Frankfurt und Leverkusen ziehen in nächste Runde ein
Europa League: Bittere Pleite! RB Leipzig patzt gegen Celtic Glasgow
Schlafmütziger Auftritt von Leipzig bei Celtic Glasgow. Der Bundesligist verliert 1:2 und verpasst damit die vorzeitige Qualifikation für die Europa-League-K.o.-Runde. Weil das Team bei beiden Gegentoren kollektiv pennt!

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Für die Eintracht läuft es in der Europa League wie geschmiert. Sie konnten alle drei Spiele gewinnen und stehen an der Spitze der Gruppe H. Selbst große Namen, wie Lazio Rom und Olympique Marseille konnten sie nicht stoppen. Wenn Rom im Parallel-Spiel gegen Marseille gewinnt würde den Frankfurtern schon ein Remis gegen Limassol reichen, um sicher für die Zwischenrunde qualifiziert zu sein.  Auf tz.de* erfahren Sie, wie Sie das Eintracht-Spiel live im TV sehen.

11. Minute: Celtic führt einen Freistoß blitzschnell aus, während sich die Leipziger zum Teil noch die Stutzen zurechtrücken. Forrest setzt sich zu einfach gegen Saracchi durch und legt quer zu Tierney auf halblinker Position. Der feuert den Ball mit links humorlos in die lange Ecke. 1:0 für Celtic!

Für Bayer Leverkusen ist, trotz der Hinspiel-Niederlage gegen Zürich, noch alles drin in der Gruppe A. Mit einem Sieg gegen die Schweizer wären sie punktgleich an der Tabellenspitze. Wenn Leverkusen gewinnt und gleichzeitig Rasgrad und Larnaka unentschieden auseinander gehen, würden die Rheinländer in der Europa League überwintern. Auf tz.de* erfahren Sie, wo Sie das Spiel von Bayer 04 Leverkusen live im TV sehen können.

Zusätzlich bitter für Leipzig: Beim Zweikampf mit Forrest verletzt sich auch noch Saracchi, muss gleich danach ausgewechselt werden. Für ihn kommt Halstenberg.

Auch die Leipziger haben das Weiterkommen noch in eigener Hand. Mit sechs Punkten stehen sie auf dem zweiten Platz hinter Salzburg. Mit einem Sieg gegen Celtic wären die Roten Bullen so gut wie sicher für die K.o.-Phase qualifiziert. Glasgow könnte dann theoretisch noch nach Punkten gleichziehen, aber das bessere Torverhältnis der Leipziger dürften sie kaum einholen. Wie Sie das Spiel von RB Leipzig live sehen, lesen Sie auf tz.de*.

Die Schotten sind zunächst bissiger, griffiger als Leipzig. Sie gewinnen fast alle wichtigen Zweikämpfe, haben auch die besseren Chancen. Von RB dagegen kommt erst Ende der zweiten Hälfte etwas. Unverständlich! Denn weil Salzburg parallel 5:2 in Trondheim gewinnt, wäre Leipzig mit einem Sieg vorzeitig für die K.o.-Runde qualifiziert gewesen.

Mit dem besten Angriff des Spiels (Traum-Flanke Laimer, Kopfball Augustin) kommt Leipzig zum Ausgleich (78.). Um danach gleich wieder zu pennen! Im direkten Gegenzug kontert Celtic mustergültig, der völlig freie Edouard muss nur noch einschieben (79.).

36. Minute: Hitzige Szene jetzt. Und wieder ist Stendera beteiligt. Der 22-Jährige ringt, nachdem der Ball im Aus gelandet ist, mit Limassol-Coach Sofronis Avgousti um die Kugel. Schiedsrichter Martins verteilt die gelbe Karte an den Frankfurter und schickt Avgousti auf die Tribüne. Nachdem sich der Unparteiische so lange mit Karten zurückgehalten hat, ist das eine ziemlich übertriebene Entscheidung.

Mister Europacup schießt Frankfurt in die K.o.-Runde! Luka Jovic (20) macht beim 3:2 der Eintracht in Limassol sein drittes Tor.

