BVB-Wunschspieler Brandt lässt Leverkusen-Zukunft offen | waz.de | Fußball - Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Bayer-Quartett könnte gehen | Neuer Stürmer aus England?
Bayer 04 Leverkusen plant die neue Saison – auch wenn vieles davon abhängt, ob sich die Werkself unter Trainer Peter Bosz für die Champions League qualifiziert. Ein Name wird bei Bayer derzeit heiß diskutiert: der von Fulham-Torjäger Aleksandar Mitrovic.

Bayer 04 Leverkusen hat kurz vor dem Ende der Saison noch einige offene Baustellen. Unklar ist, ob die Werkself im nächsten Jahr mit den Einnahmen aus der Champions League planen kann. Vor dem letzten Spieltag ist der Klub von Trainer Peter Bosz Fünfter der Bundesliga. Brisant: Am Ausgang der Saison hängen viele Personalien. Etwa, ob Julian Brandt auch über die Saison hinaus für Leverkusen spielt. Ob Kai Havertz sich umorientiert – oder, wie namhaft Bayer-Boss Rudi Völler den Kader verstärken kann.

Bayer Leverkusen droht Ausverkauf: Kai Havertz, Charles Aranguiz und Jonathan Tah im Fokus?

Mit Kerem Demirbay steht ein Neuzugang für die kommende Saison schon fest. Der Mittelfeldspieler kommt für 32 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim und ist Leverkusens Rekordtransfer. Und darüber hinaus? Ist mit Ausnahme von Mainz-Star Jean-Philippe Gbamin, der sich selbst ins Gespräch gebracht hat, noch wenig bekannt, weil extrem viel an Personalien hängt, die noch zum Klub gehören.

Wie die Sport Bild berichtet, wollen Havertz und sein Berater bald mit Sportchef Rudi Völler über einen möglichen Wechsel im Sommer sprechen. Entscheidend könnte dabei der Faktor Champions League sein. Dort will Havertz wohl unbedingt spielen.

Wie die Sport Bild berichtet, buhlt Bayer auch in England. Im Visier ist demnach vor allem Aleksandar Mitrovic. Der Mittelstürmer ist mit dem FC Fulham gerade aus der Premier League abgestiegen, hat bei den Londonern aber elf Tore geschossen. Der 24-Jährige spielt seit anderhalb Jahren für die “Cottagers”.

Mitrovic ist Rekordtorschütze der serbischen Nationalmannschaft und steht in London noch bis 2023 unter Vertrag. Bei seiner Verpflichtung im Sommer 2018 hatte er Fulham (die den Angreifer nach einer halbjährigen Leihe aus Newcastle verpflichteten) rund 20 Millionen Euro Ablöse gekostet. Eine ähnliche Summe würden die Londoner nach dem Abstieg in die zweitklassige Championship erneut aufrufen.

Mit einer furiosen Rückrunde hat sich Bayer Leverkusen in Richtung Champions League geschossen – und die besten Spieler der Werkself in den Fokus größerer Vereine. Im Tauziehen um die eigenen Stars ist ein Einzug in die Königsklasse für die Rheinländer von großem Wert. Die Europa League wird wohl nicht reichen, um einige der besten Spieler der Mannschaft zum Verbleib zu bewegen.

Deutlich komplizierter gestaltet sich der mögliche Poker um Kai Havertz (Vertrag bis 2022). Bayer-Sportchef Rudi Völler schloss einen Wechsel des 19-Jährige im Sommer 2019 kategorisch aus, doch laut “Sport Bild” könnten die Berater des Youngsters doch nochmal vorstellig werden, um die Zukunft ihres Schützlings zu klären. Auch er dürfte nur schwer zu halten sein, sollte Leverkusen die Champions League verpassen.

