Kimmich lockt Havertz zu Bayern: Ich kann ihn nicht kaufen, aber...
Diesen Nationalelf-Star will Kimmich nach München locken
Der Leverkusen-Star zu BILD: Ich versuche immer, das Spiel zu leiten und die Mitspieler in Szene zu setzen. Das ist mir gegen Russland in der ersten Halbzeit ganz gut gelungen. Es hat mich extrem gefreut, dass ich von Anfang an ran durfte. Das war immer ein Traum von mir, den ich nun erreicht habe. Aber es ist noch weiter Luft nach oben, viele Dinge, die ich noch verbessern kann.

Und zum Hype um seine Person: Klar bekomme ich das mit. Aber ich werde immer auf dem Boden bleiben. Der Trubel interessiert mich nicht, ich konzentriere mich auf die Spiele und das Training.

Der Trainer ordnet die Partie ähnlich ein. “45 Minuten lang war es so, wie wir uns das vorgestellt und wie wir es besprochen haben”, urteilte Löw, “wir hatten Dynamik im letzten Drittel, Läufe in die Tiefe.” Und regelmäßig war Havertz der Ausgangspunkt. Er selbst hat registriert, dass die Kollegen ihn immer wieder gesucht und gefunden haben. “Ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Platz, war gut eingebunden und hatte viele Bälle.” Im Anschluss gab es dann sogar noch eine indirekte Job-Offerte seines Münchner Mitspielers.

Endlich wieder ein Sieg für das DFB-Team! Mit vielen jungen Spielern siegt Jogi Löw souverän gegen Russland mit 3:0.

Zumindest eine Halbzeit lang. 45 Minuten beherrschte Löws verjüngte Formation den Gegner nach Belieben, und Kimmich wollte deshalb auch nicht die Relativierung zulassen, dass Russland eher zweitklassig war. “Wir hatten schon häufiger mal keine Top-Gegner, haben aber trotzdem keine Topleistung abgeliefert.” Die erste Halbzeit von Leipzig hingegen gab seiner Meinung nach ein Vorgeschmack, wie der deutsche Fußball der Zukunft aussehen kann.

Joshua Kimmich lobt und lockt: Kai Havertz würde zum FC Bayern passen

Joshua Kimmich hätte ihn gern bei den Bayern: Ich kann ihn nicht kaufen, aber es ein Spieler, der glaube ich sehr gut zu uns passen würde.

Und weiter: Die Leistung von Kai war mehr als respektabel. Er hat es überragend gemacht, für mich war er der beste Mann auf dem Platz. Er hat immer die richtige Lösung gefunden, sich nicht versteckt, auch sehr viele schwierige Bälle genommen, sich auch aus schwierigen Situationen gelöst. Er hatte dabei immer den Kopf oben. Er hat eine super Technik, eine tolle Übersicht. Wenn er so weitermacht, wird er bald beim DFB ein alter Hase sein.

Er sagt: Ich habe das Spiel von Özil immer gerne angesehen: Die Übersicht, die Ruhe am Ball. Davon schaue ich mir viel ab.

Joshua Kimmich schwärmt von seinem Nationalmannschaftskollegen Kai Havertz. Der Youngster von Bayer 04 Leverkusen konnte in seinem zweiten Länderspiel auf sich Aufmerksam machen. (Quelle: Omnisport)

Joshua Kimmich fand Startelf-Debütant Kai Havertz beim 3:0 gegen Russland “überragend” – und machte ihm danach gleich eine indirekte Job-Offerte.

"Einer für die Bayern": Joshua Kimmich adelt seinen DFB-Kollege Kai Havertz. (Quelle: Omnisport)

Beim 3:0-Sieg gegen Russland überzeugt ein Youngster im deutschen Mittelfeld so sehr, dass ihn Bayern-Star Kimmich am liebsten gleich verpflichten würde. Doch das könnte teuer werden.

Mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze hatte der schüchterne Kai Havertz das ungewohnte Rampenlicht gerade verlassen, da baggerte Joshua Kimmich in bester Uli-Hoeneß-Manier am Leverkusener. Der 19-Jährige sei “einer für die Bayern”, sagte der Münchner Defensivspieler: “Ich kann ihn nicht kaufen, aber er ist ein Spieler, der sehr gut zu uns passen würde.”

Würde der deutsche Rekordmeister für seinen angekündigten großen Umbruch im Sommer tatsächlich Havertz verpflichten, wäre es ein teures Vergnügen. Der europaweit begehrte Offensivspieler von Bayer Leverkusen verlängerte erst im letzten Jahr seinen Vertrag bis 2022. Seinen Marktwert erhöhte Havertz mit einem streckenweise herausragenden Startelf-Debüt in der Nationalmannschaft beim 3:0 (3:0)-Sieg gegen Russland zusätzlich. Der liegt aktuell nach Angaben von “Transfermarkt.de” bei 55 Millionen Euro.

“Es hat riesig Spaß gemacht”, sagte der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold für den besten deutschen U19-Spieler in diesem Jahr: “Ich glaube, auf dieser Leistung lässt sich gut aufbauen.” Das sei viel zu bescheiden, befand Kimmich: “Er war der beste Mann auf dem Platz. Er hat ein brutales Gefühl für den Raum. Ich hoffe, dass er noch sehr viele Spiele für uns machen wird.”

Für die Nationalmannschaft wohlgemerkt. Neben den Bayern sollen sich auch der FC Barcelona und der FC Arsenal für Havertz interessieren. Den Hype um seine Person bekomme er zwar mit, “aber ich werde immer auf dem Boden bleiben”, sagte er der “Bild”-Zeitung. Sein spielerisches Vorbild ist Mesut Özil: “Ich habe das Spiel von Özil immer gerne angesehen: die Übersicht, die Ruhe am Ball – davon schaue ich mir viel ab.”

Sein Pass in die Tiefe vor dem dritten Tor von Serge Gnabry war in der Tat Özil-like. Havertz bewies auf seiner Lieblingsposition im offensiven Mittelfeld, warum ihn Experten als kommenden Superstar sehen. “Ich kann mir gut vorstellen, dass er in den nächsten Jahren eine Schlüsselrolle spielen kann”, sagte auch Bundestrainer Joachim Löw.

Im letzten Gruppenspiel der Nations League am Montag (20.45 Uhr im Liveticker bei t-online.de) in Gelsenkirchen gegen die Niederlande dürfte Bundestrainer Joachim Löw den Youngster jedoch durch Rückkehrer Toni Kroos ersetzen. Die Zukunft aber gehört Havertz. Für sein Alter sei dieser “schon auffällig gut”, so Löw, “er wirkt sehr abgeklärt.”

Havertz lief bereits 65-mal in der Bundesliga auf. Er war mit 18 Jahren und 307 Tagen der jüngste Spieler mit 50 Ligaeinsätzen. Für die “Werkself” erzielte er in dieser Saison bereits sechs Pflichtspiel-Treffer und steuerte fünf Vorlagen bei. “Ich bin fasziniert von seiner Einstellung und Professionalität”, sagte Bayer-Trainer Heiko Herrlich und fügte im Scherz an: “Wir werden es nicht schaffen, seine Entwicklung aufzuhalten.”

Havertz ist im Mittelfeld variabel einsetzbar, auf der Zehn kann er seine Stärken aber am besten ausspielen. “Ich mag es, den Mitspielern Vorlagen zu geben und sie glänzen zu lassen”, sagt er. Gegen Russland klappte das perfekt.

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