1. FC Nürnberg will in Leverkusen \
FCN bei Bayer: Glaube, Hoffnung, Mut
NÜRNBERG – Für den 1. FC Nürnberg geht es am Samstag um 15.30 Uhr in die BayArena nach Leverkusen (Liveticker auf nordbayern.de). Richtig, in die Heimat von Coach Boris Schommers. Doch von einem besonderen Spiel will der FCN-Trainer nichts wissen. Sein Ziel: “Etwas mitnehmen”

Boris Schommers ist in Leverkusen geboren und jetzt Trainer des 1. FC Nürnberg, der am Samstag (15.30) in Leverkusen ein weiteres Mal den Kampf gegen den Abstieg probt. Da passt doch ein “ausgerechnet”, Herr Schommers. Nein, sagt Schommers dann aber, wenn er gefragt wird, ob das eine besondere Rückkehr wird nach Leverkusen.

Harte Brocken warten da auf den 1. FC Nürnberg im Schlussakt der Bundesliga. Das Highlight ist mit Sicherheit das Heim-Derby gegen die Bayern – doch noch andere Schwergewichte warten.

Leverkusen gegen Nürnberg: Polizei erteilt 60 Stadionverbote

Er ist da ja nur geboren, nach drei Monaten ist die Familie wieder weggezogen, später hat er lange in Köln gelebt, für den 1. FC Köln gerabeitet. Ist das dann wenigstens ein rheinisches Derby für Schommers, Köln gegen Leverkusen. Nein, sagt Schommers dann wieder, die Brisanz eines Derbys sehen die Kölner eher in den Spielen gegen Borussia Mönchengladbach.

Der VfB hatte gegen die Beteiligten daraufhin bundesweit wirksame Stadionverbote erteilt. Die mit den sogenannten Bereichbetretungsverboten belegten 60 Störer dürfen am Samstag nicht das Umfeld der BayArena in Leverkusen aufsuchen. Bei Verstößen gegen das Verbot droht den betreffenden Personen nach Angaben der Polizei ein Zwangsgeld in Höhe von 500 Euro.

Es wird also keine besondere Geschichte für Boris Schommers, wenn er am Samstag seiner Mannschaft beim Fußballspielen im Haberland-Stadion zusieht – zumindest nicht aus persönlicher Sicht. Ansonsten ist der Auftritt beim Tabellen-Achten natürlich schon besonders, weil es für Schommers´ Nürnberger die Gelegenheit ist, mit ein wenig Spielglück auf den Relegationsplatz 16 zu springen.

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Drei Punkte beträgt der Rückstand auf den VfB Stuttgart nach dem 1:1 gegen den FC Schalke 04 nur noch. Über dieses 1:1 haben sie sich zurecht geärgert, dann aber schnell wieder die positiven Dinge in den Mittelpunkt gestellt. Dazu gehört laut Schommers: “Dass uns dieser Punkt nach langer Zeit mal wieder in die Situation gebracht hat, dass wir auf direkter Schlagdistanz zum Relegationsplatz liegen.”

Ein berechtigtes Tor blieb dem 1. FC Nürnberg im Abstiegsduell gegen Schalke verwehrt. Auch mit einem Elfmeter konnte man sich kurz darauf nicht belohnen. Erst Yuya Kubo brachte die Franken auf die Siegerstraße – zumindest für zwei Minuten. Die turbulente Partie gibt es hier mit noch turbulenteren Bildern!

Dass sie in noch näherer Schlagdistanz liegen könnten, blenden sie lieber mal aus. Es herrscht gute Laune am Valznerweiher. Warum? “Sie sehen über die letzten Wochen, dass sie in jedem Spiel die Chance haben, Punkte zu holen, wenn sie akribisch arbeiten. Sie sind hochmotiviert und haben Spaß daran, dass sie Fußball spielen dürfen”, sagt Schommers über seine Spieler.

Was war das für ein emotionales 1:1 gegen Schalke. Ein Tor wurde dem 1. FC Nürnberg am Freitagabend vom Schiedsrichter zu Unrecht genommen, ein Elfmeter von Hanno Behrens verschossen. Einzig Yuya Kubo brachte an diesem Tag aus Nürnberger Sicht auch offiziell den Ball im Tor unter. Dank dieser Leistung gibts dieses Mal auch gute Noten von ihnen – nur ein Akteur fällt dabei merklich ab.

