Leipzig statt Club: Krösche hat einen neuen Job - Nordbayern.de
RB Leipzig: Ralf Rangnick hört als Sportdirektor auf und wechselt zu Red Bull
LEIPZIG – Beim FCN wurde Markus Krösche vor einiger Zeit noch bei der Neubesetzung des Sportvorstand-Postens als Wunschkandidat gehandelt. Doch der 38-Jährige hatte andere Pläne: Nachdem Krösche den SC Paderborn in die Bundesliga organisiert hat, heuert er nun offenbar in Leipzig an.

Der bisherige Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig, Ralf Rangnick, wird Medienberichten zufolge eine neue übergreifende Rolle als Fußballchef einnehmen. Der 60 Jahre alte Stratege soll im Netzwerk des von Red Bull alimentierten Bundesliga-Klubs die Standorte in Leipzig, Brasilien und den USA betreuen, wie der Sportbuzzer am Dienstag berichtet. Die Ableger-Vereine Red Bull New York und CA Bragantino sollen für die Ausbildung und Rekrutierung talentierter Nachwuchsspieler noch mehr genutzt werden.

Dies bestätigte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Montag auf einer Pressekonferenz: “Ralf hat frühzeitig den Wunsch geäußert, eine globalere Funktion einzunehmen. Wir haben in der Rückrunde die Gespräche zunächst beiseite geschoben. Nach dem Pokalspiel haben wir gute Gespräche geführt. Er wird Head of Soccer. Er wird sich um die Standorte in New York und Brasilien kümmern. Ich sehe das mit einem weinenden Auge, weil ich ihn gerne hier weiter am Standort Leipzig gesehen hätte.”

Überraschung bei RB: Leipzig-Boss Rangnick bekommt neuen Job

Neuer Sportdirektor wird nach Bild-Informationen der vorherige Paderborner Markus Krösche. Der 38-Jährige habe am Montag bei den Sachsen am einen Vertrag bis 2022 unterschrieben, berichtet die Bild (Dienstag-Ausgabe). Für Krösche, der als Sport-Geschäftsführer den Kader für den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn zusammenstellte, muss RB laut Bericht eine Ablöse zahlen. Bei den Leipzigern tritt Krösche die Nachfolge des zum FC Schalke 04 gewechselten Sportlichen Leiters Jochen Schneider an.

Dass Rangnick den Trainerposten zur neuen Saison an Julian Nagelsmann abgibt, steht schon länger fest. Durch die neuen Personalentscheidungen hat RB die angestrebte Strukturreform nach intensiven Verhandlungen von Rangnick mit Vorstandschef Oliver Mintzlaff auf den Weg gebracht.  

Rangnick-Aus als Leipzig-Sportdirektor

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Offiziell! Markus Krösche wird Sportdirektor bei RB Leipzig

Ralf Rangnick (60) hört als Sportdirektor in Leipzig auf. Und wird nun eine Art globaler Sportdirektor mit Zuständigkeit für die Standorte in Brasilien und den USA. Klub-Boss OIiver Mintzlaff: Die intensiven Gespräche gab es nach dem Pokalfinale mit dem Ergebnis, dass Ralf Head of Sport and Development Soccer wird.

Ralf Rangnick zieht sich nach sieben Jahren als Entscheidungsträger bei RB Leipzig zurück. Der 60-Jährige, in der vergangenen Saison Interimstrainer und Sportdirektor des Bundesliga-Dritten, gibt auf eigenen Wunsch zum Monatsende sein Amt als Sportdirektor trotz des bis 2021 laufenden Vertrages ab.

Auf diese neue Aufgabe haben sich nach BILD-Informationen Klubboss Oliver Mintzlaff (43) und Rangnick verständigt. Zuerst berichtete Sportbuzzer.

Rangnick soll künftig als Angestellter und Fußball-Chef von Red Bull die sportliche Ausrichtung bei den konzerneigenen Klubs in New York und bei RB Bragantino bestimmen. Den brasilianischen Zeitligisten hatte das Brauseimperium erst vor rund zwei Monaten übernommen.

Aus als Sportdirektor in Leipzig: Ralf Rangnick hat einen neuen Job

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Bedeutet aber auch: Rangnick wird dann kein Büro mehr in Leipzig haben. Und auch keine Entscheidungskompetenz. Denn für Leipzig ist er offiziell nicht mehr zuständig, verliert dort alle Kompetenzen. Sein neuer Vertrag läuft auch nicht über RasenBallsport, sondern über Red Bull. Rangnick über seine neue Aufgabe: Ich habe in der Winterpause drüber nachgedacht, was die Rückrunde bringt und gegebenenfalls die Zeit danach. Dann ist der Gedanke gereift, dass ich eine neue reizvolle Aufgabe brauche. Aber es ging mir auch um die Weiterentwicklung der Standorte. Ich sehe viel Synergie- und Steigerungspotentiale in meinem neuen Job.

RB Leipzig hat die Verpflichtung von Markus Krösche als Sportdirektor offiziell bestätigt. Der 38-Jährige kommt von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn.

Seinen Job als Trainer übernimmt Julian Nagelsmann (31/kommt aus Hoffenheim). Als Sportdirektor wird heute Markus Krösche (38/Paderborn) vorgestellt.

“Die Zeit in Leverkusen hat mir brutal geholfen. Ich habe gelernt, wie wichtig eine stimmig zusammengestellte Mannschaft und ein guter Austausch zwischen Trainerteam und sportlicher Leitung sind”, sagte Krösche. Dennoch entschied er sich gegen eine Trainerlaufbahn und für das Management. Darauf deuteten bereits Krösches berufliche Nebentätigkeiten hin. Gemeinsam mit seiner Frau Viktoria, die mit den beiden Töchtern Maya (11) und Clara (8) wohl zunächst in Paderborn wohnen bleibt, hatte er in seiner Zeit beim SCP eine Auto-Leasing-Firma aufgebaut. Als aktiver Spieler schloss Krösche ein BWL-Studium ab.

Vorteil für Leipzig allerdings: Rangnick wird sein Wissen und seine Erfahrung weltweit einbringen und die Standorte in Bragantino und New York ausbauen. Die sollen künftig als Talente-Lieferanten für Leipzig und Salzburg agieren.

Die Leitung zwischen Paderbon und Leipzig bleibt kurz, wie der jetzt geschlossene Kooperationsvertrag zwischen den beiden Fußball-Standorten zeigt. In Sachen Scouting, Hospitanzen und im Commercial-Bereich darf Paderborn auf Unterstützung aus Leipzig setzen. Damit dürfte Krösche auch mit seinem Erfolgstrainer Baumgart in Kontakt bleiben. Baumgart wird den Abschied Krösches bedauern, nachvollziehen kann er ihn voll und ganz. “Markus Krösche war ein wichtiger Bestandteil des Ganzen. Zu seinem neuen Verein gratuliere ich ihm. Das ist eine große Herausforderung.”