Pressestimmen zu VfB Stuttgart gegen Leverkusen - Der VfB spuckt keine großen Töne mehr - Stuttgarter Nachrichten
VfB Stuttgart: Starker Schiri stoppt Spucker Ascacibar
Stuttgart, seid ihr eigentlich noch zu retten …?Der VfB taumelt im Tabellenkeller. 0:1 gegen Leverkusen, nur ein Sieg aus den letzten 14 Spielen, die Abstiegsangst wird immer größer. Aber zum sportlichen Rotz kommt jetzt auch noch ein ekelhafter Aussetzer.90.+1 Minute: Nur Sekunden vorm Abpfiff spuckt Santiago Ascacibar (22) Gegenspieler Kai Havertz (19) an. Schiedsrichter Tobias Stieler entscheidet blitzschnell, holt die Rote Karte aus der Tasche. Wie ein Bodyguard stellt er sich dabei Ascacibar in den Weg, der nach seiner Spuck-Attacke weiter auf Havertz losgeht und ihm in den Mund fasst.

Prügelei vor dem Anpfiff: Im Vorfeld des Spiels Stuttgart gegen Leverkusen sind rund 100 Fans aufeinander losgegangen.

Ansonsten forderte Hitzlsperger angesichts der wachsenden Unruhe beim krisengeplagten Traditionsverein Geschlossenheit. “Wir dürfen nicht anfangen, den Frust über die derzeitige Lage nach außen zu tragen. Wenn wir dies tun, sind wir auf dem falschen Weg. Ich appelliere an jeden Einzelnen, die Ruhe zu bewahren”, sagte der frühere Profi.

In der Vergangenheit hat Gomez schon Großes für den VfB geleistet. Doch diese Saison, speziell in der Rückrunde, kriselt es beim Stürmer

Der Vorsprung auf den Abstiegsplatz zum 1. FC Nürnberg beträgt nur noch drei Punkte. Am Samstag (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) steht nun das brisante Kellerderby beim FC Augsburg an. “Wir müssen auf dem Platz Gas geben und in den nächsten Tagen einen Plan für dieses Spiel entwickeln. Das geht nur gemeinsam”, so Hitzlsperger.

Leverkusens Mittelfeld-Abräumer Julian Baumgartlinger: Der Schiedsrichter hat das überragend gemacht. Ich war überrascht, dass er das so schnell entschieden hat. Er ist dazwischengegangen, sonst hätte der ja noch weitergemacht.BamS-Schiri Thorsten Kinhöfer über Stieler: Das ist perfekt, da muss man den Hut vor ziehen. Dass er intuitiv genau da draufschaut, das macht nur ein Topmann.Giftzwerg Ascacibar ist kein Unbekannter. In 56 Bundesligaspielen kassierte er 20 Gelbe Karten, einmal Gelb-Rot und jetzt zum ersten Mal glatt Rot. Nach dem Spiel verschwindet er innerhalb von 15 Minuten aus dem Stadion – wortlos. Dafür reden andere über ihn.► Bayer-Kapitän Kevin Volland: Solche Leute haben auf dem Fußballplatz nichts zu suchen. Er hat Kai schon in der ersten Halbzeit vor die Füße gespuckt.► Ascacibar-Mitspieler Ron-Robert Zieler: In unserer Situation ist so eine Aktion natürlich schädlich. Das darf ihm nicht passieren.► Leverkusen-Trainer Peter Bosz: Das ist das Schlimmste, was man machen kann.► Torwart Lukas Hradecky: Spucken gehört sich nicht. Hoffentlich bekommt er die richtige Strafe dafür.

Es werden wohl mindestens drei Spiele Sperre sein – mit Luft nach oben. Damit fehlt er dem VfB in der entscheidenden Phase im Kampf um den Klassenerhalt.Stuttgart schlägt sich immer mehr selbst. Das Spiel vergeigt Gonzalo Castro mit einem völlig unnötig verursachten Elfmeter. Havertz verwandelt lässig (64.).Der Nationalspieler wird immer wertvoller. Seine drei Elfmeter verwandelte er alle. 13 Saisontore sind für einen 19-Jährigen fast Rekord. Nur Horst Köppel (heute 70) war 1968 noch jünger (45 Tage jünger als Havertz) auf diesem Niveau.Leverkusen ist damit nach drei Pleiten in Folge wieder in der Spur, bleibt an den Europa-League-Plätzen dran.

“Er ist in Sachen Mentalität und Einstellung ein Vorbild. Er hat in dieser Situation aber ganz klar eine Grenze überschritten. Das dulden wir nicht, und wir werden diese Aktion auch intern bestrafen”, sagte Hitzlsperger am Sonntag. (Doppelpass-Runde verurteilt Spuck-Attacke)

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Im Spiel brannte bei ihm die Sicherung durch. Tags darauf bekam Santiago Ascacibar dafür die Quittung. Der Argentinier, der beim 0:1 gegen Leverkusen in den Schlusssekunden die Rote Karte sah, wird mit einer Geldstrafe bedacht.

Die Bilanz ist stattlich. In bisher 56 Bundesligaspielen sah Ascacibar 20 Gelbe Karten, eine Gelb-Rote Karte und ganz frisch eine Rote Karte. Zu den bisher fünf Partien, die der so gerne auch “Gift-Gaucho” genannte Defensivmann zusehen musste, kommen sicher weitere drei oder sogar mehr dazu. Womöglich fällt der für seine aggressive Spielweise bekannte, gefürchtete und geschätzte Südamerikaner bis zum Saisonende komplett aus. Je nachdem, ob die Schwaben zumindest die Relegation noch erreichen.

“Er hat uns einen Bärendienst erwiesen. Das geht nicht. Sowas darf nicht passieren”, sagt Trainer Markus Weinzierl, der enttäuscht und verärgert gemeinsam mit Thomas Hitzlsperger den Rotsünder sanktioniert hat. Ascacibar muss eine Geldstrafe berappen. “So etwas dulden wir nicht”, sagt Thomas Hitzlsperger am Rande des Trainings am Sonntag. Ich habe es ihm und auch vor der Mannschaft gesagt: Er hat schon viel für den Verein geleistet. Aber damit hat er ganz klar eine Grenze überschritten. Wir müssen als Verein ein Zeichen setzen. Da müssen wir sehr klar sein.”

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