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Mit Walace und Maina: So beginnt Hannover 96 gegen Bayer 04 Leverkusen
Erst ein Spiel hat Hannover 96 in der Rückrunde für sich entscheiden können – das war das 2:0 im Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg, in Überzahl. Gegen Bayer 04 Leverkusen soll der zweite Erfolg der zweiten Saisonhälfte gelingen. Ob das klappt, könnt ihr bei uns im Liveticker verfolgen.

Lässt man das Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg (2:0) außen vor, hat Hannover 96 seit zwölf Spielen nicht mehr gewonnen. Das Dutzend ist also voll. Die Roten um Trainer Thomas Doll wollen naturgemäß nicht, dass eine wilde 13 daraus wird. Gegen das spielstarke Bayer 04 Leverkusen soll endlich wieder ein Heimsieg her – so wie “damals” (09.11.2018) beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg.

In den letzten fünf Bundesligapartien musste Bayer Leverkusen auf Lars Bender verzichten. Nun steht der Kapitän nach auskurierter Oberschenkelverletzung (Muskelfaserriss) möglicherweise kurz vor seinem Comeback. Wie Trainer Peter Bosz auf der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen mit Hannover 96 bekannt gab, konnte der Mittelfeldakteur heute genau wie Karim Bellarabi wieder mit der Mannschaft trainieren.

Seinen Teil dazu beitragen will und soll Linton Maina. Der Youngster steht in der Startelf, soll nach dem Geschmack der 96-Fans die einzige Spitze Jonathas mit Hereingaben füttern.

Ob die beiden dann auch für einen Einsatz in Betracht kommen, wird sich am Samstag zeigen. “Die sind heute eingestiegen. Da muss man immer abwarten, ob es da gewisse Reaktionen gibt. Also, das bekommen wir morgen mit. Wie gesagt, wir haben morgen auch noch ein Training”, erklärte Bosz mit Blick auf die Partie in Hannover, die am Sonntagabend stattfindet.

Vor dem Spiel bei Hannover 96 warnt Peter Bosz vor dem krisengeschüttelten Klub und hofft auf die Rückkehr dreier Leistungsträger. Bei Abwehrchef Sven Bender gibt sich der Werkself-Trainer allerdings skeptisch.

“The trend is your friend”, zitiert Bayern-Präsident Uli Hoeneß gerne eine alte Börsenweisheit. Und wenn man auf das Duell von Bayer 04 am Sonntag bei Hannover 96 blickt, kann der Trend nur der Freund der Leverkusener sein, die 2019 fünf von sieben Ligaspielen gewannen, während die Niedersachsen nur drei der 21 möglichen Punkte in diesem Kalenderjahr einfuhren. Die Leistungen beider Klubs entwickeln sich diametral zueinander. Zudem herrscht Weltuntergangsstimmung bei 96: Präsident Martin Kind hat den Klassenerhalt bereits öffentlich abgeschrieben, Trainer Thomas Doll und Manager Horst Heldt widersprechen – der Stoff, aus dem die Albträume sind.

Doch gerade aufgrund des Chaos bei nächsten Gegner warnt Bosz: “Wenn ich eine Sache gelernt habe hier in der Bundesliga, dann das, dass es keine einfachen Spiele gibt. Und das wird auch gegen Hannover so sein. Klar, da ist Unruhe. Das bekommen wir auch mit. Aber das kann auch gefährlich sein. Wir brauchen all unseren Fokus und Konzentration für dieses Spiel.”

Inwieweit der Niederländer auf all seine Spieler zurückgreifen kann, ist noch nicht endgültig klar. “Es haben fast alle mittrainiert: Nur Sven Bender und Joel Pohjanpalo haben individuell gearbeitet. Alle anderen waren dabei”, lautet die Bestandsaufnahme von Bosz, der zumindest zuversichtlich ist, dass die nach Faserrissen genesenen und ins Teamtraining zurückgekehrten Lars Bender und Karim Bellarabi in Hannover wieder zum Aufgebot gehören können. “Man muss abwarten, ob es Reaktionen gibt”, sagt Bosz zwar, allerdings dürften der Rechtsverteidiger und der rechte Flügelstürmer grünes Licht geben, falls kein Rückschlag mehr erfolgt.

Der Einsatz von Abwehrchef Sven Bender hingegen wackelt, nachdem sich dieser im Freiburg-Spiel eine klaffende Platzwunde am Kopf zugezogen hatte und seitdem nicht mit seinen Kollegen auf dem Trainingsplatz stand. Und Bosz zeigt sich skeptisch, ob dem 29-Jährigen die Rückkehr rechtzeitig gelingt. “Wenn Sven im Kader sein will, muss er sowieso morgen mittrainieren, aber da müssen wir auch noch kucken, wie es dann aussieht. Wir müssen bei einigen Spielern abwarten. Ich glaube, für Sven wird es knapp werden”, prognostiziert der Trainer.

Klappt es nicht, würde wie schon gegen Freiburg Aleksandar Dragovic einspringen, der zwar beim Pokal-Aus in Heidenheim (1:2) wie viele seiner Kollegen einen schwarzen Tag erwischt hatte, aber insgesamt eine grundsolide Saison spielt und in seinen jüngsten vier Ligaeinsätzen (kicker-Notenschnitt 2,63) für Bayer 04 voll zu überzeugen wusste.

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