Laut der ‚Sport Bild könnten bis zu vier Leistungsträger die Werkself im Sommer verlassen. Auch ein Abgang von Supertalent Kai Havertz ist demnach noch nicht vom Tisch. Es sei wahrscheinlich, dass der 19-Jährige und sein Berater nach Saisonende noch einmal mit Geschäftsführer Rudi Völler über einen Verkauf sprechen. Dessen Meinung zum Thema Havertz-Verkauf ist aber klar: Kai Havertz bleibt definitiv auch über den Sommer hinaus – egal, ob wir international spielen oder nicht. Unter anderem der FC Bayern ist interessiert.

Nicht nur der FC Bayern und RB Leipzig bekommen im Mai ihr Endspiel in Berlin. Auch für Bayer Leverkusen steht am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison in der Hauptstadt eine Menge auf dem Spiel. Die Werkself hofft noch immer auf Platz vier und die damit verbundene Qualifikation zur Champions League. Sollte Leverkusen die Königsklasse verpassen, drohen womöglich personelle Konsequenzen. 

Anders sieht die Lage bei Julian Brandt aus. Der Blondschopf kann die Leverkusener aufgrund einer Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen im Sommer verlassen. Bayer wäre bei einem Wechselwunsch machtlos. Wie Brandt zuletzt durchblicken ließ, könnte ihn wohl nur die Champions League von einem Verbleib überzeugen.

Mit Julian Brandt und Kai Havertz hat Bayer Leverkusen aktuell zwei der begehrtesten deutschen Spieler unter Vertrag. Doch große Vereine wie der BVB, der FC Bayern, Tottenham, Real Madrid und der FC Barcelona warten nur drauf, einen der beiden unter Vertrag nehmen zu können. Ob es dazu kommt, entscheidet sich womöglich schon in wenigen Tagen.

Laut ‚Sport Bild gibt es drei Vereine, die derzeit für einen Transfer in Frage kommen. Demnach handelt es sich um Borussia Dortmund, das schon länger mit Brandt in Verbindung gebracht wird, Atlético Madrid und Tottenham Hotspur. Berater und Vater Jürgen Brandt habe mit dem Trio bereits gesprochen. Wie auch mit Juventus Turin und Paris St. Germain, die mittlerweile aber beide aus dem Rennen sind.

Sowohl Julian Brandt als auch Kai Havertz machen ihren Verbleib offenbar stark vom Erreichen der Champions League abhängig. Dies berichtet die “Sport Bild”. Demnach ist es nicht ausgeschlossen, dass Bayer im Sommer sogar beide Top-Talente verliert, sofern man nicht unter den Top Vier der Abschlusstabelle landet.

Sollte sich Brandt für Atlético entscheiden, könnten die Rojiblancos versuchen, gleich einen Bayer-Doppelschlag zu landen. Auch an Jonathan Tah zeigen die Colchoneros Interesse. Der Innenverteidiger wolle zwar gerne bleiben, aber auch gerne Champions League spielen. Die bekäme er in Madrid.

Letzter möglicher Abgang ist Charles Aránguiz. Der Chilene möchte ein Jahr vor Vertragsende gerne zurück nach Südamerika. Zuletzt hieß es, der SC Internacional Porto Alegre plane ein Angebot über sieben Millionen Euro abzugeben. Bayer will den 30-Jährigen aber halten und in einem Jahr ablösefrei ziehen lassen. Neben dem Quartett rankten sich zudem zuletzt Abschiedsgerüchte um Spieler aus der zweiten Reihe wie Lucas Alario, Aleksandar Dragovic und Dominik Kohr.

Auch auf der Zugänge-Seite wird sich in Leverkusen noch etwas tun. Nach der bereits fixen Verpflichtung von Kerem Demirbay könnte noch ein neuer Stürmer kommen. Laut ‚Sport Bild hat Bayer mit Aleksandar Mitrovic einen Stürmer aus England an der Angel. Mit Fulham stieg der Serbe ab, kam dabei auf elf Tore. Sein Preisschild: 20 Millionen Euro.