieler. Der Einzug in die Königsklasse bedeutet für Bayer gesicherte Einnahmen von etwa 30 Millionen Euro.

Bayer Leverkusen ballert sich in die Champions League

Die Hertha erwischte den etwas besseren Start in der Partie. Ibisevic scheiterte mit einer ersten Kopfballgelegenheit an Hradecky (3.). Die Leverkusener agierten zunächst abwartend, hatten in der 10. Minute durch einen satten Distanzschuss von Wendell, den Kraft im Flug abwehrte, aber dennoch eine gute Gelegenheit. Auch im weiteren Verlauf spielte sich das Geschehen zunächst vor allem im Mittelfeld ab. Nach einer Einzelaktion verzog Havertz vom außerhalb des Strafraums knapp (22.).

Den Anfang macht Havertz, der zum neunten Mal in dieser Saison das wichtige 1:0 (28.) schießt. Dazu ist es sein 17. Saisontor – besser war kein U20-Spieler in der Liga-Geschichte. Alle seine Gegenspieler (Grujic, Rekik, Kraft) schauen beim Havertz-Halbvolley nur zu.

Nach einer knappen halben Stunde wurde es plötzlich aus heiterem Himmel turbulent: Tah spielte Havertz von der Mittellinie halblinks im Strafraum frei, der Kraft aus recht spitzem Winkel im kurzen Eck überwand (28.). Kurz zuvor hatte sich der Hertha-Keeper nach einem unabsichtlichem Tritt auf den Oberarm von Alario wehgetan. Die Hertha antwortete indes zügig auf den Rückstand. Ibisevic fand fast vor der Torauslinie Duda, dessen Hereingabe in den Fünfmeterraum Lazaro über die Linie drückte (34.). Doch auch Bayer schlug prompt wieder zurück: Wendell spielte Alario frei, der den Ball schließlich – trotz Schubser von Rekik – im Fallen gekonnt über Kraft hinweg ins Tor beförderte (38.).

Da Gladbach im Parallelspiel zur Pause gegen Dortmund zurücklag, hatte sich Bayer so bereits zur Halbzeit recht komfortabel auf dem Champions-League-Platz vier eingenistet.

Unschön der Ellenbogeneinsatz von Bayers Volland gegen Klünter kurz vor der Pause: Der Berliner muss mit Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung vom Feld, Volland bekommt nach Platzverweis-Check am Video-Bildschirm nur Gelb.

Nach ruhigem Beginn in der zweiten Hälfte sorgte ein gelungener Bayer-Angriff schon für die Vorentscheidung: Aranguiz fand am Strafraumrand Brandt, dessen Rechtsschuss mit Effet genau im linken oberen Eck einschlug – Traumtor (54.). Die Partie plätscherte im weiteren Verlauf weitgehend dahin. Während Bayer den Vorsprung verwaltete, auch in dem Wissen, das Dortmund nahezu gleichzeitig das 2:0 in Gladbach erzielt hatte, ging die Hertha nicht mehr mit letzter Konsequenz zu Werke.

Trainer Dardai bei Sky: Wir haben unnötige Tore kassiert. Aber mit so vielen Verletzungen mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, ist eine Leistung. Der neue Trainer übernimmt eine funktionierende Mannschaft.

Das 4:1 in der 72. Minute entsprang ein wenig dem Zufall: Nach Weiser-Flanke landete ein Klärungsversuch von Lustenberger genau bei Volland, der den Ball bei seinem Volleyversuch aber ebenso wenig richtig traf, wie Alario, zu dem Vollands Abnahme gelangt war. Doch im Nachsetzen konnte der Argentinier aus kurzer Distanz per Kopf dennoch seinen zweiten Treffer des Tages erzielen. Den Schlusspunkt setzte Alario nach Zuspiel von Lars Bender in der 88. Minute – und machte seinen Dreierpack damit perfekt.

Kevin Volland bei Sky: Wir haben es nach dieser Saison verdient. Das ist für die Fans, für uns, für die Stadt etwas ganz Besonderes. Die Vorfreude ist jetzt schon da.

Durch den Erfolg schaffte Bayer am 34. Spieltag erstmals in der gesamten Saison 2018/19 den Sprung unter die ersten Vier und sicherte sich so die CL-Teilnahme. Berlin beendet die Saison auf Rang elf.

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Brandt spricht im ARD-Hörfunk über seine Zukunft nach der Champions-League-Qualifikation: Da fällt viel Druck ab. Das erleichtert mir vieles.

Bayer Leverkusen hat den letzten noch freien Champions-League-Platz erobert. Der Werksklub gewann im Bundesligafinale am Samstag (18.05.2019) sein Auswärtsspiel bei Hertha BSC mit 5:1 (2:1) und kletterte in der Tabelle noch an Konkurrent Borussia Mönchengladbach vorbei auf Rang vier.

Ausnahmetalent Kai Havertz erzielte mit seinem 17. Saisontor (28.) zum neunten Mal das so wichtige 1:0 für Bayer – Ligahöchstwert. Einen Dreierpack schnürte Stürmer Lucas Alario (38., 72., 88.), zudem traf und Nationalspieler Julian Brandt (54.) für Leverkusen, das sich den Startplatz in der Königsklasse dank eines starken Saisonendspurts (16 von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Spielen) verdiente.