Schommers erwartet “schweres Spiel”Fußball spielen dürfen natürlich auch die Leverkusener, es gelingt ihnen sogar noch besser als den Nürnbergern trotz einiger Probleme in den letzten Spielen. “Ein sehr schweres Auswärtsspiel bei einer spielstarken Mannschaft”, erwartet Schommers, der aber auch sagt: “Wir sehen aber aufgrund der Analyse auch dort die Möglichkeit, etwas mitzunehmen.”

Personalprobleme hat Schommers nicht. Außer den Langzeitverletzten Adam Zrelak und Enrico Valentini fehlt nur Törles Knöll. Linksverteidiger Tim Leibold ist nach einer allergischen Reaktion beim 1:1 gegen den FC Schalke 04 wieder voll belastbar, Virgil Misidjan bietet sich nach verbüßter Gelbsperre als Option in der Offensive an.

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Kurzbeschreibung: Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 118-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den “goldenen” 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an. Im Fahrstuhl steckt der FCN jedoch bis heute fest. 2007/2008 und 2013/2014 – zwei Trainerwechsel, eine sieglose Hinrunde und zuletzt sieben Niederlagen in Folge inklusive – stieg der Club aus der 1. Bundesliga ab und ist damit alleiniger Rekordabsteiger in Deutschland. Seit dem Wiederaufstieg 2017/18 ist der FCN aber auch alleiniger Rekordaufsteiger ins Fußball-Oberhaus. Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968 DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007 Ein extra Themenarchiv mit “historischen” Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort “Club-Geschichte(n)”. Der Club-Kader in der Saison 2018/19 Aus dem Redaktions-BlogDer Club, mei, der Club! Was wäre er ohne seine Fans, die ihm trotz aller Absurditäten und Peinlichkeiten, trotz vielfältiger Unfähigkeiten und einem manchmal kaum erklärbaren Überschwang die Treue halten.Hier gehts zum Blog

Dem 1. FC Nürnberg steht am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) das schwere Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen bevor. Auf der Pressekonferenz am Freitag erläuterte Interimscoach Boris Schommers die Herangehensweise bei der Werkself.

Eine gute Nachricht für alle FCN-Anhänger vorweg: Schommers stehen bis auf die langzeitverletzten Adam Zrelak und Enrico Valentini sowie Törles Knöll alle Akteure zur Verfügung, wie der Interimscoach auf der Pressekonferenz am Freitag wissen ließ. Ehe er den Blick auf das Gastspiel bei den Rheinländern richtete, blickte der 40-Jährige noch einmal in den Rückspiegel und sprach über die Enttäuschung, dass es zuletzt gegen Schalke (1:1) nur zu einem Zähler gereicht habe. Aber: “Auch dieser Punkt hat uns in Schlagdistanz gebracht.”

Drei Punkte Rückstand bei einer besseren Tordifferenz sind es auf den VfB Stuttgart, der parallel in Augsburg antritt. Auch eine schwere Aufgabe für die Schwaben – die Konstellation könnte also nach dem Spieltag die gleiche sein wie aktuell, oder? “Wenn die Mannschaft so auftritt wie zuletzt, dann hat sie gemerkt, dass sie gegen jeden punkten kann. Mit diesem Glauben fahren wir nach Leverkusen”, versprüht Schommers Optimismus wie Hoffnung, Zählbares mitzunehmen.

Dass der Gegner ein schweres Kaliber ist, weiß der FCN-Trainer natürlich und spricht mit großem Respekt von Bayer: “Leverkusen ist sehr spielstark, hat eine hohe Passsicherheit und starke Individualisten.” Bei der Gegneranalyse hat Schommers aber auch dessen abschnittsweise defensive Anfälligkeit ausgemacht.

Die Taktik wird dennoch nicht großartig von der der vergangenen Spiele abweichen. “Wir werden erstmal nicht viel Ballbesitz haben, dürfen Leverkusen aber nicht die Räume geben.” Was eine etwas offensivere Herangehensweise nicht ausschließen soll: “Ich will morgen auch eine mutige Nürnberger Mannschaft sehen.”

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