Bayer-Quartett könnte gehen | Neuer Stürmer aus England? - FussballTransfers.com
Transfers: Trifft auch Bayer Leverkusen die große Star-Flucht?
Endspiel um Platz vier für Bayer Leverkusen Bayer Leverkusen zum Saisonfinale bei Hertha BSC (Sa., 15.30 Uhr)Endspiel um Platz vier und die Teilnahme an der Champions League Schwere Aufgaben für Konkurrenten Mönchengladbach und Frankfurt Neuer Abschnitt Jürgen Brandt ist offenbar ein vielbeschäftigter Mann in diesen Tagen. Er kümmert sich für seinen Sohn Julian, Nationalspieler von Bayer Leverkusen, um die Transfergeschäfte. Kürzlich, so berichtete zumindest “Sportbild”, hat er sich mit Dortmunds Sportvorstand Michael Zorc getroffen, beim BVB soll Brandt hoch im Kurs stehen. Auch mit den Bossen von Tottenham hat er angeblich schon verhandelt, meldete der Daily Mirror. Ein Trip nach Liverpool stand eigentlich auch noch auf dem Programm, aber die Reds sollen zwischenzeitlich das Interesse verloren haben an Leverkusens Jungstar, der mit einer festgeschriebenen Ablösesumme von 25 Millionen Euro als Schnäppchen des Transfersommers gilt.

Es kann aber auch gut sein, dass Brandt in Leverkusen bleibt. Der Nationalspieler, dessen Vertrag noch bis 2021 gültig ist, gab vor dem Saisonfinale ein erneutes Bekenntnis zum Klub ab. “Stand jetzt bin ich auch nächste Saison zu 100 Prozent hier. Ich weiß genau, was ich an Leverkusen habe”, sagte Brandt der “Bild”-Zeitung. Doch zugleich ließ er durchblicken, dass sein Verbleib auch davon abhängt, ob er mit Bayer 04 in der kommenden Saison in der Champions League spielt, und nicht in der deutlich weniger schillernden Europa League: “Die Champions League ist ein gewichtiger Grund.”

Für den Werksclub steht im letzten Saisonspiel am Samstag (18.05.2019) bei Hertha BSC also einiges auf dem Spiel. Der Einzug in die Königsklasse wäre ein Happy-End für die Leverkusener, die während des gesamten Verlaufs einer wechselvollen Saison tatsächlich kein einziges Mal auf einem Champions-League-Platz standen.

Der Angreifer zeigt sich aber optimistisch, dass Bayer am letzten Spieltag erstmals in die Saison auf Platz 4 landet. “Es sind zwei Tore auf Gladbach. Gladbach hat ein schweres Spiel vor der Brust. Die Chance ist groß, dass wir den Sprung machen.” Wobei er im Vergleich zum Vorjahr, als Bayer nur knapp über die Tordifferenz Platz 4 verpasste, eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Leverkusener Triumph sieht: “Es ist schon eine bessere Position für uns in diesem Jahr”, sagt er, “wir werden mit einem geilen Gefühl nach Berlin fahren.”

Für Champions League: Bayer kauft Herrlich Klausel ab

Dass sie nun am letzten Spieltag tatsächlich ein “Endspiel” um Platz vier haben, wertete Trainer Peter Bosz, der den Klub in der Winterpause auf Platz neun übernahm, schon als Erfolg: “Als ich im Januar angefangen habe, haben wir darüber noch nicht gesprochen, sagte Bosz, der Bayer wieder auf Kurs gebracht hatte.”Jetzt sind wir so nah dran, jetzt haben wir auch den Willen, es zu schaffen.” Auch Offensivtalent Kai Havertz gab sich entschlossen: “Das ist für uns das wichtigste Spiel des Jahres.”

Am Samstag kämpft Bayer 04 mit Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt um den letzten zu vergebenen Startplatz in der Champions League. Für die Mannschaft und den im Winter verpflichteten Trainer Peter Bosz wäre die Qualifikation für die Königsklasse die Krönung einer starken Rückrunde. Bosz-Vorgänger Heiko Herrlich profitiert bei Platz 4 allerdings nicht in dem bei Vertragsabschluss 2017 festgelegten Rahmen.

Video starten, abbrechen mit Escape Bayers Bosz: “Wir wissen nicht, was Hertha macht. Sportschau. 17.05.2019. 00:31 Min.. Das Erste.

Nur das ärgerliche 1:1 am vergangenen Spieltag gegen Schalke 04 hat verhindert, dass die Werkself von der Pole Position in den Kampf um den letzten noch freien Champions-League-Platz geht. Nun startet Bayer 04 (55 Punkte, 64:51 Tore) vom Europa-League-Platz fünf ins Fernduell mit den Gladbachern, die nur aufgrund des um zwei Tore besseren Torverhältnisses (55:40) vor ihnen platziert sind, und dem Tabellensechsten aus Frankfurt (54 Punkte, 59:43 Tore).

