Flixbus auf A9 bei Leipzig: Reisebus aus Berlin verunglückt auf Weg nach München - Sekundenschlaf? - Berliner Morgenpost
Flixbus auf A9 bei Leipzig umgekippt – ein Toter, 72 Verletzte!
Leipzig – Bei einem schweren Busunfall auf der A9 nahe Leipzig sind am frühen Sonntagabend eine Frau getötet und 72 Personen verletzt worden – neun davon schwer.

Ermittlungen wiesen darauf hin, dass der Fahrer (59) des Reisebusses eingeschlafen sei, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur am späten Sonntagabend. Ein Sprecher der Polizei Halle wollte das Montagvormittag vorerst nicht bestätigen. Wir können es als Unfallursache zwar nicht ausschließen. Aber wir sind derzeit noch an bei einem zu frühen Stand der Ermittlungen. Ein anderes Auto war laut Polizei allerdings nicht an dem Unfall beteiligt.

Die Polizeiexperten sicherten Spuren und markierten mit grünen und orangenem Spray die letzten gefahrenen Meter des Busses. Ein rot-weißes Verkehrsschild, das die Einfahrt des Parkplatzes markiert, lag zerknittert auf dem Boden. Es sah aus, als habe der Bus es überfahren. Links neben der zerwühlten Böschung lag der völlig zerstörte grüne Bus auf der Seite. Seine Warnblinker leuchteten. "Der Bus war im Auftrag von Flixbus planmäßig zwischen Berlin und München unterwegs", bestätigt das Fernbusunternehmen. "Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen und Busfahrern sowie deren Familien und Freunden."

Laut Polizei kippte gegen 17.30 Uhr ein Reisebus von Flixbus mit insgesamt 75 Insassen zur Seite, auch ein achtjähriges Kind war unter den Passagieren.

Dutzende Rettungswagen eilten am frühen Sonntagabend zur Unfallstelle, die auf sachsen-anhaltischem Gebiet zwischen den Anschlussstellen Leipzig-West und Bad Dürrenberg liegt. Auch Hubschrauber wurden angefordert. Sie brachten die Schwerstverletzen in Krankenhäuser in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die leichter Verletzten wurden in einem grauen Rettungszelt betreut, das auf der Fahrbahn aufgebaut war. Ein Kriseninterventionsteam war ebenfalls vor Ort. Zur Unfallursache äußerte die Polizei bereits eine erste Vermutung. Demnach soll der Fahrer bei einem Sekundenschlaf die Kontrolle über den Bus verloren haben.

Neun Insassen sind schwer verletzt, teilte ein Sprecher der Polizei Halle am Montagmorgen mit – darunter auch der Busfahrer. Deshalb konnte er bislang auch noch nicht zu dem Unfallhergang vernommen werden. Weitere 63 Insassen wurden mehr oder weniger schwer verletzt.

Die Autobahn 9 wurde zwischen den Anschlussstellen Leipzig-West und und dem Rastplatz Bachfurt in beiden Richtungen voll gesperrt. Um Mitternacht wurde die Strecke in Fahrtrichtung Berlin wieder freigegeben. Seit 5.35 Uhr, Montagmorgen ist die gesamte Autobahn wieder frei.

Um 17.28 Uhr am Sonntagnachmittag nimmt die Fahrt eines Fernbusses auf der Autobahn 9 bei Leipzig ein katastrophales Ende. Der Bus gerät an einer Böschung in Höhe des Parkplatzes Bachfurt von der Fahrbahn ab und kippt um. Ein Mensch kommt dabei ums Leben, sieben andere Passagiere werden schwerst verletzt. An Bord waren insgesamt 74 Menschen und der Fahrer. Die A9 wird in beide Richtungen voll gesperrt.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war im Einsatz: darunter 56 Rettungswagen, acht Rettungshubschrauber, vier Notärztewagen, 31 Feuerwehrfahrzeuge sowie Kriseninterventionsteams. Die verletzten wurden auf 14 Krankenhäuser in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgeteilt.

