Flügelflitzer vor Rückkehr Herrlich setzt auf Faktor Bellarabi
Karim Bellarabi – vom Krisen-Profi zum Hoffnungsträger – Flügelstürmer steht gegen Stuttgart vor der Rückkehr
Mit ihm hatte fast keiner mehr gerechnet. Dann schoss Karim Bellarabi (28) sieben Tore in fünf Pflichtspielen – bis ihn Oberschenkel-Probleme stoppten.

Der Flügelflitzer verpasste das 1:0 gegen Zürich und fehlte Bayer beim 0:3 in Leipzig enorm. Freitag (20.30 Uhr) im so wichtigen Heimspiel gegen Stuttgart kann Trainer Heiko Herrlich (46) wieder auf Bellarabi setzen.

Karim hat komplett mittrainiert. Er war in der Vollbelastung, sagte Herrlich nach der Einheit am Dienstagvormittag.

Und weiter: Es ist wichtig, dass Karim zurückkommt. Man sieht es in seinen Aktionen, er strotzt vor Selbstbewusstsein. Er war in der Offensive der wesentliche Faktor, als wir ein kleines Zwischenhoch hatten.

Leverkusen-Profi Tin Jedvaj spielte in der Nationalelf als Linksverteidiger. Im Verein könnte er nun eine Alternative zu Wendell sein.

Sechs Liga-Spiele und zwei Partien in der Europa League stehen noch an in diesem Jahr. Deshalb bat Torwart Lukas Hradecky (28) um eine Pause bei der finnischen Nationalelf gegen Ungarn (0:2), nach dem der Aufstieg in die B-Liga der Nations League durch das 0:1 in Griechenland perfekt war.

Hradecky: Wir haben noch einen wichtigen Monat. Natürlich sind wir mit elf Punkten nicht zufrieden, es ist ein sehr wichtiges Spiel am Freitag. Wir müssen bis Weihnachten auf über 20 Punkte kommen.

Über die Bedeutung des Duells gegen den Tabellenletzten VfB sagt der Keeper: Es wird noch wichtiger für die Stimmung, als für die Punkte. Es drückt natürlich auf die Stimmung, wenn es so schlecht gelaufen ist, auch mit der Niederlage in Leipzig. Wir müssen das umdrehen und Freitag gewinnen.

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Vor kurzem galt Karim Bellarabi noch als ein Spieler, dessen Stern in der Versenkung zu versinken drohte. Doch nach zwei Jahren im sportlichen Tief ist der Flügelstürmer auf einmal vom Krisen-Profi wieder zum Hoffnungsträger aufgestiegen. Vor dem Kellerduell mit dem VfB Stuttgart am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) meldet sich der 28-Jährige fit zurück.

Heiko Herrlich weiß nicht, ob er sich darüber freuen soll oder nicht, dass “seine” drei deutschen Nationalspieler am Montag im Nations-League-Spiel gegen die Niederlande (2:2) nicht zum Einsatz gekommen sind. Einerseits kehrten Julian Brandt, Kai Havertz und Jonathan Tah so unverletzt und ohne zusätzliche körperliche Belastung vor dem Freitagsspiel gegen Schlusslicht VfB Stuttgart nach Leverkusen zurück. Andererseits konnte das Trio zumindest in der Partie gegen Oranje kein Selbstbewusstsein sammeln, das Bayer 04 derzeit mehr als gut gebrauchen kann.

Folglich gibt auch Leverkusens Trainer keine Prognose über die Auswirkungen des Nicht-Einsatzes des Trios ab. “Das kann ein Vor- und ein Nachteil sein. Vor zwei Wochen haben wir ein paar Spielern auch am Donnerstag in der Europa League eine Pause gegeben”, gibt Herrlich zu bedenken und erklärt mit dem Verweis auf die folgende schwache Vorstellung beim 0:3 in Leipzig: “Die Frische hat man aber dann in Leipzig nicht gesehen. Ich hoffe, dass es diesmal anders sein wird. Wichtig ist, dass alle Nationalspieler gesund zurückkommen.” Und bis auf Talent Paulinho, das noch für Brasiliens U-20-Auswahl im Einsatz ist, sind bislang alle Akteure gesund von ihren Länderspielreisen heimgekehrt.

Die Zeiten, dass Karim Bellarabi zur Nationalelf eingeladen wurde, sind lange her. Doch nach einer schweren und nicht nur von Verletzungen begleiteten sportlichen Krise hat der 28-Jährige im Laufe dieser Saison wieder zu alter Klasse gefunden. Und diese Woche meldete sich der Flügelstürmer nach Oberschenkelproblemen, die ihn zuletzt in zwei Partien hatten pausieren lassen, auch wieder zurück.

“Karim hat voll mittrainiert”, stellte Herrlich am Dienstag zufrieden fest. Nachdem Bellarabi am Montag noch behutsam wieder eingegliedert worden war, drückte der Sprinter einen Tag später das Gaspedal wieder komplett durch. “Heute war er in der Vollbelastung. Wir haben viele Zweikampfe gemacht. Statistisch hatten wir schlechte Zweikampfwerte in Leipzig. Deswegen hatten wir diesen Schwerpunkt”, erklärte Herrlich die Spielformen auf engem Raum, die am Vormittag auf dem Programm standen.

Bei Bellarabi war von seinen muskulären Problemen nichts mehr anzumerken. Einem Einsatz am Freitag steht so nichts im Wege. Eine bedeutungsvolle Nachricht für Herrlich, der sagt: “Es ist wichtig, dass er zurückkommt. Man sieht es auch in seinen Aktionen. Er strotzt vor Selbstbewusstsein. So wie in den letzten Spielen”, urteilt der 46-Jährige über seinen zurzeit gefährlichsten Spieler, der in seinen fünf jüngsten Pflichtspieleinsätzen sieben Treffer erzielt hat. Dass Bellarabi wieder ein Schlüsselelement ist, daran lässt Herrlich keinen Zweifel, wenn er diesen adelt mit den Worten: “In der Phase, in der wir unser kleines Zwischenhoch hatten, war er der wesentliche Faktor im Offensivbereich.”

Bellarabi – der wesentliche Faktor im Offensivbereich? Eine solche Einschätzung von Heiko Herrlich hätte noch vor wenigen Wochen niemand erwartet.

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