Gefühlt hat aber Leverkusen die günstigste Ausgangslage, weil die beiden Konkurrenten jeweils gegen die Topklubs aus München und Dortmund antreten, die noch um den Titel streiten. Frankfurt muss sogar auswärts beim Spitzenreiter FC Bayern ran. Für Leverkusens Gegner Hertha steht dagegen überhaupt nichts mehr auf dem Spiel.

Kapitän Lars Bender spricht vor dem Spiel im Olympiastadion von einem “positiven Druck”. Die Leverkusener sollten in Berlin unbedingt punkten, um die punktgleichen Mönchengladbacher zu überholen. Selbst bei einem Gladbacher Sieg gegen den BVB könnte Bayer 04 bei einem entsprechend um zwei Tore höheren Sieg noch vorbeiziehen. Sollten Dortmund und München gewinnen, würde der Werkself ein Unentschieden reichen – und selbst bei einer Niederlage wäre mit entsprechender Schützenhilfe noch der Sprung auf Platz vier möglich.

Bayer-Coach Bosz erteilte allen Rechenspielchen schon vor dem Anpfiff eine Absage. “Unsere Spielweise ist immer darauf ausgerichtet, Tore schießen zu wollen. Es wird nicht von Einfluss sein, was in Gladbach passiert. Es ist immer gefährlich, darauf zu spekulieren. Wir müssen uns auf uns fokussieren.”

Bayer-Keeper Lukas Hradecky sieht sein Team im Fernduell im Vorteil: “Dürfte ich wählen, würde ich lieber in Berlin als gegen den BVB spielen”, sagte er dem “Kicker”.

Dieses Element beinhaltet Daten von YouTube. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Mit einer furiosen Rückrunde hat sich Bayer Leverkusen in Richtung Champions League geschossen – und die besten Spieler der Werkself in den Fokus größerer Vereine. Im Tauziehen um die eigenen Stars ist ein Einzug in die Königsklasse für die Rheinländer von großem Wert. Die Europa League wird wohl nicht reichen, um einige der besten Spieler der Mannschaft zum Verbleib zu bewegen.

Laut der ‚Sport Bild könnten bis zu vier Leistungsträger die Werkself im Sommer verlassen. Auch ein Abgang von Supertalent Kai Havertz ist demnach noch nicht vom Tisch. Es sei wahrscheinlich, dass der 19-Jährige und sein Berater nach Saisonende noch einmal mit Geschäftsführer Rudi Völler über einen Verkauf sprechen. Dessen Meinung zum Thema Havertz-Verkauf ist aber klar: Kai Havertz bleibt definitiv auch über den Sommer hinaus – egal, ob wir international spielen oder nicht. Unter anderem der FC Bayern ist interessiert.

Anders sieht die Lage bei Julian Brandt aus. Der Blondschopf kann die Leverkusener aufgrund einer Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen im Sommer verlassen. Bayer wäre bei einem Wechselwunsch machtlos. Wie Brandt zuletzt durchblicken ließ, könnte ihn wohl nur die Champions League von einem Verbleib überzeugen.

Laut ‚Sport Bild gibt es drei Vereine, die derzeit für einen Transfer in Frage kommen. Demnach handelt es sich um Borussia Dortmund, das schon länger mit Brandt in Verbindung gebracht wird, Atlético Madrid und Tottenham Hotspur. Berater und Vater Jürgen Brandt habe mit dem Trio bereits gesprochen. Wie auch mit Juventus Turin und Paris St. Germain, die mittlerweile aber beide aus dem Rennen sind.

Sollte sich Brandt für Atlético entscheiden, könnten die Rojiblancos versuchen, gleich einen Bayer-Doppelschlag zu landen. Auch an Jonathan Tah zeigen die Colchoneros Interesse. Der Innenverteidiger wolle zwar gerne bleiben, aber auch gerne Champions League spielen. Die bekäme er in Madrid.

Letzter möglicher Abgang ist Charles Aránguiz. Der Chilene möchte ein Jahr vor Vertragsende gerne zurück nach Südamerika. Zuletzt hieß es, der SC Internacional Porto Alegre plane ein Angebot über sieben Millionen Euro abzugeben. Bayer will den 30-Jährigen aber halten und in einem Jahr ablösefrei ziehen lassen. Neben dem Quartett rankten sich zudem zuletzt Abschiedsgerüchte um Spieler aus der zweiten Reihe wie Lucas Alario, Aleksandar Dragovic und Dominik Kohr.

Auch auf der Zugänge-Seite wird sich in Leverkusen noch etwas tun. Nach der bereits fixen Verpflichtung von Kerem Demirbay könnte noch ein neuer Stürmer kommen. Laut ‚Sport Bild hat Bayer mit Aleksandar Mitrovic einen Stürmer aus England an der Angel. Mit Fulham stieg der Serbe ab, kam dabei auf elf Tore. Sein Preisschild: 20 Millionen Euro.