Kai Havertz erzielte mit seinem 17. Saisontor (28.) zum neunten Mal das so wichtige 1:0 für Bayer – Ligahöchstwert. Einen Dreierpack schnürte Stürmer Lucas Alario (38., 72., 88.), zudem traf Julian Brandt (54.) für Leverkusen. Bei Hertha erzielte Valentino Lazaro im letzten Spiel von Trainer Pal Dardai den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (34.).

Bereits vor dem Anpfiff hatten sich Trainer Dárdai, der von U23-Coach Ante Covic beerbt wird, und der Schweizer Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger, der Hertha nach zwölf Jahren Richtung Heimat verlässt, von den Berliner Fans verabschiedet. Im Spiel durfte Lustenberger die Kapitänsbinde tragen, die er einst an Torjäger Vedad Ibisevic hatte abgeben müssen.

“Das Bier heute haben wir uns verdient”, sagte Bayer-Kapitän Lars Bender nach dem Erreichen der Champions League der Sportschau. “Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, die an sich glaubt und super Typen hat, die bereit sind, alles füreinander zu geben.”

Nach dem Seitenwechsel passiert lange Zeit nur wenig. Leverkusen war um Ballsicherheit und Risikominimierung bemüht. Den Berlinern merkte man an, dass es bei ihnen um nichts mehr ging. Das spiegelte sich auch im fast körperlosen Abwehrverhalten beim Treffer von Brandt zum 1:3 wider. Alario setzte dann mit einem Kopfball aus kürzester Distanz den Schlusspunkt.

Video starten, abbrechen mit Escape Bosz: “Die Spieler haben das traumhaft gemacht”. Sportschau. 18.05.2019. 00:24 Min.. Das Erste.

Die Leverkusener brauchten eine gewisse Anlaufzeit, ehe sie dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Nach einem Warnschuss von Ibisevic (6.) waren die Gäste etwas offensivstärker, ohne jedoch zunächst zu zwingenden Torchancen zu kommen. Anfangs sorgten Fernschüsse von Wendell (10.) und Havertz (22.) für die größte Gefahr.

Die Leverkusener brauchten eine gewisse Anlaufzeit, ehe sie dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Nach einem Warnschuss von Ibisevic waren die Gäste etwas offensivstärker, ohne jedoch zunächst zu zwingenden Torchancen zu kommen. Anfangs sorgten Fernschüsse von Wendell und Havertz für die größte Gefahr. Nach einem langen Pass von Innenverteidiger Jonathan Tah sprintete Havertz dann aber allein auf Hertha-Torhüter Thomas Kraft zu und ließ diesem mit einem satten Linksschuss vom Torraumeck keine Abwehrchance.

Audio starten, abbrechen mit Escape Brandt: "Eine Wahnsinnsgeschichte" Sportschau. 18.05.2019. 01:01 Min.. ARD. Von Dennis Wiese.

Hertha drückte sofort auf den Ausgleich und wurde schnell belohnt: Lazaro bugsierte eine scharfe Hereingabe von Ondrej Duda aus kürzester Distanz über die Linie. Doch auch die Leverkusener erholten sich schnell von diesem Schock und konterten nur vier Minuten später mit der abermaligen Führung durch Alario, der den Ball artistisch am herausstürmenden Kraft vorbeispitzelte.

Der Treffer spielte jedoch den Hausherren in die Karten. Hertha drückte sofort auf den Ausgleich – und wurde schnell belohnt: Lazaro drückte eine scharfe Hereingabe von Ondrej Duda aus kürzester Distanz über die Linie.

Nach dem Seitenwechsel passierte lange Zeit nur wenig. Leverkusen war um Ballsicherheit und Risikominimierung bemüht. Den Berlinern merkte man an, dass es bei ihnen um nichts mehr ging. Das spiegelte sich auch im fast körperlosen Abwehrverhalten beim Treffer von Brandt zum 1:3 wider. Alario machte dann mit einem Kopfball aus kürzester Distanz und einem Treffer aus elf Metern alles klar für die Gäste.

Doch auch die Leverkusener erholten sich schnell von diesem Schock und konterten nur vier Minuten später mit der abermaligen Führung durch Alario, der den Ball artistisch am herausstürmenden Kraft vorbeispitzelte.

“Natürlich war das Ergebnis nicht schön heute. Aber wenn du Leverkusen Luft gibst, dann hast du solche Ergebnisse”, sagte Hertha-Trainer Dardai der Sportschau. “Jetzt mache ich erstmal Pause und Urlaub.”

90': Hier ist pünktlich Schluss. Leverkusen war heute insgesamt zu stark. —– #BSCB04 1:5 #hahohe pic.twitter.com/ruDgloRhmm

Bereits vor dem Anpfiff hatte sich Dardai, der von U23-Coach Ante Covic beerbt wird von den Berliner Fans verabschiedet. Auch nach der Partie wurde der scheidende Trainer vom Anhang gefeiert.

T. Kraft – Klünter (45.+2 Mittelstädt), Lustenberger, Rekik, Plattenhardt – Skjelbred (46. Dilrosun), Grujic – Lazaro, Duda, Kalou – Ibisevic (73. Köpke)

Hradecky – Tah, S. Bender (59. Dragovic), Wendell – Baumgartlinger, Ch. Aranguiz (75. L. Bender) – Weiser (81. Kohr), Havertz, Brandt, K. Volland – Alario