Die Einsatzkräfte waren mit schwerem Gerät vor Ort, um den umgestürzten Bus zu bergen. Der Tote konnte erst mehrere Stunden nach dem Unfall aus dem Wrack geholt werden. Angaben zur Identität konnte die Polizei zunächst nicht machen. Auch Alter und Herkunft der Verletzten sind unklar. Der Bus sollte mit einem Kran hochgehievt werden.

Das ist alles relativ schnell passiert, berichtet ein 24 Jahre alter Student, der in dem Bus saß. Er habe Splitter fliegen sehen. Die Passagiere hätten dann sehr schnell zu den Nothämmern gegriffen und die Scheiben eingeschlagen, um ins Freie gelangen zu können.

Den Ermittlungen zufolge kam der Bus ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeuges von der Autobahn ab, fuhr eine Böschung hinauf und krachte schließlich zur Seite.

Der Fernbus war auf dem Weg von Berlin nach München. Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen und Busfahrern sowie deren Familien und Freunden, heißt es von Flixbus.

▶︎ Die Polizei hat drei Telefon-Hotlines für Angehörige eingerichtet: 0345 224 15 68, 0345 224 15 69 und 0345 224 15 71.

Ein Reisebus mit mehr als 70 Insassen ist auf der Autobahn verunglückt. Es gibt etliche Verletzte und mindestens einen Toten. Der Bus war in Richtung München unterwegs. (Quelle: dpa)

Nahe Leipzig: Bei einem Busunglück auf der A9 gab es etliche Verletzte und mindestens einen Toten. (Quelle: dpa)

Auf der A9 nahe Leipzig ist ein Reisebus der Firma Flixbus verunglückt. Das Fahrzeug hat sich überschlagen und blieb auf der Seite liegen. Mindestens eine Person kam bei dem Unfall ums Leben. 

Nach dem Busunglück auf der Autobahn 9 bei Leipzig steht am Montag die Suche nach der Ursache im Mittelpunkt. Bei dem Unfall kam ein Mensch ums Leben, sieben weitere wurden schwer verletzt, einige sogar lebensbedrohlich, wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei in Weißenfels sagte. An Bord des Busses waren 75 Menschen; auch die übrigen 67 wurden mehr oder weniger schwer verletzt. 

Der Bus des Unternehmens Flixbus war in Richtung München am frühen Sonntagabend verunglückt und schwer beschädigt auf der Seite liegen geblieben. Ein anderes Auto war laut Polizei nicht an dem Unfall beteiligt. Darüber hinaus war zum Unfallhergang noch nicht viel bekannt.

Eine Sprecherin der Autobahnpolizei hatte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend gesagt, die Polizei gehe nach ersten Ermittlungen davon aus, dass ein sogenannter Sekundenschlaf des Fahrers zu dem Unfall geführt habe. Diesen Verdacht wollte ein Sprecher der Polizei in Halle in der Nacht zu Montag ausdrücklich nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen zum Unfallhergang. Zum Zustand der Verletzten konnte die Polizei am frühen Morgen keine weiteren Angaben machen.

Die A9 wurde an der Unfallstelle in beide Richtungen voll gesperrt. Es bildeten sich lange Staus auf der Autobahn. Neben Polizisten waren mehrere Feuerwehren, Notärzte, Rettungshubschrauber und Kriseninterventionsteams im Einsatz.

Flixbus bestätigte am Abend, dass der Bus für das Unternehmen gefahren war und richtete eine Hotline für Angehörige ein. “Der Bus war im Auftrag von Flixbus planmäßig zwischen Berlin und München unterwegs”, bestätigte das Reiseunternehmen der Deutschen Presse-Agentur. “Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen und Busfahrern sowie deren Familien und Freunden.”

Gegen Mitternacht gab die Polizei die nach dem Unfall gesperrte Fahrbahn in Richtung Berlin wieder frei. Wie lange die Bergung des Wracks und damit die Sperrung der Fahrbahn Richtung München noch andauern würde, war am frühen Montagmorgen noch nicht absehbar.

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