Schlusspfiff in Limassol! Kurzes Zittern am Ende, doch schlussendlich hat Eintracht Frankfurt die K.o.-Runde der Europa League erreicht! Der erste große Erfolg für die Elf von Coach Adi Hütter. Nach einer 3:0-Führung bäumte sich Apollon Limassol noch einmal auf, doch die beiden späten Tore reichten nicht mehr, um den Erfolg der Eintracht zu verhindern. 

Leipzig spielt mit seinem B-Sturm offensiv viel zu harmlos. Timo Werner (22/Fuß-Prellung) und Yussuf Poulsen (24/muskuläre Probleme im Oberschenkel) werden schmerzlich vermisst. Das gilt auch für Kreativ-Mann Emil Forsberg (27/Leiste).

16. Minute (CEL-RBL): Guter Angriff von Leipzig über Augustin. Der Franzose nimmt Mukiele auf rechts mit, der die Kugel direkt wieder scharf in die Mitte passt. Augustin fliegt heran und in den herausgestürmten Gordon hinein. Das sah böse aus. Gelb für den RB-Stürmer. Der Celtic-Keeper muss behandelt werden, kann aber kurze Zeit Später wieder weiter machen.

Trainer Ralf Rangnick (60) bei Nitro: Wir haben bei beiden Gegentoren fahrlässig verteidigt. Wenn du mit so viel Aufwand den Ausgleich machst, darfst du nicht innerhalb von zehn Sekunden erneut einen Gegentreffer kassieren.

Leipzig kriegt nach 562 Pflichtspiel-Minuten ohne Gegentor gleich zwei Treffer. Weil das Team gleich zweimal vor sich hin träumt…

Sieh' an, die Eintracht: Am vierten Spieltag in der Europaliga können die Fußballer aus Frankfurt das Weiterkommen in der Europaliga perfekt machen, indem sie beim Außenseiter Apollon Limassol gewinnen. Leipzig ist seit zehn Spielen unbesiegt. Wenn die Rasenballsportler diese Serie auch bei Celtic Glasgow fortsetzt, könnten sie sich ebenfalls das Überwintern in Europas zweiter Liga sichern. Und Bayer 04? Vor der Partie gegen den FC Zürich wünscht sich Trainer Heiko Herrlich von seiner doch sehr wankelmütigen Mannschaft endlich Konstanz und damit Ruhe. Auch die Leverkusener können den Sprung in die nächste Runde schaffen.

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RB Leipzig liegt gegen Celtic früh in Rückstand. Dann gleichen die Sachsen aus, doch im Gegenzug fällt der Siegtreffer für die Schotten. Und der könnte sehr teuer werden für Leipzig.

2:3, 6:2, 5:0, 1:4 – Leverkusen steht für Spektakel. Nicht immer zur Freude von Trainer Heiko Herrlich: "Wir haben uns ja fast schon daran gewöhnt, dass es unruhig ist." Aber: Mit einem Sieg gegen den FC Zürich und einem Remis im Parallelspiel zwischen Rasgrad und Larnaka kann sein Team den Einzug in die K.o.-Runde bereits perfekt machen kann. "Diese Sehnsucht nach Ruhe ist immer da, unabhängig von der Achterbahnfahrt, die wir hinter uns haben", sagte Herrlich: "Natürlich ist es unser Ziel, wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen."

RB Leipzig muss nach einem ärgerlichen Rückschlag im keltischen Hexenkessel wieder ums Weiterkommen in der Europa League zittern. Bei den furios kämpfenden “Kriegern” von Celtic Glasgow unterlagen die insgesamt zu ungefährlichen Sachsen 1:2 (0:1). Der teils farblose Auftritt in Schottland bedeutete für Leipzig nicht nur die erste Niederlage seit elf Pflichtspielen, sondern sorgt in der Gruppe B im Kampf um die Zwischenrunden-Tickets vor den beiden letzten Vorrundenspielen für enorme Spannung.

Das Personal: Der zuletzt sehr starke Karim Bellarabi, der nach abgelaufener Rotsperre in fünf Partien sieben Mal traf, und Abwehrchef Sven Bender werden wegen muskulärer Probleme geschont. Dafür ist Charles Aranguiz, der wegen Patellasehnen-Problemen in dieser Saison noch nie im Kader stand, ein Kandidat für die Startelf. Gleiches gilt für Julian Baumgartlinger, der am Samstag nach mehr als dreimonatigem Ausfall wegen eines Innenbandrisses, sein Comeback als Einwechselspieler gab.

Glasgows Kieran Tierney (11.) und Odsonne Edouard (79.) brachten den legendären Celtic Park durch ihre Treffer zum Kochen – und die Gäste, für die Jean-Kevin Augustin (78.) ausgeglichen hatte, zum Nachdenken. Bei einem Sieg wäre Leipzig die nächste Runde sicher gewesen, doch nun sind RB und die Schotten mit je sechs Zählern punktgleich. Zum Vorrundenabschluss reist Leipzig zunächst zum Schwesterklub sowie Tabellenführer Red Bull Salzburg (29. November) und empfängt danach Schlusslicht Rosenborg Trondheim (13. Dezember).

Die Bewährungschance: Die könnte Lucas Alario bekommen. Der Argentinier kam in den jüngsten vier Spielen nur einmal für neun Minuten zum Einsatz. Herrlichs sagt: "Wir haben viel rotieren lassen. Aber in den letzten drei Spielen wollte ich das Leistungsprinzip gelten lassen." Alario, der noch ohne Bundesliga-Tor in dieser Saison ist, habe "schon viele Chancen gehabt". Im bisher einzigen Europaliga-Heimspiel gegen Larnaka traf Alario beim 4:2 doppelt.

Von der imponierenden Kulisse im Celtic Park zunächst unbeeindruckt starteten die Leipziger höchst aggressiv in die Partie. Celtic wurde meist bereits bei der Ballannahme gestört und tief in die eigene Hälfte gedrückt. RB wurde in dieser Phase spielerisch jedoch nicht produktiv genug. Ein Fernschuss von Stefan Ilsanker (8.) aus 25 Metern war die gefährlichste Aktion, bevor Tierney etwas überraschend für die Gastgeber traf.

Durch die Führung gewann Glasgow an Selbstvertrauen, Leipzig hingegen geriet etwas aus dem Konzept und defensiv einige Male in Schwierigkeiten. Ein zusätzlicher Wermutstropfen: Linksverteidiger Marcelo Saracchi musste nach 15 Minuten verletzt raus. Ohne den Tempomacher aus Uruguay, für den Marcel Halstenberg ins Spiel kam, wackelte RB. Vorne fehlten den Sachen durch die Ausfälle von Nationalspieler Timo Werner (Zehprellung) und Yussuf Poulsen (Rückenprobleme) sichtlich Offensivkraft. Beide Stürmer hätten aufgrund fehlender Kreativität der Leipziger aber auch keine Möglichkeiten bekommen.

Im zweiten Durchgang sahen die 2200 mitgereisten Leipziger Fans ihre Mannschaft etwas zielstrebiger nach vorne spielen, auch wenn erst einmal die Großchancen ausblieben. Die hatte Celtic durch Scott Sinclair (48.), der den Ball frei verstolperte. Weitere Konter steckte Leipzig recht gut weg und drängte seinerseits energisch ins Richtung Celtic-Tor.

Erst in den letzten 20 Minuten schaffte es RB richtig, an die zuvor starken Leistungen in der Bundesliga anzuknüpfen. Mit dem Mut der Verzweiflung mehrten sich die Abschlüsse, Celtic nahm sich zurück und beschränkte sich auf schnelle Gegenangriffe. Nachdem Marcel Sabitzer (68.) und Bruma (72.) sich aus der Ferne probierten, vergab auf der Gegenseite Edouard (73.) wiederum nach einem Konter die nächste Großchance.

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